zierfischforum.info

Zurück   zierfischforum.info > > >

Hinweise

 
 
Themen-Optionen
Alt 24.09.2001, 04:10   #1
Forumsgast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo alle,
mein AQ-Wasser hat eine KH~0,25. Morgends beträgt der pH-Wert 6,9. Während der Beleuchngsphasen wird CO2 "gedüngt". DAbei fällt der pH auf 6,5-6,4. Stellt die pH-Schwankunk von knapp 0,5 für die Fische ein Problem dar?
Gruß
Dirk O.
 
Alt 24.09.2001, 05:45   #2
Forumsgast
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: CH-4052 Basel
Beiträge: 9.301
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hi, Dirk

die von dir genannten pH-Schwankungen sind durchaus üblich. Wenn Du dir die entsprechenden threads mal in aller Ruhe durch"blätterst", wirst Du sehen, dass dieses Phänomen in allen AQ's auftritt, auch in den Becken ohne CO2-Zugabe. Bei diesen ist es morgens saurer als abends.

Was Dir allerdings zu denken geben sollte, ist dass dein CO2-Wert, berechnet anhand von KH und pH sich lediglich zwischen 0,8 und 2,8 mg/l bewegt. Ein "gesundes" Pflanzenwachstum benötigt einen CO2-Wert von ca. 20 mg/l. Du kannst durchaus intensiver dein CO2 blubbern lassen, die nächste Zeit auch über Nacht...

...obwohl, ich finde es schon seltsam, dass bei Deiner KH von 0,25 der pH so hoch ist. Hast du soviele Pflanzen, dass die jegliches CO2 aus dem Wasser schlürfen, oder gabs einen Tippfehler bei deinen Angaben? Mein Osmosewasser hat ja schon bei KH 0,75 einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5 !
Oder lässt ein Ausströmerstein oder ein ungünstig plazierter Filterauslauf die CO2 aus dem Wasser herauswirbeln?

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 24.09.2001, 05:49   #3
Forumsgast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi Roland,

sei bitte vorsichtig mit Empfehlungen zur Erhöhung der CO2 Düngung bei der angegebenen KH. Das ist knapp an der Sicherheitstoleranz und könnte schnell unkontrollierbar werden.
 
Alt 24.09.2001, 06:00   #4
Forumsgast
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: CH-4052 Basel
Beiträge: 9.301
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hi, Ralf

um bei Dirks KH auf 20 mg/l zu kommen, wäre eine CO2-Zufuhr bis zu einem pH-Wert von 5,5 angebracht.
Meines Erachtens ist man da noch nicht im Gefahrenbereich eines Säuresturzes. Oder doch schon?
Falls doch: Wäre dann ein geringfügiges Aufhärten der KH sinnvoll, und wenn ja, bis in welche Höhe?

Respektive: Du schreibst "Sicherheitstoleranz" - in welchem Bereich liegt diese?

gruss, roland

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: roland aus grenzach am 2001-09-24 00:01 ]</font>
Roland Bauer ist offline  
Alt 24.09.2001, 06:15   #5
Forumsgast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi Roland,

bei einer KH < 1 besteht die Gefahr eines Säuresturzes so gut wie immer. Das Puffervermögen der KH ist dann schon so gering, daß selbst geringe Zugaben von schwachen Säuren oder sogar eine gut laufende Nitrifikation zu stärkeren Abfällen des pH führen können. Ausserdem ist die mathematische Beziehung pH/KH/CO2 an den Grenzbereichen nicht mehr so exakt. Da gab es vor kurzem einen Thread in d.r.t.a. zu, wo dieses weiter erläutert wurde.

Ich kenne zwar einige Leute, die Becken mit KH 0 ohne die Geafhr eines Säuresturzes fahren, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß er vorkommen kann - nicht muß. Wichtig sind dann weitere Beckenparameter zur Filterung, besatz und Einrichtung. Eventuell kann ja bei einem höheren Holzanteil im Becken oder durh Torffilterung auch das Huminsäurepuffersystem greifen, welches so im Bereich von pH 4,5 - 5 greift. pH 5,5 ist für die meisten Weichwasserfische nicht kritisch, aber ist der Puffer (KH) vollständig verbraucht und kein anderes Puffersystem vorhanden, gibt es nach unten so gut wie keine Grenze, dann können auch Werte von unter 4 auftreten, was manche, aber nur noch wenige Fische, sogar zum Ablaichen anregt :wink:

In normalen AQ würde ich keinesfalls unter KH 2 gehen ohne strikte Kontrolle und Sammeln von Erfahrungen mit diesen Werten. Das meinte ich mit Sicherheitstoleranz. Und auch hier gab es mal im Forum einen Thread, wo selbst KH 2 bei gewissen Rahmenbedingungen nicht für eine Stabilisierung des pH ausreichte.
 
Alt 24.09.2001, 06:26   #6
Forumsgast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Roland,
Zunächst mal ein Dankeschön für Deine Antwort!

>Mein Osmosewasser hat ja schon bei KH 0,75 einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5 !

Eigentlich müsste ja das Osmosewasser einen pH um 7 haben!? (ohne CO2)

Zu meiner Angabe der KH: Leider ist es mir nicht möglich anhand der Tropfentests eine derartige KH zu messen. Ich erkenne einfach den Farbumschlag bei mehrfacher Verdünnung nicht Rein rechnerisch hat das Wechselwasser eine KH von 0,4. Da ich aber etwas Fasertorf im Filter habe, gehe ich von einer geringen Absenkung aus.

>Oder lässt ein Ausströmerstein oder ein ungünstig plazierter Filterauslauf die CO2 aus dem Wasser herauswirbeln?

Tatsächlich wurde das Wasser an einer Stelle rel. stark verwirbelt. Ich hab ihn schon etwas tiefer gestellt. ich bringe das CO2 über einen CO.200-Innenfilter (seit ein paar Wochen ohne Filtereinsätze!) ins Wasser. IMHO ist das nicht sehr effizient.
Kannst Du mir einen Tip geben welches Gerät für ein 400l-Becken gut geeignet ist? (Cyclo, Flipper, Microansauger usw.)

@Ralf
>Hi Roland,
sei bitte vorsichtig mit Empfehlungen zur Erhöhung der CO2 Düngung bei der angegebenen KH. Das ist knapp an der Sicherheitstoleranz und könnte schnell unkontrollierbar werden.

Das Becken ist nicht sehr stark besetzt und es werden Tägl. ca. 10% Wasser gewechselt. Ich denke es dürfte da eigentlich keinen Säuresturz geben. Eigentlich müssten doch eigentlich auch die z.B. Huminsäuren eine Pufferwirkunk haben? (allerdings im sauren Bereich)

Gruß
Dirk O.
 
Alt 24.09.2001, 06:51   #7
Forumsgast
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: CH-4052 Basel
Beiträge: 9.301
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hi, Dirk

zu Osmosewasser mit pH 4,5:

Bei mir tröpfelt das Permeat bei der Herstellung in einen Kanister. Für die jeweils 35 Liter pro TWW brauche ich 8 Stunden. Ich denke, in dieser Zeit wird durch das langsame Tröpfeln genügend atmosphärisches CO2 im Wasser gelöst.

Ich messe die KH im Permeat "klassisch", wie bei Geissler und Toni Gabriel beschrieben mit Methylrotlösung und 1/10n Salzsäure. Um einen messbaren Farbumschlag zu erhalten, nehme ich 56 ml Permeat, 4-5 Tropfen Methylrot und dann Salzsaüre hinzu. Die Anzahl der HCl-Tropfen teile ich dann durch 4, und erhalte die KH. Bei meinem Permeat erfolgt der Farbwechsel bei 3 Tropfen HCL -> KH 0,75 !

Da ich noch fast einen Liter Methylrotlösung habe, und 1/10 n Salzsäure auch fast überall zu haben ist, kann ich ruhig mit den Testreagenzien "rumsauen", es reicht noch für ewig (und das zu einem Spottpreis) :grin:

Bislang brachte ich das CO2 mit dem Dennerle-Flipper ins AQ - aber das gibt noch einen extra-thread, weil ich ihn seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb habe...

gruss, roland

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: roland aus grenzach am 2001-09-24 00:53 ]</font>
Roland Bauer ist offline  
 

Themen-Optionen

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Rätselhafte PH Wert Schwankungen... johho Archiv 2003 42 16.05.2003 09:05
[CO2]/[O2]-Schwankungen=>Atemstreß? Dirk O. Archiv 2003 6 03.02.2003 16:02
Ist die KH auch Schwankungen unterworfen? Osiris Archiv 2003 2 17.01.2003 12:06
Schwankungen Leitungswasserwerte!? Amazoenchen Archiv 2002 9 08.11.2002 19:36
ansteckunggefahr durch tote fische ||| übertragung durch fre Kartman Archiv 2001 3 27.08.2001 16:05


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2025, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2025 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 04:49 Uhr.