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Alt 25.10.2001, 22:05   #21
Schlagi
 
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Hallo

Bezogen auf meinen Wunschbesatz habe ich folgendes gelernt:

Mein Wasser ist für die gewünschten Fische zu hart. Demzufolge muss ich etwas dagegen unternehmen oder meine "Fischwünsche" anpassen. Hier nochmals meine Härtewerte: GH: 16, KH 8, pH: 7.5 (und NO2: 0.5, NO3:12.5; Becken ist ja noch am einlaufen).

Es ist so, dass ich meinen Wunschbesatz schon von Beginn weg vor meinem geistigen Auge im Becken schwimmen sehe *freu*. Ich würde deshalb eher zu der Variante "ich mach mein Wasser weicher" tendieren. Es sei denn, jemand hätte mir einen super Besatzungsvorschlag für "mein Wasser".

Deshalb aber meine Fragen zum "wassererweichen":
- Gibt es brauchbare Alternativen zur Osmoseanlage? Welche? Kosten?
- Wie geht das mit der Osmoseanlage in der Praxis? Muss man da Wasser im voraus produzieren oder ist das dann wie ein Wasserhahn, der mir beim Wasserwechsel die benötigte Menge Wasser innert nützlicher Frist zur Verfügung stellt (zur Erinnerung: mein Becken fasst 160 Liter, da bräuchte ich alle zwei Wochen ca. 25 Liter?)
- Gibt es Anlagen die ähnlich wie ein Filter funktionnieren? Ich meine damit, dass ich Leitungswasser einfüllen kann und die Härtewerte dann im Becken angepasst werden?
- Was wären die Folgen, wenn ich mein Wasser nicht behandeln würde und trotzdem Weichwasserfische einsetze? (Keine Angst, ich habe das nicht vor. Es nimmt mich einfach wunder. Vorallem wundert es mich, dass der Händler um die Ecke - der die lokalen Wasserwerte ja auch kennen sollte - mich auf diese Problematik nicht aufmerksamgemacht hat???)
- Muss ich, falls ich eine Osmoseanlage anschaffe mit weiteren grösseren Folgekosten rechnen? Z.B braucht es dann auch noch eine CO2-Anlage oder sonst etwas?
- Wenn jetzt noch jemand eine billige Variante kennt, wie man in der Schweiz an so ein Gerät kommt, wäre das super. Villeicht kennt ihr ein gutes Geschäft in Deutschland nahe der Grenze.

Ich weiss, das sind wieder ganz viele Fragen, die sich nicht immer mit nur einem Satz beantworten lassen. Ich möchte einfach nichts falsch machen und vorallem meinen zukünftigen "Mitbewohnern" eine an sie angepasste Umgebung bieten. Meine Fischis sollen ja auch Freude an mir haben, nicht nur ich an ihnen...

Viele Grüsse
Jens
Schlagi ist offline  
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Alt 25.10.2001, 22:19   #22
Ralf Rombach
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Schlagi schrieb am 2001-10-25 16:05 :
Hallo, viele Fragen :wink:

> - Gibt es brauchbare Alternativen zur
> Osmoseanlage? Welche? Kosten?

Eigentlich nur noch Vollentsalzer, die sind aber nicht jedermanns Sache wegen des erforderliche Regeneriens mit Säuren und Laugen.

Als letzte Alternative bietet sich noch die Verwendung von kalkarmen Quellwasser aus reinen Laubwaldgebieten oder u.U. Regenwasser an. Je nachdem, wo man wohnt, können das Alternativen sein, aber schon in mittleren und größeren Städten wird es da sehr aufwendig.


> - Wie geht das mit der Osmoseanlage in der
> Praxis? Muss man da Wasser im voraus
> produzieren oder ist das dann wie ein
> Wasserhahn,

Du musst das Wasser vorher produzieren und in einem Behälter auffangen. Es geht zwar auch mit Durchlaufbecken, dazu müsstest Du aber die entsprechenden sanitären Installationen an das Becken führen oder dieses im Bad aufstellen :wink:


> mein Becken fasst 160 Liter, da bräuchte
> ich alle zwei Wochen ca. 25 Liter?)

Ne mehr, bei Deinem Ausgangswasser würde ich für Weichwasserfische 2:1 Osmose/Leitung verschneiden, dann noch solltest Du Dir angewöhnen, eher viel Wasserwechsel zu machen. Gehen wir mal von 50 % wöchentlich aus, also runden 80 l, dann bruachst Du 80:3=26,6667 l jede Woche, als einen 30 l Kanister voll.


> - Gibt es Anlagen die ähnlich wie ein
> Filter funktionnieren? Ich meine damit,
> dass ich Leitungswasser einfüllen kann und
> die Härtewerte dann im Becken angepasst
> werden?

Nur im Eigenbau, indem man die Osmoseanlage ans Becken im kreislauf anschließt. Dafür brauchts DU aber eine Druckerhöhungspumpe. Dürfte für Dich aber nicht sinnvoll sein.


> - Was wären die Folgen, wenn ich mein
> Wasser nicht behandeln würde und trotzdem
> Weichwasserfische einsetze? (Keine Angst,
> ich habe das nicht vor.

Nun ja, das ist etwas schwierig und kompliziert zu erklären. Im Prinzip nimmst der Fisch dann mehr Salz aus dem Wasser auf, als er eigentlich ausscheiden kann. Du salzt damit vereinfacht den Fisch auf. In gewissen Grenzen können die Tiere das kompensieren, es ist aber für sie mit Energieaufwand verbunden. meist jedoch werden die Weichwasserfische dann kümmern, im Wachstum zurückbleiben und die Lebenserwartung sinkt. In zu hartem Wasser musst Du aber bei extremen Weichwasserfischen mit regelrechten Erkrankungen wie Nephrocalcitose (Ausfällung von Kalziumphosphat in den Nierenkanälchen) rechnen, dies ist sowas wie Nierensteine. In der Folge kommt es dann zu Ausscheidungsproblemen, oftmals dann auch noch Sekundärerkrankungen. Das ist aber von Art zu Art der Weichwasserfische sehr unterschiedlich.


> Es nimmt mich einfach wunder. Vorallem
> wundert es mich, dass der Händler um die
> Ecke - der die lokalen Wasserwerte ja auch
> kennen sollte - mich auf diese Problematik
> nicht aufmerksamgemacht hat???)

Der will verkaufen, sonbst nichts. Davon lebt er.


> - Muss ich, falls ich eine Osmoseanlage
> anschaffe mit weiteren grösseren
> Folgekosten rechnen?

Nein.


> Z.B braucht es dann auch noch eine
> CO2-Anlage oder sonst etwas?

Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.


> - Wenn jetzt noch jemand eine billige
> Variante kennt, wie man in der Schweiz an
> so ein Gerät kommt, wäre das super.

Schau mal bei ebay rein, dort werden solche Osmoseanlagen recht regelmäßig versteigert. Die üblichen Handelspreise liegen zwischen etwa 180 DM und DM 300 je nach Hersteller.
 
Alt 26.10.2001, 02:42   #23
Judith_
 
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Juhu!!!!!

Ich kann EINMAL Ralf korrigieren (kommt ja selten genug vor *Ralfanschmacht*):

Im Grunde kommen durch eine Osmoseanlage wohl Folgekosten zustande. Da wäre erstens das Abwasser, was je nach Ausgangshärte immerhin bis zu 60% ausmachen kann und was man zwar zum Blumengießen brauchen kann, aber wieviel Wasser brauchen Blumen wöchentlich? Bestimmt keine 60 l. Dann eventuell eine Pumpe, denn es ist nun mal so: je höher der Druck mit dem man das Wasser in die Osmoseanlage und damit auf die Membran preßt, desto besser die Ausbeute. Unsere, im Labor lief mein' ich mit 3 bar (schlagt mich nicht, ich kann mich auch irren was das betrifft). Als Drittes steht natürlich früher oder später, je nach Qualität der Anlage nach zwischen 1 und 3 Jahren eine neue Membran an, deren Kosten auch nicht unerheblich sind. Trotzdem ist natürlich eine RO DAS Mittel der Wahl wenn man hartes Wasser weich machen will. Ich persönlich bin allerdings nach wie vor ein großer Verfechter der"Ich passe meine Fische dem Wasser an"-Methode statt umgekehrt, weil es sich in Zeiten von Zeitmangel einfach bewährt hat, wenn man nur den Wasserhahn aufdrehen muss um Wasserwechsel zu machen.

@Schlagi: Hast Du schon mal über afrikanische Barsche nachgedacht? Ich habe Deine Beckengröße nicht mehr im Kopf, aber da es da auch viele kleinbleibende Arten gibt, wäre vielleicht etwas dabei. Zur Orientierung: http://www.africanfisch.com
Vielleicht macht Dir das ja Appetit.
Judith_ ist offline  
Alt 26.10.2001, 03:36   #24
Ralf Rombach
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Judith,

ich gebe mich geschlagen :smile:
 
Alt 26.10.2001, 05:26   #25
Schlagi
 
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Hallo Judith
Hallo Ralf

Vielen Dank für Eure aktive Unterstützung. Mein Becken ist wohl für afrikanische Buntbarsche eher knapp (100x40x40=160L). Obwohl, die Tiere sind herrlich!

Natürlich sind noch nicht alle Fragen beantwortet :wink: bzw. ist mir wieder neues in den Sinn gekommen....

- Welche Wasserwerte (Härte) muss ich langfristig anstreben?

- Da es wohl eine Weile (1-2 Wochen) dauert, bis ich die Anlage beschaffen kann, habe ich mir folgendes Vorgehen überlegt:
1. Weiteres Einlaufen des Beckens (läuft nun seit 6 Tagen)
2. Wenn der Nitritpeak überstanden ist, ansielden der ersten PW's
3. Ab dann mit den Wasserwechseln wie von Ralf beschrieben beginnen (1x pro Woche ca. 50%, 1/3 reines Wasser, 2/3 Leitungswasser).
4. Währenddessen nach und nach Einsetzen der restlichen Fische.
Spricht etwas dagegen oder sollte ich mit dem Besatzen erst beginnen, wenn ich die optimalen "Härtewerte" erreicht habe? So wie ich es verstanden habe, leben die Fische beim Händler auch in eher hartem Wasser.

- Wieso schlagt ihr so häufigen Wasserwechsel vor - die Faustregel sagt doch alle 2 Wochen 1/3?

Wünsche allen eine gute Nacht!

Herzliche Grüsse
Jens
Schlagi ist offline  
Alt 26.10.2001, 12:36   #26
Ralf Rombach
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Schlagi schrieb am 2001-10-25 23:26 :
Hallo

> - Welche Wasserwerte (Härte) muss ich
> langfristig anstreben?

Gute Frage, nächste Frage. Hängt nat+rlich nur vom Besatz ab. Bei den von Dir gewünschten Tiere etwa KH 3 und GH 6 als obere Werte, dann ist es gut.


> 1. Weiteres Einlaufen des Beckens (läuft
> nun seit 6 Tagen)
> 2. Wenn der Nitritpeak überstanden ist,
> ansielden der ersten PW's
> 3. Ab dann mit den Wasserwechseln wie von
> Ralf beschrieben beginnen (1x pro Woche ca.
> 50%, 1/3 reines Wasser, 2/3
> Leitungswasser).

Uups, anders rum 2/3 Osmose 1/3 Leitung. Das kann auch schon mal etwas schwanken, das ist nicht schlimm.


> 4. Währenddessen nach und nach Einsetzen
> der restlichen Fische.
> Spricht etwas dagegen oder sollte ich mit
> dem Besatzen erst beginnen, wenn ich die
> optimalen "Härtewerte" erreicht habe?

Kannst Du so machen, aber frag den Händler auf jeden Fall nach seinen Wasserwerten in der Härte noch mal. Und DU musst Di, je unterschiedlicher die Härte bei Dir und beim Händler mehr Zeit zum Umsetzen und Gewöhnen an des neue Wasser nehmen.


> - Wieso schlagt ihr so häufigen
> Wasserwechsel vor - die Faustregel sagt
> doch alle 2 Wochen 1/3?

Es gibt keine Faustregeln, die einen sagen so, die anderen sagen so. Und es gibt die ganz Bequemen, die nie Wechseln, selbst das kann unter gewissen Rahmenbedingungen funktionieren. Die Menge hängt vor allem vom Besatz mit Fischen inkl. der Fütterung udn vom Pflanzenwuchs ab. Aus meiner eigenen Erfahrung hat sich als Untergrenze für den Wasserwechsel 30 % wöchentlich bewährt, in einigen stärker besetzten Becken mache ich auch deutlich mehr bis 50 %. Wenn wir Dir so viel Wasserwechsel, so liegt das auch daran,. daß Wasserwechsel der mit Abstand einfachste Weg ist, ein Becken zu stabilisieren aus biologischer Sicht, egal was irgendwo von irgendwem erzählt. Mit viel und regelmäßig Wasserwechsel hält man sich die meisten Probleme vom Hals.

Als Du solltest schon IMO 30-50 % wechseln wöchentlich, daß wird sich bezahlt machen.


Noch was, was wir gerade einfällt. Du könntest in einigen Wochen das Pech haben und es kommt zu Algenwchastum bei Dir. Bitte, kippe nichts chemisches ins Becken und übe Dich in Gedulde. Auch das ist normal und kann auch eine längerfristige Geschichte werden. Am besten, die versucht, ein wenig Toleranz gegenüber Algen zu entwickeln, auch die gehören dazu und die Otocinclus werden sich darüber freuen. Danke vieler veralgter Wurzeln brauche ich mir über Jungfischfutter keine Gedanken zu machen. Die hängen den ganzen Tag in den Algen und picken und fressen und machen und tun. :wink:

Wünsche allen eine gute Nacht!

Herzliche Grüsse
Jens
[/quote]
 
Alt 26.10.2001, 23:42   #27
Walter
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Hi,

Zitat:

Ralf Rombach schrieb :

> - Gibt es Anlagen die ähnlich wie ein
> Filter funktionnieren? Ich meine damit,
> dass ich Leitungswasser einfüllen kann und
> die Härtewerte dann im Becken angepasst
> werden?

Nur im Eigenbau, indem man die Osmoseanlage ans Becken im kreislauf anschließt. Dafür brauchts DU aber eine Druckerhöhungspumpe. Dürfte für Dich aber nicht sinnvoll sein.

dann schließ ich mich Judith gleich mal an, und korrigiere Ralf auch mal :grin: :
Gibt´s (oder gab´s?) schon, so ´nen kleinen Ionenaustauscher, der direkt ins (Zucht-)Becken als Filter zur KH-Senkung gegeben wird. Ist (war?) IMO von Kahesch. Natürlich nicht wirklich praktikabel, aber geben tut´s das halt schon.
 
Alt 26.10.2001, 23:52   #28
Judith_
 
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oje Walter,

ob Ralf das jetzt wohl verkraftet der Arme *grinsel*
Judith_ ist offline  
Alt 26.10.2001, 23:55   #29
Ralf Rombach
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:smile:

Macht mich nur fertig, werdet schon sehen, was Ihr davon habt.

Kein Quoting mehr :grin:
 
Alt 27.10.2001, 00:01   #30
Judith_
 
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Och Ralfischnuggi,

ist das jetzt ein Versprechen oder eine Dröhung? *Ralflachendtröst*
Judith_ ist offline  
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