zierfischforum.info

Zurück   zierfischforum.info > > >

Hinweise

 
 
Themen-Optionen
Alt 22.06.2001, 19:38   #21
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Joachim,

>Die Behauptung, ich würde Gegenüberlegungen prinzipiell in
>Frage stellen, ist ein Witz in sich.

Die Art und Weise, wie Du hier Kritik abblockst, belegt gegenteiliges.

>Ich habe in privaten Mails mit dir ja schließlich auch schon persönlich feststellen müssen, dass deine Objektivität nicht sonderlich weit reicht. Das erstmal dazu.

Für die Mitlesenden: ich habe in einer einzigen persönlichen Mail (nein, nicht Mails) meine Meinung zu speziellen Aquaristik-Leuchtstofflampen geschrieben, und diese meine Meinung mit ein paar Argumenten unterlegt. Daß Du das jetzt an den Haaren herbeiziehst, belegt wohl eher, daß Dir die Argumente in dieser Sache ausgehen.

>Wenigstens gibst du zu, dass deine Argumentation auf keinerlei
>Grundwissen beruht.

Hast Du jetzt genug persönlich ausgeteilt, und können wir uns
wieder den Fakten zuwenden, bitte? Im übrigen beruht meine
Argumentation auf dem gesunden Menschenverstand, die
eigentlich jedem einleuchten sollte, der meine Beispiele wie
Wasserstrahlpumpe und Milchtropfen versteht.

>Bei den von mir bereits erwähnten Strömungsgeschwindigkeiten
>unterhalb von 6mm/s wirst noch nicht einmal du einen
>nennenswerten Höhenunterschied zwischen Einlaufseite und
>Auslaufseite feststellen können (das wäre aber für einen
>nennenswerten Druckunterschied absolute Grundvoraussetzung).

Du saugst Wasser am Ausgang des Filters ab. Dadurch erzeugst Du zwangsläufig Druckunterschiede, die sich in den Poren des Filtermaterials fortpflanzen. Bitte erkläre mir, warum Deiner Meinung nach das Wasser von der Einlauf- zur Auslaufseite des Filters fließt? Freiwillig tut es das nicht. Du erzeugst vom Wasserzulauf bis zum Auslauf durch die Pumpe ein Minigefälle, und damit Druckunterschiede.

>Du vergleichst eine Wasserstrahlpumpe mit einer
>Minimalströmung von 6mm/s? Jetzt lehnst du dich aber etwas
>weiter aus dem Fenster, als dir gut tun könnte.

Ein physikalisches Grundprinzip wird nicht deshalb
wirkungslos, weil sich die Dimensionen ändern. Im übrigen -
könntest Du die persönlichen Angriffe bitte mal bleiben lassen
und sachlich bleiben?

>Nur weil du dir das nicht vorstellen kannst, stellst du das
>Prinzip grundsätzlich in Frage? Das ist eine mächtig arme
>Argumentation.

Ich habe ein für jedermann nachvollziehbares Beispiel für
Diffusion gebracht. Das kannst Du zwar ignorieren, das ändert
aber nichts an der Tatsache, daß Diffusion selbst im heißen
Kaffee mit erhöhter Molekularbewegung ein sehr langsamer
Vorgang bleibt, aufgrund dessen Dein Filter nicht
funktionieren könnte. Dein Filter funktioniert, weil
Strömungen und Verwirblungen an den Poren das Abwasser aktiv
zum Bakterienfilm transportieren. Damit hat Dein Filter aber
keinerlei Vorteile mehr gegenüber einem großen Topf mit
Schaumstoffwürfeln, der langsam zwangsdurchströmt wird,
sondern nur noch die Nachteile eines offenen Filtersystems.

>Ich empfehle dir, diese Diskussion nicht weiter auszubauen.

Joachim, von einem Moderator erwarte ich schon eine souveränere und vor allem sachlichere Entgegnung.

Viele Grüße
Robert

_________________
Licht ins Dunkel - www.hereinspaziert.de/projekte.htm

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Robert am 2001-06-22 14:56 ]</font>
 
Alt 22.06.2001, 21:39   #22
peter k
 
Registriert seit: 22.06.2001
Beiträge: 8
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Stefan,

Nun wollte ich eigentlich Sand als Bodengrund nehmen, kann ich das noch ?
...ich weiß Bodenheizung haben einen schlechten ruf, kenn mich aber damit noch nicht so recht aus...(noch)!

also wenn es eine Matte ist, dann laß die Finger weg davon, da sie sehr gefährlich bzgl. Glasbruch werden kann, durch Hitzestau

wenn es ein Bodenfluter ist, dann wäre die Wattzahl interessant...mit Sand würde ich es jedoch nicht zusammen versuchen, geht unter Umständen schief, wenn die Sandhöhe relativ hoch ist, wegen Hitzestau

über Bodenfluter gibt es geteilte Meinungen, ich persönlich werde, außer einem Sandbecken, nie mehr ein Becken ohne Bodenfluter betreiben, da ich ein überzeugter Pflanzenbeckenfan bin
mein Becken findest Du auf der Dennerle Website http://www.dennerle.de unter Kundenaquarien "Peter Klüpfel"
der Vorschlag mit 50 Watt Bodenfluter ist allerdings Unsinn (sorry), es würde ein 8 Watt Fluter viel eher brauchbar sein, für eine Beckengröße von 170 Ltr.....ein 50 Watt Fluter würde sich viel zu oft ausschalten und den ganzen Sinn der permanenten Durchflutung in Frage stellen

ich geb zu, ich bin ein Dennerle Freak :wink:
, aber mit dieser Methode fahre ich nun seit vielen Jahren sehr erfolgreich.

Gruß

Peter
peter k ist offline  
Alt 22.06.2001, 22:07   #23
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Peter,

Zitat:
peter k schrieb am 2001-06-22 16:39 :
über Bodenfluter gibt es geteilte Meinungen, ich persönlich werde, außer einem Sandbecken, nie mehr ein Becken ohne Bodenfluter betreiben, da ich ein überzeugter Pflanzenbeckenfan bin
mein Becken findest Du auf der Dennerle Website http://www.dennerle.de unter Kundenaquarien "Peter Klüpfel"
Nach meinen Erfahrungen hat ein ausgesteckter Bodenfluter ebensolchen Einfluß auf das Pflanzenwachstum, wie ein im Betrieb befindlicher - keinen. Ich war auch mal firmenhörig und der Meinung, ein Bodenfluter wäre unbedingt notwendig. Nachdem ich aber eher unfreiwillig die Erfahrung mit dem ausgesteckten Bodenfluter gemacht habe, sehe ich einen Bodenfluter als unnötigen Luxus an.

Wie die Pflanzen im meinem Aquarium mit Sandboden ohne Bodenfluter wachsen, kannst Du hier www.hereinspaziert.de/Neu.htm sehen.

Viele Grüße
Robert
_________________
Licht ins Dunkel - www.hereinspaziert.de/projekte.htm

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Robert am 2001-06-22 17:10 ]</font>
 
Alt 22.06.2001, 22:30   #24
S.Schulz
 
Registriert seit: 20.06.2001
Ort: Braunschweig
Beiträge: 7
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

.... wasser ist nun drin! OHNE BODENHZG.! wollte nur mal "noch" was fragen ....:

Wie sieht das mit dem Innenfilter von Juwel aus ... mit dem sand,zieht der den rein, und was passiert dann ?

die sandhöhe ist unterhalb der "schlitze" (bei den unteren cicra 1 cm!)
S.Schulz ist offline  
Alt 23.06.2001, 01:27   #25
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Stefan,

Zitat:
S.Schulz schrieb am 2001-06-22 17:30 :
Wie sieht das mit dem Innenfilter von Juwel aus ... mit dem sand,zieht der den rein, ...
Puh... ich habe keine Erfahrung mit Innnenfiltern, aber wenn der Abstand vom Bodengrund zur Ansaugöffnung nur etwa 1 cm beträgt, kann es schon sein, daß die Strömung Sandkörner mitreißt. Hast Du keine Möglichkeit, den Abstand zu vergrößern?

Zitat:
... und was passiert dann ?
Der Sand bleibt irgendwo im Filtermaterial hängen, denke ich.

Viele Grüße
Robert

_________________
Licht ins Dunkel - www.hereinspaziert.de/projekte.htm

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Robert am 2001-06-22 20:30 ]</font>
 
Alt 23.06.2001, 05:52   #26
Oliver W.
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: Speyer
Beiträge: 78
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Wenn du den Abstand zum Boden nicht verringern kannst, dann kannst du vielleicht eventuell den Filter drosseln, ist sowieso besser für die Bakterien.
Oliver W. ist offline  
Alt 23.06.2001, 17:36   #27
Joachim Mundt
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: D 45896 Gelsenkirchen
Beiträge: 650
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Robert,

>Die Art und Weise, wie Du hier Kritik
>abblockst, belegt gegenteiliges.

Ich blocke keine Kritik ab, die fundierte Kenntnisse als Grundlage aufweist, was bei deinen Behauptungen jedoch nicht zu erkennen ist, zumal du eine praktische Testphase nicht in Betracht ziehst. Daher solltest du deine kritik auf physikalisch belegare Beine stellen. Alles andere sind reine Mutmaßungen und durch nichts zu belegen.

>Für die Mitlesenden: ich habe in einer
>einzigen persönlichen Mail (nein, nicht Mail
>s) meine Meinung zu speziellen
>Aquaristik-Leuchtstofflampen geschrieben,
>und diese meine Meinung mit ein paar
>Argumenten unterlegt. Daß Du das jetzt an
>den Haaren herbeiziehst, belegt wohl eher,
>daß Dir die Argumente in dieser Sache
>ausgehen.

Deine Argumente bei meiner Anfrage bezüglich aquaristisch üblicher L-Lampen aus der Triton-Gruppe war sehr subjektiv und nicht durch Fakten belegt, wie du sicher nicht abstreiten kannst. Deine Argumentation, dass Lampen aus dem Zoohandel nicht von dir berücksichtigt werden und die angegebenen Spektren von dir nicht akzeptiert würden, sprechen eine eigene Sprache.

>Hast Du jetzt genug persönlich ausgeteilt, >und können wir uns
>wieder den Fakten zuwenden, bitte?

Dann komm doch bitte mit Fakten. Du schreibst selbst, dass deine Argumente auf deinem persönlichen "gesunden Menschenverstand" beruhen, aber nicht auf physikalische Grundlagen, die dir (deinen eigenen Angaben zufolge) nicht vorliegen. Du bewegst dich auf sehr dünnem Eis. Solange du mit unbelegten Behauptungen argumentierst, darfst du nicht erwarten, sonderlich ernst genommen zu werden.

>Im übrigen beruht meine
>Argumentation auf dem gesunden
>Menschenverstand, die
>eigentlich jedem einleuchten sollte, der
>meine Beispiele wie
>Wasserstrahlpumpe und Milchtropfen versteht.

Zu diesem Punkt habe ich mich bereits geäußert. Erwarte bitte nicht von mir, dass ich dir einen Physik-Kurs zukommen lasse, um dich von der Unsinnigkeit deiner Behauptungen zu überzeugen.

>Du saugst Wasser am Ausgang des Filters ab.
>Dadurch erzeugst Du zwangsläufig
>Druckunterschiede, die sich in den Poren
>des Filtermaterials fortpflanzen. Bitte

Ich versuche, dir noch einmal deutlch zu machen, dass ein konstanter Wasserstand kein Druckgefälle verursachen kann, denn sonst würde in meinem Wasserglas eine ständige Strömung herrschen. Da in dem Filter eine Durchströmung der Filtereinsätze auf direktem Weg unterbunden wird (bauartbedingt), könnte sich nur dann eine nennenswerte Wasserbewegung einstellen, wenn sich innerhalb der einzelnen Einsätze tatsächlich ein Druckgefälle einstellen würde. Das ist bei konstantem Wasserstand jedoch nicht gegeben, wodurch sich höchstens an der unmittelbaren Kontaktfläche zum Wasser eine gewisse Konvektionsströmung einstellen könnte. Weil darüberhinaus eine nur minimale Strömung im Gesamtsystem vorhanden ist und das Filtermaterial einen höheren Strömungswiderstand als das "freie Wasser" im Filter aufweist und ein Umweg für eine direkte Durchflutung in Kauf genommen werden müsste, sind deine Argumente mehr als unsinnig zu bezeichnen.

>erkläre mir, warum Deiner Meinung nach das
>Wasser von der Einlauf- zur Auslaufseite
>des Filters fließt? Freiwillig tut es das
>nicht. Du erzeugst vom Wasserzulauf bis zum
>Auslauf durch die Pumpe ein Minigefälle,
>und damit Druckunterschiede.

Um es noch einmal sehr klar auszudrücken: Die Strömungsgeschwindigkeit im Filter ist nur als minimal anzusehen (6mm/s bzw. 36cm/min). Daher stellt sich auch nur ein minimales Höhengefälle zwischen Einlauf- und Auslaufseite ein. Wenn dir das nicht einleuchtet, dann solltest du dich ein wenig mehr mit der Physik befassen und nicht nur Datenblätter lesen :wink: Im Filer selbst entstehen aber an dem Punkt X keinerlei Schwankungen im Wasserstand, weshalb an diesem Punkt auch keine Druckdifferenzen auftreten können! Diese wären allerdings nötig, damit sich innerhalb des betreffenden Punktes auch Strömungen einstellen können. So nimmt Wasser immer noch den Weg des geringsten Widerstandes.

>Ein physikalisches Grundprinzip wird nicht
>deshalb
>wirkungslos, weil sich die Dimensionen
>ändern. Im übrigen -
>könntest Du die persönlichen Angriffe bitte
>mal bleiben lassen
>und sachlich bleiben?

Wo siehst du persönliche Angriffe? Wenn ich deine Argumente widerlege, hat das damit nicht die Spur zu tun. Wenn du dich dadurch allerdings angegriffen fühlst, dann liegt das einzig an deiner Auffassung von Diskussionen. Diese lebt von Argumenten und nicht von "Sieg und Niederlage". Deine Argumente sind allerdings so schwach, dass sie einer näheren Betrachtung nicht standhalten können. Unterlasse also bitte in Zukunft diese Unterstellungen. Persönliche Angriffe kann ich allerdings auch verwenden, wenn es dir lieber sein sollte :smile: Komme mit stichhaltigen Argumenten, dann wollen wir weitersehen :wink:

Das Prinzip der Wasserstrahlpumpe lebt von einem tatsächlichen Druckgefälle, welches durch eine gewollte Verengung des Strömungskanals herrührt und als Grundvoraussetzung eine starke Strömung besitzt, die ausreicht, einen anderen Stoff mitzureißen. Dieses Prinzip liegt bei dem Diffusionsfilter an keinem Punkt vor, weshalb der Vergleich hier nicht angebracht ist.

>Ich habe ein für jedermann
>nachvollziehbares Beispiel für
>Diffusion gebracht. Das kannst Du zwar
>ignorieren, das ändert
>aber nichts an der Tatsache, daß Diffusion
>selbst im heißen
>Kaffee mit erhöhter Molekularbewegung ein
>sehr langsamer
>Vorgang bleibt, aufgrund dessen Dein Filter
>nicht
>funktionieren könnte. Dein Filter >funktioniert, weil
>Strömungen und Verwirblungen an den Poren >das Abwasser aktiv
>zum Bakterienfilm transportieren. Damit hat
>Dein Filter aber
>keinerlei Vorteile mehr gegenüber einem >großen Topf mit
>Schaumstoffwürfeln, der langsam
>zwangsdurchströmt wird,
>sondern nur noch die Nachteile eines
>offenen Filtersystems.

Wenn du die Wirkungsweise der Diffusion in diesem licht darstellst, dann dürfte auch der Gasaustausch zwischen Umgebungsluft und Aq-Wasser keine Rolle spielen und die vielen filterlosen Becken dürften dann ebenfalls alle nicht funktionieren. Diffusion ist ein Prozess, der sich nach der Molekülgröße, der Temperatur und dem Konzentrationsgefälle der beteiligten Stoffe richtet. Die Diffusion läuft in beiden Richtungen in dem Filter ab und zwar, indem sich unterschiedliche Konzentrationsgefälle einstellen, die durch Stoffumbau für sogar sehr erhebliche Konzentrationsgefälle sorgen. Das geschieht idR durch die beteiligten Bakterien und Mikroorganismen. Wie du bereits gehört/gelesen hast, finden die Stoffumsetzungen nicht zwangsweise, sondern vergleichsweise langsam, aber dafür sehr effizient ab, wodurch die neuen und die alten Stoffe für ein erhebliches Konzentrationsgefälle sorgen, wodurch zwar ein langsames aber dafür effektiveres Filtern stattfindet.

In zwangsdurchströmten Filtern findet dagegen nur eine teilweise Stoffumsetzung statt, die nur durch die Häufigkeit des Durchlaufes vollständig wird. Dieses System hat sich als unzureichend herausgestellt, weil sich dadurch sehr viele ungewolle Prozesse im Aq einstellen. Weshalb gibt es denn so viele Becken mit Algenproblemem, schlechtem Pflanzenwuchs, Fischkrankheiten usw.? Ich kann dir aus meiner langjährigen Praxis und inensiven Beschäftigung mit diesen Problemen nur versichern (ob du´s glaubst ist mir relativ egal), dass die meisten aquaristischen Probleme nicht mit der Beleuchtung oder mit anderen unzulänglichen Geräten zu tun haben, sondern schwerpunktmäßig mit ungeeigneter Filtertechnik. Bei dem heutigen Kenntnisstand sollte es die Probleme, die in Foren oder Newsgroups an der Tagesordnung sind, nicht mehr geben.

>Joachim, von einem Moderator erwarte ich
>schon eine souveränere und vor allem
>sachlichere Entgegnung.

Was du von einem Moderator erwartest, bleibt dir überlassen. In diesem Thread antworte ich jedoch als Joachim Mundt und nicht als Moderator dieses Forums. Wenn ich als Moderator auftrete, sieht das alles anders aus und meine Aktionen sind entsprechend anderer Natur. Verwechsle bitte nicht zwei Dinge miteinander, die nichts miteinander zu tun haben.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 23.06.2001, 23:41   #28
peter k
 
Registriert seit: 22.06.2001
Beiträge: 8
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

HalloRobert,

__________________________________
Nach meinen Erfahrungen hat ein ausgesteckter Bodenfluter ebensolchen Einfluß auf das Pflanzenwachstum, wie ein im Betrieb befindlicher - keinen. Ich war auch mal firmenhörig und der Meinung, ein Bodenfluter wäre unbedingt notwendig. Nachdem ich aber eher unfreiwillig die Erfahrung mit dem ausgesteckten Bodenfluter gemacht habe, sehe ich einen Bodenfluter als unnötigen Luxus an.

Wie die Pflanzen im meinem Aquarium mit Sandboden ohne Bodenfluter wachsen, kannst Du hier www.hereinspaziert.de/Neu.htm sehen.
_______________________________________

eines gleich mal vorweg: "firmenhörig" bin ich mit Sicherheit nicht. Ich betreibe seit über 30 Jahren Aquaristik und habe x Becken eingerichtet.
Dabei gab es immer wieder Erfolge und Mißerfolge, was mich irgendwann mächtig nervte. Sicherlich sind die gemachten Erfahrungen sehr wertvoll, aber ich wollte ein reproduzierbares System, also ein Konzept (ich spreche hier für Pflanzenaquarien). Vor x Jahren stieß ich dann irgendwann auf das Dennerle Konzept...verfolgte es und habe bis heute bei vielen Becken das Konzept konsequent verfolgt, mit immer dem gleichen Erfolg von prächtigen Pflanzenbecken.
Ich habe mir Dein Becken angeschaut:
es ist sehr schön :smile: , aber es sind halt eher leicht zu pflegende Pflanzen, wie Echonodoren darin, was natürlich nicht abwertend sein soll!!
Bei etwas schwieriger zu haltenden Pflanzen, wie z.B. die Didiplis Diandra, greife ich eben u.a. auf das Bodenfluterkonzept zurück was mir i m m er Erfolg brachte.
Ich habe auch geschrieben, daß ich ihn (den Bodenfluter) in einem Sandbecken nicht verwenden würde bzw nicht verwende.

Sicherlich geht alles auch ohne Bodenfluter, aber wenn ich meine Erfolgschancen für ein prächtiges Pflanzenbecken erhöhen möchte, dann eben mit Bodenfluter.

Es geht hier nicht ob ja oder nein, sondern was greift unterstützend für guten Pflanzenwuchs neben anderen Faktoren ein.

Viele Grüße

Peter
peter k ist offline  
Alt 24.06.2001, 01:51   #29
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Joachim,

> Deine Argumente bei meiner Anfrage bezüglich aquaristisch üblicher
> L-Lampen aus der Triton-Gruppe war sehr subjektiv und nicht durch
> Fakten belegt, wie du sicher nicht abstreiten kannst.

Ich kann keine Fakten vorweisen, weil der Hersteller keine konsistenten Daten rausrückt. Diese Geheimniskrämerei ist Grund genug für mich, solche Lampen abzulehnen, und das habe ich Dir erläutert. Ich habe gar nicht den Anspruch erhoben, eine objektive, wissenschaftlich fundierte Abhandlung abzugeben, sondern ich habe in einer einzigen Mail, nicht Mails, meine Meinung dargelegt. Daß Du das jetzt falsch und verzerrt heranziehst, ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, daß Du die Diskussion sachlich halten willst. Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann: auf Anfrage kann jeder die Mail an Joachim haben.

> Erwarte bitte nicht von mir, dass ich dir einen Physik-Kurs zukommen
> lasse, um dich von der Unsinnigkeit deiner Behauptungen zu
> überzeugen.

Och, komm, Joachim. Immer mit einer persönlichen Spitze, statt mit Fakten zur Hand. Im übrigen habe ich ziemlich erfolgreich 2 Jahre Physik-LK und 2 Semester Grundlagenphysik hinter mich gebracht. Und, um Fragen zuvorzukommen: nein, im E-Techik-Studium laufen nur 2 Semester Physik.

> Ich versuche, dir noch einmal deutlch zu machen, dass ein
> konstanter Wasserstand kein Druckgefälle verursachen kann, denn
> sonst würde in meinem Wasserglas eine ständige Strömung herrschen.

Vielleicht solltest Du das Beispiel mit dem Wasserglas erläutern, ich verstehe das nämlich nicht ganz.

Aber kommen wird doch konkret auf den "Diffusions-"Filter zu sprechen. Warum fließt das Wasser von der Einlauf- zur Auslaufseite? Weil Du am Auslauf eine Pumpe hängen hast, die das Wasser absaugt. Was passiert beim Saugen? Es entsteht ein Druckgefälle. Was ist die Folge des Druckgefälles? Am Eingang steht das Wasser minimal höher als am Ausgang. 'Tschuldige, ich muß auch mal eine persönliche Spitze loswerden, aber ich verstehe nicht, warum Du das so hartnäckig abstreitest. Bitte, ich frage Dich zum zweiten Mal: Bitte erkläre, warum bei Deinem Filter das Wasser von Einlauf zum Auslauf fließt, wenn kein Gefälle vorhanden ist, entlang dessen das Wasser fließen könnte.

Nur weil Du das Gefälle nicht messen kannst, heist es noch lange nicht, daß es nicht da ist. Der Po hat auf seinen 400 km durch die Lombardei auch nur ein Gefälle von ein paar Dekameter auf die gesamte Länge. Auf 1 m Flußstrecke wirst Du da auch mit empfindlichen Meßgeräten kein Gefälle messen können, trotzdem ist es vorhanden.

> Da in dem Filter eine Durchströmung der Filtereinsätze auf direktem
> Weg unterbunden wird (bauartbedingt), könnte sich nur dann eine
> nennenswerte Wasserbewegung einstellen, wenn sich innerhalb der
> einzelnen Einsätze tatsächlich ein Druckgefälle einstellen würde. Das
> ist bei konstantem Wasserstand jedoch nicht gegeben, ...

Nix konstanter Wasserstand. Sonst würde es nicht fließen. Nehmen wir ein Beispiel aus dem Leben. Irgendwo in Deiner Nähe fließt der Rhein-Herne-Kanal. Jetzt nimmst Du Dein Schäufelchen, und gräbst vom Kanalrand 1 m senkrecht vom Kanal fort, dann ein paar Meter parallel zum Kanal, und am Ende schließt Du den Parallel-Minikanal wieder am großen Kanal an. Du wirst auf den paar Metern garantiert kein Gefälle messen können, aber es ist natürlich vorhanden. Und obwohl Dein kleiner Kanal dem Wasser einen viel höheren Strömungswiderstand entgegensetzt, wird das Wasser im Minikanal fließen. Das Beispiel umgesetzt: der Minikanal ist eine Pore im Filtermaterial, und der große Kanal ist der Hauptstrom, und in beiden fließt das Wasser.

> Weil darüberhinaus eine nur minimale Strömung im Gesamtsystem
> vorhanden ist und das Filtermaterial einen höheren
> Strömungswiderstand als das "freie Wasser" im Filter aufweist und
> ein Umweg für eine direkte Durchflutung in Kauf genommen werden
> müsste, sind deine Argumente mehr als unsinnig zu bezeichnen.

Hatten wir schon, Rhein-Herne-Kanal. Aber noch ein anderes Beispiel. Du hast an eine Mehrfachsteckdose einen 2000 Watt-Heizlüfter mit 2 m Kabel angeschlossen. In den zweiten Anschluß der Mehrfachdose steckst Du jetzt 20 m Kabel mit einer 20 Watt Glühlampe ein. Die Glühlampe sei angeschaltet. Geht die Glühlampe aus, wenn Du den Heizlüfter anschaltest? Der Weg über die Glühlampe ist doch viel weiter und beschwerlicher. Es ist ein grundlegendes Prinzip bei allen Strömungsangelegenheit mit parallel geschalteten Strömungswiderständen, sei das jetzt Gas, Wasser oder elektrischer Strom, daß sich der Gesamtstrom im reziproken Größenverhältnis der Strömungswiderstände auf die Teilstrecken aufteilt.

> Um es noch einmal sehr klar auszudrücken: Die
> Strömungsgeschwindigkeit im Filter ist nur als minimal anzusehen
> (6mm/s bzw. 36cm/min). Daher stellt sich auch nur ein minimales
> Höhengefälle zwischen Einlauf- und Auslaufseite ein.

Äh - das schreib ich doch die ganze Zeit, daß sich ein minimales Höhengefälle einstellt. Und dieses Gefälle treibt Dir Wasser durchs Filtermaterial. Bitte erkläre mir physikalisch Ungebildetem, warum das Gefälle nur auf den Hauptstrom wirken soll, und auf die im Wasser stehenden Filtermatten nicht?

> Wenn dir das nicht einleuchtet, ...

Nein, das leuchtet mir tatsächlich nicht ein. Bitte hilf mir auf die Sprünge.

> So nimmt Wasser immer noch den Weg des geringsten Widerstandes.

Das Wasser teilt sich auf die Teilwiderstände auf, hatten wir schon.

> Persönliche Angriffe kann ich allerdings auch verwenden, ...

Das tust Du schon die ganze Zeit, lieber Joachim, aber das ist ein Niveau, auf das ich micht nicht herablassen möchte.

> Wenn du die Wirkungsweise der Diffusion in diesem licht darstellst,
> dann dürfte auch der Gasaustausch zwischen Umgebungsluft und
> Aq-Wasser keine Rolle spielen ...

Dein Filter tauscht aber keine gasförmigen Stoffe aus, deshalb ist dieses Beispiel etwas fehl am Platz, zumal an der Wasseroberfläche oder an Gasblasen auch noch physikalische Lösungsvorgänge der Gase im Wasser eine Rolle spielen. Das meiner Meinung nach für Deinen Filter treffendste Beispiel ist immer noch der Milchtropfen im Kaffee.

> ... und die vielen filterlosen Becken dürften dann ebenfalls alle
> nicht funktionieren.

Ungefilterte Pflanzenaquarien funktionieren tatsächlich schlechter, wenn nicht eine Strömungspumpe für einen aktiven Transport von Nährstoffen an die Blätter sorgt. Diese Stömung versorgt dann auch die Bakterien im Biofilm auf den Blättern und auf dem Bodengrund.

> Diffusion ist ein Prozess, der sich nach der Molekülgröße, der
> Temperatur und dem Konzentrationsgefälle der beteiligten Stoffe
> richtet.

Und Du bist Dir ganz sicher, hier in der Definition nicht "Diffusion" mit dem Spezialfall der Diffusion, nämlich Osmose in einen Topf geworfen zu haben?

> ... wodurch zwar ein langsames aber dafür effektiveres Filtern
> stattfindet.

Das verstehe ich nun nicht. Im die Filtermaterialporen besetzenden Biofilm teilen sich Nitrosomonas und Nitrobacter gütlich den Platz. Die Nitrosomonas krallen sich das Ammonium und verstoffwechseln es zu Nitrit. Die Geschwindigkeit, mit der sie das tun, ist unabhängig von der Substratkonzentration, wenn nicht genug Futter da ist, gehen die Nitrosomonas zugrunde. Und die Geschwindigkeit ist unabhängig von der Geschwindigkeit des sie umgebenden Wassers, solange die Strömung nicht den Biofilm selbst fortreißt.

Die Nitrobacter schnappen sich jetzt aus dem Wasser das Nitrit und verstoffwechseln es zu Nitrat. Da die Nitritoxidation nur ein Drittel soviel Energie liefert wie die Ammoniumoxidation, sind die Nitrobacter viel hungriger als die Nitrosomonas, um ihren Energiebedarf zu decken. Und genau deshalb ist in eingefahrenen Aquarium kein Nitrit nachweisbar, weil die Nitrobacter viel schneller Nitrit wegfuttern, als die Nitrosomonas es nachliefern.

So, und nun bitte ich um Erklärung, warum langsames Filtern effektiver sein soll.

> Weshalb gibt es denn so viele Becken mit Algenproblemem, schlechtem
> Pflanzenwuchs, Fischkrankheiten usw.?

Weil Pflegefehler gemacht werden? Es gibt genug Aquarien, die auch ohne Diffusionsfilter hervorragend laufen, deshalb versteige ich mich jetzt zu der Aussage, daß Deine Aquarien nicht wegen des Diffusionsfilters, sondern trotz des Diffusionsfilters laufen. Du kannst gerne das Gegenteil belegen.

> Was du von einem Moderator erwartest, bleibt dir überlassen.

Du bist nunmal Moderator, und von einem Moderator erwarte ich sachlichere Entgegnungen als die hier schon von Dir geäußerte, latente Drohung: "Ich empfehle dir, diese Diskussion nicht weiter auszubauen." Sonst?

Viele Grüße
Robert

_________________
Licht ins Dunkel - www.hereinspaziert.de/projekte.htm

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Robert am 2001-06-23 22:22 ]</font>
 
Alt 24.06.2001, 02:02   #30
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Peter,

Zitat:
peter k schrieb am 2001-06-23 18:41 :
eines gleich mal vorweg: "firmenhörig" bin ich mit Sicherheit nicht.
Nun, Dein "ich geb zu, ich bin ein Dennerle Freak" hat mich zu dieser Aussage bewogen.

Zitat:
Ich habe mir Dein Becken angeschaut:
es ist sehr schön :smile: , aber es sind halt eher leicht zu pflegende Pflanzen, wie Echonodoren darin, was natürlich nicht abwertend sein soll!!
Gut, das ist auf dem Bild der Digiknipse (fast) nicht erkennbar, aber ich pflege in diesem Becken auch erfolgreich Eusteralis stellata und Rotala macrandra, und ganz so easy sind diese Pflänzchen nun auch nicht mehr.

Zitat:
Bei etwas schwieriger zu haltenden Pflanzen, wie z.B. die Didiplis Diandra, greife ich eben u.a. auf das Bodenfluterkonzept zurück was mir i m m er Erfolg brachte.
Und Du hast es noch nicht bei sonst gleichen Pflegebedingungen mal ohne Bodenfluter probiert?

Viele Grüße
Robert
 
 

Themen-Optionen

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Bodenheizung Jürgen P. Archiv 2004 5 02.03.2004 17:11
Bodenheizung und Sand? Thomas_W. Archiv 2003 9 27.11.2003 07:19
Sand oder Kies bei Bodenheizung?? Neuus Archiv 2003 4 26.10.2003 09:40
Bodenheizung auch bei Sand geeignet? hugofant Archiv 2003 13 02.03.2003 06:33
Bodenheizung heinz-bert Archiv 2002 2 29.01.2002 05:13


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2024 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:22 Uhr.