zierfischforum.info

Zurück   zierfischforum.info > > >

Hinweise

 
 
Themen-Optionen
Alt 24.06.2001, 02:44   #31
peter k
 
Registriert seit: 22.06.2001
Beiträge: 8
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Robert,

Zitat:
Nun, Dein "ich geb zu, ich bin ein Dennerle Freak" hat mich zu dieser Aussage bewogen.
Freak heißt doch nicht firmenhörig. Wenn ich Fan, Freak oder Anhänger z.B. einer best. Automarke bin, dann bin ich doch nicht firmenhörig, sondern ich schätze deren Produkte.

Zitat:
Gut, das ist auf dem Bild der Digiknipse (fast) nicht erkennbar, aber ich pflege in diesem Becken auch erfolgreich Eusteralis stellata und Rotala macrandra, und ganz so easy sind diese Pflänzchen nun auch nicht mehr.
Ok, ich hab ja nicht behauptet, daß es ohne Bodenfluter nicht geht, aber die Chancen eines prächtigen Pflanzenwuchses steigen bei dessen Verwendung, neben natürlich anderen Faktoren. Und nochmals: die Verwendung von Sand ist ne andere Geschichte.

Zitat:
Und Du hast es noch nicht bei sonst gleichen Pflegebedingungen mal ohne Bodenfluter probiert?
Doch, aber die Erfolgsquote war mir zu gering und das über einen Zeitraum von vielen Jahren mit entsprechend vielen Becken.
Ich bin selbständig und habe leider kaum private Zeit. Daher brauche ich keine Experimentierbecken, sondern stabile Systeme. Diesbezüglich hat mich das Dennerle Konzept x mal immer wieder überzeugt. Einfacher kann Aquaristik gar nicht sein. Die Dennerle Produkte sind zwar nicht die billigsten, aber auf Dauer kommt man mit ihnen günstiger, als permanet irgendwelche Veränderungen am Becken vorzunehmen. Und das sagt Dir ein Dipl.-Kfm. :wink:
Von der biologischen Wirkung und deren Unterstützung des Bodengrundes als Filter durch den Bodenfluter haben wir noch gar nicht gesprochen.

Gruß
Peter
peter k ist offline  
Alt 24.06.2001, 16:09   #32
Joachim Mundt
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: D 45896 Gelsenkirchen
Beiträge: 650
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Robert,

>Ich habe gar nicht den Anspruch erhoben,
>eine objektive, wissenschaftlich fundierte
>Abhandlung abzugeben, sondern ich habe in
>einer einzigen Mail, nicht Mails, meine
>Meinung dargelegt. Daß Du das jetzt falsch
>und verzerrt heranziehst, ist nicht
>unbedingt ein Zeichen dafür, daß Du die
>Diskussion sachlich halten willst. Damit
>sich jeder selbst ein Bild machen kann: auf
>Anfrage kann jeder die Mail an Joachim
>haben.

Da ich wegen eines Plattencrashes die Mail von dir leider nicht mehr verfügbar habe, kann ich auch nicht mehr sagen, ob´s Mails waren oder ob´s nur eine Mail war (ich habe dir zumindest zwei Mails geschickt, soweit ich mich erinnere :wink. Ob´s nun eine oder mehrere waren, ist doch letztendlich sch....egal, warum also darauf herumhacken? Dein Angebot, die Mail noch einmal zugeschickt zu bekommen, nehme ich gern in Anspruch, damit ich mir den genauen Wortlaut noch einmal anschauen kann.

>Aber kommen wird doch konkret auf
>den "Diffusions-"Filter zu sprechen. Warum
>fließt das Wasser von der Einlauf- zur
>Auslaufseite? Weil Du am Auslauf eine Pumpe
>hängen hast, die das Wasser absaugt.
>Was passiert beim Saugen? Es entsteht ein
>Druckgefälle. Was ist die Folge des
>Druckgefälles? Am Eingang steht das Wasser
>minimal höher als am Ausgang. 'Tschuldige,
>ich muß auch mal eine persönliche Spitze
>loswerden, aber ich verstehe nicht, warum
>Du das so hartnäckig abstreitest. Bitte,
>ich frage Dich zum zweiten Mal: Bitte
>erkläre, warum bei Deinem Filter das Wasser
>von Einlauf zum Auslauf fließt, wenn kein
>Gefälle vorhanden ist, entlang dessen das
>Wasser fließen könnte.

Ich würde gern von dir gezeigt bekommen, wo ich das abstreite. Ich rede davon, dass sich nur ein minimales Gefälle bei der vorhandenen Minimalströmung einstellt. Von Abstreiten kann doch dabei gar keine Rede sein.

>Nix konstanter Wasserstand. Sonst würde es
>nicht fließen. Nehmen wir ein Beispiel aus
>dem Leben. Irgendwo in Deiner Nähe fließt
>der Rhein-Herne-Kanal. Jetzt nimmst Du Dein
>Schäufelchen, und gräbst vom Kanalrand 1 m
>senkrecht vom Kanal fort, dann ein paar
>Meter parallel zum Kanal, und am Ende
>schließt Du den Parallel-Minikanal wieder
>am großen Kanal an. Du wirst auf den paar
>Metern garantiert kein Gefälle messen
>können, aber es ist natürlich vorhanden.
>Und obwohl Dein kleiner Kanal dem Wasser
>einen viel höheren Strömungswiderstand
>entgegensetzt, wird das Wasser im Minikanal
>fließen. Das Beispiel umgesetzt: der
>Minikanal ist eine Pore im Filtermaterial,
>und der große Kanal ist der Hauptstrom, und
>in beiden fließt das Wasser.

Wenn du genau gelesen hättest, habe ich eine oberflächliche Konvektionsströmung in der wasserzugewandten Seite eingeräumt. Treibe dein Minikanälchen-Beispiel doch mal auf die Spitze und baue mit deinem Schäufelchen doch einmal viele, viele solcher Kanäle und an diese Minikanälchen ebenfalls wieder kleine Minikanälchen und daran wieder kleine Minkanälchen und daran wieder kleine Minikanälchen usw. usw.. Ich bin mal gespannt, ab welcher "Tiefe" du immer noch eine Wasserbewegung feststellen kannst. Das wäre der etwas bessere Vergleich. Oberflächennah hast du absolut recht, wenn´s jedoch in die Tiefe geht, sieht dein Vergleich allerdings recht alt aus.

>Hatten wir schon, Rhein-Herne-Kanal. Aber
>noch ein anderes Beispiel. Du hast an eine
>Mehrfachsteckdose einen 2000 Watt-
>Heizlüfter mit 2 m Kabel angeschlossen. In
>den zweiten Anschluß der Mehrfachdose
>steckst Du jetzt 20 m Kabel mit einer 20
>Watt Glühlampe ein. Die Glühlampe sei
>angeschaltet. Geht die Glühlampe aus, wenn
>Du den Heizlüfter anschaltest? Der Weg über
>die Glühlampe ist doch viel weiter und
>beschwerlicher. Es ist ein grundlegendes
>Prinzip bei allen Strömungsangelegenheit
>mit parallel geschalteten
>Strömungswiderständen, sei das jetzt Gas,
>Wasser oder elektrischer Strom, daß sich
>der Gesamtstrom im reziproken
>Größenverhältnis der Strömungswiderstände
>auf die Teilstrecken aufteilt.

Was bringst du denn hier für Beispiele? Wenn du eine Parallelschaltung anführst, dann bleib doch bitte bei angemessenen Beispielen. Vergleichen wir doch einfach den Diffusionsfilter aus meinem Beispiel (wenn auch hinkenden, weil im Diffusionsfilter keine Scheibe den Filtereinsatz nur partiell verdeckt, aber dennoch aussagekräftigen Beispiel) mit einem Bypass. Gehen wir von Vorgaben aus, die dir sogar entgegenkommen :wink:. Bei dem vorliegenden Diffusionsfilter liegt eine Gesamtlänge des zurückzulegenden Weges von etwa 180cm vor (die kurzen Wege habe ich der Einfachheit halber nicht einbezogen). Die Filtereinsätze haben eine Länge von 25cm. Gehen wir also von einem Leiter mit 180cm Länge aus und einem Widerstand von 0,1 Ohm, der an eine Spannung von 300mV gelegt wird. Greifen wir dabei eine Länge von 25cm ab und hängen daran einen Widerstand von sagen wir 1 Ohm. Rechnen wir den ganzen Kladderadatsch aus, erhalten wir einen Strom im Hauptleiter von 3 A und im Bypass einen Strom von etwa 40 mA!!! Wow, mich haut´s voll um, was da fließt. Wenn man bedenkt, dass dieses Beispiel auch noch hinkt, weil dafür der Filtereinsatz mit einer Glasscheibe auch noch partiell an der wasserzugewandten Seite abgeschottet sein müsste, damit das tatsächliche Gefälle wirken könnte, dann siehst du an deinen eigenen Beispielen, dass da kein nennenswertes Wasser mehr fließt. Wie bereits gesagt, eine oberflächennahe Strömung findet ohne Frage statt. Diese entspricht sicher den 40 mA, die in dem Rechenbeispiel genannt sind. Trotzdem ist mein Schäufelchenbeispiel das sicher bessere und aussagefähigere.

>Äh - das schreib ich doch die ganze Zeit,
>daß sich ein minimales Höhengefälle
>einstellt. Und dieses Gefälle treibt Dir
>Wasser durchs Filtermaterial. Bitte erkläre
>mir physikalisch Ungebildetem, warum das
>Gefälle nur auf den Hauptstrom wirken soll,
>und auf die im Wasser stehenden
>Filtermatten nicht?

Natürlich wirkt es in minimalem Maße auf die Filtereinsätze (streitet doch auch niemand ab :wink, aber die obigen Beispiele sollten selbst dir als Extremskeptiker und "Alles-Neue-in-Frage-Steller" doch zeigen, dass deine Meinung nicht haltbar ist. Oberflächennahe Strömung ist definitiv auch in den Einsätzen zu finden, aber in der Tiefe kann sie nicht mehr wirken, da wirkt nur noch die Diffusion.

>Dein Filter tauscht aber keine gasförmigen
>Stoffe aus, deshalb ist dieses Beispiel
>etwas fehl am Platz, zumal an der
>Wasseroberfläche oder an Gasblasen auch
>noch physikalische Lösungsvorgänge der Gase
>im Wasser eine Rolle spielen. Das meiner
>Meinung nach für Deinen Filter treffendste
>Beispiel ist immer noch der Milchtropfen im
>Kaffee.

Die Lösungsvorgänge nennt man "Diffusion" :wink:

Wie bereits geschrieben, hängt die Diffusionsgeschwindigkeit unter anderem mit der Molekülgröße zusammen. Milch ist eine Emulsion vornehmlich aus Fettröpfchen in Wasser. Es handelt sich dabei also um relativ große Partikel, deren "Diffusionsgeschwindigkeit" sehr gering ist (wenn man hier überhaupt noch von Diffusion sprechen kann). Warum bringst du immer Beispiele, die dermaßen hinken?

>Ungefilterte Pflanzenaquarien funktionieren
>tatsächlich schlechter, wenn nicht eine
>Strömungspumpe für einen aktiven Transport
>von Nährstoffen an die Blätter sorgt. Diese
>Stömung versorgt dann auch die Bakterien im
>Biofilm auf den Blättern und auf dem
>Bodengrund.

Mal abgesehen davon, dass ich auch schon über Monate mehrere filterlose Becken ohne Strömungspumpe betrieben habe und die Pflanzen dennoch "wie die Hölle" wuchsen, ist dein Argument genauso auf gefilterte Becken zu übertragen, denn da wirken immer noch die gleichen Nährstoffwege wie in jedem anderen Becken auch. Pflanzen verbrauchen die nahegelegenen Nährstoffe und erzeugen somit eine nährstoffarme aber sauerstoffreiche Zone um sich herum, die durch Wasserbewegung ausgeglichen werden sollte (allerdings wirkt auch hier die Diffusion, weshalb auch trotz unbewegten Wassers ein Stofftransport stattfindet :wink.

>Und Du bist Dir ganz sicher, hier in der
>Definition nicht "Diffusion" mit dem
>Spezialfall der Diffusion, nämlich Osmose
>in einen Topf geworfen zu haben?

Wie du bereits selbst schreibst, ist Osmose "nur" ein Spezialfall der Diffusion. Dennoch liegt keine Verwechslung vor, denn auch bei der "einfachen" Diffusion hängt die Geschwindigkeit des Stofftransportes auch von der Molekülgröße ab (ich nehme an, dass du darauf ansprichst :wink. So sinkt z.B. die Diffusionsgeschwindigkeit bei großen organischen Molekülen beinahe gegen Null.

>Das verstehe ich nun nicht. Im die
>Filtermaterialporen besetzenden Biofilm
>teilen sich Nitrosomonas und Nitrobacter
>gütlich den Platz. Die Nitrosomonas krallen
>sich das Ammonium und verstoffwechseln es
>zu Nitrit. Die Geschwindigkeit, mit der sie
>das tun, ist unabhängig von der
>Substratkonzentration, wenn nicht genug
>Futter da ist, gehen die Nitrosomonas
>zugrunde. Und die Geschwindigkeit ist
>unabhängig von der Geschwindigkeit des sie
>umgebenden Wassers, solange die Strömung
>nicht den Biofilm selbst fortreißt.

Die Mikrofauna des Biofilms auf die beiden Nitrifikanten zu reduzieren, ist sehr unglücklich. Mein Ziel ist es, ihre Notwendigkeit auf ein Minimum zu beschränken. Das geht nur über extrem langsame Filterung, denn die hat zur Folge, dass die organischen Wasserinhaltsstoffe nicht so schnell verarbeitet werden und somit andere Mikroorganismen von dieser besseren Verfügbarkeit profitieren. Zum Einen sind die heterotrophen Organismen wesentlich schneller in ihrer Reproduktionsrate und können sich dementsprechend weit schneller an Veränderungen in der Wasserbeschaffenheit anpassen und zweitens haben viele von ihnen ebenfalls Ammonium als Stoffwechselendprodukt, was als ideale Stickstoffquelle dann den Pflanzen zur Verfügung steht. So wird eine Verringerung der Stickstoffbelastung im Becken erreicht, die auf natürlichem Wege die Nitrifikanten unwichtiger für den Stickstoffumbau macht. Wie du vermutlich weißt, ist Ammonium die bevorzugte Stickstoffquelle der Pflanzen, weshalb bei ständiger aber minimaler Verfügbarkeit das Pflanzenwachstum verbessert wird. Zudem wird durch die verringerte Notwendigkeit der Abbauleistung durch die Nitrifikanten, die bekanntermaßen autotroph leben, also nur von mineralischen Stoffen leben, die Verfügbarkeit von CO2 erhöht, dass in nicht unerheblichem Maß von diesen verbraucht wird. Weiterhin wird der Bodengrund erheblich intensiver in das Filtergeschehen einbezogen, weshalb auch dort durch heterotrophe Organismen mehr Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar sind, die zudem CO2 produzieren. Versuche in Verkaufsanlagen, die naturgemäß mit sehr hohen Stoffwechsellasten zu tun haben, ist die Erhöhung des NO3 in den Becken weit niedriger geblieben, die mit Diffusionsfiltern ausgestattet waren, als bei den Becken mit herkömmlicher Filterung. Die eingesetzten Pflanzen wuchsen zudem weit besser. Die Krankheitsrate sank deutlich gegenüber herkömmlich gefilterten Becken. Das führe ich auf die weit erhöhte Anzahl an Einzellern zurück, die sowohl im Filter selbst, als auch im und auf dem Bodengrund lebten und die Erreger vermutlich fraßen. Das ist jedoch eine eignene Interpretation, die ich bisher nicht belegen kann.

>Die Nitrobacter schnappen sich jetzt aus
>dem Wasser das Nitrit und verstoffwechseln
>es zu Nitrat. Da die Nitritoxidation nur
>ein Drittel soviel Energie liefert wie die
>Ammoniumoxidation, sind die Nitrobacter
>viel hungriger als die Nitrosomonas, um
>ihren Energiebedarf zu decken. Und genau
>deshalb ist in eingefahrenen Aquarium kein
>Nitrit nachweisbar, weil die Nitrobacter
>viel schneller Nitrit wegfuttern, als die
>Nitrosomonas es nachliefern.

Reduziere bitte nicht die Filtertätigkeit auf die Nitrifikanten. Sie spielen in der Natur z.B. eine weit geringere Rolle als im herkömmlich gefilterten Aq. In der Natur wirst du kaum ein Gewässer mit nennenswerter Nitratbelastung finden, aber demgegenüber eine sehr große Zahl stark nitrathaltiger Aq´s (trotz reichlich Pflanzen). Der Diffusionsfilter ist von mir entwickelt worden, um die natürlichen Abbauprozesse zu kopieren. Dort gibt es keine zwangsdurchströmten Filter, sondern dort findet die Filterung nach genau dem Muster statt, wie es der Diffusionsfilter darstellt. Ich habe kein Problem damit, wenn du ihn prinzipiell in Frage stellst, aber meine eigenen Versuche damit haben gezeigt, dass er einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung der Aquaristik darstellt.

>So, und nun bitte ich um Erklärung, warum
>langsames Filtern effektiver sein soll.

Habe ich gerade getan :wink: Es entspricht wesentlich eher den natürlichen Abbaumechanismen, die mit zwangsdurchströmten Filtern keineswegs in dieser Form kopiert werden können.

>Weil Pflegefehler gemacht werden? Es gibt
>genug Aquarien, die auch ohne
>Diffusionsfilter hervorragend laufen,
>deshalb versteige ich mich jetzt zu der
>Aussage, daß Deine Aquarien nicht wegen
>des Diffusionsfilters, sondern trotz
>des Diffusionsfilters laufen. Du kannst
>gerne das Gegenteil belegen.

Ich stelle nicht in Zweifel, dass es viele Becken gibt, die sehr gut funktionieren, auch mit herkömmlicher Filterung. Versuche doch bitte einmal, dies zu reproduzieren :wink: Da beginnen dann aber die Probleme. Eine Reproduktion dieser Verhältnisse ist mit einem Diffusionsfilter jedoch weit leichter möglich. Ich habe festgestellt, dass mit dem Diffusionsfilter auch solche Aqs gut laufen, die mit herkömmlicher Filterung eben kaum wirklich gut laufen können, wie z.B. Verkaufsanlagen.

Deine Aussage, dass die Becken nicht wegen sondern trotz des Diffusionsfilters gut laufen, ist eine Behauptung, die du durch nichts belegen kannst, weil du dieses Teil kategorisch ablehnst. Gut, kann ich sogar sehr gut mit leben :lol:.

>Du bist nunmal Moderator, und von einem
>Moderator erwarte ich sachlichere
>Entgegnungen als die hier schon von Dir
>geäußerte, latente Drohung: "Ich empfehle
>dir, diese Diskussion nicht weiter
>auszubauen." Sonst?

Jetzt mach aber mal halblang! Eine Empfehlung mit einer Drohung zu verwechseln, ist schon recht deftig! Zum Einen habe ich damit erreicht, dass du dich weiterhin mit diesem Thema befasst hast und zweitens konnte ich dich damit ein wenig aus der Reserve locken und dich für meine eigenen Zwecke, nämlich die Bewerbung meines Filtersystems nutzen. Das wäre mir ohne diese Empfehlung sicher nicht so gut gelungen :lol: :lol: :lol:.
Joachim Mundt ist offline  
Alt 24.06.2001, 18:59   #33
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Joachim,

> soweit ich mich erinnere ). Ob´s nun eine oder mehrere waren, ist
> doch letztendlich sch....egal, warum also darauf herumhacken?

Darf ich Dich daran erinnern, daß Du derjenige warst, der dieses Nichtargument meiner Email in die Diskussuion eingebracht hast?

>Dein Angebot, die Mail noch einmal zugeschickt zu bekommen, nehme
>ich gern in Anspruch, damit ich mir den genauen Wortlaut noch einmal
>anschauen kann.

Ist geschehen.

> Ich würde gern von dir gezeigt bekommen, wo ich das abstreite.

Lies Dir bitte dazu Deine vorausgegangenen Artikel durch.

> Ich bin mal gespannt, ab welcher "Tiefe" du immer noch eine
> Wasserbewegung feststellen kannst.

Hast Du Belege, bis zu welcher Tiefe die Filtermatten beim Diffusionsfilter noch zur Filterung beitragen? Du hast doch sicher ein Besiedelungsprofil des Diffusionsfilters, bei dem die Mikrobenanzahl und Mikrobenart über die Mattentiefe aufgetragen ist. Nicht? Dann ist das, was Du da vorbringst, aber nur graueste Theorie.

> Was bringst du denn hier für Beispiele?

Einleuchtende.

> Wenn du eine Parallelschaltung anführst, dann bleib doch bitte bei
> angemessenen Beispielen.

Dito.

> Bei dem vorliegenden Diffusionsfilter liegt eine Gesamtlänge des
> zurückzulegenden Weges von etwa 180cm vor (die kurzen Wege habe ich
> der Einfachheit halber nicht einbezogen).

??? Die mittlere freie Weglänge liegt beim Diffusionsfilter "Klassik" mit den von Dir angegebenen Dimensionen bei rund 2,40 m.

> Die Filtereinsätze haben eine Länge von 25cm.

??? Du hast 6 Filtermatten mit einer Gesamtlänge von 1,95 m. Davon liegen etwa 1,50 m entlang des Wasserweges.

> Greifen wir dabei eine Länge von 25cm ab und hängen daran einen
> Widerstand von sagen wir 1 Ohm.

Die Filtermatten nehmen etwa die Hälfte des Querschnitts des Wasserweges ein. Der von Dir empfohlene groben Filterschaumstoff setzt dem Wasser kaum nennenswert Widerstand entgegen. Ein Widerstandsverhältnis von 1:3 dürfte den realen Bedingen bedeutend näher kommen, also 0,3 Ohm auf 1,50 m. Die Einschnürungen durch die quer eingebauten Glasstreben spielen dabei keine Rolle. Nimm doch mal einen Alustab mit 2,4 m Länge und miß den elektrischen Widerstand. Jetzt feile in den Stab 3 Nuten mit je 5 mm Breite, die den Querschnitt des Stabes auf die Hälfte verringern, und miß den Widerstand nochmal. Boah, ey, der Widerstand hat um sage und schreibe 0,3 % zugenommen.

>Rechnen wir den ganzen Kladderadatsch aus, erhalten wir einen Strom
>im Hauptleiter von 3 A und im Bypass einen Strom von etwa 40 mA!!!

Hauptstrom 2,78 A und Nebenstrom 0,58 A. Sieht schon ganz anders aus. Was es denn so ausmacht, wenn man die Dimensionen den realen Bedingungen annähert...

> Wie bereits geschrieben, hängt die Diffusionsgeschwindigkeit unter
> anderem mit der Molekülgröße zusammen. Milch ist eine Emulsion
> vornehmlich aus Fettröpfchen in Wasser. Es handelt sich dabei also
> um relativ große Partikel, deren "Diffusionsgeschwindigkeit" sehr
> gering ist (wenn man hier überhaupt noch von Diffusion sprechen
> kann).

Diffusion ist definitionsgemäß Konzentrationsausgleich durch Wärmebewegung. Sicher ist das Verteilen der Milch im Kaffee Diffusion. Aber ich laß ja mit mir reden. Kippe mal 'nen Löffel Zucker in den Kaffee und messe die Zeit, bis der Kaffee gleichmäßig süß ist. Bist dahin ist der Kaffee kalt.

> Warum bringst du immer Beispiele, die dermaßen hinken?

Ich bringe *einleuchtende* Beispiele.

> So sinkt z.B. die Diffusionsgeschwindigkeit bei großen organischen
> Molekülen beinahe gegen Null.

Nett. Dann funktioniert Dein Filter also gar nicht per Diffusion auf die Proteine, die die Fische so ablassen?

> Die Mikrofauna des Biofilms auf die beiden Nitrifikanten zu
> reduzieren, ist sehr unglücklich.

Nun ja, Stickstoffverbindungen sind nun mal die Hauptabfallstoffe im Aquarienwasser.

> Reduziere bitte nicht die Filtertätigkeit auf die Nitrifikanten.
> Sie spielen in der Natur z.B. eine weit geringere Rolle als im
> herkömmlich gefilterten Aq.

Von Fischzuchteichen mal abgesehen, sind in der Natur die Belastungen durch Fische ja auch um ein Vielfaches geringer als im Aquarium.

> In der Natur wirst du kaum ein Gewässer mit nennenswerter
> Nitratbelastung finden, aber demgegenüber eine sehr große Zahl
> stark nitrathaltiger Aq´s (trotz reichlich Pflanzen).

Joachim, das nehme ich Dir so nicht ab. Wenn Nitrat im reichlich bepflanzten Aquarium ist, dann, weil es bereits durch das Leitungswasser eingebracht wird. Und in stark nitratbelasteten Barschaquarien gibt es keine reichlich Pflanzen. Also entweder nitratbelastet und kaum bepflanzt *oder* kaum nitratbelastet und bepflabzt.

Der Nitratwert in meinem moderat besetzten, gut bepflanztem und herkömmlich gefilterten Aquarium liegt z.B. immer unterhalb der Nachweisgrenze, ich habe mir extra mal einen anderen Nitrattest gekauft, weil ich zuerst geglaubt habe, der Test wäre verdorben. Ich dünge sogar Ammonium zu, weil das, was die Fische von sich gegen, nicht ausreicht.

> Der Diffusionsfilter ist von mir entwickelt worden, um die
> natürlichen Abbauprozesse zu kopieren.

In der Natur hat ein Fisch aber um Dimensionen mehr Wasser und Biofilmfläche zur Verfügung, als im Aquarium. Ein Aquarium ist ein Kunstbiotob, zu dessen Unterhalt künstliche Maßnahmen notwendig sind. Ein Aquarium ist kein Abbild der Natur, oder wo in der Natur hast Du soviele Fische und soviele Pflanzen auf kleinstem Raum mit wenig Wasser zusammengepfercht, wie im Aquarium?

> Deine Aussage, dass die Becken nicht wegen sondern trotz des
> Diffusionsfilters gut laufen, ist eine Behauptung, die du durch
> nichts belegen kannst, ...

Einen Beleg habe ich Dir gegeben, nämlich daß es genug Aquarien gibt, die auch ohne Diffusionsfilter hervorragend laufen. Ansonsten... ja, ich habe ja formuliert, daß ich mich zu dieser Aussage versteige.

> ...weil du dieses Teil kategorisch ablehnst.

Weil ich keinen Vorteil gegenüber herkömmlichen Filtern sehe, nur die Nachteile eines offenen Filtersystems.

Viele Grüße
Robert
 
Alt 24.06.2001, 19:10   #34
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Peter,

Zitat:
peter k schrieb am 2001-06-23 21:44 :
Freak heißt doch nicht firmenhörig. Wenn ich Fan, Freak oder Anhänger z.B. einer best. Automarke bin, dann bin ich doch nicht firmenhörig, sondern ich schätze deren Produkte.
Und als Fan einer Firma glaubt man deren Versprechungen und Marketingstrategien nun mal kritikloser als sonst.

Zitat:
Und nochmals: die Verwendung von Sand ist ne andere Geschichte.
Prima. Dann ist die Verwendung von Sandboden doch das beste Argument dafür, den teuren und nutzlosen Bodenfluter einzusparen. Im übrigen habe ich meine Problempflänzchen auch schon vor der Umstellung auf Sand im Kiesboden *ohne* Bodenfluter gepflegt.

Zitat:
Doch, aber die Erfolgsquote war mir zu gering und das über einen Zeitraum von vielen Jahren mit entsprechend vielen Becken.
Ich nehme Dir aber nicht ab, daß das unter vollkommen gleichen Pflegebedingungen geschah. Ich habe aber diese Erfahrung hinter mir, als ich in meinem Aquarium mit Kiesboden den Bodenfluter ausgeschaltet habe, und keinerlei Veränderungen zu vorher erkennen konnte.

Zitat:
Die Dennerle Produkte sind zwar nicht die billigsten, aber auf Dauer kommt man mit ihnen günstiger, als permanet irgendwelche Veränderungen am Becken vorzunehmen. Und das sagt Dir ein Dipl.-Kfm. :wink:
Naja. Kein Mensch braucht ein kompliziertes, teures Düngesystem, das aus mehreren verschiedenen Produkten besteht, die nach einem zeitlich geschachtelten Schema ins Aquarium gebracht werden sollen. Sagt Dir DRAK was?

Zitat:
Von der biologischen Wirkung und deren Unterstützung des Bodengrundes als Filter durch den Bodenfluter haben wir noch gar nicht gesprochen.
Sandboden, Peter, die Diskussion geht um Sandboden.

Viele Grüße
Robert
 
Alt 24.06.2001, 20:35   #35
Oliver W.
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: Speyer
Beiträge: 78
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hi, Robert!

Die Osmose funktioniert durch Diffusion der weniger konzentrierten Flüssigkeit durch eine semipermeable Wand, da die höher konzentrierte Flüssigkeit den Zwang hat sich zu verdünnen (semipermeabel= halbdurchlässig). Also doch Diffusion.
Oliver W. ist offline  
Alt 24.06.2001, 21:36   #36
S.Schulz
 
Registriert seit: 20.06.2001
Ort: Braunschweig
Beiträge: 7
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

hm... ich hab ja nicht gewußt, daß ich solche probleme habe... ich find mein "kleines" Aquarium schön auch ohne professor in irgentwas zu sein *gg*! und ich glaube meine Panzerwelse und Antennenwelse lieben mich dafür, daß ich Sand hinein getan habe *froi* ! Wenn ich wüßte wie ich "scharfe" Bilde mit meiner DigiCam hinkriegen würde, könnte ich das auch zeigen :wink:
Also ... dank an alle Beteiligten, dieser MEGA Diskusion.

Viele Grüße
Stefan

ps. Klasse Forum hier da werden sie geholen :wink:
S.Schulz ist offline  
Alt 24.06.2001, 23:01   #37
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Oliver,

vielleicht ist es nicht so rübergekommen, aber ich wollte schon so schreiben, daß Osmose ein Spezialfall der Diffusion ist, eben Diffusion durch eine semipermeable Membran.

Viele Grüße
Robert


 
Alt 25.06.2001, 00:55   #38
peter k
 
Registriert seit: 22.06.2001
Beiträge: 8
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Robert,

Zitat:
Und als Fan einer Firma glaubt man deren Versprechungen und Marketingstrategien nun mal kritikloser als sonst.
Sorry, diese Aussage ist nicht logisch. Fan werde (zumindest ich) erst dann, wenn mich die Produkte überzeugt haben. Was die Aquaristik anbelangt, habe ich mittlerweile so ziemlich alle nennenswerten durch.

Zitat:
Prima. Dann ist die Verwendung von Sandboden doch das beste Argument dafür, den teuren und nutzlosen Bodenfluter einzusparen. Im übrigen habe ich meine Problempflänzchen auch schon vor der Umstellung auf Sand im Kiesboden *ohne* Bodenfluter gepflegt.
Ich hab doch gesagt bei Sandboden ist es ne andere Sache!! Wenn ich aber keinen Sandboden möchte???
Die einmalige Umstellung von Bodenfluter auf nicht Bodenfluter ist nun wahrlich kein Beweis für die Nichtsinnhaftigkeit eines Bodenfluters.

Zitat:
Ich nehme Dir aber nicht ab, daß das unter vollkommen gleichen Pflegebedingungen geschah. Ich habe aber diese Erfahrung hinter mir, als ich in meinem Aquarium mit Kiesboden den Bodenfluter ausgeschaltet habe, und keinerlei Veränderungen zu vorher erkennen konnte.
Robert, Du bist immer noch auf der falschen Straße. Eine einmalige Umstellung ist kein Beweis!!!
Du kannst mir ruhig abnehmen, daß ich unter vollkommen gleichen Bedingungen meine Erfahrungen mit und ohne Bodenfluter gemacht habe. Es hat mal Zeiten gegeben, da hatte ich über 10 Becken gleichzeitig und ich habe es mir nicht nehmen lassen, zwei Becken gleichzeitig mit haargenau den gleichen Bedingungen einzurichten (Wasserwerte, CO2, Licht, Filter, WW, etc.). Eines eben mit Bodenfluter, eines ohne. Der Fischbesatz war in beiden Becken ebenfalls gleich (20 Ottis, 20 Panzerwelse). Dennoch behaupte ich nicht, aufgrund dieses einen Erfolgserlebnis mit Bodenfluter einen Beweis geführt zu haben. Es waren die vielen Becken die ich u.a. bei meinen Bekannten eingerichtet habe. Auch dies ist noch kein Beweis. Ich behaupte nur, daß diejenigen, die den Bodenfluter und dessen possitive Auswirkung propagieren auch Recht haben. Die wissenschaftliche Erklärung überlasse ich anderen. Für mich als Kunden ist es wichtig, daß es funktioniert und das tut es!!!

Zitat:
Naja. Kein Mensch braucht ein kompliziertes, teures Düngesystem, das aus mehreren verschiedenen Produkten besteht, die nach einem zeitlich geschachtelten Schema ins Aquarium gebracht werden sollen. Sagt Dir DRAK was?
Selbstverständlich sagt mir der Dünger vom "Doc" etwas. Er ist genausogut :smile:
Dennerle als kompliziertes Düngesystem zu bezeichnen ist mit Verlaub Unsinn.
Ich wechsle 1-2 mal in der Woche 20-30%, da kommt mir das Dennerle System einfach mehr entgegen. Das ist aber eine rein persönliche Geschichte. Wie gesagt, DRAK ist absolut ok. Ich habe auch nie behauptet, daß es neben Dennerle nichts anderes gäbe. Aber das Gesamtkonzept an sich, ist für mich das einzig sinnvolle für Pflanzenbecken, wenn ich ohne großen Versuche Pflanzenbecken auf einfachste Weise reproduzieren möchte. Ich habe über Jahre das Duplakonzept mit Rieselfilter versucht erfolgreich anzuwenden. Das hat mich einige Tausender gekostet und war stets von Mißerfolg gekrönt. Dennoch schätze ich einige Produkte dieser Firma sehr. Das Gesamtkonzept ist für mich jedoch nicht akzeptabel.

Zitat:
Sandboden, Peter, die Diskussion geht um Sandboden.
Irgendwie verstehe ich Dich nicht ganz. Ich sage: bei Sandboden brauchen wir nicht darüber zu diskutieren.
Du sagst: auch bei Kiesboden wäre ein Bodenfluter nicht sinnvoll.
Das stimmt eben nicht und daher die Diskussion :wink:

Gruß

Peter
peter k ist offline  
Alt 25.06.2001, 04:59   #39
Joachim Mundt
 
Registriert seit: 04.06.2001
Ort: D 45896 Gelsenkirchen
Beiträge: 650
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo Robert,

>Ist geschehen.

Dank dafür :wink:

>Hast Du Belege, bis zu welcher Tiefe die
>Filtermatten beim Diffusionsfilter noch zur
>Filterung beitragen? Du hast doch sicher
>ein Besiedelungsprofil des
>Diffusionsfilters, bei dem die
>Mikrobenanzahl und Mikrobenart über die
>Mattentiefe aufgetragen ist. Nicht? Dann
>ist das, was Du da vorbringst, aber nur
>graueste Theorie.

Dummerweise besitze ich kein Labor für solche Untersuchungen (und wenn, dann könnte ich die einzelnen Organismen sicher genausowenig bestimmen wie du :smile: Mit welchem Filter arbeitest du denn überhaupt? Dazu hast du bisher noch keine Angaben gemacht. Du gehörst doch sicher zu den HH-Mattenfilterern, oder :lol:?

>??? Die mittlere freie Weglänge liegt beim
>Diffusionsfilter "Klassik" mit den von Dir
>angegebenen Dimensionen bei rund 2,40 m.

Bei dem per Foto vorliegenden Modell (60er-Becken; nur davon war bisher konkret die Rede) liegen die genannten Eckdaten so, wie ich sie geschildert habe.

>??? Du hast 6 Filtermatten mit einer
>Gesamtlänge von 1,95 m. Davon liegen etwa
>1,50 m entlang des Wasserweges.

Ist ja sehr interessant :smile: Du willst jetzt alle Filtereinsätze aneinanderreihen, um künstlich deine Argumente zu belegen? Was soll denn dieser Unsinn? Jeder Einsatz ist unabhängig von dem nächsten, weil er an keiner Stelle irgendwelchen Kontakt mit dem nächsten besitzt.

>Die Filtermatten nehmen etwa die Hälfte des
>Querschnitts des Wasserweges ein. Der von
>Dir empfohlene groben Filterschaumstoff
>setzt dem Wasser kaum nennenswert
>Widerstand entgegen.

Das mag für einen frischen Einsatz wohl stimmen, aber ein besiedelter Einsatz hat sicher einen vergleichsweise höheren Widerstand. Denk aber bitte auch an mein Schüppchenbeispiel, was du bisher nicht berücksichtigt hast :wink: Warum wohl?

>Ein
>Widerstandsverhältnis von 1:3 dürfte den
>realen Bedingen bedeutend näher kommen,
>also 0,3 Ohm auf 1,50 m. Die Einschnürungen
>durch die quer eingebauten Glasstreben
>spielen dabei keine Rolle. Nimm doch mal
>einen Alustab mit 2,4 m Länge und miß den
>elektrischen Widerstand. Jetzt feile in den
>Stab 3 Nuten mit je 5 mm Breite, die den
>Querschnitt des Stabes auf die Hälfte
>verringern, und miß den Widerstand nochmal.
>Boah, ey, der Widerstand hat um sage und
>schreibe 0,3 % zugenommen.

Zunächst vergleichst du wieder Hühner mit Autos. Was sollen diese unzulässigen Argumente? Wenn du einen Bypass legst, verringert sich höchstens der Gesamtwiderstand, er erhöht sich keineswegs! Wie kommst du also darauf, an einem Klötzchen feilen zu wollen. Langsam habe ich den Eindruck, dass du krampfhaft nach Argumenten ringst :wink:

>Hauptstrom 2,78 A und Nebenstrom 0,58 A.
>Sieht schon ganz anders aus. Was es denn so
>ausmacht, wenn man die Dimensionen den
>realen Bedingungen annähert...

Wenn ich das Ohm´sche Gesetz noch richtig im Kopf habe, dann lautet die Formel I=U/R (richtiger natürlich R=U/I :smile: immer noch 3 Amperé. Wie du auf 2,78 A kommst, ist mir absolut schleierhaft. Berechne ich dann die Spannung, die an 25cm des 180cm langen Leiters abgegriffen werden kann (gleichförmiger Leiterwiderstand vorausgesetzt :wink, dann komme ich auf 0,0416666666 Volt und bei einem Widerstand von angenommenen 1 Ohm auf einen Strom von entsprechend 41,6666666 mA. Wie kommst du also auf deine 580 mA? Dein Ohm´sches Gesetz würde ich gern einmal kennenlernen :lol:! Lernt man sowas auf der Uni? Zu meiner Zeit galt noch das o.a. Ohm´sche Gesetz :lol: :lol: :lol:

>Diffusion ist definitionsgemäß
>Konzentrationsausgleich durch
>Wärmebewegung. Sicher ist das Verteilen der
>Milch im Kaffee Diffusion. Aber ich laß ja
>mit mir reden. Kippe mal 'nen Löffel Zucker
>in den Kaffee und messe die Zeit, bis der
>Kaffee gleichmäßig süß ist. Bist dahin ist
>der Kaffee kalt.

Na, immerhin etwas :wink: Aber für Zucker als großmolekularer Kohlenwasserstoff gilt das gleiche, wie für die Milch :wink:

>Ich bringe *einleuchtende* Beispiele.

Naja, nur keiner merkt´s :lol: :lol: :lol:

>Nett. Dann funktioniert Dein Filter also
>gar nicht per Diffusion auf die Proteine,
>die die Fische so ablassen?

Der Diffusionsfilter darf nicht als Monokultur gesehen werden. Die Besiedlung mit den verschiedensten Kulturen ist zu sehen. So gibt es eine Vielzahl von aktiv umströmten Organismen, die sich bevorzugt auf der Oberfläche oder in den oberflächennahen Bereichen ansiedeln und wiederum andere, die tiefere Zonen besiedeln (die, wo du das eigentliche Problem siehst :wink.

>Nun ja, Stickstoffverbindungen sind nun mal
>die Hauptabfallstoffe im Aquarienwasser.

Soso. Du reduzierst die Stoffwechselprozesse also auf Stickstoffverbindungen. Interessante Theorie. Darauf werde ich nicht näher eingehen, denn wenn du dich damit etwas intensiver beschäftigen würdest, dann merktest du selbst, wie unsinnig diese Behauptung ist.

>Von Fischzuchteichen mal abgesehen, sind in
>der Natur die Belastungen durch Fische ja
>auch um ein Vielfaches geringer als im
>Aquarium.

So ist auch die Dichte der Konsumenten der Stoffwechselprodukte (Pflanzen) um ein Vielfaches geringer :smile: Dennoch halte ich für viele Aqs einen Filter für erforderlich. Deshalb auch der Diffusionsfilter, der neben der filterlosen Betriebsweise für stärker belastete Becken ausgelegt ist.

>Joachim, das nehme ich Dir so nicht ab.
>Wenn Nitrat im reichlich bepflanzten
>Aquarium ist, dann, weil es bereits durch
>das Leitungswasser eingebracht wird. Und in
>stark nitratbelasteten Barschaquarien gibt
>es keine reichlich Pflanzen. Also entweder
>nitratbelastet und kaum bepflanzt *oder*
>kaum nitratbelastet und bepflabzt.

Dann frage doch bitte einmal hier im Forum die Teilnehmer, welche Nitratbelastungen sie so in ihren Becken vorfinden. Wenn nicht reichlich Wasser gewechselt würde, wären die Messbestecke schnell an ihrer oberen Messgrenze angelangt. Und das auch bei reichlichem Pflanzenvorkommen!

>Der Nitratwert in meinem moderat besetzten,
>gut bepflanztem und herkömmlich gefilterten
>Aquarium liegt z.B. immer unterhalb der
>Nachweisgrenze, ich habe mir extra mal
>einen anderen Nitrattest gekauft, weil ich
>zuerst geglaubt habe, der Test wäre
>verdorben. Ich dünge sogar Ammonium zu,
>weil das, was die Fische von sich gegen,
>nicht ausreicht.

Das gleiche Problem habe ich auch in meinen reichlich bepflanzten filterlosen Becken allerdings mit einem hohen Fischbesatz :wink: Auch ich muss regelmäßig Stickstoff hinzufügen, damit ich keinen Nährstoffmangel darin bekomme.

>In der Natur hat ein Fisch aber um
>Dimensionen mehr Wasser und Biofilmfläche
>zur Verfügung, als im Aquarium. Ein
>Aquarium ist ein Kunstbiotob, zu dessen
>Unterhalt künstliche Maßnahmen notwendig
>sind. Ein Aquarium ist kein Abbild der
>Natur, oder wo in der Natur hast Du soviele
>Fische und soviele Pflanzen auf kleinstem
>Raum mit wenig Wasser zusammengepfercht,
>wie im Aquarium?

Ein Aq ist ein Kunstbiotop, weil wir es durch unsere Technik dazu machen. Natürlich ist der Besatz mit Fischen vergleichsweise hoch, doch auch ohne Technik würde sich ein naturnahes System einstellen. Vergiss auch bitte nicht, dass in natürlichen fischbelasteten Gewässern ein natürlicher Wasseraustausch stattfindet, den wir leider nur künstlich imitieren können. Aber sonst lässt sich ein Becken nahe einem natürlichen Gewässer fahren.

>Einen Beleg habe ich Dir gegeben, nämlich
>daß es genug Aquarien gibt, die auch ohne
>Diffusionsfilter hervorragend laufen.
>Ansonsten... ja, ich habe ja formuliert,
>daß ich mich zu dieser Aussage versteige.

Das ist kein Beleg, sondern auch nur eine Vermutung :smile: Was ist also das Problem? Ich habe allerdings auch angeführt, dass die Reproduzierbarkeit sehr schwierig ist, was dir sehr viele dieser "Grüner-Daumen-Aquarianer" sicher bestätigen können.

>Weil ich keinen Vorteil gegenüber
>herkömmlichen Filtern sehe, nur die
>Nachteile eines offenen Filtersystems.

Wie bereits gesagt, habe ich kein Problem damit, dass du ihn nicht akzeptierst und nur Nachteile darin zu erkennen glaubst. Diese sind jedoch auf reine Vermutungen und nicht auf praktische Erfahrung damit gestützt. Es macht mir zwar Spaß, mit dir darüber zu diskutieren, jedoch sehe ich mittlerweile, dass sich die Diskussion nur noch im Kreis dreht und ich immer wieder die gleichen Argumente von dir höre/lese, die auch wieder jedesmal von mir mit ähnlichen Gegenargumenten beantwortet werden (die du nur in den seltensten Fällen überhaupt aufgreifst :smile. Lass dir doch mal etwas stichhaltigere Argumente einfallen :lol:. Es fängt an, mich zu langweilen :lol:
Joachim Mundt ist offline  
Alt 25.06.2001, 13:42   #40
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Joachim,

>Dummerweise besitze ich kein Labor für solche Untersuchungen
>(und wenn, dann könnte ich die einzelnen Organismen sicher
>genausowenig bestimmen wie du ).

Ja, das ist wirklich dumm. Du setzt Behauptungen über den Diffusionsfilter in die Welt, ohne sie belegen zu können.

>Du gehörst doch sicher zu den HH-Mattenfilterern, oder ?

Nö, wie kommst Du darauf? Ich filtere herkömmlich per Topffilter. Welchen Einfluß hätte es Deiner Meinung nach auf die Diskussion, wenn ich einen Mattenfilter im Einsatz hätte?

>Bei dem per Foto vorliegenden Modell (60er-Becken; nur davon
>war bisher konkret die Rede) liegen die genannten Eckdaten
>so, wie ich sie geschildert habe.

Bittte geh auf Deine eigene Seite, Menüpunkt "Diffusionsfilter", Sparte Modellbeispiele, und rechne Dir die Dimensionen anhand der angegebenen Maße für den Diffusionsfilter "Klassic" durch.

>Ist ja sehr interessant Du willst jetzt alle Filtereinsätze
>aneinanderreihen, um künstlich deine Argumente zu belegen?

Ach, Joachim. Wieviele Zentimeter Matte liegen parallel entlang des Wasserwegs?

>Was soll denn dieser Unsinn? Jeder Einsatz ist unabhängig von
>dem nächsten, weil er an keiner Stelle irgendwelchen Kontakt
>mit dem nächsten besitzt.

Ach, Joachim. Sagt Dir der Herr Kirchhoff was? In Reihe geschaltete Einzelwiderstände lassen sich vereinfachend zu einem Gesamtwiderstand zusammenziehen.

>Zunächst vergleichst du wieder Hühner mit Autos. Was sollen
>diese unzulässigen Argumente?

Ach, Joachim. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, Du mißverstehst mich absichtlich, um mal wieder eine Deiner Spitzen loszulassen. Ist das Dein Verständnis von Diskussionskultur? Es geht um die Glasstreben auf den Stirnseiten der Matten. Die haben keinen nennenswerten Einfluß auf den Strömungswiderstand, wie ich mit dem Beispiel des angefeilten Alustabs gezeigt habe.

>Dein Ohm´sches Gesetz würde ich gern einmal kennenlernen !
>Lernt man sowas auf der Uni? Zu meiner Zeit galt noch das
>o.a. Ohm´sche Gesetz

Ach, Joachim.

2,40 m mit 0,1 Ohm. Auf 1,50 m liegen dazu parallel die Matten mit 0,3 Ohm. Die Matten bilden mit dem parallel liegenden Hauptstrom eine Parallelschaltung von 0,3 Ohm und anteiliegen
150/240*0,1 Ohm. Dazu liegen in Reihe die 90 cm Hauptstrom ohne Matte, also nochmal 90/240*0,1 Ohm. Macht einen Gesamtwiderstand von 83,80 mOhm und bei 0,1 V anliegender Spannung einen Gesamtstrom von 3,36 A, der sich im reziproken Verhältnis der Teilwiderstände auf die Matte und den Hauptstrom aufteilt, eben 0,58 A und 2,78 A.

Sei mir nicht böse, aber Du redest wie die Kuh vom Fliegen. Bitte, sei so lieb und nimm Nachhilfe bei jemandem, der sich damit auskennt, und laß Dir insbesondere die Kirchhoffschen Regeln erklären. Mir vergeht die Lust, Deine kruden Vorstellungen der Realität anzupassen.

>Aber für Zucker als großmolekularer Kohlenwasserstoff gilt
>das gleiche, wie für die Milch

Ach. Zwischen der Molekülgröße von hydrierter Glukose und der Größe der emulgierten Fetttröpchen in der Mich liegen doch noch ein paar Zehnerpotenzen.

>>Ich bringe *einleuchtende* Beispiele.
>
>Naja, nur keiner merkt´s

Du hast Dich falsch ausgedrückt. Es muß heisen: "... nur einer merkts nicht."

>Der Diffusionsfilter darf nicht als Monokultur gesehen
>werden. Die Besiedlung mit den verschiedensten Kulturen ist
>zu sehen.

Ich habe Dich schon mal nach einem Besiedelungsprofil gefragt. Solange das nicht vorliegt, ist es graue Theorie, die Du hier von Dir gibst.

>So ist auch die Dichte der Konsumenten der
>Stoffwechselprodukte (Pflanzen) um ein Vielfaches geringer

Ich brauche gar nicht weit zu gehen, um Dir Gegenteiliges zu
belegen. Ich bringe Dir am Wochenende Fotos (wenn's nicht
regnet) von dichtbewachsenen, natürlichen Gewässern hier in
meiner nächsten Nähe, die nur eine minimale Fischlast tragen.

>Dann frage doch bitte einmal hier im Forum die Teilnehmer,
>welche Nitratbelastungen sie so in ihren Becken vorfinden.
>Wenn nicht reichlich Wasser gewechselt würde, wären die
>Messbestecke schnell an ihrer oberen Messgrenze angelangt.

Du lehnst Dich arg weit aus dem Fenster. Ich schreibe nun auch schon ein paar Jährchen hauptsächlich im Usenet um Dir guten Gewissens sagen zu können, daß das so nicht stimmt. Es berichten mehr Newsgroupteilnehmer von fallenden Nitratwerten im Aquarium, oder sogar von Stickstoffmangelsymptomen, als von Nitratakkumulation.

Du willst Deinen Diffusionsfilter salonfähig machen. Das sei Dir unbenommen. Aber bitte nicht mit so verbogenen Argumenten und Behauptungen, daß die Balken krachen.

Viele Grüße
Robert
 
 

Themen-Optionen

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Bodenheizung Jürgen P. Archiv 2004 5 02.03.2004 17:11
Bodenheizung und Sand? Thomas_W. Archiv 2003 9 27.11.2003 07:19
Sand oder Kies bei Bodenheizung?? Neuus Archiv 2003 4 26.10.2003 09:40
Bodenheizung auch bei Sand geeignet? hugofant Archiv 2003 13 02.03.2003 06:33
Bodenheizung heinz-bert Archiv 2002 2 29.01.2002 05:13


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2024 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:14 Uhr.