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#1 |
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Gast
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Naja, dann möchte ich auch mal.
Ich gehöre auch schon etwas dem mittleren bis älteren Alter an (naja knapp 40). Fast während meiner gesamten Jugendzeit habe ich eins bis maximal 7 Aquarien gehabt und diverse Arten gepflegt (nach den üblichen Anfängerfehlern), wobei der Schwerpunkt auf südamerikanischen Salmler, Panzerwelse und Harnischwelsen lag, als auch einige Buntbarsche (v.a. Nannacara, Symphysodon). Einen Teil der Arten (einige Panzerwelse, Harnischwelse) ließen sich nach etwas experimentieren dann tatsächlich erfolgreich vermehren. Andere Arten wie Rote Neon (die innesi aber erstaunlicherweise nicht) und Dreibinden-Ziersalmler habe ich immerhin noch bis zum regelmäßigen Ablaichen gebracht, konnte den Eiern aber aufgrund zu hartem Wassers nicht die Möglichkeiten für eine Entwicklung bieten. Über den damaligen örtlichen Aquarienverein habe ich später nach den Anfängerfehlern einige erstklassige Aquarianer kennengelernt, die ich auch heute noch sozusagen als meine Lehrmeister betrachte. Einer der damaligen Höhepunkte der Zierfischhaltung war eine Gruppe von 15 Diskus (Wildfangnachzuchten von einem Vereinsmitglied), die sich hervorragend halten liessen und auch zur Fortpflanzung schritten. Zu der Zeit habe ich in den Schulzeiten und nachher auch im Studium aushilfsweise regelmäßig in einer örtlichen Zoohandlung gearbeitet (Wochenende und Urlaubsvertretung). Vor etwa 15 Jahren habe ich das Hobby dann an den Nagel gehängt, aus persönlichen und studiumsbedingten Gründen. Ein bißchen ethische Bedenken gegen die immer stärker aufkommenden großen Importe war auch dabei. Große Harnischwelse bei Händlern in kleinsten Becken und vollster Beleuchtung ohne Versteckmöglichkeiten mit nicht unerheblichen Ausfällen und der Gedanke, daß die Tiere dauerhaft dem Naturkreislauf entzogen werden und bei den meisten Aquarianern, selbst wenn sie es gut meinen, nie zur Fortpflanzugn schreiten würden, bereiteten mir damals, aber auch heute noch nicht unerhebliche Probleme. Trotz der 15-jährigen Abstinenz geht man doch regelmäßig in Zierfischläden und steht staunend vor den vielen wunderschönen Tieren. Naja, ein Aquarianervirus heilt nie aus und wartet wie Herpes auf die nächste Möglichkeit des Ausbruchs :smile:. Und so kam es, wie es kommen mußte. Anfang Januar brachte meine Freundin kleine Guppies von Verwandten mit und wollte die doch tatsächlich in einem, wenn auch großen Glas halten. Da hatte sie aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht (wenig später gab sie dann zu, daß sie genau wußte, daß das der Wiedereinstieg in das Hobby nach sich ziehen würde - sie wollte ja auch ein AQ, ich sag nur: Frauen :grin: ). Also in die nächste Zoohandlung, kleines 54 l Becken als Komplettset kaufen (so dachte ich) und dann, oh Graus: "Sind die Skalare aber schön." Der dezente Hinweis, daß das Altum-Skalare seien, und die doch recht groß werden und bei unserem Wasser nicht richtig zu halten seien, verpuffte ungehört :smile:. Was Männer auch immer so an Einwänden haben. Geht nicht - gibts nicht. Nein, sie mußten es sein. Also: Ein 200 l Becken für die Altum (sind noch halbwüchsige Tiere, die nächste große Wanne ist schon eingeplant) UND, weil die Guppies ja nicht in den Mägen verschwinden sollten, ein 54 l Becken für die Guppies. Hinzu kamen dann noch 10 Corydoras trilineatus, ein Schwarm Schrägschwimmer und bei den Guppies ebenfalls ein paar Panzerwelse (Corydoras paleatus) und 5 Keilfleckbarben. War schon ein ziemlicher Akt, aus dem großen Angebot im Handel wirklich gesunde und gut gewachsene Tiere auszusuchen. Dabei blieb es dann nicht :smile: Eine schöne Gruppe von Brochis splendens, die ich früher schon mal hatte und die sich jeden Zuchtversuchen hartnäckig wiedersetzten, saß augenzwinkernd in einem Diskusbecken beim Händler. Na gut, die also auch noch, dafür wieder ein eigenes Becken, diesmal schon richtig groß, und leben die Brochis mit einer Gruppe von Corydoras sterbai zusammen. Ausfälle hatte ich bei den ganzen Neuerwerbungen nur zwei (1 Corydoras trilineatus, der plötzlich aus bisher unerfindlichen Gründen verstarb und nun in unserer Kühltruhe den Rest seines irdischen Daseins verbringt, bis er mal zum Alkoholpräparat verarbeitet wird, sorry bin halt Biologe, und 1 Schrägschwimmer, der wohl eine Schwimmblasenentzündung hatte). Innerhalb der letzten 3 Monaten haben bisher die Corydoras trilineatus, die Keilfleckbarben und die Corydoras paleatus schon abgelaicht, ohne daß ich bisher ausreichende Möglichkeiten hatte, die Eier zu separieren. Das kommt aber auch noch :smile: Naja, die paleatus schaffen es auch so im großen Becken. 3 Jungfische sind mittlerweile gesichtet :smile: Gruss und weiterhin viele Postings in diesem Forum Ralf Aktueller Nachtrag (27.06.2002) - die Becken: 630 l (ca.) 6 Pterophyllum altum 5 Botia macracantha 2 Ancistrus dolichopterus 1 Poecilia reticulata 578 l 3 Symphysodon discus 4 L 144 10 Brochis splendens 13 Corydoras sterbai + xxx Nachwuchs xxx Corydoras paleatus xxx Poecilia reticulata 200 l 33 Thayeria boehlkei 15 Corydoras trilineatus 3 Corydoras aeneus 112 l 9 Xiphophorus maculatus (Korallenplaty Form) + Nachwuchs xxx Poecilia reticulata 3 L 144 3 Loricaria spec. 6 Corydoras ambiacus bzw. verwandte Arten 63 l 2 vermeintliche Sturisoma, die sich wohl als Rineloricaria fallax entpuppen 5 Gymnocorymbus ternetzi 54 l 4 Corydoras paleatus 5 Rasbora heteromorpha xxx Poecilia reticulata 54 l 3 Chaetostoma spec. (L 146) xxx Poecilia reticulata 240 l 11 Corydoras haraldschultzi 1 Corydoras sterbai 2 Xiphophorus maculatus (Korallenplaty) 1 Poecilia reticulata |
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uff, ist das lang! :wink:
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Zitat:
Aber da er inhaltlich sehr kompetent und nett ist, lässt sich das verschmerzen :wink: _________________ Gruß, Dudi <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Dudi am 2001-06-09 22:37 ]</font> |
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na klar lässt sich das verschmerzen! :wink:
ich finde die geschichte außerdem echt faszinierend... schön wenn man zu einem alten hobby zurückkehrt, nicht wahr? lg, nelly |
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