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Alt 22.07.2002, 18:36   #1
Marrttin
 
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Standard Artgerechte Einrichtung für Prachtschmerlen?

Hallo zusammen,

mein Traum wird wahr, ich bekomme ein 2m Becken mit 600l brutto, und ich möchte dieses Becken Artgerecht für Prachtschmerlen gestalten, ich habe seit heute morgen 2 mehr, d.h. jetzt 7 Prachtschmerlen. Mit in dieses Becken sollen meine 2 Netzschmerlen und 1 Siamesische Saugschmerle.

Für den weiteren Besatz (u.a. Welse max. Endgröße ca. 20cm) brauche ich noch Vorschläge.

4 Siamesische Rüsselbarben sollen auch noch rein, ob das geht?

Nun aber das Wichtigste:

Wie richte ich das Becken Artgerecht für die Prachtschmerlen ein, Kies, Sand, Steine, welche Wurzeln, welche Pflanzen?

vielen lieben Dank an alle.
Marrttin ist offline  
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Alt 22.07.2002, 21:41   #2
Ralf Rombach
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Standard

Martin,

würdest Du bitte den Titel des Threads ändern. Die 20 Fragezeichen haben keinerlei Informationsgehalt, das wichtige Wort Prachtschmerle fehlt.

Also: Artgerechte Einrichtung für Prachtschmerlen.

Danke.

Schwierigre Frage, da PS nicht so einfach einem Biotop zugeordnet werden können. Ich würde es so machen.

Sandboden, etwa 8 cm. Dann links und rechts in den Ecken des becken wilde Stapel als kleinen und mittleren Savannenholzwurzeln so aufrichten, daß möglichst viele Spalten und Hohlräume entstehen, die nicht von Dir eingesehen werden können.

Das ganze kannst Du auch mit Steinaufbauten machen, wichtig ist die Anzahl der Spalten und Hohlräume.

Die Stapel können ruhig 40 bis 50 cm an der Rückwand nach links oder recht ragen.

Die restliche Einrichtung ist fast schon egal dann, hinten dicht und hochwachsend bepflanzt, seitlich und bis vorne das gleiche, im Sichtbereich kleinere Pflanzungen.

Was sich bei mir bewährt hat, ist im mittleren Bereich eine Holzgruppe bis in die Nähe der Frontscheibe zu plazieren, liefert Raumaufteilung und Untergliederung. Dafür habe ich aber keine 2 m, sondern derzeit nur 1,30 m bei 70 Tiefe und links und rechts in den Ecken keine Stapel.
 
Alt 23.07.2002, 15:57   #3
MarcS.
 
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Hallo Martin,

ich schließe mich dem Vorschlag vom Ralf voll an! Ich habe in meinem Becken auch sehr viele Verstecke aus Savannenholzwurzeln gebaut, meistens quetschen sich aber alle in ein Versteck rein :P ! Aber dafür quetschen sie sich fast jeden Tag in ein anderes Versteck.

Gruss

Marc
MarcS. ist offline  
Alt 24.07.2002, 14:44   #4
Karl-Heinz
 
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Hi Martin

Pracht- und andere Schmerlen bewohnen vorzugsweise schnell fließende Bäche und Flüsse. Das ist schon an ihrer Gestalt zu erkennen.
Solche Gewässer sind weniger im tropischen Tiefland, als vielmehr in bergigen Regionen zu finden. Also viel Kies und Geröll. Die Gewässer solcher Biotope haben keine allzu hohe Temperatur (max. 25 °C) und sind sehr sauerstoffreich!!

In solchen Biotopen gibt's auch strömungsarme Winkel. Klar (- aber die sind der kleinere Teil). Dort wachsen auch höhere Pflanzen als Algen. In den Stromschnellen selbst sicher nur Moose und Algen.

Wenn du so etwas in deinem Aq umsetzen willst, brauchst du auf Kies- oder Sandboden viele flache, kantenfreie Steine, mit denen du (vgl. Ralfs Text) sehr viele Höhlen und Spalten arrangierst. Regelrechte "Türme" aus kleineren Steinen sind eher untypisch; m.E. sind einige größere Steine an- und aufeinander eher realistisch. Um diese herum - und zwischen den "Brocken"? - liegen die kleineren Steine (etwa faustgroß).
Nachteil größerer / großer Steine: sie "fressen" Wasservolumen und bieten selbst keinen Unterschlupf.
Vorteil: sie lassen sich leichter und sicherer stapeln als viele kleine (aber bitte nicht mit Silikon!).
Wichtig ist vor allem "Fläche" - die hat dein Aq ja.

Du kannst dir überlegen, ob du Bambusröhren in versch. Durchmessern ins Aq legen willst. Die wären zwar dem Vorkommensgebiet SO-Asien entsprechend, aber nicht dem Biotop "Gebirgsbach": Bambus wächst im Tiefland. Den Schmerlen ist das aber sowas von egal!!
Ich würd nicht allzu viele dünne "Würzelchen" z.T. zwischen das Geröll stecken, z.T. als kleine, "angeschwemmte" Häufchen im "Strömungsschatten" größerer Steine drappieren.

Wichtiger als weiches, saures Wasser ist m.E. die Temperatur, der Sauerstoffgehalt und die Strömung.
Glaubst du, zusätzlich zum Filter eine Strömungspumpe installieren zu können? Wenn's geht, würd ich den Filterauslauf über ein Strahlrohr ins Aq leiten; von diesem Strahlrohr sollten 2 oder 3 Öffnungen überm Wasserspiegel (Sauerstoff!), die andern knapp drunter plaziert sein. Die Strömungspumpe würd ich auf der einen Stirnseite ca. 5 bis 10 cm überm Boden anbringen, den Filtereinlauf an der andern Stirnseite direkt überm BoGru.

Ich glaub, konkretere Einrichtungstipps sind (vorerst?) nicht nötig.

"Für den weiteren Besatz . . . brauche ich noch Vorschläge." - Wie wär's mit 'nem Stachelaal? Biotopgerecht wär's.

Gruß
Karl-Heinz
Karl-Heinz ist offline  
Alt 24.07.2002, 15:50   #5
Marrttin
 
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Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für die Tips, zurück zu den Steinen die Karl Heinz erwähnt hat, kann ich da auch Schieferplatten nehmen? wo bekomme ich günstige Steine ohne scharfe Kanten? kann ich auch Steine nehmen, die ich am Rhein finde? ich würde das Becken gerne so einrichten, wie Karl Heinz es vorgeschlagen hat, halt eine art Fluß zu Simulieren, dort wo die Strömung nicht zu groß ist auch ein paar Pflanzen. Ich bekomme jetzt auch eine riesengroße Moorkienholzwurzel von 1 Meter länge, da ich eigentlich auch Welse mit einsetzen wollte, dachte da an Asiatische, habe aber noch keine Idee. Die Idee mit dem Stachelaal gefällt mir, wie wäre es mit 2-3 davon? Mittlerweile habe ich auch genügend Schnecken, die ich mit einbringen kann. Da ich noch viel Zeit habe, ca. 6 Wochen, möchte ich alle Einrichtungsgegenstände besorgen. In dem Becken ist ein eingeklebter innenfilter, wo ich einen Powerhead mit 1400l/h(reicht der aus?) anschließen werde.
Karl-Heinz, kannst Du mir vielleicht sowas wie ne Checkliste machen, damit ich nichts vergesse?

Freue mich auf weitere Tips und Infos.
Marrttin ist offline  
Alt 24.07.2002, 16:09   #6
Ralf Rombach
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Karl-Heinz,

sei mir bitte nicht böse, aber das mit den schnellfließenden Hochlandbächen gilt für die PS nicht so.

Ich habe vor zwei Wochen mit Gerhard Ott da lange drüber gesprochen, auch eine Berichte von Freilandpopulationen gelesen, die sind da sehr flexibel. Es gibt PS Vorkommen von Brackwassergebieten der Flußmündungen bis hinauf in die schnellfließenden Bergbäche als auch Vorkommen in Reisfeldern.

Anscheinend verhalten sich die unterschiedlichen TReilpopulationen sehr unterschiedlich. Die auf Sumatra wandern zu Ablaichen in die Mündungsgebiete (eher warm, schlammig, strömungsarm, magrovenartig), die auf Borneo machen es genau umgekehrt in ziehen ins Bergland. (kann auch andersum sein, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das beste).

Ich sehe bei den PS und vor allem ihrer Zucht da derzeit das Hauptproblem, die sind zu variabel in ihren Lebensraumansprüchen, als das man die Kirschbaumschen Methoden i.w.S. empfehlen kann.
 
Alt 24.07.2002, 17:02   #7
Marrttin
 
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Hallo Ralf,

ich bin jetzt etwas verwirrt, ich überlege, ob ich eine Seite steinig und die andere Seite sandig gestalte, in der mitte die Riesenwurzel. Aber welche Welse soll ich einsetzten, sollten maximal 20cm werden, wie wäre es mit 1 Paar Panaque nigrolineatus? Ich werde mal bei uns in den Zoo gehen, die haben laut Hörensagen manchmal zuviele Welse in dieser Größe.

Martin
Marrttin ist offline  
Alt 24.07.2002, 17:07   #8
Ralf Rombach
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Martin,

Panaque nigrolineatus geht, aber der braucht zwingend Holz und die leben eher versteckt. Wenn es der "echte" P. nigrol. ist, wird der auch nicht erheblich mehr als 25 cm, aber es gibt da Varietäten mit diversen L Nummern, die vermutlich um einiges größer werden. Augen auf, heisst es da.
 
Alt 24.07.2002, 17:33   #9
Marrttin
 
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Hallo Ralf,

hast du in meinem beitrag überlesen, daß ich am Samstag eine 1m große Moorkienholzwurzel bekomme?
Marrttin ist offline  
Alt 25.07.2002, 03:02   #10
Karl-Heinz
 
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. . . zum Biotöple no was - um diieee Uhrzeit!

Hi Martin

# Schieferplatten: von der Form und Wasserverträglichkeit her optimal, aber +/- scharfkantig und (glaub ich) den heimischen Biotopen wahrscheinlich nicht entsprechend.
Abhilfen: * gegen "scharfkantig" hilft 40er, 80er oder 120er Schleifpapier (in der Hand - nicht am Schwingschleifer!). Ist zeitaufwendig, aber dabei entdeckst du optimale Stellen, um die Dübelhölzer zur optimalen Fixierung zu platzieren.
* "den heimischen Biotopen wahrscheinlich nicht entsprechend" - einfach ignorieren. Die Fische kriegen keinen Herzkasper.
# "kann ich auch Steine nehmen, die ich am Rhein finde?" - Wenn du welche findest - why not? Die schlimmsten Verunreinigungen gehen mit 'ner Nagelbürste weg, gegen Kalkhaltigkeit hilft 'n mehrstündiges Bad in 5 %iger bis 10 %iger techn. Salzsäure. Das ganze läuft nicht in der Badewanne, sondern in 'ner (ausgeliehenen?) Plastik-Babybadewanne. Ohne Baby.
Du kaufst 5 L 30 - 40 %ige techn. Salzsäure, gehst mit der Wanne und 'nem Gartenschlauch ins Freie, füllst zuerst mind. 20 L Wasser in die Wanne, erst dann das HCl dazu. Umrühren mit Holz (Kochlöffel z.B.).
* ". . . riesengroße Moorkienholzwurzel . . ." - 1 Meter? Wie willst du die Wässern??
Tipp: 1. verlänger die Mietzeit der Babywanne; 2. lass die Wurzel mit 'ner Bandsäge halbieren; 3. spül die Wanne gut aus, schütt 6 bis 8 L Schwarztee rein, füll mit Wasser auf und versenk die Wurzelteile vollständig darin (Schimmel ö.ä. kannst du künftig vergessen). Diese "Brühe" wexelst du wöchentlich zur Hälfte bis die Wurzel nicht mehr aufschwimmt.
# "Karl-Heinz, kannst Du mir vielleicht sowas wie ne Checkliste machen, damit ich nichts vergesse?" - Herzlich gern. Dafür sind weitere Informationen nötig, die du an meine Email-Adresse schicken kannst.

Hallo Ralf

Zunächst mal nix Inhaltliches, sondern - tja, was denn? Persönliches? Uiuiuiui.
"sei mir bitte nicht böse, . . ." - Warum denn?? Weil du meinen Text ". . . bewohnen vorzugsweise schnell fließende Bäche und Flüsse." korrigierst? Was muss ich für ein Image haben, dass . . .

Jetzt zum "Biotöplichen":
Martins Wunsch war eingangs ". . . ich möchte dieses Becken Artgerecht für Prachtschmerlen gestalten . . ." - Daraufhin brachte ich meinen Vorschlag. Ich bin der sicheren Überzeugung (selbst gesehn hab ich's nicht), dass damit Martins Wunsch und sowohl der "landläufigen" als auch der "schmerlischen" Vorstellung Genüge getan ist.
Schmerlen-Biotope kenn ich nur von verschiedenen Berichten (nicht nur aquaristische Themen - egal); insofern kann ich deine Informationen (mangels weiterer Kenntnisse nur) z.T. bestätigen. (Ich bezweifle sie nicht.)
Damit ist Martin aber wahrscheinlich nicht geholfen. [Nicht ganz ernst gemeint:] Soll er 'n Brackwasser-Aq einrichten und dies als Schmerlen-Biotop bezeichnen? Oder doch lieber 'n Bach-Aq?
Allein von der Körperform und der Ausbildung der Flossen sind die "entwicklungsgeschichtlich angestammteren Biotope" (eh boah - das hört sich doch toll an! Na und?) wohl weniger in trägen Strömen o.ä. zu suchen.
Deine Ansicht zur Kirschbaumschen dingsbums (1) betr. Fortpflanzung der Prachtschmerlen teil ich nicht. Aber das ist wohl nicht Thema dieses Threads [*g*].

Gruß
Karl-Heinz

Ps: (1) 'Methode' wird vom Sprachfilter rausgeschmissen.
Karl-Heinz ist offline  
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