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Alt 22.08.2002, 09:37   #1
ThorstenT.
 
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Standard Wasserwechsel notwendig?

Hi Folks!

Nach einem längeren Urlaub (4 Wochen) habe ich mich gleich um meine AQs gekümmert. Vor dem Teilwasserwechsel habe ich festgestellt, dass zwei meiner AQs eine extrem niedrige Nitratkonzentration aufwiesen (kleiner 5 mg/l, mit zwei verschiedenen Methoden gemessen).

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ein Teilwasserwechsel überhaupt notwendig gewesen wäre.

Jetzt also die eigentliche Frage: Was macht altes verbrauchtes AQ-Wasser aus?

Sicher gibt es neben Stickstoff noch eine Reihe anderer Nährstoffe, die sich im Wasser anreichern können. Ich vermute allerdings, dass Stickstoff der mengenmäßig wichtigste ist und somit auch gut als Indikator für die Wasserqualität herangezogen werden kann.

Wer weiß weiter?

Tschüß,
Thorsten
ThorstenT. ist offline  
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Alt 22.08.2002, 09:54   #2
Roland Bauer
 
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Standard

Hallo, Thorsten!

Über diese Frage gibt es keine wissenschaftlich genauen Beurteilungen. Schau doch mal in diesen Thread herein: http://www.zierfisch-forum.de/phpbb/...ic.php?t=20309 .

Mit regelmässigen TWWs bist du aber garantiert auf der sicheren Seite...

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 22.08.2002, 09:58   #3
HPKrug
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Standard Re: Wasserwechsel notwendig?

Hallo Thorsten!

Zitat:
Zitat von ThorstenT.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ein Teilwasserwechsel überhaupt notwendig gewesen wäre.
Augen auf ;-), dazu laufen derzeit doch einige Threads im Forum:

http://www.zierfisch-forum.de/phpbb/...ic.php?t=20918

http://www.zierfisch-forum.de/phpbb/...ic.php?t=20309

Das ist erst mal 'ne Menge Lesestoff ;-).

Gruß, HP
 
Alt 22.08.2002, 18:09   #4
Gerd Kassebeer
 
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Standard Re: Wasserwechsel notwendig?

Hallo Torsten!

Zitat:
Nach einem längeren Urlaub (4 Wochen) habe ich mich gleich um meine AQs gekümmert. Vor dem Teilwasserwechsel habe ich festgestellt, dass zwei meiner AQs eine extrem niedrige Nitratkonzentration aufwiesen (kleiner 5 mg/l, mit zwei verschiedenen Methoden gemessen).
Ich habe schon vergleichbare Beobachtungen gemacht.

Zitat:
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ein Teilwasserwechsel überhaupt notwendig gewesen wäre.

Jetzt also die eigentliche Frage: Was macht altes verbrauchtes AQ-Wasser aus?
Dein Nitrat ist irgendwo im Aquarium veratmet worden. Insofern ist PO4 ein besserer Indikator. Es verschwindet nicht so leicht wie das Nitrat.
Nitrat dient als Indikator für das Alter von Aquarienwasser. In überdüngten Becken mit klassischer Filterung sammelt es sich an und dient so als Maßstab, obwohl es für Fische bis zu hohen Konzentrationen nicht schädlich ist.
Kommen wir zu Deinen Kernfragen: Die Notwendigkeit richtet sich danach, ob die Veränderungen Deines Wassers wesentlich sind oder nicht. Ziehst Du Panzerwelse, dann brauchen die einfach frisches Wasser, hast Du eine starke Überdüngung, dann müssen die Stoffe raus, wachsen die Pflanzen nicht richtig, dann tut ein WW Wunder usw. . Es gibt viele Antworten auf Deine Fragen!

Gruß Gerd
Gerd Kassebeer ist offline  
Alt 23.08.2002, 08:11   #5
ThorstenT.
 
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Hi Folks!

Danke für die Hinweise. Letztendlich stelle ich den Wasserwechsel nicht in Frage. Trotz der niedrigen Nitratkonzentration habe ich einen TWW vorgenommen...

Ich denke aber, dass die Frage nach dem "Altern" von Aquariumwasser hochinteressant ist. In anderen Threads zu diesem Thema habe ich immerwieder gelesen, dass sich Schadstoffe im Wasser anreichern, was aus meiner Sicht nicht korrekt formuliert ist, da es sich um eine Nährstoffanreicherung handelt (ich weiß, das ist Haarspalterei...).

Den Hinweis auf Phosphat als Indikator des "Wasseralters" finde ich interassant. Dem werde ich sicher messtechnisch nachgehen.

Was die Veratmung des Nitrats betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob dies in einem normalen AQ vorkommt bzw. vorkommen darf. Dieser Prozess setzt anaerobe Bedingungen voraus, die ja im AQ nicht erwünscht sind.

Ich vermute die Bindung von Nitrat durch schnellwüchsige Pflanzen, in meinem Fall Pistia stratiotes (Muschelblume).

Tschüß,
Thorsten
ThorstenT. ist offline  
Alt 23.08.2002, 08:26   #6
Majo
 
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Standard

Hi Thorsten,

Zitat:
Was die Veratmung des Nitrats betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob dies in einem normalen AQ vorkommt bzw. vorkommen darf. Dieser Prozess setzt anaerobe Bedingungen voraus, die ja im AQ nicht erwünscht sind
Auch hierzu gibt es einen Thread/Steitpunkt: Nämlich inwieweit ein Becken mit herkömmlichen Filtern gefiltert werden muß (siehe: http://www.zierfisch-forum.de/phpbb/...ic.php?t=20465 ).
Anaerobe Zonen kommen auf jeden Fall im Aquarium vor und das ist auch o.k. so. Wenn sie sich nicht im Filter bilden, so sind sie zumindestens im Mullm, im Bodengrund oder unter Steinaufbauten zu finden.
Gruß,

Marion

P.S. Meiner Meinung nach, übernimmt die Nitratatmung einen Großteil des Nitratabbaus. Mehr als von den Pflanzen verwertet werden kann.
Majo ist offline  
Alt 23.08.2002, 08:58   #7
Gerd Kassebeer
 
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Hallo Torsten!

Zitat:
Ich denke aber, dass die Frage nach dem "Altern" von Aquariumwasser hochinteressant ist. In anderen Threads zu diesem Thema habe ich immerwieder gelesen, dass sich Schadstoffe im Wasser anreichern, was aus meiner Sicht nicht korrekt formuliert ist, da es sich um eine Nährstoffanreicherung handelt (ich weiß, das ist Haarspalterei...).
Ich finde das Altern von Aquarienwasser ebenfalls sehr interessant. Eine Nährstoffanreicherung gibts nur, wenn die Pflanzen es nicht schaffen, die freigesetzten Nährstoffe zu verbrauchen. Schaffen sie es, dann tritt bald ein Minimumfaktor auf, der sich nur durch WW und/oder gezielte Düngung beseitigen läßt.

Was sind Schadstoffe? Das kann man unterschiedlich auffassen. Für mich gehören PO4 und NO3 nicht dazu, weil sie in weiten Grenzen nicht fischschädlich sind und bis auf einige Ausnahmen auch nicht pflanzenschädlich. Im Seewasser sieht das mit dem NO3 anders aus. Das Korallenwachstum wird durch NO3 beeinträchtigt.

Ein delikates Problem sind die Fulvosäuren, die unterschiedliche Hemmwirkungen auf verschiedene Organismengruppen haben, z. B. auf Algen. Insofern können Altwässer algenfrei sein. Sind diese Stoffe nun Schadstoffe?

Zitat:
Was die Veratmung des Nitrats betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob dies in einem normalen AQ vorkommt bzw. vorkommen darf. Dieser Prozess setzt anaerobe Bedingungen voraus, die ja im AQ nicht erwünscht sind.
Ich vermute die Bindung von Nitrat durch schnellwüchsige Pflanzen, in meinem Fall Pistia stratiotes (Muschelblume).
In Mulm und Filterschlamm treten anoxische Bedingungen in Teilbereichen auf, besonders beim HMF.
Wenn NO3 durch schnellwüchsige Pflanzen verbraucht wird, wird im gleichen Verhältnis PO4 verbraucht, bei der NO3-Atmung aber nicht. Ist also das PO4/NO3-Verhältnis bei 1 : 20, dann gibt es keine NO3-Atmung, ist das Verhältnis kleiner, z. B. bei 1 : 5 oder noch weniger, dann gibt es NO3-Atmung.

Gruß Gerd
Gerd Kassebeer ist offline  
Alt 23.08.2002, 09:35   #8
Frank Nienhaus
 
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Hi Gerd
nachdem mir der Altwasserthread schon zu wissenschaftlich wurde, irgendwann blicke ich nicht mehr durch und bin verwirrt :roll: ( meine Freundin meint das liegt am Alter [33]), fängt das verwirrt sein hier auch an. Bitte hilf mir.
Was sind denn Fulvosäuren ?
Bei Google finde ich nur wissenschaftliche Abhandlungen über [verwirr] Buntmetalle und Crom(III)-Ionen in Verbindung mit Huminsäuren in Erzabbaugebieten bei Bodenuntersuchungen oder so. [/verwirr]
Kannst du es kurz für einen Laien erklären ? :-kiss

Besten Dank
Frank
Frank Nienhaus ist offline  
Alt 23.08.2002, 11:16   #9
Gerd Kassebeer
 
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Hallo Frank!

Zitat:
nachdem mir der Altwasserthread schon zu wissenschaftlich wurde, irgendwann blicke ich nicht mehr durch und bin verwirrt :roll: ( meine Freundin meint das liegt am Alter [33]), fängt das verwirrt sein hier auch an. Bitte hilf mir.
Was sind denn Fulvosäuren ?
Bei Google finde ich nur wissenschaftliche Abhandlungen über [verwirr] Buntmetalle und Crom(III)-Ionen in Verbindung mit Huminsäuren in Erzabbaugebieten bei Bodenuntersuchungen oder so. [/verwirr]
Kannst du es kurz für einen Laien erklären ?
Fulvosäuren oder Fulvinsäuren sind die wasserlöslichen Anteile der Huminstoffe. Manchmal werden die wasserlöslichen Huminsäuren getrennt davon gesehen (Hütter: Wasser u. Wasseruntersuchung). Die Verbindungen färben Wasser gelb bis braun und haben Hemmwirkungen auf Bakterien, Pilze, Algen, vielleicht auch Wasserpflanzen. Außerdem sind sie Komplexbildner für Schwermetalle, z. B, Eisen. Sie bilden sich vor allem im Altwasser von Aquarien aus Mulm und Filterschlamm durch bakteriellen Abbau. Sie erzeugen die Farbe des sog. Fischurins (-

Gruß Gerd
Gerd Kassebeer ist offline  
Alt 23.08.2002, 12:07   #10
Frank Nienhaus
 
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Hi Gerd
Danke, jetzt kann ich wieder mitlesen :wink:
Gruß Frank
Frank Nienhaus ist offline  
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