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Alt 29.08.2002, 21:36   #1
Markus-1
 
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Hi;

so hallo erstmal, folgendes Problem. ich habe ein Becken Amazonasbecken neu eingefahren, mit Skalaren, Neons, Diskus und noch diversen anderen Salmlerarten, doch nun stelllt sich die Frage bei:

pH = 8,3
dH = 16
unsw., wie bekomme ich das Wasser weich, oder besser gesagt wie dimensioniert muß eine C02-Anlage sein damit ich den pH-Wert runter bekomme, oder reicht es aus wenn ich von Söchtling 2 bis 3 Corboratiren ins Becksen stelle, weilo CARBO+ is für`n Ar...... . Ich hab bis jetz halt nur mit Tanganikas zu tun gehabt un dafür war das Krefelder Wasser ideal , schön hart eben. Wer was weiß kann mir ja bescheid geben.


Tx im vorraus!!
Markus-1 ist offline  
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Alt 30.08.2002, 11:49   #2
Dirk O.
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Na dann wollen wir mal...


Hallo Markus,

Ein 1000l-Amazonasbecken hast Du eingerichtet und Fische sind auch schon drin - hab ich das richtig verstanden?

Hier im Forum gibts jede Menge Beiträge, die Dein Problem aufgreifen! Verwende doch mal die "Suche"-Funktion und gib "pH senken" oder "GH senken" usw. usw. ein.

Wenn Du ein Amazonasbecken verwirklichen willst, dann sollte das Wasser einigermaßen weich sein und der pH sollte unter 7 liegen.

Laß das CO2 gedanklichg erst mal aus dem Spiel!
Bei Deinen Werten kannst Du pH nicht über CO2 beeinflussen.
Selbst bei geringer KH bleibt die Absenkung des pH nicht mehr, als ein erwünschter "Nebeneffekt".
Kümmere dich ersteinmal um das Absenken der Härte.
Gib bite Deine Härtewerte in GH(°) und KH(°) an.

Da bei Dir recht hohe Härtewerte vorliegen, kommst Du um eine technische Aufbereitung des Leitungswassers nicht herum.
Vergiß die Wundermittel-Fläschen, mit deren hilfe man Wasser "weicher" machen kann.
Technische Aufbereitung bedeutet:
1) Umkehr-Osmose-Anlage (hier meist UOA genannt).
2) Ein sogenannte Vollentsalzer (oft VE) - ein zweifacher Ionentauscher (Anionen, Kationen). Entweder als Mischbett- oder als 2-Säulen-Austauscher. Beim Mischbett sind die Anionen- u. Kationenaustauscherharze gemisch in einer Säule untergebracht -man kann das Mischbettharz aus diesem Grund nicht regenerieren.

UOA
Nachteil: -Es entsteht Abwasser im Verhältnis 3-4/1 zum
Nutzwasser.
-die Membrane muss in bestimmten Zeitintervallen
(ca. 2Jahre) ausgetauscht werden - nicht ganz billig...
-Das Nutzwasser wird sehr langsam gewonnen
Bei großen benötigten Mengen läuft sie quasi ständig
und das Nutzwasser (Permeat) muß in dementsprechend
großen Behältnissen zwischegelagert werden
Vorteil: -Sehr einfache Handhabung
-rel. geringe Anschaffungskosten
-Das Wasser wird auch von elektr. ungeladenen Stoffen
(z.B. Phenole, usw. usw.) befreit.

2-Säulen-Vollentsalzer
Nachteil: -hohe Anschaffungskosten
-komplizierte und nicht gänzlich ungefährliche
Handhabung, da (je nach Typ) nach einer betimmten
Menge Nutzwasser stets die Austauscherharze mit
Natronlauge bzw. Salzsäure regeneriert werden müssen
-elektr. ungeladene Verunreinigungen des Wassers
werden nicht entfernt
Vorteil: -Wesentlich weniger Abwasser - dieses ist dafür mit
NaCl (Kochsalz) belastet und evtl. nicht ganz pH-neutral
-Brauchwasser steht sehr schnell zur Verfügung, keine
aufwendige Zwischenlagerung auch bei größeren Mengen
-Harze halten quasi ewig und müssen nicht nach 2 Jahren
ausgetauscht werden


Die derart entsalzten Wasser werden i.d.R. nicht pur verwendet (schon gar nicht das VE-Wasser).
Man verschneidet entsalztes Wasser mit Leitungswasser bis der gewünschte Härtegrad erreicht ist, oder verwendet, falls dies nicht gewünscht ist Aufhärtesalze.
Mit der KH würdest Du zwischen 2u.4° ganz gut liegen, bei der GH 4-6°.

Wenn Du dann das Wasser mal auf diesen Werten hättest, wäre der pH bei ca. 7-7,5.
Bei einer zusätzlichen CO2-Düngung (max 20-25mg/l) würde der pH dan auf knapp unter 7 fallen.

Eintragung des CO2: entweder in den Saugschlauch der Aussenfilterpumpe kurz vor dem Pumpenkopf einleiten oder (großer) Cyclo, wobei der Cyclo (Dennerle) dann an seiner Belastungsgrenze sein dürfte.

Und dann wärst Du ja ungefähr da, wo Du hin wolltest


Gruß,
Dirk
 
Alt 30.08.2002, 17:06   #3
OCTANITROCUBAN
 
Registriert seit: 04.06.2002
Ort: Biberach / Riß
Beiträge: 350
Abgegebene Danke: 0
Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
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Hi Markus,

es gibt noch eine andere Alternative zur 2-Säulen-Vollentsalzeranlage.
Und zwar kann die "erste Stufe" der 2-Säulen-VE ausreichen, wenn Du ein
saures Ionentauscherharz verwendest, welches Dir Calcium und Magnesium aus dem Wasser
holt und durch die entstehende Ansäuerung gleichzeitig die KH senkt. Das Resultat ist ein Wasser, welches noch komplett alle Anionen des Ausgangswassers enthält, also NO3-, Cl-, SO42-, etc.
Weiterhin ist der pH am Ende der Säule etwa 4.5, allerdings ist es kohlensauer, d.h. durch einfaches Belüften (etwa 2h reichen bei 150L) kann der pH leicht erhöht werden. Ich erhalte so Wasser mit GH ca.2-3 (Resthärte aus "Ionenschlupf") und KH etwa 2-3. Der pH kann je nach Belüftungsdauer bis auf 7.2 erhöht werden.
Wie gesagt, dies ist eine Möglichkeit, wenn der Nitratgehalt, Phosphat- und Sulfatgehalt im Ausgangswasser OK sind.


@Dirk : Ich kann Dir nicht ganz zustimmen, wenn Du schreibst :

>-Brauchwasser steht sehr schnell zur Verfügung, keine

aufwendige Zwischenlagerung auch bei größeren Mengen

Du wirst in den allerseltensten Fällen am Ende einer VE - Anlage genau DAS Wasser rausbekommen,
das Du haben willst. Daher mußt Du immer zwischenlagern, belüften, verschneiden, etc.
Allerdings steht das Wasser wirklich sehr schnell zur Verfügung.

>Vorteil: -Wesentlich weniger Abwasser - dieses ist dafür mit

NaCl (Kochsalz) belastet

Das ist in dieser Form nicht richtig. Meinst Du mit "Abwasser" die Regenerationsbrühe ?,
... aber dann würden wir hier von einem Anionentauscher reden, der alle anderen Anionen gegen Cl- austauscht.
Sowas ist in keinem Fall sinnvoll.
Ein Anionentauscher muß OH- abgeben. Und dann entsteht nirgends Kochsalz.

Den ganzen Technikkram gibts hier :

www.westaqua.de
Stichwort "Entkarbonisierung"
oder "Teilentsalzer"


Gruß

Mark
OCTANITROCUBAN ist offline  
Alt 31.08.2002, 20:42   #4
Dirk O.
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Hi Marc,

>Ich kann Dir nicht ganz zustimmen, wenn Du schreibst :

>>-Brauchwasser steht sehr schnell zur Verfügung, keine
>>aufwendige Zwischenlagerung auch bei größeren Mengen

Du stimmst mir nicht zu? Na gut, damit kann ich gut leben
Beispiel: 450l(netto)-Becken, 1x wöchentlich 1/3 WW.
Man hat also 1x die Woche einen Bedarf von 150l.
Geht bei der UOA nur mit 120-150l-Faß.
Bei dem Vollentsalzer kann ich mehrmals einen 20l-Kanister "zapfen" und gleichzeitig verscheiden.
(Wenn Du willst, erkläre ich auch noch wie...)

Aber ehrlich: Ist mir eigentlich zu blöde über so ein Kiki-Kram zu diskutieren - Du hast recht


>Das ist in dieser Form nicht richtig. Meinst Du mit "Abwasser" die
>Regenerationsbrühe ?,
>... aber dann würden wir hier von einem Anionentauscher reden,
>der alle anderen Anionen gegen Cl- austauscht.
>Sowas ist in keinem Fall sinnvoll.
>Ein Anionentauscher muß OH- abgeben. Und dann entsteht >nirgends Kochsalz.

Wieder kostet es mich ein klein wenig Überwindung...
:roll:
Natürlich meine ich die "Regenerationsbrühe". Das ist nämlich auch Abwasser .
Regenerationssäure und Regenerationslauge sind nach dem Regenerieren evtl. nicht vollständig verbraucht. Wenn Du jetzt beides zum Neutralisieren in einen Kanister schüttest - was entsteht dann evtl.?
 
Alt 31.08.2002, 20:53   #5
Dirk O.
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hi Marc,

>Ich kann Dir nicht ganz zustimmen, wenn Du schreibst :

>>-Brauchwasser steht sehr schnell zur Verfügung, keine
>>aufwendige Zwischenlagerung auch bei größeren Mengen

Du stimmst mir nicht zu? Na gut, damit kann ich gut leben
Beispiel: 450l(netto)-Becken, 1x wöchentlich 1/3 WW.
Man hat also 1x die Woche einen Bedarf von 150l.
Geht bei der UOA nur mit 120-150l-Faß.
Bei dem Vollentsalzer kann ich mehrmals einen 20l-Kanister "zapfen" und gleichzeitig verscheiden und kurz belüften.
(Wenn Du willst, erkläre ich auch noch wie...)


>Das ist in dieser Form nicht richtig. Meinst Du mit "Abwasser" die
>Regenerationsbrühe ?,
>... aber dann würden wir hier von einem Anionentauscher reden,
>der alle anderen Anionen gegen Cl- austauscht.
>Sowas ist in keinem Fall sinnvoll.
>Ein Anionentauscher muß OH- abgeben. Und dann entsteht >nirgends Kochsalz.

Wieder kostet es mich ein klein wenig Überwindung...
:roll:
Natürlich meine ich die "Regenerationsbrühe". Das ist nämlich auch Abwasser .
Regenerationssäure und Regenerationslauge sind nach dem Regenerieren evtl. nicht vollständig verbraucht. Wenn Du jetzt beides zum Neutralisieren in einen Kanister schüttest - was entsteht dann evtl.?

Nimms mir nicht übel, ich klinke mich jetzt hier aus. Erstens bin ich ziemlich abgespannt und zweitens ist mir das alles nicht sooo wichtig...


Gruß,
Dirk
 
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