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Alt 03.11.2002, 00:19   #1
Julien
 
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Standard Ab wann den Fisch erlösen

Guten Morgen allerseits,

nachdem ich in den letzten Tagen ein paar Threads gelesen hab in denen um das Thema "Erlösen des Fisches" geht und es oft Diskussionen gab wie man das tun sollte,wollte ich hier mal einen Thread aufmachen mit der Frage:

Wann soll ich einen Fisch Erlösen?

Mir ist aufgfallen das ihr(die Experten )bei den Guppys sehr früh einen Genickschnitt(oder was auch immer ihr als Methode bevorzugt)vollzieht.
Sind die Heilungchancen speziell bei den Guppys schlecht oder sind sie im allgemeinen bei allen Arten schlecht?

Also wenn ich einen kranken Fisch hab,versuch ich ihn sehr lange zu heilen,auch wenn er schon schwach aussieht,vielleicht sogar zulange :roll:.

Welche Punkt ist bei euch Ausschlaggebend für die Erlösung eines Fisches?

So,hoffe dann mal auf eine interessante Diskussion ,

schöne Grüsse,

Julien
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Alt 03.11.2002, 08:31   #2
Ralf Rombach
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Standard Re: Ab wann den Fisch erlösen

Julien,

tja, wenn man darauf eine allgemeingültige Antwort geben könnte, wäre uns allen geholfen. Geht aber leider nicht.


> Wann soll ich einen Fisch Erlösen?

Das hängt leider von vielen Faktoren ab, Kondition des Fisches, die betreffende Art, die jeweilige Erkrankung. Bei manchen versuche ich auch zu medikamentieren, bei anderen istr Widerstand zwecklos und es ist besser, das Tier schnell zu erlösen. Das kann man leider pauschal nicht beantworten.


> Mir ist aufgfallen das ihr(die Experten )bei den Guppys sehr
> früh einen Genickschnitt(oder was auch immer ihr als Methode
> bevorzugt)vollzieht.

Nicht nur bei Guppies, das gilt erstmal für alle Lebendgebärende. Ich habe recht viel mit den Tieren in der Vereinszucht zu tun. Tiere aus dem Handel, wenn es asiatische Zuchten sind, da kann man fast nur hoffen, medikamentieren mit handelsüblichen Medikamenten ist leider meist zwecklos. Die behandele ich, üblicherweise erkranken sie unspezifisch an bakteriellen Infektionen und Hauttrübern, nur durch Wasserwechsel und Salzbäder. Oft geht es dann noch, manchmal überhaupt nicht. Wir machen es mittlerweile oft so, wenn wir eine neue Gruppe Lebendgebärende bekommen, daß wir die Alttiere separieren, auf die ersten Würfe abwarten und dann nur noch mit den Jungfischen weiter arbeiten.

Bei Neons und k.o. sieht es schnell anders aus. Sie erkranken bei uns eigentlich kaum, wenn sie erkranken, ist es öfters Neonkrankheit, dann kann man nur den gesamten Bestand töten.

Kürzlich bekamen wir 15 Rotkopfsalmler aus dem Handel, die sollen noch ins Südamerika Schaubecken. 7 von diesen sind mittlerweile verstorben (Handeltiere), ohne jegliche sichtbare Kennzeichen. Die Tiere waren allgemein blass, ab und an lag morgens mal einer tot im Quarantäne-AQ. Was, womit, wogegen soll ich da behandeln ? Die Tiere waren wohl allgemein einfach zu geschwächt. Die 8 Überlebenden haben allerdings gute Chancen, wie es jetzt aussieht, die Entscheidung, ob sie in die Ausstellung kommen, fällt etwa um Weihnachten, d.h. noch 7 Wochen Quarantäne.


> Sind die Heilungchancen speziell bei den Guppys schlecht oder
> sind sie im allgemeinen bei allen Arten schlecht?

Sie sind bei asiatischen Lebendgebärenden insgesamt schlecht. Bei Lebendgebärenden aus Privatzuchten oder Wildfängen und deren Nachzuchten sind sie erheblich besser. Wenn diese erkranken, reichen oftmals Salzbäder oder ein leichtes Aufsalzen des Wassers.

Das kommt aber und vor allem sehr auf die Krankheiten an. Fischtuberkulose ist nicht mehr behandelbar ausser durch beste Beckenhygiene und eventuell Einsatz von UV Brennern. Ichthyo ist gut behandelbar bei eigentlich allen Tieren usw.


> Also wenn ich einen kranken Fisch hab,versuch ich ihn sehr lange
> zu heilen,auch wenn er schon schwach aussieht,vielleicht sogar
> zulange :roll:.

Die Kondition eines Fisches ist er entscheidende Faktor. Schwächeln die Tiere schon deutlich, ist meist jegliches Medikamentierung zwecklos, da man damit den Fisch eher noch mehr schädigt. Ist das Tier allerdings noch halbwegs fit, kann man es versuchen.


> Welche Punkt ist bei euch Ausschlaggebend für die Erlösung
> eines Fisches?

Letztlich die Art der Erkrankung, die Schwere der Erkrankung und der Allgemeinzustand des Fisches. Taumelnde, nicht mehr schwimmfähige, Nahrung verweigernde Fische sind meist nicht mehr zu retten.

Wie gesagt, wenn man das allgemein gültiger formulieren könnte, wäre uns allen geholfen.
 
Alt 03.11.2002, 16:26   #3
Julien
 
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Standard

Hallo ,

Danke für sie ausführliche Antwort,sie hat meine Vorahnungen(zumal über die Guppy)bestätigt .

Und wieder Tschüss,

Julien
Julien ist offline  
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