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Alt 03.11.2002, 12:48   #1
fritz76
 
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Standard passende fische zu diesen wasserwerten!!!???

die wasserwerte vom wasserwerk sind:

ph 7,31
calcium 157mg/l
magnesium 42,1mg/l
gesamthärte 31,86°dh
kohlensäure 29,7mg/l
natrium 51,8mg/l
kalium 3,4mg/l
nitrit <0,005mg/l
nitrat 35,9mg/l
chlorid 97,5mg/l
phosphat 6,7mg/l

jetzt würde mich mal interessieren ob es fische gibt die sich in diesem wasser wohlfühlen? oder muss man zwangsläufig eine UOA oder ähnliches verwenden?
danke schon im voraus...
gruss fritz
fritz76 ist offline  
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Alt 03.11.2002, 13:02   #2
Walter
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Hi,
in Mittelamerika gibt es teilweise ähnlich hartes Wasser.
Dort leben v.a. viele Lebendgebärende (Platies, Schwertträger, ..) und Buntbarsche. Die Buntbarsche aus dieser Gegend sind aber meistens ziemlich ruppig und nicht für ein "normales" Gesellschaftsaquarium geeignet. Nicht ganz so groß werdende Arten sind z.B. der Zebrabuntbarsch (Cryptoheros nigrofasciatus), Cryptoheros sajica, oder der Feuermaulbuntbarsch (Thorichthys meeki), diese Arten liefen früher meistens unter dem Gattungsnamen Cichlasoma.
Andere, in Mittelamerika vorkommende Arten (Salmler, Welse, ...) sind im Aquarienhandel eher selten erhältlich.
 
Alt 03.11.2002, 13:17   #3
fritz76
 
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danke walter!
wäre es deiner meinung nach ratsam ein reines mittelamerika-buntbarsch -becken zu machen?
würde das funktionieren?
nur lebendgebärende sind mir ehrlich gesagt etwas zu langweilig!
gruss-fritz
fritz76 ist offline  
Alt 03.11.2002, 13:41   #4
Majo
 
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Hallo Fritz,

also zu den Sajicas kann ich Dir z.B. sagen, dass sie am Besten paarweise gehalten werden sollten und dass sie ihr Revier sehr stark verteidigen. Die Vergesellschaftung mit ähnlichen Barschen stellt jedoch kein Problem dar. Salmler und ich denke auch Lebendgebährende werden soweit in Ruhe gelassen, so lange die Sajicas nicht selber Junge führen. Sind wirklich sehr schöne Tiere. Allerdings weiß ich nicht genau, ob man sie auch noch bei GH 30 pflegen kann....bis GH 20 war mir ja bekannt, aber noch mehr?
Allerdings stimmt es, dass es in verschiedenen Gebieten in Mittelamerika ähnliche Wasserwerte vorliegen (hier ist wohl Dennis gefragt :wink: ).
Gruß,

Marion
Majo ist offline  
Alt 03.11.2002, 13:55   #5
Walter
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Hi Fritz,
natürlich ist so ein Becken ratsam bei Deinen Wasserwerten.
Die Buntbarsche sind auch wunderschön und zeigen äußerst Interessantes Verhalten.
Bloß kommt bei solchen Becken ein anderes Problem zu tragen:
Du mußt Dich einfach beim Besatz beschränken können, d.h., Du kannst dann nicht einfach wahllos Fische zukaufen, diese Barsche sind revierbildend und werden auch zur Fortpflanzung schreiten.

Das Problem bei den meisten Aquarianer-Neulingen ist doch, dass sie wahllos irgendwelche Fische zusammenkaufen und die dann alle in ein Gesellschaftsbecken pferchen. Das geht bei Mittelamerikanischen Buntbarschen meistens enorm ins Auge.
Wenn Du das nicht machst und Dich von vorneherein auf wenige Pärchen beschränkst, ist so ein Becken sogar eine ganz tolle Möglichkeit.
Beim Pflanzenbesatz solltest Du Dich dann aber auch auf wenige harte Arten beschränken, ein "Holländisches Pflanzenaquarium" oder ein Aquarium ala "Takashi Amano" kann nicht mit Mittelamerikanern besetzt werden, zumindest nicht mit Buntbarschen.
 
Alt 03.11.2002, 14:59   #6
fritz76
 
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Danke Walter!
Wieviele Fische insgesamt würdest Du mir empfehlen bei 150+50+50? Gibt es passende Bodenfische (Welse?) oder soll ich sie ganz weg lassen?Gruß Fritz
fritz76 ist offline  
Alt 03.11.2002, 15:09   #7
Walter
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Hallo,
man kann das nicht so pauschal sagen, wieviele Fische auf eing gewisse Beckengröße.
Wenn Du von Mittelamerikanischen Buntbarschen sprichst, würde ich max. drei Pärchen kleinbleibender Arten in das Becken setzen. Da soll sich Dennis Furmanek aber noch mal äußern, der kennt sich mit Mittelamerikanern wirklich aus, ich nämlich nicht
Welse? Naja, manche harten Saugwelse kommen vielleicht auch mit Deinem Betonwasser zurecht, so zwei bis 5 Ancistrus, oder einen größeren Schilderwels. Die bräuchten allerdings Wurzeln und Höhlen im Becken, und aartgerecht sind diese Wasserhärten für die Fische nicht mehr.
Ein Grüppchen Platies und Schwertrträger, ...
Zum Thema "Wieviele Fische auf wieviel Wasser" hat Anton aus Wien im Süßwasserforum mal nen sehr guten Artikel gepostet, welcher grad wieder hervorgeholt worden ist.
Ich kopier ihn Dir mal rüber.
 
Alt 03.11.2002, 15:15   #8
Walter
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Hi,
hier ist dieser Bericht, den Anton mal im Süßwasserforum geschrieben hat und der IMO äußerst gut ist.
Wiegesagt, ist nicht auf meinem Mist gewachsen


>Mit Formeln ist das so eine Sache.
>Ein Beispiel: Ich hab' u.a. ein Becken von etwas mehr als 900l, das 2m lang ist.
>Gemäß dieser Formel (1cm Fisch auf 1 l Wasser) könnt' ich in dem Becken halten: 3 Arapaimas (ein großer Süßwasserfisch aus dem Amazonas) von jeweils 3m Länge (= 900cm); oder einen Weißen Hai von 9m Länge (= 900cm), oder 9 Haiwelse der Gattung Pangasius von je 1m Länge (= 900cm); allerdings dürfte ich nicht 200 Neon zu 5cm halten (1000cm und daher Überbesatz).
>Du siehst: Die Formel ist absurd.
>JEDE Formel für lebendige Systeme ist entweder absurd, oder aber unglaublich komplex.
>Sie ist vielleicht ein halbwegs brauchbarer Richtwert für "Standardfische", aber insgesamt sollte man sie in ihrer Bedeutung nicht überbewerten.
>Dazu muß man wissen, warum es diese Beschränkungen beim Besatz gibt:
>Viele Fische fressen viel, ihre Ausscheidungsprodukte belasten das Wasser; sie verbrauchen viel Sauerstoff, wodurch ein Mangel eintreten könnte; sie scheiden ständig Krankheitserreger aus und belasten so das Wasser (Im Mittelalter haben sich die Seuchen ja auch in den dichtbesiedelten Städten besser ausgebreitet als am dünn besiedelten Land); sie stressen einander (gehen einander auf die Nerven), wenn sie keine Möglichkeit finden, einander auszuweichen; es gibt Fische, die Territorien für sich beanspruchen und entweder alle anderen so lange blutig bekämpfen, bis das beanspruchte Territorium fischfrei ist, oder aber vor Frustration eingehen; und und und.
>Daraus ergibt sich dann die Besatzdichte:
>Faktor Stoffwechsel:
>Unterfaktor Größe:
>Kleine Fische haben pro cm Länge weniger Stoffwechsel als große, d.h. 10 Neonsalmler zu je 5cm Länge brauchen weniger Futter (und scheiden weniger Abfallprodukte aus) als ein Großbarsch von 50cm Länge, weil das Körpervolumen logischerweise in einem anderen Verhältnis als die Länge wächst: Ein doppelt so langer Fisch hat, bei gleicher Gestalt, ein weit mehr als doppelt so großes Volumen (ca. das achtfache).
>Dementsprechend ist es nicht egal, ob in dem Becken 2000 Neonsalmler zu 5cm oder ein 10m-Hai sind.
>Die Körpergestalt spielt eine Rolle: 10cm Dornauge sind nicht gleichzusetzen mit 10cm Skalar (auch hier zählt das Volumen).
>Unterfaktor Stoffwechselgeschwindigkeit:
>In heißen Becken läuft der Stoffwechsel schneller als in kühleren; es steigt auch der Ausstoß an Ausscheidungsprodukten.
>Verschiedene Fischarten haben ein unterschiedlichen Energiebedarf und brauchen pro Kubikzentimeter Körpervolumen mehr Futter.
>Unterfaktor Wasserwechsel:
>Je öfter Wassergewechselt wird, desto weniger Stoffwechselprodukte können sich ansammeln. Wird oft Wasser gewechselt, kann der Besatz unter dem Aspekt "Stoffwechsel" dichter sein, als wenn selten gewechselt wird.
>Faktor Sauerstoff:
>Unterfaktor Sauerstoffbedürfnis:
>Es gibt sauerstoffbedürftige und weniger Sauerstoffbedürftige Arten.
>Manche brauchen sehr wenig Sauerstoff aus dem Wasser (luftatmende Krallenfrösche), manche gehen an Sauerstoffmangel ein, wenn andere noch nichteinmal Schwierigkeiten haben.
>Unterfaktor Sauerstoffeintrag:
>Durch Belüftung kann man den Sauerstoffgehalt erhöhen...belüftete Becken können generell stärker mit Arten gleichen Sauerstoffbedürfniosses besetzt werden.
>Pflanzen erzeigen am Tag Sauerstoff und verbrauchen in der Nacht Sauerstoff.
>Unterfaktor Temperatur:
>Je höher die Temperatur, desto geringer die Fähigkeit des Wassers Sauerstoff aufzunehmen; auch sinkt die Sättigungsgrenze. In warmen Wasser ersticken Fische eher als in kaltem (aber viele vertragen kein Kaltes Wasser).
>Unterfaktor Fütterung:
>Nach der Fütterung müssen die Ausscheidungsprodukte biologisch abgebaut werden; dazu brauchen die Bakterien im Aquarium Sauerstoff; nach einer heftigen Fütterung kann Sauerstoffmangel eintreten.
>Faktor Stress:
>Unterfaktor: Soziales Verhalten:
>Es gibt Fische, die gestresst sind, wenn ihnen Arten ihresgleichen allzusehr auf den Pelz rücken, und solche, die gestresst sind, wenn sie zu wenig Artgenossen haben (die geben ihnen ein Gefühl der Sicherheit).
>Von den ersteren kann man nicht allzuviele hineintun; die zweiteren können viel dichter besetzt werden.
>Unterfaktor Beckeneinrichtung:
>Bietet die Beckeneinrichtung Verstecke, Sichtbarrieren etc. stressen sich die Fische weniger, und andersrum.
>Bei manchen Arten müssen so viel Verstecke da sein wie Fische; sonst ist das Becken überbesetzt (weil sie um die Verstecke kämpfen).
>Unterfaktor Kompatibilität:
>Manche arten fühlen sich von bestimmten anderen Arten gestresst (weil die zu schnell, wild oder groß sind).
>Faktor Territorien:
>Unterfaktor Größe des Territoriums:
>Fische, die Territorien beanspruchen, haben eine Vorstellung davon, wie groß diese sein sollten. Jenseits dieser Wunschgrenze sind sie harmlos, diesseits gefährlich.
>Ein Becken ist mit Fischen dieser Art überbesetzt, wenn mehr Exemplare drinnen sind, als, den Bedürfnissen ihrer Art entsprechend, Territorien begründen können.
>Grundsätzlich ist es so, daß diese Fische ein wesentlich größeres Areal von Tieren ihrer eigenen Art als von denen anderer Arten freihalten wollen.
>Es muß nicht so sein, daß große arten große Territorien besetzen und andersherum.
>Viele Fische brauchen keine Territorien; von ihnen können viel mehr ins Aquarium gesetzt werden, ohne daß es zu Überbesatz kommt.
>Unterfaktor Beckeneinrichtung:
>Durch kluge Beckeneinrichtung kann man Territorien Grenzen setzen, sodaß sie sich nicht übers ganze Becken erstrecken.
>Naja, möge das in eine Formel fassen, wer will. (Ich bin sicher, ich hab' massig Faktoren übersehen).
>Kurz und gut:
>Ein Becken mit kleinen Schwarmfischen, gut gefiltert und belüftet, oft wassergewechselt, vernünftig eingerichtet kann mit mehr cm Fisch besetzt werden, als eines mit großen, territorialen Fischen, nicht belüftet, kaum wassergewechselt und schlecht eingerichtet.
>Im Endeffekt stellt man fest, ob eine Krisensituation vorliegt, indem man seine Fische beobachtet und auf ihre Signale reagiert....auch spielen Erfahrungswerte eine Rolle.
>Im Becken Deines Sohnes seh' ich das Problem nicht im Überbesatz (viele kleine Fische, die meisten Schwarmfische), sondern, wie andere schon bemerkt haben, eher darin, daß manche der Fische in größeren Gruppen gepflegt werden sollten, und daß manche recht groß werden können...
>Freundliche Grüße,
>Anton<<
 
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