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Alt 27.11.2002, 14:35   #1
Mbuna
 
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Standard Merkwürdiges Phänomen

Hi,

ich züchte nun seit über 15 Jahren die verschiedensten Aquarienfische. Mir fällt immer wieder auf das Aquarianer mit nur einem oder ein paar Aquarien oft mehr Problem mit den Wasserwerten und Krankheiten haben als viele Hobby-Züchter mit zum Teil mehr als 50 Becken. Durch viel Kontakte (Börse, Verein, Züchtertreffen) weiß ich, dass viele Züchter nur wenig und unregelmäßig ihre Wasserwerte kontrollieren (mal abgesehen von der Zucht von Diskus, Roten Neons oder anderen schwieriger zu züchtenden Arten) und auch nicht so oft Wasserwechsel machen, wie mancher "normal" Aquarianer (einmal die Woche oder häufiger). Dennoch tretten hier weniger Probleme auf. Obwohl ja gerade Aufzuchtbecken viel stärker mit Fischen besetzt sind und zudem auch oft keine Pflanzen enthalten. Liegt das vielleicht daran, dass weniger Wasserwerte gemessen werden? Eine Möglichkeit wäre vielleicht, dass die meisten handelsüblichen Filter ein viel zu kleines Filtervolumen haben. In Zuchtanlagen (in meiner auch) wird häufig über Luftheber mit sogenannten Mattenfiltern ( http://www.acara-helmstedt.de/mattflt.html ) gefiltert, die eine sehr große Filteroberfläche und lange Standzeit haben. Liegen die geringeren Wasserprobleme etwa daran? Würde mich mal interessieren wie das andere Züchter sehen und ob Sie ähnlich Erfahrungen gemacht haben.
Mbuna ist offline  
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Alt 27.11.2002, 14:44   #2
paucisquamis
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Standard Re: Merkwürdiges Phänomen

Hallo,
Zitat:
ich züchte nun seit über 15 Jahren die verschiedensten Aquarienfische.
nun, das mach ich auch, wenn auch schon etwas länger. Welche Arten züchtest du?

Zitat:
Mir fällt immer wieder auf das Aquarianer mit nur einem oder ein paar Aquarien oft mehr Problem mit den Wasserwerten und Krankheiten haben als viele Hobby-Züchter mit zum Teil mehr als 50 Becken.
ob das möglicherweise daran liegt, das die Züchter etwas mehr Erfahrung haben?

Zitat:
Durch viel Kontakte (Börse, Verein, Züchtertreffen) weiß ich, dass viele Züchter nur wenig und unregelmäßig ihre Wasserwerte kontrollieren (mal abgesehen von der Zucht von Diskus, Roten Neons oder anderen schwieriger zu züchtenden Arten)
mach ich auch bei Diskus und Neon nicht, schließlich kenn ich mein Wasser.

Zitat:
und auch nicht so oft Wasserwechsel machen, wie mancher "normal" Aquarianer (einmal die Woche oder häufiger).
hoppla, das kenne ich allerdings anders, ich wechsle oft mehrmals täglich und die meisten Züchter die ich kenne, machen das ähnlich.

Zitat:
Dennoch tretten hier weniger Probleme auf. Obwohl ja gerade Aufzuchtbecken viel stärker mit Fischen besetzt sind und zudem auch oft keine Pflanzen enthalten. Liegt das vielleicht daran, dass weniger Wasserwerte gemessen werden? Eine Möglichkeit wäre vielleicht, dass die meisten handelsüblichen Filter ein viel zu kleines Filtervolumen haben. In Zuchtanlagen (in meiner auch) wird häufig über Luftheber mit sogenannten Mattenfiltern ( http://www.acara-helmstedt.de/mattflt.html ) gefiltert, die eine sehr große Filteroberfläche und lange Standzeit haben. Liegen die geringeren Wasserprobleme etwa daran? Würde mich mal interessieren wie das andere Züchter sehen und ob Sie ähnlich Erfahrungen gemacht haben.
Wie schon erwähnt, liegt der Hauptgrund wohl in der größeren Erfahrung. Deine Aussagen kann ich zumindest in einigen Punkten nicht bestätigen.
 
Alt 27.11.2002, 14:52   #3
Roland Bauer
 
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Standard

Hi, Mbuna!

<<Liegt das vielleicht daran, dass weniger Wasserwerte gemessen werden? >>

Du weisst hoffwentlich selber, dass diese Aussage Quatsch ist!

Ich denke, dass da mehr Faktoren eine Rolle spielen:

Stabilisierender Mulm hinter den HHMF (siehe diverse Threads hier bez. Mulm)

Schneller Durchsatz bei den Fischen - als Züchter verkaufst Du die Fische ja so jung wie möglich, da interessieren Schädigungen durch falsche Wasserwerte nur, wenn sie mit den Augen zum Zeitpunkt des Verkaufes zu erkennen sind.

Des weiteren gesunde Zuchteltern - keine kränkelnden Asienzuchten.

Und jahrelange Erfahrungen - da "sieht" man sich abzeichnende Fehlentwicklungen auch ohne ausführliche Messungen schon frühzeitig an vielen anderen Signalen im Becken.

Also mehrere Gründe für eine wirtschaftlich erfolgreiche Zucht (heisst das, dass Deine Inserate im Biete-Forum gewerblicher Natur sind?) - aber in keinster Weise ein Grund dafür, das Nicht-Messen von Wasserwerten oder eine wie auch immer einzugrenzende Nachlässigkeit beim TWW zu rechtfertigen.

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 27.11.2002, 14:59   #4
Michael Stache
 
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Standard Re: Merkwürdiges Phänomen

Moin moin Mbuna,

ich finde es echt klasse das du dich nach 15 Jahren Zierfischzucht schon mit so anspruchsvollen Themen wie Filterung und Wasserproblemen beschäftigst, Hut ab!


Zitat:
Mir fällt immer wieder auf das Aquarianer mit nur einem oder ein paar Aquarien oft mehr Problem mit den Wasserwerten und Krankheiten haben als viele Hobby-Züchter mit zum Teil mehr als 50 Becken.
Was für ein Käse dir so auffällt :lol:


Gruß
Michael
Michael Stache ist offline  
Alt 27.11.2002, 15:22   #5
Thomas P.
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Standard

Hi!

Ich habe seit 3 Monaten keine WW mehr gemessen, weil ich mein Wasser und meine Fische kenne. Fällt meinem Auge (wichtigstes Meßinstrument) eine Unregelmäßigkeit auf, wird ein Tropfentest zur unterstützenden Diagnostik angewandt.

Die Propagierung der bestimmten WW auf den Fischbesatz bezieht sich immer auf die Ansprüche der zu pflegenden Arten, oder würdest Du Rote Neons bei KH 20 halten geschweige denn züchten?
 
Alt 27.11.2002, 15:52   #6
Daniela Lorck
 
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Hi Mbuna

Du hast bis jetzt noch mit keinem Wort erwähnt, was für Fische Du züchtest. Es gibt Fische, die kann wirklich in jedem Wasser züchten, das ist keine große Kunst.Und Fische vermehren, heißt noch lange nicht sie auch zu züchten.

Und ehrlich gesagt, ich würde von einem Züchter, der nicht mal gewillt ist, die Mindestanforderungen der Fische zu erfüllen, keine Fische kaufen. Was nutzt es, wenn die Elterntiere zwar gesund sind, die Jungen aber durch falsche Wasserwerte oder zu hohen Nitratwerte während der Wachstumsphase vorgeschädigt sind. Mit solchen Tieren wird der neue Halter trotz aller Bemühungen immer wieder Probleme bekommen.

Ich selbst jedenfalls habe mit regelmäßigem Wasserwechsel die besten Erfahrungen gemacht. Und Jungfischer welche ich abgebe, sind kerngesund und werden von den örtlichen Händlern sehr gerne genommen, auch von denen welche privat eher nicht so gerne nehmen.

Dany
Daniela Lorck ist offline  
Alt 27.11.2002, 15:55   #7
Ute Steude
 
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Hallo,
Möchte nur kurz auf eine Sache eingehen...

Zitat:
mach ich auch bei Diskus und Neon nicht, schließlich kenn ich mein Wasser.
das aber halt nicht immer gleich sein muß....

Solche threads bringen eine gewisse gefahr mit sich...und zwar aus ff. Gründen:

Aquarianer,die ihr Hobby oder ggf. auch sogar ihre Zuchten über lange Jahre gewissenhaft machen u. jede Veränderung sofort "erkennen" gibts natürlich....aber hier lesen auch viele Anfänger mit u. man kann niemandem "ansehen" ob oder wie lange er dies Hobby betreibt u. mit welchen Erfolgen....schreiben kann man vieles sicherlich;aber die Leute,die hier tagtägl.Anfängern Hilfestellungen geben(müssen) schreiben ihre Tips mit Sicherheit nicht grundlos.(Und manche dieser hier schon lange gut bekannten Stammposter kämpfen dann gg. Wimdmühlenflügel an(u. geben sogar fast schon auf!!);"euch" kennt ja schließlich noch keiner hier ,aber hr legt direkt mit solchen "Weisheiten" los...?ich hoffe ihr versteht was ich meine - ist nicht bös gemeint,aber die hier schon lane sind wissen wo die meisten eigentlichen Probleme liegen)
Dauernd gibt es threads zu sterbenden Fischen u. sehr oft ist z.B. eine Vergiftung der Grund.
Daher sind Wissen um Wasserwerte,Erste-Hilfemaßnahmen wie TWW u.ä.unabdingbar in diesem Forum,besonders für "neue"!

Und woher sollen die nun "wissen" wer der poster hier wie lange was wie "gut u. richtig" macht....solche Diskussionen sollten daher sehr sorgsam u. vorsichtig behandelt werden....und darauf verwiesen werden!

Oder helft ihr ab sofort doch mal in den fast tägl. "hilfefreds",dann versteht ihr evtl. besser,was gemeint ist u. warum man sowas schnell "falsch interpretieren" könnte ohne genauere Erklärung dazu.lg
Ute Steude ist offline  
Alt 27.11.2002, 16:13   #8
paucisquamis
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hallo Ute,
Zitat:

Möchte nur kurz auf eine Sache eingehen...

Zitat:
mach ich auch bei Diskus und Neon nicht, schließlich kenn ich mein Wasser.
das aber halt nicht immer gleich sein muß....

Solche threads bringen eine gewisse gefahr mit sich...und zwar aus ff. Gründen:

Aquarianer,die ihr Hobby oder ggf. auch sogar ihre Zuchten über lange Jahre gewissenhaft machen u. jede Veränderung sofort "erkennen" gibts natürlich....aber hier lesen auch viele Anfänger mit u. man kann niemandem "ansehen" ob oder wie lange er dies Hobby betreibt u. mit welchen Erfolgen....schreiben kann man vieles sicherlich;aber die Leute,die hier tagtägl.Anfängern Hilfestellungen geben(müssen) schreiben ihre Tips mit Sicherheit nicht grundlos.(Und manche dieser hier schon lange gut bekannten Stammposter kämpfen dann gg. Wimdmühlenflügel an(u. geben sogar fast schon auf!!);"euch" kennt ja schließlich noch keiner hier ,aber hr legt direkt mit solchen "Weisheiten" los...?ich hoffe ihr versteht was ich meine - ist nicht bös gemeint,aber die hier schon lane sind wissen wo die meisten eigentlichen Probleme liegen)
Dauernd gibt es threads zu sterbenden Fischen u. sehr oft ist z.B. eine Vergiftung der Grund.
Daher sind Wissen um Wasserwerte,Erste-Hilfemaßnahmen wie TWW u.ä.unabdingbar in diesem Forum,besonders für "neue"!

Und woher sollen die nun "wissen" wer der poster hier wie lange was wie "gut u. richtig" macht....solche Diskussionen sollten daher sehr sorgsam u. vorsichtig behandelt werden....und darauf verwiesen werden!

Oder helft ihr ab sofort doch mal in den fast tägl. "hilfefreds",dann versteht ihr evtl. besser,was gemeint ist u. warum man sowas schnell "falsch interpretieren" könnte ohne genauere Erklärung dazu.lg
deine Ausführungen finden meine vollste Zustimmung aber eine Bitte habe ich, wenn du mich zitierst, dann bitte so, das der Zusammenhang meiner Äußerung ersichtlich ist.
Meine Aussage :
Zitat:
mach ich auch bei Diskus und Neon nicht, schließlich kenn ich mein Wasser.
bezog sich auf diese Aussage:
Zitat:
Durch viel Kontakte (Börse, Verein, Züchtertreffen) weiß ich, dass viele Züchter nur wenig und unregelmäßig ihre Wasserwerte kontrollieren (mal abgesehen von der Zucht von Diskus, Roten Neons oder anderen schwieriger zu züchtenden Arten)
Da ich mein Wasser sehr gut kenne und auch einige Werte (ph und Leitfähigkeit) regelmäßig messe, ist eine weitergehende Analyse nicht ständig nötig.
Ich werde mir in Zukunft Mühe geben meine Aussagen vollständiger zu formulieren, Romane möchte ich aber ungern schreiben.
Ich hoffe du bist mir nicht böse.
 
Alt 27.11.2002, 16:33   #9
Ute Steude
 
Registriert seit: 24.10.2001
Ort: nun...Remscheid
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Erhielt: 0 Danke in 0 Beiträgen
Standard

Hallo ,
@Dietrich
...ja,hast Recht....ich bezog mich ledigl. auf den 2.teil des satzes "ich kenne mein wasser"...it der anschließenden erklärung usw.

Schon ok u. nene,ich bin nicht böse,warum auch - wollt/möchte nur auf die eventuellen falsch zu verstehenden Dinge u. Gefahren hinweisen... aber man sieht ja wie schnell dies eben auch hier passiert... :wink: lg
Ute Steude ist offline  
Alt 27.11.2002, 17:48   #10
Mbuna
 
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folgende arten habe ich bisher erfolgreich ohne großen aufwand gezüchtet: corydoras davidsandsi, paleatus, aeneus, sterbai, elegans, trilineatus, hastatus, metae, geophagus steindachneri, brachydanio kerri, nigrofasciatus, choprei, diverse ostafrikanische barsche (malawi-, tanganjika und viktoriasee), diverse barben und regenbogenfische, salmler und labyrinthfische sowie skalare. nur die meisten malawis verkaufe ich sehr früh mit ca. 4 cm. aulonocara verkaufe ich meist erst als ausgefärbte tiere nach ca. 9-12 monaten. auch skalare verkaufe ich erst groß. bisher gabe es noch keine mißbildungen oder wachstumsstörungen. ausser bei malawis, dort tritt durch inzucht ab und zu mal ein oder zwei mißbildungen pro brut auf.
Mbuna ist offline  
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