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Alt 11.12.2002, 16:14   #1
JochenB
 
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Standard Frage zum Thema Inzucht bei Fischen

Hallo an die Züchter im Forum!

Derzeit tummeln sich bei mir ein Vielzahl von Guppy-Jungtieren und ich habe da mal eine Frage.

Die Eltern der Jungtiere sind sozusagen Geschwister und stammen aus dem Wurf eines gelben Snakeskin-Männchens und eines "normalen" rötllich-schwarz gefärbten Weibchens. Diese hatte ich aus dem Handel und sie sind demtensprechent schnell gestorben . Ihr Nachwuchs ist an Energie und Temperament nicht mit den Eltern zu vergleichen und ihnen um Längen vorraus.

Nun hatte ich also zwei Männchen (rote Snakeskinfärbung) und 4 Weibchen (gelb mit Snakeskin-Anlagen). Davon haben sich natürlich wieder zwei gepaart. Das waren die offensichtlich kräftigsten und schönsten Exemplare des Wurfs. Die beiden hängen seit Wochen ständig zusammen, das zweite Männlein kann offensichtlich erst seit einigen Tagen mitmischen und die anderen Mädels sind Luft für den "Platzhirsch" :wink: . Das Ergebnis...20 Jungtiere in zwei Wochen.


Ich wollte nur fragen, ob es jetzt schon eventuell zu Missbildungen oder schwachen Tieren kommen kann, da hier die Geschwister "gefischelt" haben und ab welcher Generation man mit Missbildungen wegen Inzucht rechnen kann? Würde mich interessieren, damit ich, wenn ich die Tiere verschenken kann, nicht wieder Geschwisterpaare abgebe und der neue Halter sein blaues Wunder erlebt.
JochenB ist offline  
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Alt 11.12.2002, 16:17   #2
Coco
 
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Hallo,

also soweit ich weiß kann es zu Missbildungen kommen, was ich schon selbst erlebt habe. Dies ist aber meines Wissens nach nicht allzu häufig...
Ich züchte Guppies "ausversehen" :wink: . Dies Jungtiere sind automatisch auch öfter Inzuchten, aber Missbildungen sinde, wie oben ja schon erwähnt, selten dabei *mal auf Holz klopf*

Gruß
Coco
Coco ist offline  
Alt 11.12.2002, 16:31   #3
JochenB
 
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Hi Coco!

Das ging ja schnell. Also ich züchte auch "aus Versehen", was auch gerade bei Guppys nicht zu verhindern ist. Dies ist auch wieder ein "Unfall", da ich meine 6 Guppy-Nachzuchten eigentlich komplett abgeben wollte und schon einen Abnehmer habe, dessen AQ noch einläuft. Nur waren die wohl anscheinend der Meinung mir aus lauter Langeweile :wink: und Wohlbefinden noch ein grosses Andenken zurückzulassen. :roll: Das wird langsam echt ein Problem mit dem Nachwuchs. Die Jungen an meine Labyrinther (auf die ich mich eigentlich konzentrieren möchte) zu verfüttern ist auch nicht mein Ding und ich bekäme da auch massive Probs mit meiner Frau und dem Sohnemann.
JochenB ist offline  
Alt 11.12.2002, 16:32   #4
Alexandra
 
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Hallo Jochen,

ich schliesse mich mal deiner Anfrage an, um keine neue aufzumachen - mich würde dieses Thema ebenfalls brennend allgemein für Fische interessieren.
Ich wollte mind.meinen Kampffischbestand durch Zucht aufrechterhalten, bis mir eben deine Problematik siedend heiss durch den Kopf ging... außerdem wird es wohl auch bei meinen Barschen was werden.
Paarungen danach entstünden ja immer unter Geschwistern

Ich würde mich freuen über einige Informationen der Experten zu diesem Thema!

Viele Grüße
Alexandra
Alexandra ist offline  
Alt 11.12.2002, 21:12   #5
Heimo
 
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Hallo,

kann jetzt nur für Guppys antworten: Sofern die Elterntiere nicht erkennbare Schäden zeigen (v.a. verkrümmte Wirbelsäule), ist die Inzucht erst mal kein Problem. Bei den Jungfischen würde ich, falls überhaupt, nur die vitalsten (lebendigsten) und von denen nur wieder die schönsten behalten, dann ist über einige Generationen hinweg nichts zu befürchten. Wenn ihr eure kleinen Guppys im Becken lasst und gleichzeitig mit lebenden Wasserflöhen füttert, dann werden die Alttiere die kleinen etwas in Grenzen halten...
Heimo ist offline  
Alt 11.12.2002, 21:36   #6
Ralf Rombach
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Hi,

um das Thema Inzucht abzuschätzen, muß man sich ziemlich gut mit Mendel auskennen.

So ganz einfach ist es nicht. Im Prinzip besteht die ganze Aquaristik mehr oder weniger aus Inzucht. Im Schnitt kann man grob vereinfacht sagen, daß spätestens in der 11. Generation in Reinzucht, also Geschwisterkreuzung, sogenannte reinerbige Linien auftreten. In diesen kann es, wenn Gendefekte auftreten oder aufgetreten sind, dann tatsächlch zu Inzuchterscheinungen kommen. Theoretisch. Praktisch sieht die Sache ganz anders aus, da oftmals viele Gene an Farb- und Formmerkmlane beteiligt sind. Dazu gibt es, wenn ichg mich recht erinnere, über die Guppies ein recht gutes Buch, das ich leider selber aber nicht (noch) habe.
 
Alt 12.12.2002, 09:19   #7
JochenB
 
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Hallo!

Danke für die Antworten

@ Ralf

Mendel ??? Da war doch mal was mit der Drosophila Melanogaster und so kleinen Blümchen und Erbsen :wink:

Aber im Ernst, das beruhigt mich schon etwas, da ich nicht gerne Missbildungen heraufbeschwören möchte und es ist ja genau genommen bei mir erst die zweite Generation, die da heranwächst.

@ Heimo

Also die Elterntiere sind fit wie Turnschuhe und machen nur Party im AQ. Deren Elten allerdings hatten keine hohe Lebenserwartung, da sie aus dem Handel waren.
Ich halte die 6 älteren Guppys übergangsweise in einem Aufzuchtbecken mit allem Luxus, da ich sie erst in Kürze an meinen Neffen abgeben kann (AQ läuft noch ca. zwei Wochen ein) und lasse die Jungen auch mit drin. Habe schon gemerkt, dass sich der Bestand der Jungen ein wenig dezimiert hat und ich werde wohl der Natur ihren Lauf lassen. Schätze mal das dann auch nur die stärksten und gesundesten Tiere durchkommen.
JochenB ist offline  
Alt 12.12.2002, 09:22   #8
Eastzone Alien
 
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Hi@all,

ich persönlich hatte nie probleme mit Inzucht bei Guppies - das problem was aufgetreten ist, ist : 2 Pärchen aus dem Handel haben Jungen mit Gendefekten bekommen (Aussage vom Handel: "Zu Überzüchtet!") - eigenartig, da (wie schon gesagt) ich bisher mit den Züchtungen (ne menge Geschwister) keine Probleme hatte...

EzA (Tommy)
Eastzone Alien ist offline  
Alt 12.12.2002, 10:04   #9
aaron
 
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hallo,

nach meinen erfahrungen vertragen di eguppies die inzucht am besten. wenn da nich die elterntiere in irgendeiner generation irgendwelche krankheiten in den genen hatten is das für viele generationen kein problem.

aaron
aaron ist offline  
Alt 12.12.2002, 11:13   #10
tizl
 
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Hallo!

Es kann auch zu Deformierungen der Wirbelsäule etc. kommen, wenn die Jungtiere zu einseitig ernährt werden.
Wenn also die Guppys im Handel schon von klein auf einseitig ernährt wurden und Mängel an bestimmten Stoffen haben und dann noch Junge bekommen, kann es also leicht vorkommen, dass diese Jungfische Verkrüppelungen aufweisen.

Aber deshalb sollte man diese "behinderten" Fische nicht entsorgen (das machen wir beim Menschen ja auch nicht). Wenn möglich separieren, damit die Weibchen nicht wieder schwanger werden und es nachher im AQ langsam wie in einem "Gruselkabinet" ausschaut! 8)

Grüsse
Patrizia
tizl ist offline  
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