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Alt 22.12.2002, 13:29   #1
chrisi055
 
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Standard Süsswasserrochen

Ich kam in eine Zoohandlung und sah voller Freude in einem 240l Becken 3 Süsswasserrochen.

Was muss ich beachten, wenn ich mir solche Rochen kaufen möchte? Muss ich da jeden Tag Wasserwerte messen? Ist die Haltung sehr schwierig?

Danke im Voraus!


mfg Chrisi
chrisi055 ist offline  
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Alt 22.12.2002, 13:36   #2
Majo
 
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Hi Chrissi,

ja, die Grundfläche sollte ungefähr 100 x 150 cm haben, da so ein Rochen einen Durchmesser von 40cm und größer bekommen kann.
Gruß,

Marion
Majo ist offline  
Alt 22.12.2002, 13:57   #3
Ralf Rombach
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Hi,

http://www.potamotrygon.de
 
Alt 22.12.2002, 13:58   #4
Ralf Rombach
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Nachtrag,

aufgrund der jeweiligen Endgröße ist die Haltung von Süßwasserrochen in "normalen" Aquarien abzulehnen. Sie verstößt meines Erachtens gegen die Bedingungen des TierSchG.
 
Alt 22.12.2002, 15:00   #5
Christian E.
 
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hi majo!
100x150 ist selbst mittelfristig eindeutig zu klein!
die meisten rochen können, entgegen den meisten literaturangaben(z.b. mergus), um die 80cm (oder darüber) durchmesser erreichen!

mfg

soad
Christian E. ist offline  
Alt 22.12.2002, 16:11   #6
Daniela Lorck
 
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Hi

Kann Christian und Ralf nur zustimmen.

Wenns nach mir ginge, fielen diese Fische unter strengen Artenschutz, die sind nichts für den normalen Aquarianer. Und schon gar nicht gehören sie in den Handel.

Wenn ich könnte würde ich mir auch sofort ein Paar zulegen, aber wo bitte sollte ich ein 8000-10000l Aquarium hinstellen. Und das brauchen die IMO mindestes um sie einigermaßen artgerecht zu halten.

Außerdem sind sie wahre Spezialisten, die stellen ziemliche Ansprüche an Wasserwerte, -hygiene, Futter, Einrichtung und Technik.

Beste Grüße

Dany :-kiss
Daniela Lorck ist offline  
Alt 22.12.2002, 16:25   #7
Ralf Rombach
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Hi Dany,

also, so empfindlich sind sie gegen das Wasser auch wieder nicht.

Im Krefelder Zoo schwimmen im Regenwaldhaus welche in der Anlage, das Muttertier ist etwa 80 cm groß, die Jungfische kleiner.

Die Anlage hat eigentlich keinen richtig gut arbeitenden Filter und jetzt halt Dich fest, das Wasser wird über Teilentsalzer auf Natriumchloridbasis "manipuliert".

Ich denke, der wirklich wichtige Aspekt, warum diese Tiere nur noch gegen Nachweis entsprechender Hälterungsbedingungen abgegeben werden dürften, ist die Endgröße.
 
Alt 22.12.2002, 16:36   #8
Daniela Lorck
 
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Hi Ralf

Manno jetzt verrate das doch nicht :P

Na ich denke weitere Faktoren dürften Verletzungen durch Heizstäbe, einseitige Ernährung und Stress (Platzmangel, fehlende Sandflächen zum einbuddeln, ect) sein.

Irgendwie hab ich das Gefühl, das Rochen seit der letzten Diskusaustellung zum Modefisch 2002/2003 gekürt wurde :-?.

Beste Grüße

Dany :-kiss
Daniela Lorck ist offline  
Alt 23.12.2002, 00:28   #9
Andreas Ochs
 
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Standard

Hallo,
muß mich doch auch mal wieder melden, wenn mein Lieblingsthema dran ist

Zitat:
Muss ich da jeden Tag Wasserwerte messen? Ist die Haltung sehr schwierig?
Wasserwerte messen muß man nicht, wenn was nicht stimmt sieht man das als geübter Pfleger den Tieren sofort an, noch bevor irgendein Test etwas negatives anzeigt.

Als ungeübtem Pfleger gehen einem die Rochen dann unter Umständen nach 2 Tagen ein, wenn man`s nicht rechtzeitig gemerkt hat.

Ich reinige jeden Tag den Vorfilter, sauge Kot und Futterreste aus dem Becken und habe einen Stetszulauf installiert mit dem ca. 7% des Beckeninhalts täglich an Frischwasser nachlaufen.

Trotzdem ist ein sehr leistungsfähiger Biofilter notwendig, für 1400 Liter Wasservolumen ist bei mir ein Biofilter mit 11 Litern Siporax und HMF von insgesamt 100x100x10 cm installiert.

Zitat:
die Grundfläche sollte ungefähr 100 x 150 cm haben, da so ein Rochen einen Durchmesser von 40cm und größer bekommen kann.
Die Beckengröße ist von der Größe des Rochen abhängig. Da es Süßwasserrochen mit einer Endgröße von 30 cm - >150 cm Durchmesser gibt und einige Arten einen sehr langen Schwanz haben, kann man keine pauschalen Angaben machen.
Als absolutes Minimum sollte das Becken den 5-fachen Scheibendurchmesser als Länge und den doppelten Scheibendurchmesser als Breite haben, dazu den einfachen Scheibendurchmesser als Höhe.
In dieser Beckengröße haben sich Rochen bereits vermehrt, wohl fühlen sie sich darin allerdings nicht!
Für langfristige Haltung nicht empfehlenswert!

Ideal sind die doppelten Maße (10-fache Länge, drei bis vierfache Breite und doppelte Höhe).

Dabei immer bedenken, dass richtig gepflegte Rochen sehr schnell wachsen, motoro und leopoldi erreichen bereits mit 1 1/2 Jahren Duchmesser von 30 cm und haben nach wenigen Jahren 50 cm Durchmesser. Daher von Anfang an in möglichst großen Becken pflegen.

Nur wenige Aquarianer können den größeren Arten ausreichend Platz bieten, daher sollte man sich, wenn es denn wirklich Rochen sein müssen, auf die kleineren Arten beschränken. Da reichen Handelsübliche Becken von 2,50 bis 3,00 m Länge auch für ausgewachsenen Tiere.

Zitat:
Wenns nach mir ginge, fielen diese Fische unter strengen Artenschutz, die sind nichts für den normalen Aquarianer. Und schon gar nicht gehören sie in den Handel.
Jedes Ding hat zwei Seiten. Geschützt werden nur Arten, die im Bestand bedroht sind. Da Süßwasserrochen keine wichtigen Fische zur Ernährung der Bevölkerung in Südamerika sind, hat man sie bisher nur wenig erforscht und daher ist über ihre Verbreitung und Gefährdung erschreckend wenig bekannt. Daher ist auch nicht bekannt ob sie im Bestand bedroht sind und geschützt werden müssen. Es gibt in Brasilien nur wenige Wissenschaftler, die sich mit Süßwasserrochen beschäftigen und ein Teil der Gelder für die Forschung kommt von Exporteuren, die per Gesetz nur dann Rochen exportieren dürfen, wenn sie diese Forschung unterstützen.
Dabei versucht man möglichst nur die Arten, die bereits besser erforscht und nachweislich nicht im Bestand gefährdet sind zu exportieren. (motoro und histrix)
Das hindert allerdings andere Exporteure nicht daran auch Arten illegal zu exportieren, die noch nicht ausreichend erforscht sind um den Handel offiziell zu erlauben. (dazu gehören die schwarzen Rochen leopoldi und henlei, die ein relativ eng begrenztes Verbreitungsgebiet haben)

Für die Einheimischen ist nur ein toter Rochen ein guter Rochen, da jedes Jahr tausende von Verletzungen durch Rochenstiche verursacht werden. Es ist nicht einfach den Leuten beizubringen, dass ein lebender Rochen einen Wert hat. (Das ist so ähnlich, wie bei uns hier lange Zeit alle Schlangen getötet wurden)
Daher ist der Lebendfang für die Aquaristik vielleicht ein Mittel um zu zeigen, dass man den nächsten gefangenen Rochen besser lebend zurück in den Fluß wirft, anstatt ihn zu töten und zurück zu werfen.

Um es mal sarkastisch auszudrücken:
Wenn ein Rochen dort getötet wird und als Piranha-Futter endet war der Tod umsonst, wenn er exportiert wurde und im Aquarium stirbt hat er zumindest Geld ins Land gebracht, das auch für die Erforschung seiner Artgenossen genutzt wird.

Auch wenn es wohl an Ausbeutung grenzt, wie die Fänger behandelt werden, von irgendetwas müssen sie leben und die Alternativen zum Fang lebender Fische für den Export würde wahrscheinlich dem Regenwald wesentlich mehr Schaden anrichten.

In einigen Dörfern dort würde das gesamte Sozialsystem zusammenbrechen wenn es z.B. in Asien gelänge zu konkurrenzfähigen Preisen rote Neons zu züchten und daher keine Wildfänge mehr aus Brasilien benötigt würden.

Zitat:
Krefeld...Die Anlage hat eigentlich keinen richtig gut arbeitenden Filter und jetzt halt Dich fest, das Wasser wird über Teilentsalzer auf Natriumchloridbasis "manipuliert".
Sanfilter haben sie dort, aber viel Wasser für wenig Rochen, daher geht es gut. Waren übrigens zur Verhinderung weiteren Nachwuchses getrennt, als ich im Sommer dort war, geht ihnen also sichtlich gut wenn sie sich so ungehemmt vermehrt hatten.
Salz in geringer Menge wirkt sogar positiv auf Süßwasserrochen.

Zitat:
Irgendwie hab ich das Gefühl, das Rochen seit der letzten Diskusaustellung zum Modefisch 2002/2003
hab ich da was verpasst? Ich boykottiere diese Ausstellung, seit ich einmal dort war.

Meine schlimmste Befürchtung ist, dass es in ca. 15 Jahren ein Rochenchampionat geben wird mit den schlimmsten Zuchtformen.....
In Malaysia beginnt bereits eine Krokodilfarm mit der Massenzucht von Süßwasserrochen, da wird es nicht lange dauern bis die ersten Mutanten geboren werden..... :cry:
Andreas Ochs ist offline  
Alt 23.12.2002, 12:22   #10
Daniela Lorck
 
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Standard

Hi Andreas

Also noch ein Süßwasserrochen-Liebhaber :P

Sollte es bei mir irgendwann klappen, weiß ich an wen ich mich wenden kann.

Trotzdem finde ich nach wie vor, daß Rochen in den normalen Handel gehören. Dafür habe ich bereits zu oft halb verhungerte und verletzte Tiere in den Schauaquarien verschiedenster Händler sehen müssen.


In Duisburg war übrigens wohl dieses Jahr eine riesen Anlage mit zig dieser Fische. Sollte wohl der besondere Gag sein. Ich selbst war auch nicht da, kenn es also nur aus Erzählungen. Steh halt nicht so auf Grabvasen.

Schau mal ins Biete-Forum, da wird ein Paar angeboten.

Beste Grüße

Dany :-kiss
Daniela Lorck ist offline  
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