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Alt 23.12.2002, 17:02   #11
HPKrug
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Hallo Thomas und @ll!

Zitat:
Zitat von Thomas P.
Aber HP, warum Dich das zunehmend nervt, kann ich nicht nachvollziehen. M.W. hast Du Dich in letzter Zeit nicht in eine Diskussion diesbezüglich eingebracht.
Mich kann auch etwas nerven, wenn ich es nur mehrfach lese, ohne mich persönlich einzubringen!
Habe gar nicht die Zeit (und die Lust), mich in jede Diskussion einzuschalten.
Und ich glaube hier in letzter Zeit einen Grundtenor (Dogma?) in Bezug auf Mollys und benötigte Salzzugaben erkannt zu haben, und dies finde ich schlicht falsch.

Daß Salz eine vorbeugende (bzw. oftmals heilende) Wirkung in Bezug auf viele Krankheitserreger (Ektoparasiten) hat, ist ja unbestritten, aber andererseits ist hier im Forum prophylaktische Medikation verpönt, und bei Mollys und Salz wird permanent dazu geraten? Für mich nicht nachvollziehbar.
Und, Hand auf's Herz, Mollys findet man wohl zu 99 % in Gesellschaftsbecken und Salzzugaben dürften vielen anderen Fischen nicht gerade zuträglich sein. Da sehe ich die Gefahr.

Das Argument, daß viele Händler ihre Mollys mit Salzzugaben bedenken, zieht IMHO auch nur sehr bedingt.
Von meinen Händlern hier in der Nähe weiß ich mit Gewißheit, daß sie sich die Arbeit des Aufsalzens ganz sicher nicht machen, also warum sollte ich als Kunde dann damit beginnen?

Zitat:
>>BTW, mein Vater hält (und züchtet) Silbermollys bei GH 8, KH 6 und pH 7,5. Keine Salzzugaben, und Kondition sowie Reproduktionsrate ist enorm <<

HP, hier bringe ich gern den Gedanken von Notfortpflanzung zur Erhaltung der Art aufgrund ungünstiger Lebensbedingungen. Kann man drüber diskutieren. :wink:
Ja, diese These vertrete ich auch nach wie vor (kann man natürlich nicht pauschalieren, denn selbstverständlich vermehren sich Zierfische _auch_ unter günstigsten Bedingungen), aber im konkreten Fall ist eben auch die Kondition der Fische hervorragend. Kämen sie mit den Hälterungsbedingungen nicht zurecht, wären Krankheiten wohl an der Tagesordnung, was eben nicht der Fall ist. Und dies seit vielen Jahren ganz ohne ein einziges Gramm Salz ;-).

Ich schenke da Harro Hieronimus mehr Glauben (sorry), wenn er sagt, "Salzzugaben braucht keine Molly-Art" ;-).

Gruß, HP
 
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Alt 23.12.2002, 17:09   #12
HPKrug
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Thomas,

Zitat:
Zitat von Thomas P.
Wildfänge (wo in der breiten Masse anzutreffen?) sollen ihr Ursprungssüsswasser bekommen.

Handelsware (Salznachzuchten) benötigen Salz und härteres Wasser, damit die Schwächekrankheiten außen vor bleiben.
hm, Wildfänge benötigen zwar kein Salz, aber "die" Händler beginnen bei NZ dann mit Salzzugaben? Warum??

Zitat:
Wieviele Threads gab es denn schon von Molly - Problemen in Weichwasser!?! Molly - Probleme in Hartwasser war m.W. noch nicht ein Thread!
Da setzte aber Hartwasser mit aufgesalzenem Wasser gleich. Würde ich nicht tun ;-).

Gruß, HP
 
Alt 23.12.2002, 17:26   #13
Thomas P.
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Hallo HP!

Vielleicht könnte sich Tobias noch in diese Diskussion einbringen.

Als Zwischenergebnis wollen wir vorerst festhalten:

P. sphenops und Verwandte in Hartwasser = weniger Probleme
 
Alt 23.12.2002, 20:28   #14
Ralf Rombach
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Hallo Hans-Peter,

> Und ich glaube hier in letzter Zeit einen Grundtenor (Dogma?) in
> Bezug auf Mollys und benötigte Salzzugaben erkannt zu haben,
> und dies finde ich schlicht falsch.

Nene, es geht hier nicht um ein Dogma, Dogmatiker bin ich nicht.


> Daß Salz eine vorbeugende (bzw. oftmals heilende) Wirkung in
> Bezug auf viele Krankheitserreger (Ektoparasiten) hat, ist ja
> unbestritten, aber andererseits ist hier im Forum prophylaktische
> Medikation verpönt, und bei Mollys und Salz wird permanent
> dazu geraten? Für mich nicht nachvollziehbar.

Das sind zwei Paar Schuhe. Leider werden zu mehr als 98 % Lebendgebärende aus Kostengründen im Handel angeboten, die sagen wir vorsichtig vorgeschädigt sind (s. auch Thread Antibiotikaverseucht). Um diesen Fakt kommen wir einfach nicht herum ohne qualitative gute Nachzuchten. Fakt ist auch dass die Arten aus der Poecilia sphenops/latipinna Verwandtschaft in Südoastasien meist in Brackwasser aufgezogen werden, hinzu kommt qualitativ unzureichendes Futter (zu wenig Algennahrung) und die Medigaben diverser Art.

Diese Tiere kommen dann bein uns in reines Süßwasser und sind von vorneherein hinfällig.
 
Alt 24.12.2002, 08:18   #15
HPKrug
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Hallo Thomas!

Zitat:
Zitat von Thomas P.
Als Zwischenergebnis wollen wir vorerst festhalten:

P. sphenops und Verwandte in Hartwasser = weniger Probleme
Ja, dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

Gruß, HP
 
Alt 24.12.2002, 08:26   #16
HPKrug
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Hallo Ralf!

Zitat:
Zitat von Ralf Rombach
Das sind zwei Paar Schuhe. Leider werden zu mehr als 98 % Lebendgebärende aus Kostengründen im Handel angeboten, die sagen wir vorsichtig vorgeschädigt sind (s. auch Thread Antibiotikaverseucht). Um diesen Fakt kommen wir einfach nicht herum ohne qualitative gute Nachzuchten.
Da bringe ich wieder meinen alten Herrn mit ein. Der zieht die Silbermollys in reinem Süßwasser nach, und gibt die semiadulten NZ an Privatpersonen und den Handel ab. Die Abnehmer müssen in diesem Falle aber ganz bestimmt nicht damit beginnen, den Silbermollys aufgesalzenes Wasser zu bieten.
Ich kaufe schon seit langer Zeit (speziell Lebendgebärende) nicht mehr im Handel, sondern nur noch von Privat.
Daß Fische aus dem Handel (je nach Bezugsquelle) oftmals immens vorgeschädigt sind, ist mir schon bewußt, Ralf.

Zitat:
Fakt ist auch dass die Arten aus der Poecilia sphenops/latipinna Verwandtschaft in Südoastasien meist in Brackwasser aufgezogen werden, hinzu kommt qualitativ unzureichendes Futter (zu wenig Algennahrung) und die Medigaben diverser Art.

Diese Tiere kommen dann bein uns in reines Süßwasser und sind von vorneherein hinfällig.
Ok, unter diesen Voraussetzungen würde ich Salzzugaben auch befürworten, keine Frage. Aber natürlich immer unter Berücksichtigung des restlichen Besatzes.

Gruß, HP
 
Alt 28.12.2002, 15:55   #17
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hallo,

um sich selber eine solche frage zu beantworten, sollte man sich überlegen, wo die natürlichen habitate einer, in gefangenschaft leicht zu kreuzender und nachzuziehender, fischart wohl am ehesten beschrieben werden.
man kommt, wenn man denn will, schnell auf die idee, sich die ganz alten schriften zu gemüte zu führen, die aus einer zeit stammen, zu der es noch nötig war, wildfänge zu importieren.
die tiere aus dieser zeit waren noch "reinblütig", der ursprung nachvollziebar.

nach rachow (1928) unterschieden sich die poecilia (mollienisia) sphenops in form und größe je nachdem, ob sie aus brackigem oder süßwasser stammten.
die brackwasservertreter waren durchweg größer, die färbung war nicht übereinstimmend.
als verbreitungsgebiet ist angegeben:
von sinaloa und mexiko bis nach panama, kolumbien, venezuela und den leeward-inseln; in allen binnengewässern, aber auch in der see, besonders häufig in der brackwasserregion der flüsse und in den kleineren natürlichen und künstlichen wasserläufe entlang der küste oft in riesigen schwärmen auftretend.

die in gefangenschaft geborenen tiere stehen den importen meist in färbung und länge weit zurück.

was man sich durch logisches denken daraus zusammenstrickt, soll jedem selbst überlassen sein.

ich, für meinen teil, halte meine "mollies" in brackwasser.
sie sollten sich in süßwasser dennoch wohlfühlen, man bedenke jedoch, dass man viele probleme vermeiden kann, wenn man "wanderer" in gefangenschaft durch leicht brackiges wasser vor den gängigsten ektoparasiten schützen kann, die durch den beengten raum mit leichtigkeit ein opfer finden.
solange keine probleme auftauchen, sollte süßwasser ok sein.
wenn probleme auftauchen, wird sich kein mollie über die salzzugabe beschweren.
anzumerken ist noch, dass sich "wanderer", zumal die kurzlebigen mit schnellem generationswechsel, bestimmt besser an die gegeben bedingungen anpassen können, als statische fische.

wenn es mir in zukunft möglich ist, werde ich einen versuch dazu starten.
 
 

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