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Alt 01.01.2003, 13:06   #1
Nopfi
 
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Standard Schon wieder Sand- und Filterfragen

Hallo und ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch!

Ich will ja eigentlich nicht nerven, aber ...

... ich habe auch mal ein paar Fragen in Sachen Sand und Filter!

Ich habe vor, mir ein neues 60-l-Aquarium mit Sand als Bodengrund einzurichten. Nun habe ich hier im Forum bereits einiges gelesen und dabei erfahren, daß die Sandkörner nicht zu klein sein dürfen (irgendwo war mal von der Idealgröße 1 mm die Rede) und auch möglichst gleich groß sein müssen, damit noch Bakterien dazwischenpassen und sich der Bodengrund nicht verhärtet.

Ich habe aber auch immer wieder gelesen, daß einige von Euch wesentlich feinkörnigeren Sand als 1 mm haben und trotzdem gut zurechtkommen.

Nun zu meinen Fragen:

1)
Wenn man Sand kauft, ist die Körnung des Sandes in der Tüte offenbar nicht unbedingt identisch und er sollte gesiebt werden, so daß nur noch die gewünschte Körnung übrigbleibt.

Wie soll das praktisch gehen? Gibt es Spezialsiebe, die eine bestimmte Durchlaßgröße (z.B. 1 mm) haben und alles, was kleiner ist durchlassen?
Oder geht das mit einem normalen Haushaltssieb? Welche Körnung läßt das durch?

2)
Wenn die Körnung des Sandes bei einigen von Euch so klein ist, daß keine Bakterien mehr im Bodengrund leben können: Sorgt Ihr auf andere Art und Weise für eine biologische Filterung? Wenn ja, wie?

So wie ich es verstanden habe, ist ein Außen-(Topf-)filter ja anscheinend nur bedingt als biologischer Filter geeignet.

Ich habe das zusätzliche Problem, daß ich einen Eheim-Thermo-Filter habe. Mir wurde mal gesagt, daß sich Bakterien darin sowieso schlecht halten können, weil sie sehr temperaturempfindlich sind. Stimmt das?

Außerdem ist ja die Strömung im Filter anscheinend ein Problem, weil sich Bakterien nicht halten können!?

3)
Was ich bisher noch nicht so richtig verstanden habe: Mischt man dem Sand nun eigentlich Dünger bei oder nicht?

4)
Ich habe auch schon viel über den Mattenfilter gelesen, möchte ihn aber eigentlich - gerade weil das Becken, daß ich mir anschaffen möchte - ohnehin schon so klein ist, nicht einbauen.
In den Beschreibungen zu dieser Filtermethode stand, daß man die Filtermatte praktisch nie auswaschen soll bzw. dies auch gar nicht darf, um die Bakterien nicht zu zerstören.

Gilt dasselbe auch für die Schaumstofffilter, die sich in Filtertöpfen befinden? Ich habe die in der Vergangenheit immer fleißig ausgewaschen - das war vermutlich ein Fehler!?

5)
Ich habe hier gelesen, daß man nicht WW und Filterreinigung direkt hintereinander machen soll, um nicht zu viele Bakterien gleichzeitig zu vernichten. Andererseits schreibt Ihr, daß im freien Wasser nur ganz wenige Bakterien vorhanden sind.
Dann spricht doch eigentlich nichts gegen einen gleichzeitigen Wasser- und Filterwechsel - oder???

In diesem Zusammenhang noch eine andere Frage: Ihr schreibt, daß zum Auswaschen des Filtermaterials Aquarienwasser verwendet werden sollte - wegen der Bakterien und der Temperatur. Das ergibt doch dann aber eigentlich nur dann Sinn, wenn ich beides gleichzeitig mache!?

6)
Ich habe in der Vergangenheit meinen (sehr groben Kies-)bodengrund ca. alle 3 - 4 Wochen (immer Teilstücke) vom Mulm befreit. Das war ja offenbar auch nicht die glücklichste Entscheidung!?

Bitte entschuldigt diese vielen dummen Fragen! :-?
Aber ich möchte bei der Einrichtung des neuen Beckens (und der späteren Neueinrichtung meines derzeitigen Beckens - 160 l) diesmal alles richtig machen. Und auf die o.g. Fragen habe ich auch trotz intensiver Suche keine Antwort gefunden.

Vielen herzlichen Dank!
Tanja
Nopfi ist offline  
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Alt 01.01.2003, 18:09   #2
Nopfi
 
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Hallo Olaf!

Erstmal vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort!

Jetzt komme ich doch in´s Grübeln, ob ich es mit einem Mattenfilter probieren sollte. Ich könnte das neue Becken ja etwas größer wählen als ursprünglich geplant – mal sehen.

Vorher habe ich aber doch noch ein paar Fragen: :-?

- Reicht der Mattenfilter als alleiniger Filter? Oder braucht man trotzdem noch einen zusätzlichen Innen- oder (aus Platzgründen) einen Topffilter (z.B. für groben Schmutz)?

- Auf Deiner Homepage ist zu lesen, daß der Mattenfilter ca. 2 cm Abstand zur Seitenscheibe haben soll. Wie man diesen Abstand unten gewährleistet, ist mir ja noch einigermaßen klar: Durch ein Distanzteil.
Aber wie bekommt man den Abstand oben hin?

- Leider bin ich technisch nicht besonders versiert. Was ich überhaupt nicht kapiert habe, ist die Sache mit der Dimensionierung des Filters, der Durchflußgeschwindigkeit und der Pumpenstärke.
Kannst Du das vielleicht nochmal „für Doofe“ erklären? Oder gibt es etwas in der Art evtl. schon anderswo?
Du schreibst auf Deiner Homepage immer was von „Anströmung: Soundsoviel cm/Minute“. Worauf bezieht sich die cm.-Angabe? Auf das Wasser? Dann müßte es doch aber Kubik-Zentimeter heißen!?

- Wo bekommt man die erforderlichen Filtermatten. Empfiehlst Du eine bestimmte?

- Wenn man nun einen Mattenfilter und Sand als Bodengrund hat: Sollte man dann sich auf dem Bodengrund bildenden Mulm absaugen oder nicht (ich meine jetzt nicht im Filter – der soll ja wohl auf jeden Fall da bleiben wo er ist)?

Nochmal zu der Sache mit dem Sand:
Du schreibst, daß du ihn mit Wasserschlauch und Düse (ohne Sieb) auswäschst. Wo tust Du ihn dabei rein? Fliegt der nicht durch den Wasserdruck wie wild durch die Gegend? Bleibt da noch was im Behälter? Und wie kann sich in einem Behälter etwas rausspülen?
(´Tschuldige bitte die blöde Frage, aber ich kann mir das in der Praxis irgendwie nicht so richtig vorstellen.)

Vielen Dank und viele Grüße,
Tanja
Nopfi ist offline  
Alt 02.01.2003, 00:59   #3
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Hi Nopfli!

Dass du einen Thermofilter hast, tut in Sachen nitrifizierenden Bakkis nichts Negatives zur Filterung!
Die Heizspirale deines Thermo liegt oben am Filterauslauf, hinter dem "letzten" Filtergang vor dem Einlauf ins Becken.
Außerdem eignet sich auch dieser Filter als Pumpe für einen HMF (mein Eheim 2317 betreibt einen HMF-Eckfilter für ein 300 l AQ).
Die Vorbehalte gegenüber Thermofiltern entspringen i. d. R. nicht praktischen Erfahrungen, sondern einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber dieser Heizlösung allgemein.
Ich hatte sie ursprünglich gewählt, da ich bei meinen Welsen keinesfalls das Risiko von Verletzungen durch Verstecken hinter dem Regelheizer eingehen wollte. Ich bin mit Thermofiltern auch bei meinen Zuchtbecken jahrelang gut gefahren - ein Ersatzstabheizer sollte jedoch für Filterausfälle im Hause sein - auch, wenn man mit Stabheizern heizt, da diese ebenfalls am liebsten an Wochenenden / Feiertagen den "Geist aufgeben"! Diesbezüglich sind letztere sehr viel anfälliger (bei Wasserwechseln, wenn man das Abschalten vergisst) als die Heizspirale in einem Thermofilter!

Liebe Grüße
Amazon
Amazon ist offline  
Alt 02.01.2003, 09:00   #4
Nopfi
 
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Hallo Olaf, hallo Amazon!

An Olaf:
Danke - ich glaube, jetzt hab´ ich´s kapiert! Das mit den Mattenbezugsquellen auf Deiner Homepage habe ich total übersehen - sorry!
Sag´ mal: Was bedeutet es eigentlich, wenn bei Berechnungen auf Deiner Homepage "NaN" angezeigt wird? Habe mich mal - auch zum besseren Verständnis - an einigen Berechnungen bezüglich des Mattenfilters versucht und bekam gelegentlich dieses Ergebnis.

An Amazon:
Das mit der Kombination Thermofilter und Mattenfilter hört sich gut an. Da ich - wie Du wahrscheinlich mitbekommen hast - eine technische Niete bin :
Wie funktioniert das mit dem Ansaugen hinter dem Mattenfilter? Das Wasser darf ja dann wohl nicht unten angesaugt werden, weil sonst der ganze Mulm weggesaugt wird!? :-?

Und wie ist Dein Wasserausgang angelegt?

Kannst Du mir das mal näher erklären? Würde mich sehr interessieren!

Vielen Dank Euch beiden!

Herzliche Grüße,
Tanja
Nopfi ist offline  
Alt 02.01.2003, 10:17   #5
Nopfi
 
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Hallo Olaf!

Ja klar - hätte ich auch selbst drauf kommen können! (Zumal ich auch ein Bildbearbeitungsprogramm habe, bei dem ich auch immer wieder darauf reinfalle)

Dank´ Dir nochmal ganz herzlich!

Tanja
Nopfi ist offline  
Alt 02.01.2003, 17:01   #6
Amazon
 
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Hi Tanja,

das Ansaugkörbchen des Außenfilters liegt auch bei normalem Betrieb etwa 5 bis 10 cm über dem Bodengrund des AQs. Die Führung fürs Ansaugen erfolgt konventionell (wie in der Gebrauchsanleitung des Filters beschrieben). Beim HFM ist hinter der Matte normalerweise kein Bodengrund. Für mein Becken habe ich das Rohr so zugeschnitten, dass der Filterkorb ca. 20 cm über der Bodenscheibe liegt. Sofern du noch kein Becken hast, frag mal bei deinem Händler nach, ob er dir die Seitenhalterungen für die Matte einkleben kann. Bei meinem AQ wurde das ohne Aufpreis erledigt.
Den Auslauf kannst du nach Wunsch planen, wobei es notwendig ist, die Matte (die ja über dem Wasserspiegel endet) zu überbrücken ohne sie niederzudrücken. Der Auslauf kann somit sowohl oberhalb der Matte als auch durch die Matte (einfacher Einschnitt, wie bei Olaf hervorragend beschrieben) geführt werden, wobei die erste Lösung für die gelegentlich notwendige Pflege und Ersatzmaßnahmen an Schläuchen und Rohren sinnvoller ist. Das ist wohl mit einer der praktischen Hauptnachteile, wenn ein Außenfilter zum Betreiben eines HMF verwendet wird.
Je nach deiner Planung benötigst du entsprechende Rohrstücke (mit kleiner Metallsäge kannst du diese entsprechend zuschneiden - sofern nötig), Schlauchstücke, und evtl. entsprechendes Auslaufrohr. Die Universaldüse passt oft nicht so gut, da sie meist noch mit einer oder mehreren der Düsen ins HMF-Filterbecken spritzt. Ein über diese Düsen gezogenes Schlauchstück dichtet diese Düsen dann ab. Welchen Auslauf du wählst, musst du somit selbst entscheiden. Ich verwende ein passend geschnittenes Auslaufstück eines "Breitstrahlrohrs". Idealerweise sollte sich die Wasseroberfläche kreisend bewegen, es sollten keine Luftbläschen ins Wasser gerissen werden (mit dem Düsenstab nicht soo gut machbar). Hierzu gibts garantiert noch Threads im Forum.
Den Filter musst du übrigens nicht drosseln, da der anfänglich hohe Durchfluss nach wenigen Wochen stark nachlässt.
Sollte dein Thermofilter einmal ausfallen, kannst du den HMF mit einer Ersatzpumpe betreiben und dort wo das Filtereinlaufrohr wäre, einen Heizstab anbringen. Bei dieser Lösung sind Welse vor "Ansengen" beim Ruhen am Heizstab weiterhin geschützt, Jungfische und Lebenfutter können nicht angesaugt werden.

Liebe Grüße
Amazon
Amazon ist offline  
Alt 02.01.2003, 22:39   #7
Nopfi
 
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Hallo Amazon, hallo Olaf!

Ihr habt mir echt geholfen! :-kiss Jetzt kann ich mir die ganze Sache schon ganz gut vorstellen!

Demnächst werde ich dann also mal ein paar Läden aufsuchen und versuchen, alles zu bekommen, was ich brauche. Ich bin jetzt schon voller Tatendrang! :P

Ich hoffe nicht, daß beim "Praxistest" dann auf einmal doch ´noch Fragen auftauchen. Wenn doch, werde ich mich nochmal vertrauensvoll hier im Forum melden!

Danke!

Viele Grüße,
Tanja
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