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Alt 07.01.2003, 16:04   #1
lusitano
 
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Standard Sand oder nicht Sand, das ist hier die Frage...

Óla, wie die Portugiesen sagen,
ich möchte ein 60er Becken einrichten mit Bodenheizung. Habe zwei Aussagen, nämlich 1. kein Problem mit Sand und 2. nicht mit Sand, weil sonst Hitzestau entsteht. :-? Darf ich nun oder besser doch einen anderen Bodengrund?
Vielen Dank schonmal für die Antworten
Stephan
lusitano ist offline  
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Alt 07.01.2003, 17:51   #2
Martin Krüger
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Hallo Stephan,

Geh das Problem von der technischen Seite an.
Ein Kiesboden, der einen grösseren Korndurchmesser hat, kann von Wasser besser durchströmt werden.

Nun ist Sand aber Feinkörniger, man erlangt also eine nicht so grosse Durchströmung im Boden.
Das hat zur Folge, das die Heizdrähte zwar warm werden, aber diese Wärme soll vom Wasser weiter transportiert werden.
Für mich bedeutet das in dem Fall, bei Sand, keine Bodenheizung.

Aus meiner bescheidenen Erfahrung habe ich aber auch bei Kiesböden, keine sonderlich grossen Unterschiede ausmachen können.
Ich habe den Bodenheizer mal probehalber für 6 Monate ausgeschaltet, da hat sich am Wachtstum der Pflanzen nichts geändert.

Ich würde solche Geräte heute nicht mehr kaufen.
 
Alt 07.01.2003, 18:53   #3
Christian K.
 
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Hallo,

warum willst du überhaupt ne Bodenheizung haben, finde ich eh schwachsinnig.

Gruß christian
Christian K. ist offline  
Alt 07.01.2003, 20:57   #4
Daniela Lorck
 
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Hi Stephan

Andere Frage, was für einen Besatz hast Du Dir für das Aquarium gedacht? Für Panzerwelse (wegen möglicher Bartelschäden) und andere gründelnen Fische sollte es nämlich Sandboden sein oder wenigstens sehr feiner abgerundeter Kies.

Bei Sand kann ich Dir dann auch nur von einer Bodenheizung abraten, da es hier unter Umständen dann zu der schon genannten Wärmestauung kommen kann.

Beste Grüße

Dany :-kiss
Daniela Lorck ist offline  
Alt 08.01.2003, 10:45   #5
lusitano
 
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Danke für die Antworten,
ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, daß eine Bodenheizung sehr gut für das Pflanzenwachstum ist, deshalb die Bodenheizung. Es scheint aber auch ohne zu gehen (wenn ich Eure Antworten lese). Dann probiere ich es ohne Bodenheizung und mit Sand (will Bodenfische einsetzen), schade um das rausgeschmissene Geld (hätte vielleicht vorher mal fragen sollen :evil: !!!!)
Danke
Stephan
lusitano ist offline  
Alt 08.01.2003, 11:48   #6
Dirk O.
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Hallo Stephan,

tatsächlich wird eine Bodenheizung in der Regel das Pflanzenwachstum wohl kaum stark beeinflussen.

Warum Dir aber jetzt dieses Ding (das Du ja schließlich schonmal hast...) so um die Ohren hauen?

Keiner von den bisher antwortenden hat bisher Temperaturmessungen im Sandboden bei Verwendung von Heizkabeln gemacht, aber alle wissen was zu diesem Thema...
merkwürdig. Und bevor jetzt jemand fragt: Ja, ich habe gemessen. Und zwar in einem 12cm hohen, feinen Sandboden indem ich 1 ganzes Jahr lang ein Heizkabel betrieb. Dieses Heizkable betrieb ich vorsichtshalber temperaturgeregelt. Testweise auch mal ungeregelt.

Tatsächlich betrifft die Gefahr des Überhitzens in erster Linie Bakterienkulturen im Bodengrund. Die Hitzeentwicklung hängt aber eben unter anderem maßgeblich von der relativen Heizleistung (W/m), und dem Verlegeabstand der einzelnen Kabelwindungen ab! Außerdem spielt die Bodengrundhöhe eine Rolle. Der Faktor körnung geht mit kleiner werdender Körnung assymptodisch gegen Null Editdamit meine ich: die "Verschlechterung" des Wärmeaustausches geht bei kleiner werdenden Körnungen bei sehr kleinen Körngrößen assymtodisch gegen einen rel. ungünstigen Wert. So nach dem Motto "schlechter kanns nicht werden :lol: ). Spielen bei sehr großen Korndurchmessern des Kieses Konvektionsströme noch eine Rolle, wird diese Konvektion bei kleiner werdenden Zwischenraumporen wegen des Prinzips der laminären Strömung und des zunehmenden Strömungswiderstandes, eine immer geringer werdende Rolle. Bei sehr feinem Sand wird die Wärme fast gänzlich über die Wärmeleitfähigkeit der beteiligten Stoffe (Sand/Wasser) abtransportiert und so gut wie nichts mehr über konvektion.:End of Edit
Soviel mal zur "Theorie".
So Stephan, jetzt könntest Du ans Experimentieren gehen, was aber den meisten zu anstrengend ist. Solltest Du Dich für ein solches Experiment (ohne Besatz!) entscheiden, dann achte darauf, daß das Heizkabel sicherheitshalber nicht direkt auf der Glasscheibe liegt, sondern eine Schicht Bodengrund zwischen Heizkabel und Glas zu liegen kommt. Bei meiner damaligen Installation hatte ich 4 cm feinen Kies um das Kabel, und dann noch einmal 8cm feinen Sand obendrauf (Schichten waren nach 1 Jahr immer noch getrennt- allerdings ohne TDS).
Stecke ein längeres Thermometer zwischen 2 Heizwindungen und messe nach Befüllung und Beheizung die Temperatur. Jetzt wüsstest Du richtig Bescheid.

Eine weitere Möglichkeit, ist der Einsatz eines Heizreglers. Ich verwendete damals einen Biotherm2000 und brachte den Temp.Fühler in der Biegung zwischen 2 Heizkabeln an.
Solch eine Aufwendige Konstruktion ist aber zugegebenermaßen nicht das, was man effizient und kostengünstig nennt.

Bei kaum durchströmten Becken kann aber eine solche Konstruktion das Becken gleichmäßiger erwärmen, als dies einfache Heizstäbe ohne zusätzliche Bodenheizung können. (Damit habe ich an einem äußerst schwach gefilterten/durchströmten,offenen 250l-Becken ziemliche Probleme).

So, jetzt hast Du ein paar mehr Infos.
Wenn Du doch nun schonmal das Heizkabel hast: Überlege Dir doch mal, ob Du nicht einen HMF verwenden willst, dann könntest Du diese Heizleistung evtl. im Winter und nach Wasserwechsel hinter der Matte ungeregelt einsetzen?


Gruß,
Dirk
 
Alt 08.01.2003, 12:27   #7
lusitano
 
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Hallo Dirk,

Wow, das war mal `ne Antwort. Vielen, vielen Dank. Ich denke, ich werde das mal so ausprobieren, wie Du es beschrieben hast (ohne Fischbesatz). Nur noch zwei kleine Fragen zu Deinem Text, ich bin noch nicht so der Crack, was ist TDS und HMF? Und wie kann ich die Heizleistung drosseln, ich habe mir so ein Heizkabel bestellt, das man einfach nur in die Steckdose stecken braucht. Gibt es da ein Gerät, das ich zwischen- bzw vorschalten kann?
In gespannter Erwartung Deiner Antwort...
Stephan :roll:
lusitano ist offline  
Alt 08.01.2003, 12:35   #8
Gabor
 
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Hallo Stephan,

TDS = Turmdeckelschnecken --> leben im Bodengrund und wühlen ihn durch
HMF = Hamburger Mattenfilter --> Suchfunktion

Gruß, Gabor
Gabor ist offline  
Alt 08.01.2003, 12:46   #9
Dirk O.
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Zitat:
In gespannter Erwartung Deiner Antwort...
wirklich schade, daß es sich um keine Stephanie handelt....


Hallo Stephan,

bevor Du das ausprobierst: Wie lang ist das Kabel und wie hoch ist seine Heizleistung? Wie hoch willst Du den Bodengrund schichten?
Letztlich: Wie groß ist die Bodenfläche des AQ?

Es gibt 220V, 12V und 24V Heizkabel. Für das 220V-Kabel brauchst Du kein zusätzliches Gerät vorzuschalten (sonst wäre da dann kein Netzstecker dran ). Bei den anderen Typen brauchst Du einen Transformator.


Gruß,
Dirk

PS:
Mir ist gerade eingefallen, daß man ein solches Heizkabel -weil Ohm´scher Verbraucher- notfalls gar mit einem Dimmer runterregeln könnte- wird dann aber langsam zur "Quadratur des Kreises".
(Ich hoffe Du hast nicht überlesen, daß das Pflanzenwachstum vermutlich nicht sonderlich viel besser sein wird?)
 
Alt 08.01.2003, 14:06   #10
lusitano
 
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Hallo Dirk,
ist ein 15W starkes und 3,5m langes Heizkabel. Höhe Bodengrund?
Keine Ahnung, wie hoch wäre am besten? Ja, habe schon gelesen, daß das Grünzeug dann nicht viel besser wächst (leider). Die Grundfläche des Aquariums beträgt 60x33 cm. Über Hamburger Filtermatte muß ich mich mal informieren. Muß mich überhaupt noch über sehr viel informieren. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto größer wird der Fragenkatalog.
Danke
Stephan
lusitano ist offline  
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