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Alt 09.01.2003, 21:34   #11
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Hallo Dennis,

Ich habe mich nur an Aussagen gehalten, in denen behauptet wird, die Fische würden nur in den Wasserwerten Leben, weil sie nicht in die Habitate einziehen können, in denen es den Fischen wirklich besser gefiele.

Dilemma, was machen wir jetzt?

Gruss
Martin
 
Alt 09.01.2003, 21:34   #12
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Hallo,

übrigens stammt Liposarcus multiradiatus aus dem Orinocogebiet und bernötigt von daher wohl kaum pH >8.

Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 09.01.2003, 21:46   #13
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Mahlzeit !

Zitat:
übrigens stammt Liposarcus multiradiatus aus dem Orinocogebiet und bernötigt von daher wohl kaum pH >8.
Auch im Orinoco-Gebiet (weiss nicht, ob der nur daher kommt)wird zur Regenzeit CaCo3 ausgeschwemmt ! was pH UND die Härte erhöht !

_____________________________________________

Ja mei, bin ich denn verkalkt ?
rumblefrog ist offline  
Alt 09.01.2003, 21:48   #14
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Hallo Martin,

die wichtigste Frage ist, wie lange lebt die Art schon in ihrem Habitat. Mit der Zeit passt sie sich auch an Umweltfaktoren an, die sekundärer Natur sind. Sprich, wenn sie auch nicht der eigentliche Grund für die Wahl des Biotops sind, sondern sogar eher störend wirken, passt sich die Art trozdem an sie an. Wird ein Hartwasserfisch wegen Feinddruck, Nahrungsmangel oder anderen sehr gewichtigen Umweltfaktoren aus einem sonst sehr angemessenen Habitat verdrängt, passt sich die Art trotzdem an die neuen Umweltbedingungen an. Sprich am Ande kommen Weichwasserarten heraus. Alles eine Frage der Zeit. Da wir beimj Amazonasbecken ein seit ewigkeiten sehr stabiles Ökosystem haben, dürfte sich also jede hier lebende Art schon längst so weit wie es bis jetzt möglich war angepasst haben.

Und eine weitere wichtige Frage: Gibt es für die Art überhaupt die theoretische Möglichkeit, in einem anderen Habitet einen Umweltfaktor mit vom Habitat abweichender Wertigkeit zu erhalten.

Oder anders: Kann der Rote Neon sich in hartem Wasser wohler fühlen, wenn es in seiner Herkunftsregion nirgendwo hartes Wasser gibt ?

Echte Extremanpassungen, sprich Zwangsabwanderung in Habitate und entsprechend starke Speziealisierung und Einnischung sind bei den meisten Aquarienfischen eher nicht zu finden.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 09.01.2003, 21:59   #15
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Hallo,

>>
Auch im Orinoco-Gebiet (weiss nicht, ob der nur daher kommt)wird zur Regenzeit CaCo3 ausgeschwemmt ! was pH UND die Härte erhöht !
<<

Woher soll denn das CaCO3 kommen ?
Im tropischen Regenwald findet man so gut wie nix an Minerlien und Mineralstoffen im Boden, alles bereits verwittert und im Biokreislauf. Das ist auch der Grund, warum im Orinoco Fast-Deionat schwimmt. Alles was nur irgendwie verfügbar ist an Nährsoffen wird sofort aingesackt, großteils von der Pflanzenwelt.
Die Böden sind so nährstoffarm, dass sobald eibne Fläche aus dem Nährstoffkreislauf genommen wird, nichts lange gedeiht.

Der Guyanaschild, sprich das Hochland von Guyana, besteht aus präkambrischem Gang und Ergussgesteinen, Basalt, Gneis, Granit etc. Da ist nix mit CaCO3.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 09.01.2003, 22:01   #16
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Hallo Dennis,

siehst Du und genau dieses wird in Abrede gestellt.
Lebt denn nun die Art, dort wo sie lebt, eigentlich gerne?
Oder ist sie nur durch "Feindeindruck" oder "Sonstiges" dorthin zurückgewichen bzw. Abgewandert?
Bei den Wasserwerten wird eine Momentaufnahme geliefert, die aber ja so nicht konstant ist.

Ich weiss nicht.

Würde mich sehr freuen, wenn weitere Mitleser hier noch was posten könnten.

Gruss

Martin
 
Alt 09.01.2003, 22:14   #17
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Hallo Martin,

man muss natürlich auch immer betrachten, wo eine Art lebt.
In seit Ewigkeiten stabilen Systemene wie den südamerikanischen und zentralafrikanischen Regenwaldgebieten dürfte sich eine Art wohl schon so weit es nur irgendwie geht auch an zu beginn ungünstige Umweltfaktoren angepasst haben. Auch die verschiedenen Habitate einzelner Populationen qualitativ zu vergleichen macht Sinn.

Bei relativ jungen Biotopen und sich stätig verändernden wie man sie in Mittelamerika findet sieht es wieder anders aus. die hier lebenden Arten haben sich nur geringfügig von ihren Ausgangsformen weiter entwickelt und sich auch großteils recht nahe verwandt. Man findet daher auch sehr nahe verwandte Gattungen und Gattungen mit vielen Arten, es hat also adaptive Radiation stattgefunden. Erst wenn nun weitere Evolutinsfaktoren wie z.B. geographische Îsolation und / oder Konkurrenzselektion hinzukommen, findet intensivere Spezialisierung und Veränderung statt.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 09.01.2003, 23:59   #18
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Mahlzeit !

Zitat:
Lebt denn nun die Art, dort wo sie lebt, eigentlich gerne?
Für mich ist das die "Frage des Jahrhunderts / Jahrtausends ..."
X-Cellent ! Diese Frage würde Schopenhauer von seinem Schopen hauen !

___________________________________________

"Sophies Welt" gelesen --> (unweigerlich) Philosoph !
rumblefrog ist offline  
Alt 10.01.2003, 00:05   #19
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Hallo,

formuliere es doch anders.

Lebt eine Art in ihrem Habitat weil sie will oder weil sie muss ?
Soll heißen, könnte es nicht sein, dass es ihr bei anderen Bedingungen, als man sie im natürlichen Habitat findet, besser gehen würde ?

Diese Frage ist sehr sinnvoll. Aber Aquaristik dient bestimmt nur zur Schaffung lebender Dekoration und die Biologie ib all ihren umfassenden Teilgebieten ist irrelevant.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 10.01.2003, 10:10   #20
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Hallo,
was ist denn hier los??
mensch Leute,bedenkt doch vielleicht auch mal,daß so mancher Neueinsteiger vieles so hier nicht verstehen kann/wird?!

Was oder wem soll den diese Ironie nutzen?
"Insider" verstehen sicherlich schnell was ihr meint bzw. auf was ihr hinaus wollt,aber doch nicht jeder Anfänger....
Solche schon in die Tiefe gehenden "(Grundsatz)diskussionen bringen einen (Anfänger) hier wohl auch nicht unbedingt weiter,oder?

Zumal der Fragesteller des posts doch ganz "normale" Fragen stellt u. angedeutet hat,daß er ja noch gar nicht vorhat irgendwelche Fische einzusetzen...

Dieses "Mißverständis" ergab sich wohl eher ob des recht fragwürdigen Einwurfs von dem "frog"...

Also,Björn...keine Angst..frag weiter wenn dir was unklar erscheint - aber nochmals:lasse besser die Kohle raus(die brauchst du nicht! wenn mal je ne Krankeit im AQ zu behandeln sein sollte,dann tun es meist verstärkte TWW genauso um die Rückstände aus dem Wasser dann zu entfernen!Aber wenn nicht "anliegt",dann ist Kohle Blödsinn!

Warte halt mal ganz in Ruhe einige Wochen ab,mache die TWW von Anfang an,teste die wichtigen Werte(Nitrit,ph,gh,kh) lies dir hier noch einiges durch wie z.B. den Nitritpeak(falls noch nicht geschehen)u. informier dich über eventuelle Fischarten,die dir "gefallen" könnten.Wenn du dann sicher weißt wie es um deine Werte steht u. du dir was an Besatz überlegt haben solltest dann meld dich wieder hier u. im Speziellen wird man dir dann auch zu oder abraten können...

Vergiß erstmal solche Tips wie "hol dir mind. 20 Neons u. Skalare würden gehen..." ganz schnell wieder - wäre nur unter ganz bestimmten Bedingungen auf dauer sinnvoll machbar!
Aber dazu dann später mal mehr!Es gibt genügend andere Arten,die sicherlich für dein AQ mit den Gegebenheiten dort gut/besser zurecht kommen.
Es gibt halt so viele versch. Fische,aber man sollte sich bemühen der jew. Art ein möglichst artgerechtes Umfeld zu ermöglichen.Da sind neben den Wasserwerten auch noch viele ander Dinge zu beachten wie z.B. die Endgröße der jew. Art,das Revierverhalte, das Sozialverh.,das Schwimmverh. usw.,d.h. nicht jeder Fisch,der einem "gefällt" passt ins eigene AQ!
Also ...nur Geduld u. viel Spaß weiterhin,lg
Ute Steude ist offline  
 

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