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Alt 11.01.2003, 07:52   #1
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Standard kH-Wert senken ohne Osmoseanlage

Hallo,

ich habe ein Problem, ich möchte gerne meinen kH-Wert und meine Gesamthärte senken, aber ohne eine Osmoseanlage, da mir die einfach zu teuer ist, geht das überhaupt?

Gruß christian
Christian K. ist offline  
Alt 11.01.2003, 07:59   #2
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Hi, Christian!

1.) geht das prinzipiell auch ohne Osmoseanlage
2.) sind alle Alternativen zur UOA ähnlich teuer (auf die Jahre gerechnet)
3.) gibt es Möglichkeiten zur KH-Senkung, die sich aber nur bei KH<9 rentieren. (Torf als Ionenaustauscher)

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 11.01.2003, 09:01   #3
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Wenn Du nur KH senken willst gibts Du Eichenextrakt bis ca. pH=6,4 zu. Die enthaltene Säure läßt die Karbonathärte-Bildenden Salze schwinden, sodaß Du bis KH<1 kommen kannst. Diese Methode ist leider nur sehr unnatürlich und deswegen befürworte ich aktives Filtern über Torf, was wesentlich schonender ist. Man sollte bei diesen Aktionen aber am besten ein etwas genaueres pH-Meter haben (Conrad--->49 Euro). Die Normalen pH Tests sind gerade bei sehr geringen GH/KH Werten schon ungenauer und gerade bei diesen beiden vorher genannten Methoden kommt es immer wieder zu einem schleichenden wegdrifften des pH-Wertes. Bis man also genau weiß, wieviel Torf pro Woche für das eigene Becken ausreichend und nicht zu wenig ist, kommt es zu einer eheblichen Messerei des pH-Wertes. Mindestens 3 Mal am Tag in den ersten 10 Tagen, bei gleichzeitiger GH/KH Dokumentation. Gerade bei Weichwasserfischen wie z.B. dem Diskus kann man so schnell das Einstellen von konstanten Wasserwerten erreichen. Denn für Weichwasser-Fische sind zu hartes Wasser auf Dauer nicht gut, aber was noch viel viel schlimmer ist, ist das man sein Becken als Chemisches Experiment ansieht und Experimente des Todes vollbringt.
Deswegen mein Tip: Alle Änderungen gut überlegt, behutsam, dokumentiert tun und aus den vorliegenden Werten versuchen die Reaktionen der Wasserwerte des eigenen Aquariums abschätzen zu lernen.

MfG LANDOS


PS: Auch Osmose und diverse andere Methoden sind nicht der Weisheit letzter Schluß. Man verändert die Wasserwerte mittels Filtertechnik oder Ionen Austauscher Harzen und erhält dadurch oft Wasserwerte, die das Anwenden dieses Wassers allein, auch unmöglich machen und versucht dann durch verschneiden oder Aufsalzen sich das perfekte Wasser zu produzieren. Was an der ganzen Sache aber unberücksicht bleibt, ist das Wasser nicht nur Salze beeinhaltet sondern auch eine Biologische Komponente. Wir haben bei uns auf dem Werk ,auch die Möglichkeit Entionisiertes Wasser direkt aus der Leitung zu nehmen. Jedoch wird dies bei kaum einen Becken hier auf dem Werk gemacht. Soweit mir bekannt ist.
LANDOS ist offline  
Alt 11.01.2003, 09:30   #4
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Hi, Christian!

Kommentar zu den Anmerkungen des users "Landos":

Zitat:
Zitat von LANDOS
Wenn Du nur KH senken willst gibts Du Eichenextrakt bis ca. pH=6,4 zu.
Salzsäure oder Schwefelsäure ist billiger. dazu braucht es keine Säure, auf dessen verpackung das Wort "Eiche" vorkommt.
Zitat:
Die enthaltene Säure läßt die Karbonathärte-Bildenden Salze schwinden, sodaß Du bis KH<1 kommen kannst.
Der Leitwert des Wassers sinkt damit aber keinesfalls.
Zitat:
Diese Methode ist leider nur sehr unnatürlich und deswegen befürworte ich aktives Filtern über Torf, was wesentlich schonender ist.
"aktives Filtern über Torf" heisst nicht, dass der Torf im Filter plaziert wird. Damit ist die Gefahr, dass Filterbakterien zerstört werden viel zu hoch. Die Methode, Gh und KH mit dem Einsatz von Torf zu reduzieren, ist bei einer Ausgangs-KH über ca. KH 9 nicht mehr wirtschaftlich.
Zitat:
Man sollte bei diesen Aktionen aber am besten ein etwas genaueres pH-Meter haben (Conrad--->49 Euro). Die Normalen pH Tests sind gerade bei sehr geringen GH/KH Werten schon ungenauer und gerade bei diesen beiden vorher genannten Methoden kommt es immer wieder zu einem schleichenden wegdrifften des pH-Wertes.
Bei sehr geringen GH/KH-Werten sind auch die Billig-pH-Meter nicht mehr zu empfehlen.
Zitat:
...<snip>...
PS: Auch Osmose und diverse andere Methoden sind nicht der Weisheit letzter Schluß. Man verändert die Wasserwerte mittels Filtertechnik oder Ionen Austauscher Harzen und erhält dadurch oft Wasserwerte, die das Anwenden dieses Wassers allein, auch unmöglich machen und versucht dann durch verschneiden oder Aufsalzen sich das perfekte Wasser zu produzieren. Was an der ganzen Sache aber unberücksicht bleibt, ist das Wasser nicht nur Salze beeinhaltet sondern auch eine Biologische Komponente.
Solange die sogenannte "Biologische Komponente" nicht näher erläutert worden ist, ist sie eine leere Worthülse. Evtl. füllt "Landos" diese Hülse noch.
Zitat:
Wir haben bei uns auf dem Werk ,auch die Möglichkeit Entionisiertes Wasser direkt aus der Leitung zu nehmen. Jedoch wird dies bei kaum einen Becken hier auf dem Werk gemacht. Soweit mir bekannt ist.
Dafür gibt es hier im Forum genügend Aquarianer, die vollentsalztes ( = entionisiertes Wasser) verwenden. Diese Methode ist aber auch mit Kosten verbunden. Die Suchwörter für http://www.aquaristikserver.de/forum/search.php dazu wären "Vollentsalzung" und "VEA".

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 11.01.2003, 10:07   #5
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Oh man Roland Bauer.
Ich glaube es gibt hier einen Volkssport alles erstmal in Frage zu stellen.

Also um hier Klarheit zu schaffen:
Kauf dir das Conrad pH-Meter und es wird auch bei niedrigen kH und GH absolut ausreichend sein. Ich bin selber Diplom-Chemiker Fachrichtung Instrumentelle Analytik aus Münster. Ich habe mit diesen Conrad Dingern diverse Versuche schon gemacht und danach erst bei uns im Verein die Empfehlung ausgesprochen. Dort sind ca. 10 von diesen seit 2 1/2 Jahren im Einsatz und man kann abschließend sagen: Preis-/Leistungsverhältnis: sehr gut

Biologische Kompente: Wenn ich Wasser, das vorher eine mehr oder weniger große biologische Komponente beinhaltetet über einen stark sauren oder basischen Austauscher leite brauche ich mir um diese keine Sorgen mehr zu machen. Das sollte das nur heißen; nicht mehr oder weniger.

Schwefelsäure ist schon okay aber Salzsäure würde ich wegen des Cl nicht benutzen.

Es werden bei uns auf dem Werk nicht die Becken mit Entionisierten Wasser befüllt, da die Anlage nach Regenation erst immer eine Einlaufphase durchmacht und ich kann nur sagen, was da schon aus der Anlage kam hätte fast jedes Leben, was es im Wasser so geben kann, getötet. Und gerade kleine Ionentauscher sind durch die kürzeren Regenetionsintervalle öfter dieser Einlaufphase ausgesetzt.

Zitat:
Die Methode, Gh und KH mit dem Einsatz von Torf zu reduzieren, ist bei einer Ausgangs-KH über ca. KH 9 nicht mehr wirtschaftlich.

Wo ist denn das erwähnt worden. Habe ich was übersehen mit den KH>9.

gruß an roland
LANDOS ist offline  
Alt 11.01.2003, 10:15   #6
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Hi,

> Ich glaube es gibt hier einen Volkssport alles erstmal in Frage zu
> stellen.

Klar, warum auch denn nicht. Hinterfragen ist wichtig, um Zusammenhänge besser zu verstehen und weiter zu kommen in der eigenen Erkenntnis.


> Kauf dir das Conrad pH-Meter

Kann ich nichts zu sagen, da ich keine Conrad im Einsatz habe.


> Biologische Kompente: Wenn ich Wasser, das vorher eine mehr
> oder weniger große biologische Komponente beinhaltetet über
> einen stark sauren oder basischen Austauscher leite brauche ich
> mir um diese keine Sorgen mehr zu machen. Das sollte das nur
> heißen; nicht mehr oder weniger.

Du sagst aber immer noch nicht, welche biologische Komponente Du vorher meinst. Leitungswasser hat so, wie es aus der Leitung kommt, so gut wie keine, eher keine biologische Komponente, wenn eine Belastung über Grenzwert von coliformen Bakterien auftritt, wird sie beseitigt. Insofern bleibt die Frage nach der biologischen Komponente immer noch offen.

Wenn ich bei mir mein Wasserauffangbecken auf dem Balkon sehe mit Osmosewasser, da sieht die Sache anders aus, da habe ich eine biologische Komponente (Mulm, einige Pflanzen, Moos, Cyclops, Wasserflöhe, weiße und schwarze Mückenlarven, Schnecken bis hin zu Lymnaea stagnalis und und und). Das ist dann eine biologische Komponente. Da dieses Wasser eiegtnlich aber ausreichend weich ist (durch Einsatz reinen Osmosewassers), brauche ich dieses nicht weiter zu behandeln.


> Schwefelsäure ist schon okay aber Salzsäure würde ich wegen
> des Cl nicht benutzen.

Warum, auch hier ist die Frage nach dem leitwert durchaus berechtigt.
 
Alt 11.01.2003, 10:30   #7
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Hi, Landos!

Zitat:
Zitat von LANDOS
Oh man Roland Bauer.
Ich glaube es gibt hier einen Volkssport alles erstmal in Frage zu stellen.
...wenn Du es glauben willst...

Zitat:
Also um hier Klarheit zu schaffen:
Kauf dir das Conrad pH-Meter und es wird auch bei niedrigen kH und GH absolut ausreichend sein. Ich bin selber Diplom-Chemiker Fachrichtung Instrumentelle Analytik aus Münster. Ich habe mit diesen Conrad Dingern diverse Versuche schon gemacht und danach erst bei uns im Verein die Empfehlung ausgesprochen. Dort sind ca. 10 von diesen seit 2 1/2 Jahren im Einsatz und man kann abschließend sagen: Preis-/Leistungsverhältnis: sehr gut
Na, dann schau mal hier: http://www.aquaristikserver.de/forum...r=asc&start=40 und dort das posting von Günther, verfasst am: 07 Jan 2003 22:47.

Zitat:
Biologische Kompente: Wenn ich Wasser, das vorher eine mehr oder weniger große biologische Komponente beinhaltetet über einen stark sauren oder basischen Austauscher leite brauche ich mir um diese keine Sorgen mehr zu machen. Das sollte das nur heißen; nicht mehr oder weniger.
Erklärt noch immer nicht die ominöse "biologische Komponente"...

Zitat:
Schwefelsäure ist schon okay aber Salzsäure würde ich wegen des Cl nicht benutzen.
What's the difference between Cl and SO4?

Zitat:
Es werden bei uns auf dem Werk nicht die Becken mit Entionisierten Wasser befüllt, da die Anlage nach Regenation erst immer eine Einlaufphase durchmacht und ich kann nur sagen, was da schon aus der Anlage kam hätte fast jedes Leben, was es im Wasser so geben kann, getötet. Und gerade kleine Ionentauscher sind durch die kürzeren Regenetionsintervalle öfter dieser Einlaufphase ausgesetzt.
Ist unter VEA-Nutzern bekannt, Fragenden wie Christian K. wird dieser Passus trotzdem kryptisch bleiben.

Zitat:
Zitat:
Die Methode, Gh und KH mit dem Einsatz von Torf zu reduzieren, ist bei einer Ausgangs-KH über ca. KH 9 nicht mehr wirtschaftlich.

Wo ist denn das erwähnt worden. Habe ich was übersehen mit den KH>9.
Christian K. legt Wert auf kostengünstige Methoden. Dies sollte bei deiner Torfempfehlung berücksichtigt werden.

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 11.01.2003, 16:08   #8
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Hallo,

also falls ich das jetzt alles verstanden habe würde nur Schwefel oder Salzsäure gehen, da Torf nur bis 9 in Frage kommt, soweit richtig?
Wie mache ich das denn mit der Salzsäure verändert das auch den pH-wert? der ist nämlich auch zu hoch...

Gruß Christian
Christian K. ist offline  
Alt 11.01.2003, 16:25   #9
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Hi, Christian!

Meines Erachtens geht Salzsäure oder Schwefelsäure nicht - das war lediglich ein "Nebengeplänkel" mit diesem Diplom-Chemiker Fachrichtung Instrumentelle Analytik aus Münster.

Mit besagten Säuren bekommst Du zwar die KH gesenkt, die GH aber keineswegs. Calzium und Magnesium "eliminiert" sie nicht aus dem Wasser; Weichwasserfischen tust Du damit keinen Dienst.

Zum Nachlesen dieser Methode empfehle ich Dir www.******-ing.de - dort auf "Gastbeiträge" klicken. Aber wie gesagt - Du wolltest die GH ja auch herunterbekommen, oder?

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 11.01.2003, 16:50   #10
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Hallo,

ja wollte beides runterbekommen und den pH-Wert eigentlich auch, geht das dann überhaupt ohne Osmoseanlage, wenn mein kh-Wert über 9 liegt?

Gruß christian
Christian K. ist offline  
 

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