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Alt 17.01.2003, 14:59   #21
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Liebe Judith,

mal davon abgesehen, was ich davon halte, dass solche "Tests" hier durchgeführt werden (egal von wem), möchte ich doch kurz zu ein paar Äußerungen von Dir Stellung beziehen.

Zitat:
Ich bin mit den Hartlinerantworten
hier nicht ganz zufrieden, besonders, da auf die tatsächlichen Frage, nämlich was man z.B. tun kann, um eine Infektion
einer Wunde zu verhindern und einer Trübung des Auges entgegenzuwirken, gar nicht eingegangen wurde.
So? Wurde darauf nicht eingegangen? Ich finde sogar, dass dieser gesamte Thread hier darauf abzielte, Wunden zu verhindern. Denn darum geht es nämlich: Ursachenbehebung und nicht Symptombekämpfung!
Wenn ich aber die Ursachen beheben möchte, muß ich sie auch erst einmal wissen und gerade Verletzungen lassen sich sehr gut verhindern. Das fängt bei den Einrichtungsgegenständen an und hört bei der Besatzdichte und Zusammenstellung auf. Kann ich diese Faktoren erst einmal ausschließen, dann kann man immer noch über eine Behandlung nachdenken. Meistens erübrigt sich das jedoch. Denn, wenn man die Ursachen behoben hat, wird es auch zu keinen weiteren Wunden o.ä. kommen und das finde ich dann wesentlich besser, als alle paar Wochen irgendein Tier zu verarzten, nur weil derjenige seinen Besatz nicht in den Griff bekommt.

Zitat:

Es gefällt mir halt nicht, dass hier immer unglaublich gegen den Besatz in manchen Becken gewettert wird und dass es
immer heißt: Fische abgeben, aber dass in den allerwenigsten Fällen vernünftige, direkt umsetzbare Ratschläge zur
Verbesserung des Beckenklimas kommen.
Doch. Die sind gekommen und zwar sehr schön ausführlich sogar. Und ganz ehrlich finde ich es nicht nur unfair, dass Du diesen Test hier vorgenommen hast, Du bist auch weiterhin noch so unfair und bewertest die Aussagen absolut subjektiv, ohne nur einmal zu versuchen, mit objektiven Abstand Dir das Geschriebene durch zu lesen.
Wie Charlie schon geschrieben hat, denk ein paar Tage über Dein Verhalten und Deinen Resultaten nach und Du wirst vermutlich selber einsehen, wie unrecht Du hattest (wenn Du überhaupt bereit dazu sein solltest).

Marion
Majo ist offline  
Alt 17.01.2003, 15:14   #22
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Hallo Dennis,

Zitat:
Selbst wenn der Wabi erst 15 cm groß ist, hat er im 200er nix zu suchen. Es besteht aber dann aber noch genug Zeit,dem Tier eine angemessene Unterkunft zu suchen.
halt halt Dennis, mach mir mein Becken nicht kleiner als es ist. Es hat 300 l. 120 x 50 x 50 cm. Bei einer Größe des Welses von 15 cm ist das die ca 3 fache Beckentiefe und die 8 fache Beckenlänge der Körpergröße des Tieres. Durchaus noch vertretbar, denkst Du nicht?


Zitat:
Das mit "es ist doch alles in Ordnung" ist auch so eine Sache.
Was in einem Becken scheinabr gut geht, geht in einem anderen böse schief und man weiß hier auch nicht, in wie fern jemand in der Lage ist, einzuschätzen ob wirklich alles "in Ordnung" ist.
Absolut d'accord. Ich würde meinen Besatz auch nicht unbedingt weiterempfehlen, das habe ich ja auch explizit gesagt. Ich wehre mich hier nur gegen die Pauschalratschläge: gib die Fische ab. Wollen wir mal testen, wie lange ich brauche um den 25 cm Perlhuhnwels irgendwo artgerecht unterzubringen? Ich würde fast wetten, dass ich den nächstes Jahr immer noch habe.

Zitat:
Zudem machbar ist vieles, weniges davon ist aber wirklich sinnvoll im Sinne der Tiere. Man kann Mittelamerikaner und Ostafrikaner (Cichliden) vergesellschaften, man kann, indem man mehrere Großcichliden Paare in einem Becken hält die Reviergrenzen und so Aggressionspotential wegnehmen. Das funktioiniert in einigen, vielleicht in vielen Becken sogar. Im Sinne der Tiere ist es aber nicht.
Wie äußert sich das dann? Ich tue mich immer schwer mit den Äußerungen, besonders dann, wenn die Tiere von den Wasserwerten einigermaßen zueinander passen.

Zitat:
Vieles mag augenscheinlich problemlos gehen, die Probleme sind hier oft nicht auf den ersten Blick auszumachen oder fallen unter die Wahrnehmungsfähigkeitsgrenze vieler Aquarianer. Viele Probleme werde nauch schöngeredet oder schlichtweg ignoriert.
Ich weiß nicht, wie das in anderen Becken ist, aber bei mir gibt es außer dem Angelicus tatsächlich kein Problem, aber ich kenne in meiner Nähe auch keinen Weichwasseraquarianer mit 2 m Becken, der den Fisch überhaupt nehmen könnte, geschweige denn wollte. Wahrscheinlich wird er diesen Sommer gegrillt.


Zitat:
Ich finde auch, dass Flickwerk und Symtombeckämpfung wenig Sinn machen. Ich flicke auch nicht die Cichliden anderer zusammen ohne ihnen den Grund für die Verletzung der Tiere klar zu sagen. Ich bin schon oft gegen die Wand gelaufen, denn wie kann es Mist sein, wenn Koryphäen wie Peter Buchhauser die Methode des "gesteurten Überbesatzes" propagieren ?
Wenn ich tatsächlich in meinem Becken andauernd verletzte Tiere hätte oder welche, die nur noch verschüchtert in der Ecke hocken, dann müßte ich mir Gedanken machen. Gedanken mache ich mir momentan um meine Prachtschmerlen, die sich im Barschbecken vom Verhalten durchaus verändert haben, da die Ostafrikaner natürlich ruppiger sind als die Diskus waren. Und ich stehe dazu, dass ich sie sofort abgeben würde, wenn ihnen einer das 1000 l Artenbecken bieten würde. Derjenige würde aber überschwemmt mit lauter PS die irgendwo abgegeben würden. So begnüge ich mnich damit, demnächst auf 180 cm aufzurüsten und sie dann irgendwann einmal in den Zoo zu geben.

Jeder der diesen Fred liest muss den Eindruck haben, dass man wenn man in mein Becken schaut, überhaupt kein Wasser mehr sieht . Tatsächlich sieht man auf den ersten Blick nur die cyprichromis in der Strömung stehen und die garras (was auch immer das nun sind) über die Pflanzen wuseln.

Durch die vielen Höhlen, Steine, Nischen und Ecken muss auch ich immer erst mal schauen, wo die Fische sind. Die Reviere sind klar verteilt und werden auch verteidigt. Ich sehe aber keine Ambitionen der Fische, ihre Reviere zu vergrößern. Nur der Daffodil (deshalb habe ich die Familie auch rausgeschmissen) versucht nach wie vor stetig sein Revier zu vergrößern *ggg* aber seit er allein ist völlig erfolglos.

Wahrscheinlich würde ich wennich nur die Hälfte der Fische drin hätte gar keine mehr sehen .

Das Foto in meiner Signatur ist mit dem vollen Besatz gemacht.[/quote]
Judith_ ist offline  
Alt 17.01.2003, 15:29   #23
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Hallo Judith,

Ich habe mich mit dem Wabi garnicht auf dein Becken bezogen, ist mir spontan eingefallen. Ist eine zufällige Übereinstimmung.

Es ist immer schwer ein Becken zu beurteilen, wenn man es nicht sieht. Alleine von der Besatzdichte könnte es funtionieren, die Zusammenstellung der Arten finde ich allerdings aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche nicht sonderlich.

Es stimmt schon, das auch becken, die rein "rechnerisch" mehr als nur gut besetzt sind, problemlos funktionieren können. Das sowohl in _Hinsicht auf die Nährstofflage als auch auf die Interaktion der vergesellschafteten Tiere. In Ralfs Diskusbecken ist das ja ähnlich.

Es stimmt auch, dass es insbesondere für Fische, die größer als 10 - 15 cm werden, angemessene Unterkünfte zu besorgen. Selbst in meinem 200 x 80 x 80 Becken kann sich mein großer Hypostomus mit ca. 40 cm gerade 2 mal der Länge nach breit machen. Zumindest kann er sich aber schonmal problemlos umdrehen und hat ein Stück Platz zum ausschwimmen.

Ich beziehe es ja garnicht auf dein Becken, also auf den expliziten Fall. Es ist aber leider oft so, dass schnelle, kurzlebige Lösungen lieber genommen werden als harte, aber langfristig sinnvolle.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 17.01.2003, 15:42   #24
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Hallo Jost,

Zitat:
das Du hier zunächst eine Art Test gemacht hast, dagegen finde ich nichts einzuwenden, in der Tat sollte hier jeder gleich behandelt/beraten werden. Keine Frage.
Danke, dass ich wenigstens dafür wenigstens von Dir keine Prügel beziehe *ggg*. Aber fällt Dir was auf? Als es nur um die Probleme eines überfüllten Barschbeckens ging, hat sich kaum einer zu Wort gemeldet. Jetzt, wo ich "dem Forum" an den Karren gepinkelt habe, ist hier die Hölle los. Kann es das denn wirklich sein? Ist die Verteidigung des Ehre des Forums tatächlich wichtiger, als Hilfe bei Problemen?

Zitat:
Aber von der fachlichen Seite kann ich Dir nicht zustimmen. Klar, es muß/soll/darf nicht nur solche Aquarianer geben, die Bitop-Becken mit einem optimalen (geht das) Platzangebot haben. Auch keine Frage. Aber wie weit kann man gehen mit dem Vollstopfen von Becken, weil einem die Fische so gut gefallen/weil man ein paar Fische vor dem Tode durch den Nachbarn retten wollte/ weil ...
Wie schon gesagt ist mein Becken nicht wirklich voll auch wenn es sich so anhört. Irgendwie wirklich schwer, das begreiflich zu machen.

Zitat:
Ich sehe die Problematik eher darin, und dies wirklich völlig losgelöst von den Fischen die in Deinem Becken schwimmen, daß diese Aquaristik vor allen wenn sie dann noch von weniger erfahrenen Leuts betrieben wird, genau jenen Händlern/Großhändlern/Importeuren/Fängern/etc. in die Hände spielt, die hier immer so gerne an den Pranger gestellt werden.
Jeder Fisch läßt sich verkaufen, je exotischer desto eher findet sich ein Spinner (bezieh das bitte nicht auf Dich) der diese besondere Rarität auch noch in sein Becken packen möchte (wie der Briefmarkensammler). Und genau diese Mentalität führt dazu, daß immer mehr importiert wird und dabei logischerweise immer mehr Tiere direkt oder später indirekt bei draufgehen.
Jost, keine Frage dass Du recht hast. Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich das weiterempfehle. Ich würde auch bei einer Frage nach dem idealen besatz bei einer Neueinrichtung immer eher in die "Weniger und gut zusammenpassend" Schiene gehen, weil es tatsächlich einfacher ist.
Ich habe in den letzten Jahren einiges gelernt, aber soll ich meine Briefmarken (Schmerlen, Nigrolineatus) deswegen gleich wegwerfen?

Zitat:
Was spricht eigentlich gegen ein weniger volles Becken. Die dann zu beobachtenden Verhaltensweisen sind sicher interessanter, und Farbe alleine ist meiner Meinung nach kein Argument, Estethik finde ich z.B. viel wichtiger.
Farbe allein ist kein Kriterium, aber wie schon oben geschrieben, wirkt mein Becken nicht voll. Ich finde es sogar sehr esthetisch. Wahrscheinlich muss man das aber wirklich sehen um es zu glauben und mich mag ja keiner besuchen hier am Ar.. der Welt *seufz*. Es geht mir auch etwas um die Frage, wohin denn die ganzen Fische entsorgt werden sollen, deren Abgeben hier im Forum immer wieder geraten wird. Es ist ja nicht der erste Thread in dem man dauernd liest, gib ihn ab. Was denkst Du macht so ein Anfänger um die Fische loszuwerden? Wir hatten da im SWF vor einiger Zeit jemanden, der dachte seinen Fischen was Gutes zu tun, wenn er sie im Bach aussetzt, weil sie da ja viel mehr Platz haben. Verstehst Du, worauf ich hinauswill? Es geht mir nicht darum, mein Verständnis von Aquaristik zu rechtfertigen (obwohl ich sicher bin, dass die meisten hier Fische in ihren Becken haben, die nicht zusammenpassen und es sich nur keiner traut zuzugeben ), sonders es geht mir um die Art der Beratung hier. Es nützt nichts, zu motzen und zu sagen: gib die Fische ab. Allein Klaus hat wenigstens noch den Tipp gegeben, wie man eventuell eine Chance hat, die Fische loszuwerden. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass es eben nicht so einfach ist, es sei denn, man verfüttert sie.

Zitat:
Und um nochmals kurz auf die Hardliner/Holzhammer-Methode, die Du angesprochen hast, zurückzukommen, die hast Du auch ein wenig provoziert
Okay, ein wenig schon.

Zitat:
Direkt danach kam das Posting von Klaus mit meiner Meinung nach einer Vielzahl von richtigen Hinweisen (nicht zu allen Fischen kann ich das im Detail sagen, aber die Richtung stimmte). Und wenn Du jemanden in der von mir oben skizzierten, wenig Fische verbrauchenden Art, beraten müsstest/wolltest, dann würdest Du wahrscheinlich ähnlich argumentieren. Oder täusche ich mich da jetzt?
Ich hätte es anders gemacht. Ich hätte erst mal gefragt, ob ein größeres Becken in Planung ist und gasagt, dass das eine gute Lösung wäre, ich hätte darauf hingewiesen, dass man bei solchen Sachen wie Verletzungen und trüben Augen die Wasserwechselfrequenz erhöhen sollte um den Keimdruck zu vermindern und hätte dann mal gebeten, sich Gedanken über einen Abbau des Besatzes zu machen. Ich fand Klaus Antwort auch völlig okay nur die Pauschalantworten von Dennis (Welse und Wurzel raus) und von Rainer (meld dich wieder wenn Du deinen Besatz zu ändern bereit bist), etwas haarig und in diesem Fall nicht sehr konstruktiv (wobei man wieder bei der Frage ist, ob diese Antworten jetzt stärker gewertet werden sollen weil sie von Beratern/Moderatoren kommen ).


Zitat:
Im übrigen nochmals vielen Dank für den Kaffee :wink: , sehr leckeres Stöffchen.
Gern geschehen, mir gefällt er auch.
Judith_ ist offline  
Alt 17.01.2003, 15:51   #25
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Hallo Judith,

wegen der Wurzel und der Welse:

Ich bin davon ausgegangen, dass es sich um Harnischwelse handelt, da die Aussage des Bedarfs der Wurzel sonst keinen Sinn macht. Ich hätte natürlich nachfragen sollen. Allerdings hatte ich auch schon ein merkwürdiges Gefühl bei dem Thread, so dass ich nciht weiter darauf eingehen wollte.

Harnischwelse brauchen weiches Holz (Moorkien oder Mangrove) zum raspeln bzw. für ihre Verdauung. Die abgegebenen Humin uns Sekundärstoffe sind aber nicht unbedingt ideal für die Malawis.

Also, selbst ohne Welse würde ich die Wurzel aus einem Becken mit ostafrikanischen Cichliden entfernen.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 17.01.2003, 16:04   #26
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Judith,

es geht nich um die Ehre des Forums.

Es geht mehr darum, dass man das bestmögliche Ergebnis für die Tiere erzielt. Es mag nicht einfach sein, großwerdende Tiere unterzubringen, aber es ist nicht unmöglich. Es ist ja auch selten so, dass es um Leben und Tod geht und die Tiere besser vorgestern als heute in ein angemessenes Becken kommen müssen.

Sicherlich kann man darauf hinweisen, ob man nicht ein größeres Becken aufstellen kann. Viele wollen oder können das aber nicht, so das abgeben die einzige Möglichkeit ist. Ich denke auch, dass viele daran selbst schuld sind, weil sie sich nicht genügend oder zu einseitig informiert haben. Dann muss die Suppe auch ausgelöffelt werden.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 17.01.2003, 16:33   #27
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Hi Marion,

[Infektionen verhindern]

Zitat:
So? Wurde darauf nicht eingegangen? Ich finde sogar, dass dieser gesamte Thread hier darauf abzielte, Wunden zu verhindern. Denn darum geht es nämlich: Ursachenbehebung und nicht Symptombekämpfung!
Klar. Aber denkst Du, dass jemand innerhalb von wenigen Tagen es schafft, die Hälfte seines Besatzen artgerecht woanders unterzubringen? Ich vermisse jeglichen Hinweis z.B. auf Erhöhung der Wasserwechselintervalle, oder überhaupt eine Nachfrage nach ihnen.

Zitat:
Wenn ich aber die Ursachen beheben möchte, muß ich sie auch erst einmal wissen und gerade Verletzungen lassen sich sehr gut verhindern. Das fängt bei den Einrichtungsgegenständen an und hört bei der Besatzdichte und Zusammenstellung auf. Kann ich diese Faktoren erst einmal ausschließen, dann kann man immer noch über eine Behandlung nachdenken. Meistens erübrigt sich das jedoch. Denn, wenn man die Ursachen behoben hat, wird es auch zu keinen weiteren Wunden o.ä. kommen und das finde ich dann wesentlich besser, als alle paar Wochen irgendein Tier zu verarzten, nur weil derjenige seinen Besatz nicht in den Griff bekommt.
Ich denke, so etwas sollte Hand in Hand gehen. Ersteinmal Symptombekämpfung als Sofortmaßnahme und dann gemeinsam eine Lösung zur ursachenbekämpfung finden. (kannst Du übrigens einen 25 cm großen synodontis angelicus brauchen ). Wenn in so einem becken Verletzungen vorkommen ist es natürlich sinnvoll, den besatz zu reduzieren, aber ich (Sandy) habe ja auch danach gefragt, wie Infektionen verhindert werden können und ob es dafür jetzt, sofort eine Möglichkeit gibt.

Bei Problemen mit Nitritpeaks nützt es ja auch nicht, dem Anfänger lang und breit zu erklären, dass er zu früh Fische eingesetzt hat, da sollte man auch erst einmal den Rat zu heftigen Wasserwechseln geben und nicht gleich auf denjenigen einschlagen. Danach kann man demjenigen behutsam erklären, was er falsch genmacht hat, aber auch in dem Fall werden die Leute hier erst mal fertig gemacht, bevor sie vernünftige Ratschläge bekommen.


Zitat:

Es gefällt mir halt nicht, dass hier immer unglaublich gegen den Besatz in manchen Becken gewettert wird und dass es
immer heißt: Fische abgeben, aber dass in den allerwenigsten Fällen vernünftige, direkt umsetzbare Ratschläge zur
Verbesserung des Beckenklimas kommen.

Doch. Die sind gekommen und zwar sehr schön ausführlich sogar.

Welche denn?

Zitat:
Und ganz ehrlich finde ich es nicht nur unfair, dass Du diesen Test hier vorgenommen hast, Du bist auch weiterhin noch so unfair und bewertest die Aussagen absolut subjektiv, ohne nur einmal zu versuchen, mit objektiven Abstand Dir das Geschriebene durch zu lesen.
Doch, das tu ich schon. Ich hätte mir nur gewünscht, dass außer dem Vorschlag Fische abzugeben auch noch der Hinweis auf reichliche Pflanzen und reichliche Wasserwechsel gekommen wären. Den Besatz zu reduzieren kann nämlich nur eine längerfristige Maßnahme sein.

ich weiß allerdings nicht, ob du verstehst, auf was ich hinauswill.

liebe Grüße

Judith
Judith_ ist offline  
Alt 17.01.2003, 16:36   #28
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Hallo Judith,

vielleicht hättest du den Thread noch etwas laufen lassen sollen.
Ich glaube, das die von dir erwarteten Empfehlungen noch gekommen wären. Es wurde erstmal die Behebung der größten Macken zuerst angegangen.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 17.01.2003, 16:38   #29
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Hallo Dany,

Zitat:
Nun, das ist relativ. Ich weiß jetzt wenigstens, wie sich ein Forenneuling hier fühlt. Ich bin mit den Hartlinerantworten hier nicht ganz zufrieden,
Es ist mir ziemlich schnuppe, ob der Fragesteller durch meine Antworten zufriedener wird. Ich finde es wichtiger, dass seine Fische zufriedener werden
Auch bei einer "Hardliner-Antwort" wird sich der Fragende Gedanken machen.


Zitat:
besonders, da auf die tatsächlichen Frage, nämlich was man z.B. tun kann, um eine Infektion einer Wunde zu verhindern und einer Trübung des Auges entgegenzuwirken, gar nicht eingegangen wurde.
Ich glaube, Fragen zu Krankheiten und/oder Verletzungen werden hier sehr kompetent beantwortet. Hierzu gibt´s ein extra Subforum. Du solltest auch Deine Fragestellung nochmals lesen und dann mal versuchen unbefangen zu beurteilen, ob Deine Fragestellung das primäre Ziel verfolgt, eine derart auf die Krankheit/Verletzung spezifizierte Antwort zu erhalten.
Wenn dem so gewesen wäre, hättest Du zumindest von mir keine Antwort erhalten denn:
a.habe ich die notwendige Sachkenntnis nicht.
b.halte ich das behandeln von Krankheiten/Verletzungen ohne vernünftige Diagnose für falsch.
c.bin ich davon überzeugt, dass der überwiegende Teil solcher Probleme aus falschen Hälterungsbedingungen heraus resultieren, deren Beseitigung mindestens so wichtig sind, wie die Behandlung des geschädigten Fisches selbst.

Zitat:
Es gefällt mir halt nicht, dass hier immer unglaublich gegen den Besatz in manchen Becken gewettert wird und dass es immer heißt: Fische abgeben, aber dass in den allerwenigsten Fällen vernünftige, direkt umsetzbare Ratschläge zur Verbesserung des Beckenklimas kommen.
Den Fischen gefällt es in der Regel auch nicht.
( bitte lese diesen, Deinen Satz nochmal...ist er nicht ein Widerspruch in sich ? )

Zitat:
In sofern bin ich natürlich nicht zufrieden.
Darum gehst auch nicht ( unbedingt)

Zitat:
Klar ging es mir darum, das Forum zu testen, das ist sicher nicht fair. Aber ich muss für mich die Entscheidung fällen, wo ich mich mehr einbringe, hier oder im SWF. Die Art, wie hier miteinander und ganz besonders mit Forenneulingen umgegangen wird stört mich immer mehr und mehr.
Vielleicht solltest Du nochmals drüber nachdenken, ob der Eindruck nicht drügt.
Aussreißer gibt es überall, auch im Süsswasserforum.....oder nicht ?

Zitat:
Gleichzeitig wird andauernd über den Ton im SWF hergezogen, was ich nicht nachvollziehen kann. Aber ich will darüber jetzt und an dieser Stelle nicht weiter dikutieren, das macht in meinen Augen keinen Sinn.
Du hast Recht, es macht keinen Sinn wenn wir jetzt darüber an dieser Stelle diskutieren, vor allem wenn man die Zusammenhänge nicht so genau kennt. Im übrigen sollte man solche Diskussionen nicht überbewerten.

Zitat:
Aber es ist eben nicht mein Weg. Ich will eben keine Fische "entsorgen" nur weil sie nicht mehr passen, egal, wie diese Entsorgung aussieht. Dieses ewige: gib sie ab, spiegelt in meinen Augen eine Wegwerfmentalität wieder, die ich bei anderen Tierarten auch immer sehe. Warum landen so viele Katzen in Tierheimen, die zum neuen Besatz (Kinder, Designermöbel) plötzlich nicht mehr passen?
Siehst Du.... , da fängt sie an, die unterschiedliche Sichtweise.
Ich glaube viel Aquarianer waren schon in der Situation und haben Fische "entsorgt", wie Du Dich ausdrückst. Die Gründe hierfür mögen vielfältig sein. Wir müssen auch sicher nicht über die "Sammler" und Klospüler reden, die jeden Samstag die AQ-Läden nach Neuem durchstreifen. Die werden auf Dauer sowieso nicht beim Hobby bleiben.

Viel schlimmer halte ich Tierliebhaber, die wie Du sagst, ihre Katzen zur Farbe der Möbel und die deutsche Dogge anschaffen, weil der Nachbar auch eine hat, obwohl der Garten für diese Dogge eigentlich etwas klein ist.
Falsch verstandene Tierliebe ist es, wenn dieser Doggenbesitzer auf Anfragen des Nachbarn, weil der in eine kleine Wohnung ziehen muß, dessen Dogge auch noch übernimmt, wohl wissend, dass er sie eigentlich gar nicht halten kann.
Natürlich sieht das bei dem Nachbarn super aus...auch bei anderen Freunden kann man mit seiner Tierliebe prahlen.....aber ich bin verdammt unsicher, ob es mancher deutschen Dogge und manchem Kampfund nicht besser ging, man hätte ihn den Klo runtergespült.

Zitat:
Solange mein Becken rund läuft, d.h. die Tiere untereinander verträglich sind, keine Krankheiten auftreten (die ja immer ein Zeichen dafür sind, dass etwas nicht paßt), keine Verletzungen der Tiere stattfinden und die Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen (Balz, Revierverteidigung, Brutpflege), sehe ich keinen Handlungsbedarf.
Viele Tiere, auch revierbildende Fische, sind von Natur aus "unverträglich", Wenn dem in Deiem Aq nicht so ist...
Ich hoffe auch, Du bist schon in den Genuß gekommen das natürliche Brutverhalten von z-Bsp Maulbrütern beobachten zu dürfen. Ich meine jetzt nicht, dass Deine Yellows mal das Maul voll hatten und irgndwann die Jungen ausspucken....nein ich meine die hochinteressante, fortführende Pflege der Jungen vom W. Insbesondere das bewachen, ein.- und auslassen der Jungfische über mehrere Wochen ist äußerst interessant, aber leider auch selten in stark besetzten Aqs.

Zitat:
Ich denke nicht, dass meine Fische so sehr leiden. Klar, wissen kann man es nicht, aber wie sehr leidet ein Hund, der allein gehalten wir und nur den Menschen als Rudeltier hat?
Dany, hier kommt die umgekehrte Sichtweise wieder hervor.
Es geht nicht darum ".. wie stark ein Tier unter Menschlicher pflege leidet .."

Zitat:
Ich möchte nur dazu aufrufen, hier nicht immer mit der Holzhammermethode auf die Leute einzuschlagen, die Aquaristik nicht nach euren Vorstellungen betreiben.
Hier schlägt keiner mit dem Holzhammer und die Vorstellungen sind auch nicht einheitlich.
Das wäre ja schlimm

Zitat:
Es gibt Dinge, die gehen nicht, es gibt Dinge die gehen mit ausreichender Sensibilität und Beobachtungsgabe schon, und es gibt Dinge, die gehen.
Mein System geht, weil ich lange genug Aquaristik betreibe und genug Wissen und Möglichkeiten habe, im Zweifelsfall einzugreifen.
Nochmal ! und deutlicher : IMHO sollte ein AQ nicht als Experimentierkasten entfremdet werden, dem alleine dem Betrachter das Gefühl vermitteln, er habe etwas "gangbares" geschaffen.

Zitat:
Klar würde ich mein Becken keinem Anfänger anraten, würde einem Anfänger, der sich so einen Mischmasch zugelegt hat aber nicht nur sagen, er soll seine Fische zur Hälfte wieder loswerden (nicht jeder Händler nimmt Fische wieder zurück) sondern gleichzeitig versuchen, ihm die Hilfe zu geben, damit er sein Becken in den Griff bekommt.
Auf welche Weise in den Griff bekommen ? Was willst Du hören ?
Salzbehandlung, Esha_ex und Hopp ?

Zitat:
Man muss halt auch manchmal etwas differenzierter sein.
Ja, und dabei nicht den Blick fürs westentliche verlieren.


Zitat:
Ich Dir und Deinen Fischen auch, wir können uns aber so Du magst auch gerne noch per mail weiter unterhalten.
Hierzu sehe ich keine Veranlassung. Wir können zusammen ein Bier trinken gehen ...oder hier weiter diskutieren, wobei ich zunächst mal, wie immer, ein Forenloses WE verbringen werde und Dir für dieses alles "schöne" wünsche

Gruß
Klaus
Klaus ist offline  
Alt 17.01.2003, 16:45   #30
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Hi Dennis,

siehste mal, erst bekommt man wenn man Probleme hat nur wenige Antworten und die auch noch zäh, aber wenn man sich als Troll outet, dann schwirren einem die Augen und man kommt mit den Antwortet nicht mehr hinterher. Wie paradox.


Zitat:
Harnischwelse brauchen weiches Holz (Moorkien oder Mangrove) zum raspeln bzw. für ihre Verdauung. Die abgegebenen Humin uns Sekundärstoffe sind aber nicht unbedingt ideal für die Malawis.

Also, selbst ohne Welse würde ich die Wurzel aus einem Becken mit ostafrikanischen Cichliden entfernen.
Auch das sehe ich etwas differenzierter. Meine große Mangrovenwurzel gibt sicher einiges an Stoffen ab, das dürfte sich aber bei den starken Wasserwechseln die ich mache nicht besonders auswirken. Es kann auch nciht allzuviel sein, da es sich auf den pH praktisch gar nicht auswirkt obwohl ich es nicht schlimm fände, wenn der etwas mehr zu 7 hin tendieren würde.


In den ostafrikanischen Grabenseen, zumindest in den Felszonen gibt es auch keine Pflanzen, trotzdem haben selbst viele Hardliner-Malawihalter Pflanzen in ihren Becken. Das wiederspricht dem Biotop auch, macht die Becken aber problemloser.

Von den Pflegemaßnahmen, die ich meinem Becken angedeihen lasse, ist es absolut naturnah *lach* nur halt vom Besatz her nicht.


Zitat:
Es geht mehr darum, dass man das bestmögliche Ergebnis für die Tiere erzielt. Es mag nicht einfach sein, großwerdende Tiere unterzubringen, aber es ist nicht unmöglich. Es ist ja auch selten so, dass es um Leben und Tod geht und die Tiere besser vorgestern als heute in ein angemessenes Becken kommen müssen
So wurde es aber hingestellt und das ärgert mich etwas. Wie gesagt, es geht mir weniger darum, meine Art der Aquaristik zu verteidigen sondern um die Bitte, doch ein wenig differenzierter an solche Probleme heranzugehen.

Natürlich wollen wir alle für unsere Tiere das Beste, auch wenn jeder eine andere Meinung hat, was das Beste für sie ist. Manchmal ist das beste tatsächlich (wie bei meinem Wels) im Sommer auf dem Grill zu landen, auch wenns hart klingt.

Liebe Grüße

Judith (der diese Diskussion Spaß macht, auch wenn sie langsam gehaßt wird)
[/quote]
Judith_ ist offline  
 

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