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Alt 17.02.2003, 00:02   #1
Gumbo
 
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Standard Erbitte Tipps zu meinem ersten Aquarium

Hallo an alle!

Wie ich schon im Pflanzenforum geschrieben habe, habe ich nun endlich mein erstes Becken! Allerdings bin ich mir noch nicht ganz darüber im Klaren, ob ich auf dem richtigen Weg bin und ob ich jemals Fische einsetzen sollte oder nicht. Daher wende ich mich an Euch.

Dies ist der Ist-Zustand des Beckens:

* 60x30x30 cm Größe
* eingerichtet am Samstag vor einer Woche: brauner Bodengrund mit abgerundeten Körnchen, ca.2mm Körnergröße ; zwei Savannenholzwurzeln, eine davon bildet liegend eine Terrasse in der hinteren linken Ecke, eine mit Durchgängen versehene steht hinten rechts in der Ecke; ein mit Silikon selbstgeklebter Steinaufbau in Form eines Rondells mit mehreren Durchgängen in der Mitte des Beckens + 4 weitere kleine Steine
* bepflanzt am vergangen Donnerstag, Freitag und Samstag (gestern) mit Echinodorus tenellus (3 kleine Büschel) auf der Terrasse, Bacopa monnieri 16 einzelne Stengel in lockerer Gruppenformation als "Wald" im Hintergrund, flankiert von einer größeren einzelnen Echinodorus parviflorus, von dieser noch zwei weitere Solitärpflanzen im Becken. Weiterhin hinten rechts um die Wurzel herum 3 einzelne Hydrocotyle leucocephala-Ranken, sowie eine davon weiter vorne unter einem Stein verankert und als letztes 3 kleine Büschel Sagittaria subulata(pusilla) rechts im Vordergrund.
* pH: mit Tröpfchentest ca.7,0 gemessen (JBL)
* Nitrittest: mit Tröpfchentest untersten möglichen Wert (unter 0,1mg) gemessen (Sera)
* zu mehr Tests war ich aus Mangel an Zeit sowie Chemikalien noch nicht in der Lage
* habe zu Anfang ca 5 ml Bakterienstarterkultur zugegeben (Nutrafin Cycle)
* habe nach Bepflanzung ca 5 ml Eisendünger hinzugegeben (Nutrafin Plant Gro)
* habe heute eine Hefe-CO2-Düngung hinzugefügt, deren Bläschen aber vorerst noch nur in der Flasche blubbern und sich noch nicht ins Becken vorgekämpft haben
* Lampe: 1x 15 Watt Röhre von Sun-Glo 80 Lux
* Lichtdauer, solange ich nur Pflanzen im Becken habe: ca. 14-15 Stunden täglich
* Minifilter von Aqua Clear für Becken mit 75 Liter; Pumpleistung 378 Liter/h, Filtermaterialien: mitgelieferte Schwammpatrone + eine Handvoll Filterwatte
* Wassertemperatur 25°C

Meine Gedanken für die Zukunft des Beckens:

* möchte das Becken noch mehrere Wochen bis Monate einlaufen lassen, bis ich erkennen kann, daß die Pflanzen sich eingelebt haben, evtl. Vermehrungsfreude zeigen und bis ich mit allen Wasserwerten dauerhaft zufrieden bin. Das beinhaltet natürlich, daß ich in der nächsten Zeit auch alle Wasserwerte erhalten können muß.
Vorher käme mir sowieso kein Fisch ins Becken.
* falls ich mit allem oben genannten zufrieden bin, würde ich gerne ca. 15 Corydoras pygmaeus auf das Becken loslassen. Sonst nichts.
* im günstigsten Fall erwarte ich im Herbst die Übernahme eines 160l-Beckens, in das ich die Pygmaen nach Einlauf des größeren Beckens natürlich umsiedeln würde.
* bei Fischbesatz Lichtdauer von 12 Stunden täglich
* will in Kürze auch über Torf filtern, pH soll bei ca. 6,5-7,0 sein.
* will ausschließlich Zuchttiere kaufen, niemals Wildfänge!

Meine Fragen an Euch:

* Wie denkt Ihr über das, was ich oben geschrieben habe und plane?
* Brauchen die Pflanzen mehr Licht?
* Wäre mein oben geschildertes Becken eine Umgebung, in der 15 Corydoras pygmaeus glücklich werden könnten?
* Vorausgesetzt, ich würde mich für die Fische entscheiden, kann ich dann alle auf einmal einsetzen oder müßte ich mehrmals wenige Fische kaufen? Würde das System, wenn es mit 0 Fischen eingefahren ist, 15 Corydoras pygmaeus auf einen Schlag verkraften oder nicht? Und da es Schwarmfische sind, müßte ich sie nicht auf jeden Fall auf einmal einsetzen?
* Verkauft irgendjemand in Hessen ab und zu Corydoras pygmaeus?


So, das war's von mir, ich hoffe, nun bald von Euch zu lesen!

Viele Grüße
Gumbo (Vanessa) 8)
Gumbo ist offline  
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Alt 17.02.2003, 00:45   #2
anderl
 
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Hallo Vanessa,

wow, da hast Du Dir ja wirklich super viele Gedanken dazu gemacht, find ich klasse und ist auf jeden Fall richtig so.

Ich möcht eigentlich nur zu den Pflanzen was sagen, für die Lichtdauer würd ich so 12 - max. 13 std./pro Tag wählen, das ist völlig genug und zuviel Licht fördert wohl auch ein bißchen das Algenwachstum. Mit der Düngung mußt du Dich auch nicht unbedingt an den Hersteller halten, das ist meistens zu viel und völlig überflüssig (+spart den Geldbeutel), die Hälfte tuts auch, aber mit der Zeit wirst Du schon das richtige Gefühl für bekommen. So wie ich das gelesen hab, hast du einen Flüssigdünger, d.h. für Pflanzen, die ihre Nahrung über die Blätter aufnehmen, aber ich glaub die Echinodoren nehmen fast alle ihre Nährstoffe über die Wurzeln auf, sollte es da also nicht so ganz klappen mit denen, dann kannst Du Dir ja noch spezielle Bodendüngertabletten besorgen, die sind allerdings schweineteuer und würd ich erst kaufen, wenn es nicht so grünt, wie es sollte.

Ansonsten wünsch ich Dir noch viel Spaß mit deiner kleinen Unterwasserwelt,

mfg,
Anderl
anderl ist offline  
Alt 17.02.2003, 01:23   #3
Øle!
 
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Hallo Vanessa!

Wow, Das nenn ich Vorbereitung!

Ich konnte in Deiner Beschreibung nichts fehlerhaftes finden, Du scheinst Dir in den letzten Monaten das gesammte gesammelte Wissen des Forums einverleibt zu haben. Bist Du ne Streberin?

Ich denke, Du bist besser vorbereitet als so mancher Fachverkäufer.

Die Sache mit dem gestaffelten Besetzen ist sicher die beste Vorgehensweise. Wenn die ersten Fische reinkommen, tut sich ja doch noch einiges bei der Wasserchemie. Die c. pygmaeus sind zwar sehr klein und machen darum nicht viel Dreck aber bleib ruhig bei Deiner Planung mit Geduld.
Wenn Du die Möglichkeit hast, die Fische von verschiedenen Züchtern zu bekommen (Zierfischbörsen), tust Du ihnen auch genetisch etwas gutes und kreuzt nicht andauernd Geschwister.

Bei den Wassertests hätte ich noch ne Empfehlung: Nimm JBL die sind sehr genau (z. B. NO2: 0 - 0,025 - 0,05 - 0,1 - 0,2 - 0,4 - 0,6 - 0,8 - 1,0 mg/l).

Nun beginnt das Lernen mittels Beobachtung - viel Spaß dabei!

Mach genau so weiter und halt uns auf dem Laufenden!
Øle! ist offline  
Alt 17.02.2003, 07:14   #4
HPKrug
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Hallo Vanessa!

Auch von mir ein gaaanz dickes Kompliment für so eine gründliche Vorbereitung u. detailierte Schilderung der Gegebenheiten - vorbildlich! :-)

Ich würde sagen, so wie Du das planst, ist es auch umsetzbar. Sehe da keinerlei Probs ;-).

Zwei Dinge sind mir nur aufgefallen:
- Beleuchtung mit einer(?) SunGlo (15 Watt?), Standard bei solchen Komplettsets. Die SunGlo hatte ich bei meinem neuen 54-l-Becken auch dabei, und habe sie _sofort_ rausgeschmissen. So ein diffuses Licht kann IMHO nicht pflanzenwuchsfördernd wirken! Selbst der Hersteller (Fa. Hagen) empfiehlt diese Röhre _nicht_ für Pflanzen. Ich habe sie gegen eine Triton ausgetauscht, die ein sehr helles, klares Licht abgibt. Alternativ würde ich auf eine PowerGlo zurückgreifen. Beide Röhrentypen habe ich in mehreren Becken im Einsatz.
- Du hast anscheinend mehrere Echinodorus parviflorus in diesem Aquarium eingesetzt. Diese Art wird allerdings mit guten 40 cm Wuchshöhe (vom Umfang ganz zu schweigen) recht groß, und dürfte bald den Rahmen eines 30 cm hohen Beckens sprengen.
Ich hatte mir da als Alternative die Echinodorus schlueteri "Leopard" ausgeguckt, die wesentlich besser in ein Aquarium dieser Größe paßt.

Dies sind aber nur ein paar persönliche Anmerkungen meinerseits; ist keine Kritik ;-).

Gruß, HP
 
Alt 17.02.2003, 11:16   #5
Gumbo
 
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Hallo Anderl, Ole und HP!

Vielen Dank für die positive Resonanz von Euch! Das macht mich wirklich glücklich, denn es bestätigt mich in meiner bisherigen Vorgehensweise und zeigt mir, daß die Fische, denen ich (wenn es denn mal soweit ist) ein Leben in begrenztem Raum zumuten werde, eine echte Chance auf Zufriedenheit erhalten werden.
Ich denke mir immer, daß man Tieren, denen man auf der einen Seite die Freiheit "nimmt" (sollten sowieso keine Wildfänge sein), auf der anderen Seite echte Alternativen bieten muß. Z.B. keinen Streß wegen Freßfeinden oder anderen größeren Störenfrieden, keine Angst zu verhungern, also kein Futterelend usw. (natürlich auch nicht überfüttern)
Wie denkt Ihr darüber?

Danke auch für die Anregungen, was ich noch besser machen könnte. Das mit dem Licht z.B., hab ichs mir doch gedacht! Ja, klar, das war ein Komplettset, ist für den Anfang einfach am kostengünstigsten. Da war die Leuchtstoffröhre mit dabei. Ich hatte mir nach einer Faustformel vom Mergus (1 Watt pro 2l Wasser) berechnet, daß ich bei 54l Wasser auf jeden Fall ab 25 W aufwärts haben sollte. Ich werde mich also um eine Alternative bemühen, z.B. um diese Triton o.ä.

Was die Echinodorus parviflorus angeht...sie ist auch in meinen Augen etwas zweifelhaft, aber aus einem anderen Grund. Eigentlich hab ich mir die Pflanzen, die ich haben wollte, vorher genau ausgesucht, aber es ist meist nicht so leicht, auch genau diese bei den Händlern zu erhalten. Einige Arten waren nirgends aufzutreiben und diese Echinodorus-Art wurde mir als Alternative vorgeschlagen. Ausgegeben wurde sie mir als "Echinodorus amazonicus Schmalblättrige Amazonas", die nur 30cm groß werden soll. Im Mergus aber existiert sie so gar nicht. Die Amazonicus ist dort die normale Amazonasschwertpflanze und eine schmalblättrige gibt es dort nicht. Vom Bild her paßt es auch nicht. Ich tippe auf parviflorus, das paßt vom Aussehen am ehesten. Das Wichtigste war für mich erstmal, daß sie Südamerikanerin ist und als Solitärpflanze guten Ausdruck ins Becken bringt. Schutz, Schatten, Rastplätze für die Corydoras - alles inklusive. Und ich seh's locker, denn in den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sie sich so macht, ob sie zu groß wird, oder ob sie vielleicht eingeht...dann entscheide ich neu. Von Echinodorus schlueteri hab ich noch nie gehört. Muß mir wohl mal ein Buch zulegen, das ausschließlich Aquarienpflanzen behandelt. Habt Ihr irgendwelche Tipps dazu?

Wassertests. Ja, JBL soll am besten sein. Hab ich hier schon öfters gelesen. Ist leider des öfteren nicht so leicht zu kriegen. Ich plane, Nägel mit Köpfen zu machen und mir einen JBL-Wassertest-Koffer zu kaufen. Ob den Kleinen oder den Großen, weiß ich noch nicht. Welcher ist besser? Was denkt Ihr? Bei welchem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis am ehesten?

Das mit dem Auffrischen des Genpools ist ein sehr guter Gedanke, den ich auch habe. Ich hoffe, daß ich im Laufe der Zeit andere Corydoras pygmaeus-Besitzer in der Gegend finde, mit denen ich immer mal Nachzuchten tauschen könnte. Eben genau deshalb, um Degenerationen vorzubeugen. Ähm...vorausgesetzt natürlich, die Kleinen werden sich jemals bei mir fortpflanzen (was ich hoffe). :roll: Was wiederum hoffentlich spätestens im 160l-Becken der Fall sein wird. Die Idee mit den Zierfischbörsen ist übrigens klasse, bin ich noch nicht drauf gekommen. Vielleicht finde ich dann dort pygmaeus-Besitzer, wenn es bei mir soweit ist!

Ebenfalls find ich die Idee mit den Bodendüngertabletten prima, denn auch wenn ich gut vorbereitet bin, weiß ich bei weitem noch nicht genug. So wußte ich z.B. nicht, daß die Echinodorus die Nahrung hauptsächlich über Wurzeln aufnehmen. Vielleicht ist das die Erklärung für die starke Ausbildung der Wurzeln. Mal sehen, wie sie sich so machen und mal gucken, wie teuer so ne Bodendüngung auf Dauer wird. Das Schicksal der Echinodoruspopulation in meinem Becken wird sich bestimmt nach diesen Aspekten entscheiden. :wink:

Das wars fürs zweite von mir,
ich würde mich freuen, weitere Anregungen, Kommentare oder was auch immer hier vorzufinden!

Viele Grüße,
Vanessa 8)
Gumbo ist offline  
Alt 17.02.2003, 11:19   #6
Gumbo
 
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8) mein Beitrag wurde doppelt erstellt.... kriegs nicht gebacken, einen davon zu löschen :-? . daher nun diese zeilen
Gumbo ist offline  
Alt 18.02.2003, 07:00   #7
HPKrug
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Hallo Vanessa!

Zitat:
Zitat von Gumbo
Ich denke mir immer, daß man Tieren, denen man auf der einen Seite die Freiheit "nimmt" (sollten sowieso keine Wildfänge sein), auf der anderen Seite echte Alternativen bieten muß. Z.B. keinen Streß wegen Freßfeinden oder anderen größeren Störenfrieden, keine Angst zu verhungern, also kein Futterelend usw. (natürlich auch nicht überfüttern)
Wie denkt Ihr darüber?
Grundsätzlich sehe ich das ganz ähnlich. Wenn man Zierfische schon permanent in "Gefangenschaft" hält, sollte man sich auch bemühen, ihnen bestmögliche Lebensbedingungen zu schaffen.
Neben artgerechter Ernährung gehören auch für die jeweils gepflegten Arten entsprechenden Wasserwerte selbstverständlich dazu.

Zitat:
Ich hatte mir nach einer Faustformel vom Mergus (1 Watt pro 2l Wasser) berechnet, daß ich bei 54l Wasser auf jeden Fall ab 25 W aufwärts haben sollte. Ich werde mich also um eine Alternative bemühen, z.B. um diese Triton o.ä.
Das mit diesen Faustformeln ist immer so 'ne Sache ;-).
Ich müßte demnach über meinem 200er Becken mindestens 100 Watt an Beleuchtung haben; tatsächlich werkeln da aber nur 2 x 30 Watt. Dennoch bin ich mit dem Pflanzenwuchs überaus zufrieden.
Bei der Pflanzenwahl kann man sich ja auch für weniger lichthungrige Arten entscheiden. Anubias, Cryptocorynen u. Echinodoren beispielsweise, stellen (gibt aber auch Ausnahmen) keine allzu hohen Anforderungen an das Licht.
Bei mir läuft jetzt seit gut einem Jahr auch ein 45er Becken mit ebenfalls einer 15-Watt-Triton drüber. Selbst die als lichthungrig geltende Micranthemum umbrosum wuchert darin förmlich ;-).

Zitat:
Ausgegeben wurde sie mir als "Echinodorus amazonicus Schmalblättrige Amazonas", die nur 30cm groß werden soll. Im Mergus aber existiert sie so gar nicht.
Auch in Pflanzenbelangen ist der Mergus teilweise nicht der Weisheit letzter Schluß ;-).

Zitat:
Ich tippe auf parviflorus, das paßt vom Aussehen am ehesten. Das Wichtigste war für mich erstmal, daß sie Südamerikanerin ist und als Solitärpflanze guten Ausdruck ins Becken bringt. Schutz, Schatten, Rastplätze für die Corydoras - alles inklusive. Und ich seh's locker, denn in den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sie sich so macht, ob sie zu groß wird, oder ob sie vielleicht eingeht...dann entscheide ich neu.
Eingehen wird sie Dir mit ziemlicher Sicherheit nicht; dafür ist diese Art viel zu robust :-).
Mein Hinweis kam ja nur, da ich in meinem 112er Becken (40 cm hoch) auch eine E. parviflorus habe, und die wächst mit den Blattspitzen regelmäßig aus dem Wasser heraus.

Zitat:
Von Echinodorus schlueteri hab ich noch nie gehört.
Echinodorus schlueteri und die Sorte E. schlueteri "Leopard" bitte nicht verwechseln; sind zwei paar Schuhe ;-).
Erstere wird bis zu 30 cm hoch, die "Leopard" nur maximal 20 cm, und ist aufgrund der Fleckenzeichnung eine markante Erscheinung im Aquarium. Ist eine sehr wertvolle Mutation!
Siehe hier:
Click the image to open in full size.

Zitat:
Muß mir wohl mal ein Buch zulegen, das ausschließlich Aquarienpflanzen behandelt. Habt Ihr irgendwelche Tipps dazu?
"Aquarienpflanzen" von Christel Kasselmann! (ISBN 3-8001-7454-5)
http://www2.bol.de/pages/functions.p...&ProvID=0&md=5

Zitat:
Ich plane, Nägel mit Köpfen zu machen und mir einen JBL-Wassertest-Koffer zu kaufen. Ob den Kleinen oder den Großen, weiß ich noch nicht. Welcher ist besser? Was denkt Ihr? Bei welchem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis am ehesten?
Das Preis-Leistungsverhältnis dürfte IMHO beim Größeren besser sein, obwohl ich an sich der Meinung bin, daß der Kleine die wichtigsten Testreagenzien enthält, und man dann später (bei Bedarf) immer noch den einen oder anderen Test nachkaufen kann.
Eine "Fehlinvestition" ist jedoch der große Testkoffer keinesfalls ;-).

Zitat:
So wußte ich z.B. nicht, daß die Echinodorus die Nahrung hauptsächlich über Wurzeln aufnehmen.
Dies trifft auf die meisten "Rosettenpflanzen" zu, während Stengelpflanzen den überwiegenden Nährstoffbedarf über das Blattwerk decken.

Gruß, HP
 
Alt 18.02.2003, 18:55   #8
*kazita*
 
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Hi!

ich habe mir kurzerhand den "großen" JBL Koffer für etwa 75 EUR im Web gekauft. (Vorsicht, wird teilweise für 99 EUR vertickt!!) Enthalten sind 13 Tests:

2 GH
2 KH
2 NO2
2 pH 3-10
1 NO3
1 NO4
1 Fe
1 pH 6-7,6
1 PO4 + 1 PO-Tröpfchen


Ist IMO super value4money, weil die häufigsten Tests gleich doppelt drin sind, dh. einzeln Nachkaufen (plus Porto oder Anfahrten) entfällt erstmal.

Soviel zur Chemie

Ansonsten, Vanessa, bin ich etwa auf genau dem selben Weg mit gleichen Überlegungen wie du, wenn du magst, mail mir doch mal via PN.

Viele Grüße

alex
*kazita* ist offline  
Alt 24.02.2003, 21:05   #9
Gumbo
 
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Hallo Ihr Lieben!

Da melde ich mich endlich wieder! Vielen Dank für die weiteren Beiträge, ich freue mich jedes Mal wieder über Resonanz!

Nun zu den Fakten:
Seit ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe, ist folgendes eingetreten:

* Der Nitritpeak hat mein Becken in eisernem Griff, seit letztem Mittwoch ergibt jede Messung ein kirschrotes Ergebnis. Mittlerweile habe ich Nitrittests von JBL und Sera – beide sagen das Gleiche aus: der Nitritgehalt liegt weit oberhalb des maximalen Wertes.
Das letzte Mal habe ich gestern Abend gemessen – wieder das Gleiche. Habe einen 1/3 Wasserwechsel vorgenommen (Grund dafür siehe weiter unten), danach wieder gemessen – gleiches Ergebnis! Zum Vergleich habe ich Leitungswasser gemessen, das ist ok. Der Test somit auch. Habe heute wieder einen Teilwasserwechsel gemacht (1/2) und der Nitritwert ist tatsächlich ein wenig gesunken. Aber immer noch viel zu hoch (nur mit der groben Sera-Skala war die Verbesserung zu erfassen).

* Habe jetzt den JBL-Combi-Koffer geliehen :P (von meinem Stiefvater) und folgende weitere Werte ermittelt:
Gestern: Vor dem Wasserwechsel:
pH 7-7,5
GH Test scheint kaputt, habe bei 28 Tropfen aufgehört (siehe Leitungswasserangaben weiter unten)
KH 4
Nitrat ca. 50 mg/l
Heute: Vor dem heutigen Wasserwechsel: pH 6,5-7 (mache ja CO2-Düngung, s.u.)
Nach heutigem Wasserwechseln: pH ca. 7
Nitrat ca. 30 mg/l

* Ebenfalls letzten Mittwoch habe ich die erste Schnecke aus dem Becken gepflückt. Sie ist im ausgestreckten, kriechenden Zustand etwa ½ Zentimeter lang und sieht am ehesten aus wie eine Schlammschnecke im Mergus. Sie hat ein rundliches, zu einer Seite weggedrehtes Häuschen, das durchsichtig, aber schwarz gemustert ist und leicht spitz zuläuft. Seit diesem Tag habe ich noch drei weitere Mini-Schnecken dieser Art aus dem Becken gesammelt. Habe mir wohl mit irgendeiner Pflanze ein Gelege eingefangen – oder wo kommen die her? Ich habe übrigens Löcher in einigen Blättern meiner Echinodorus parviflorus-Pflanzen gefunden, waren das die kleinen kriechenden Kerlchen? :-?

* Die Pflanzen wachsen und sterben. Beides in deutlich sichtbarem Maße.
Sorgenkind Echinodorus tenellus: Die drei Büschel haben einige braune bis weiße Blätter, die wohl absterben. Sie hatten von Anfang an einen schweren Start, da sie schon beim Kauf krüppelig waren, habe sie daher billiger gekriegt. Sie halten tapfer einen Kernbestand von grünen Blättern und – oh Wunder! – eines der Büschel kriegt nun endlich auch neue! Bei ihr bin ich also derzeit noch guter Hoffnung, obwohl sie seit Anfang an in echt trauriger Verfassung ist.
Sorgenwald Bacopa monnieri: Ich habe die Stengel in lockerer Formation gepflanzt, damit alle genug Licht und Raum haben. Nun werden aber die meisten der ohnehin schon bräunlichen Blätter matschig, verlieren an Substanz, fallen ab. Das sieht sehr besorgniserregend aus. :cry: Ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich wachsen, es sieht aber so aus, als würden fast alle der Stengel an den Spitzen jeweils neuere, grünere Blätter entfalten und neu bilden. Dies allerdings recht langsam. Der Verfall der Blätter auf gesamter Stengellänge hingegen geht ziemlich flott vonstatten. Kahl sind sie noch nicht, aber wenn das so weiter geht, werden sie es bald sein, fürchte ich.
Sorgenbüschel Sagittaria subulata (pusillum): die drei eingepflanzten Büschel, die ich ebenfalls aufgrund ihres traurigen Zustandes billiger erstehen konnte, haben alle Ursprungsblätter in durchsichtige Spinnweben verwandelt. Man kann alle Verfallsstadien einer Pflanze in Echtzeit und 3D verfolgen. Dies bestürzt mich aber nicht weiter, da eines der Büschel wie der Teufel neue Blätter bildet. Es hat 9 neue Blätter innerhalb einer Woche gebildet und diesen kann man beim Wachsen fast zusehen! Alle paar Stunden sind sie wieder ein kleines Stückchen größer. Heute hat es das erste Mal so eine Art „Wachstumspause“ eingelegt. Ein zweites Büschel bildet langsam und zaghaft ein winziges, filigranes Sträuschen aus drei hauchzarten Blättern. Es wächst recht langsam.
Hydrocotyle leucocephala: die Ranken bilden an den oberen Blattachseln neue Blättchen in Form kleiner „Teller“, was ausgesprochen niedlich ist. Die unteren, großen Blätter werden an den etwas schattigeren Standorten allerdings gnadenlos „eingematscht“.
Und zu guter Letzt die „Raketen-Pflanze“ Echinodorus parviflorus: Alle drei Solitärbüschel haben schon mindestens ein komplett neues, riesengroßes Blatt gebildet. Eines von ihnen sogar schon zwei, da dieses Büschel genau genommen aus zwei Hälften besteht. Sie zaudern allesamt nicht lange, was Blattwachstum angeht. Abends sieht man ein schlankes, zusammengerolltes Stielchen aus der Mitte der Pflanze herausragen. Es sieht in diesem Stadium aus wie die Nadel einer großen Spritze. Im Laufe des nächsten Tages entwickelt sich das Stielchen zu einem großen, locker zusammen gerollten Etwas, das nun schon eher als Blatt zu erkennen ist. Am Abend desselben Tages öffnet sich das Blatt. Im Lauf der nächsten Tage entsteht dann ein Riesenblatt, das deutlich heller ist als die schon vorhandenen. Scheinbar wird hier Quantität (Blattmasse) über Qualität (Chlorophyll-Anteil) gestellt.

* Ich habe eine CO2-Düngeanlage gebastelt und in Betrieb genommen. In einer leeren und ausgespülten 1 Liter Plastikflasche habe ich 120 g Zucker in 600 ml lauwarmem Wasser gelöst und knapp 1/8 Hefeklötzchen darin suspendiert. Beim Rezept bin ich dem Tipp eines anderen Zierfischforum-Mitgliedes gefolgt ( http://www.zierfisch-forum.de/forum/...763&highlight= ) und habe dies leicht modifiziert.
Die Flasche habe ich mit einem durchbohrten Plastikdeckel fest verschraubt und einen Schlauch hindurch gesteckt. Dieser führt in eine 1 Liter Plastikwaschflasche, gefüllt zu 2/3 mit Wasser. Aus dieser Flasche führt wiederum ein Schlauch hinaus, in das Aquarium. Der Ausgang des Schlauches ist mit einem porösen Weidenhölzchen versehen. Die Schlauch-Deckel-Übergänge sind mit Silikon abgedichtet. Die Düngung funktioniert prächtig, aus dem Weidenhölzchen traten schon nach wenigen Stunden (unter 8 ) winzige Bläschen in großer Zahl aus. Diese Düngung läuft nun seit Sonntag morgen, angesetzt habe ich sie Samstag abend. Den pH-Wert hat sie anscheinend günstig beeinflusst. (s.o.)
Heute mußte ich das Weidenhölzchen wechseln, weil es verschimmelt war!
Jetzt blubbert es wieder friedlich vor sich hin.

* Es haben sich die ersten Algen eingefunden! :evil: Diese Entdeckung bestürzt und besorgt mich wirklich. Auf der am zentralsten gelegenen (hellste Stelle im Aquarium) E. parviflorus habe ich sie zuerst entdeckt und dort wachsen sie am besten: es handelt sich um einen sich rasant ausbreitenden Rasen aus kleinen Pinselchen, die fest an die Pflanze angeheftet sind und fröhlich - als könnten sie kein Wässerchen trüben - in der Strömung hin und her wehen. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll, ich weiß nur, dass ich keine Algenpest in meinem Becken haben will. Der Standort des Beckens ist sehr dunkel. Soweit so gut. Vielleicht habe ich es mit meiner Beleuchtungsdauer übertrieben (s.o.), ich wollte den Pflanzen ja einen guten Start ermöglichen. Jetzt habe ich folgendes Beleuchtungsprogramm neu eingestellt, in der Hoffnung, den Algen damit schwer zu schaden: Licht von 5:30-6:30 (dann kann ich beim Frühstück ins Becken gucken), Licht von 10:00-13:00, Licht von 15:00-20:30 (dann kann ich nach der Arbeit reingucken).
Die Algen sind meiner Meinung nach direkte Konkurrenten in der gleichen ökologischen Nische, die auch die Pflanzen besetzen. Es muß aber doch Unterschiede geben, z.B. in den Chlorophyll-Arten. Absorbieren Algen und Pflanzen das gleiche Spektrum?
Da meine Nitrit- und Nitratwerte recht hoch sind, denke ich, dass insgesamt das Nährstoffangebot in meinem Wasser zu hoch ist, was in meinen Augen Algenwachstum fördert. Daher habe ich in das System mit den beiden Wasserwechseln eingegriffen. Denkt Ihr, das ist sinnvoll? Ich plane morgen einen weiteren Wasserwechsel, um die Nährstoffe auszudünnen und den Konkurrenzdruck auf Algen und Pflanzen zu erhöhen. In der Hoffnung, dass die Pflanzen den Kampf gewinnen.
Desweiteren frage ich mich, ab wann ich bei meinen Wasserwerten einige Amano-Garnelen als Algen-Vertilger einsetzen könnte. Kennt sich jemand mit Garnelen aus?
Ebenfalls frage ich mich, ob ich nicht einen gestreiften Ohrgitter-Harnischwels (Otocinclus affinis), angebliche Maximalgröße 4cm, sehr verträglich, hinzufügen sollte. Unter Umständen schon vor dem Corydoras pygmaeus-Besatz. Voraussetzung wäre natürlich wieder, dass es sich um eine Nachzucht und keinen Wildfang handelt. Kennt sich jemand mit diesen Tierchen aus? Sind es Schwarmfische? Ich denke nicht, aber das geht nicht sicher aus dem Mergus hervor. Werde weiter nach Infos suchen, denke aber, dass der Kleine auch gut zu meinem Südamerika-Lebensraum passen würde. Denkt Ihr, er würde den Corydoras pygmaeus in die Quere kommen? Würde ich ihnen damit schaden? Fressen die kleinen pygmaen eigentlich auch Algen?

* Habe nun eine andere Neonröhre gekauft: 15 Watt Power Glo mit 55 Lux, aber 700 Lumen (glaube ich) und einem Schwerpunkt des Spektrums im blauen Bereich.

* Habe die Wasserwerte meines Leitungswassers eingeholt, das Wasserwerk hat mir den Geschäftsbericht von 2001 (merkwürdig) geschickt. Im Detail sind sie wie folgt (gebe nicht alle an):
pH 7,86
Gesamthärte 8,5 °dH
Karbonathärte 6,2 °dH
Nichtkarbonathärte 2,3 °dH
Hydrogencarbonat 134,2 mg/l
Elektrische Leitfähigkeit 347 µS/cm
Aluminium, Ammonium, Bor,
Eisen, Mangan, Phenole, Silber alle unter Nachweisgrenze
Barium 0,13 mg/l
Calcium 43 mg/l
Chlorid 15 mg/l
Kalium 2,9 mg/l
Magnesium 11 mg/l
Natrium 8 mg/l
Ortho-Phosphat 0,2 mg/l
Sulfat 36,2 mg/l
Sauerstoff 10,4 mg/l
Freie Kohlensäure 3,3 mg/l
Gebundene Kohlensäure 48,4 mg/l
Nitrat 14 mg/l
Schwermetalle alle unter Nachweisgrenze
Fluorid 0,1 mg/l
Nitrit unter Nachweisgrenze


Hier noch eine Frage direkt an HP Krug: Hättest Du vielleicht Echinodorus schlueteri leopard übrig, auf dass ich mir ein Pröbchen davon möglicherweise, eventuell, ganz unverbindlich angefragt, abholen könnte? Da ich selbst aus der Region Gießen/Marburg/Frankfurt komme, wird das natürlich nicht ganz einfach.

Das war’s vorerst mal wieder von mir,
viele Grüße und bis demnächst
Vanessa 8)
Gumbo ist offline  
Alt 25.02.2003, 07:02   #10
HPKrug
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Hallo Vanessa!

Zitat:
Zitat von Gumbo
* Der Nitritpeak hat mein Becken in eisernem Griff, seit letztem Mittwoch ergibt jede Messung ein kirschrotes Ergebnis. Mittlerweile habe ich Nitrittests von JBL und Sera – beide sagen das Gleiche aus: der Nitritgehalt liegt weit oberhalb des maximalen Wertes.
Diese Entwicklung ist völlig normal, und kein Grund zur Besorgnis, da sich ja noch keine Lebewesen in Deinem Aquarium befinden (die Schnecks mal außen vor).
Der Nitritwert wird im weiteren Verlauf ganz sicher zurückgehen.
Den Filter bitte _unbedingt_ völlig in Ruhe lassen!

Zitat:
Nach heutigem Wasserwechseln:
Nitrat ca. 30 mg/l
Hohe Nitrat- und Phosphatwerte begünstigen Algenwachstum sehr.
Der Nitratwert sollte deutlich unter 20 mg/l liegen, und der Phosphatwert nur bis zu 0,25 mg/l ausmachen.

Zitat:
* Ebenfalls letzten Mittwoch habe ich die erste Schnecke aus dem Becken gepflückt. Sie ist im ausgestreckten, kriechenden Zustand etwa ½ Zentimeter lang und sieht am ehesten aus wie eine Schlammschnecke im Mergus. Sie hat ein rundliches, zu einer Seite weggedrehtes Häuschen, das durchsichtig, aber schwarz gemustert ist und leicht spitz zuläuft.
Dieser Beschreibung nach wohl am ehesten eine Quellblasenschnecke ( http://www.wirbellose.de/arten.cgi?a...show&artNo=114 ). Vergreift sich _nicht_ an lebenden Pflanzen und gilt als guter Algenvertilger. Ich habe diese Schneckenart in allen meinen Becken.
Man schleppt sie sich in der Tat meist mit neuen Pflanzen ein.

Zitat:
Ich habe übrigens Löcher in einigen Blättern meiner Echinodorus parviflorus-Pflanzen gefunden, waren das die kleinen kriechenden Kerlchen? :-?
Glaube ich eher nicht. Wahrscheinlich müssen sich die E. parviflorus erst auf submerse Kultur umstellen (werden meist emers gezogen), und da kommt's mitunter zu mehr oder minder ausgeprägten Blattverlusten bei den Echis. Ist aber nicht besorgniserregend, da die Pflanzen in aller Regel wieder kräftig frisch austreiben.

Zitat:
Am Abend desselben Tages öffnet sich das Blatt. Im Lauf der nächsten Tage entsteht dann ein Riesenblatt, das deutlich heller ist als die schon vorhandenen. Scheinbar wird hier Quantität (Blattmasse) über Qualität (Chlorophyll-Anteil) gestellt.
Auch dies ist für Echis typisch. Die neuen (helleren) Blätter dunkeln aber zumeist noch deutlich nach ;-).

Zitat:
Jetzt habe ich folgendes Beleuchtungsprogramm neu eingestellt, in der Hoffnung, den Algen damit schwer zu schaden: Licht von 5:30-6:30 (dann kann ich beim Frühstück ins Becken gucken), Licht von 10:00-13:00, Licht von 15:00-20:30 (dann kann ich nach der Arbeit reingucken).
Bei solchen "Intervallschaltungen" bitte immer bedenken, daß die kürzeste Schaltzeit mind. 5! Stunden (am Stück) betragen sollte, damit die Kulturpflanzen _effektiv_ Photosynthese betreiben können. Alles darunter schadet IMHO eher als es nutzt.
Bei den Beleuchtungspausen sollten mind. 3 Stunden (am Stück) eingestellt werden, damit es den Algen wirklich schadet.

Zitat:
Da meine Nitrit- und Nitratwerte recht hoch sind, denke ich, dass insgesamt das Nährstoffangebot in meinem Wasser zu hoch ist, was in meinen Augen Algenwachstum fördert. Daher habe ich in das System mit den beiden Wasserwechseln eingegriffen. Denkt Ihr, das ist sinnvoll?
Das halte ich auch in der Einfahrphase für sehr sinnvoll, gerade auch um ein Mineralstoffüberangebot zu reduzieren. Dies ist auch ein Stück weit Algenprävention.

Zitat:
Desweiteren frage ich mich, ab wann ich bei meinen Wasserwerten einige Amano-Garnelen als Algen-Vertilger einsetzen könnte. Kennt sich jemand mit Garnelen aus?
Garnelen reagieren noch empfindlicher als Fische auf hohe Nitritwerte und Belastungen mit Schwermetallen.
Bereits NO2 ab 0,2 mg/l kann die Garnelen in's Jenseits befördern!
Ein Besatz ist daher erst sinnvoll, wenn der Nitritpeak ausgestanden ist.

Zitat:
Ebenfalls frage ich mich, ob ich nicht einen gestreiften Ohrgitter-Harnischwels (Otocinclus affinis), angebliche Maximalgröße 4cm, sehr verträglich, hinzufügen sollte.
Otos bitte immer in kleinen Gruppen (von mind. 6 Tieren) halten; sind gesellige Fische.
Habe in meinem 112er Becken sogar 8 Stück von einer Sorte. Einer Vergesellschaftung mit Corys steht nix im Wege, da der Otocinclus ein absolut friedlicher Fisch ist.

Zitat:
Hier noch eine Frage direkt an HP Krug: Hättest Du vielleicht Echinodorus schlueteri leopard übrig, auf dass ich mir ein Pröbchen davon möglicherweise, eventuell, ganz unverbindlich angefragt, abholen könnte? Da ich selbst aus der Region Gießen/Marburg/Frankfurt komme, wird das natürlich nicht ganz einfach.
Würde Dir da gerne helfen, aber meine E. schlueteri "Leopard" hat noch keine Ableger gebildet. Derzeit blühen bei mir nur E. argentinensis (wird aber noch ein wenig größer als E. parviflorus) und E. parviflorus "Tropica".
Die "Leopard" habe ich beim Alexander Dörfler für EUR 4,10 bekommen. Eventuell bestellste Dir da einfach mal ein schönes Exemplar.

Gruß, HP
 
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