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Alt 05.04.2003, 20:46   #1
Michelchen
 
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Standard Brackwasser im 100 L-AQ?

Hallo Leute,

ich habe demnächst ein 100-Liter-Becken (80 x 35 x 40) frei, und überlege darin ggf. ein Brackwasserbecken einzurichten.
Welche Fische in welcher Stückzahl könnte man darin pflegen? Wie sieht es mit der Bepflanzung aus? Welche Arten kommen da in Betracht, ohne dass ich "alle Nase lang" Nachschub kaufen muss?

Gruß

Michael
(der bislang noch keine Erfahrung mit Brackwasserbecken hat)
Michelchen ist offline  
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Alt 06.04.2003, 13:48   #2
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hi,

was schwebt dir denn so vor?
 
Alt 06.04.2003, 20:49   #3
Michelchen
 
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Hallo Charlie,

mir stellt sich grundsätzlich die Frage, ob das ganze Unternehmen bei einem Becken der genannten Größe überhaupt Sinn macht. Einerseits wegen der Auswahl an Fischen und andererseits bezüglich der Stabilität der Wasserverhältnisse. Ich kenne beispielsweise keine Seewasser-AQ in dieser Größe. Wenn ich das hierim Forum so verfolge, kommen außer Goldringelgrundeln ja kaum Tiere in Frage, die sich in einem derart kleinen Becken angemessen pflegen lassen, oder?
Da ich auch gern etwas Grün in meinen Becken habe, frage ich mich, welche Arten (außer Mangrovengewächsen) denn die Salinität von Brackwasser mit machen?

Viele Grüße

Michael
Michelchen ist offline  
Alt 06.04.2003, 21:04   #4
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hi,

es gibt schon brackwasserbewohner, die du in so einem becken pflegen kannst.
nur bei den "gängigen" sehe ich da schwarz (silberflossen, schützen, arius seemani, vieraugen usw. )

was hälst du denn von silbermollies oder irgendeinem anderen mix?

die könntest du gut mit goldringel- oder anderen kleinen grundelarten vergesellschaften.

oder ein kleiner schwarm celebes sonnenstrahlfische?
die passen auch zu den grundeln. dazu ein paar amanos.

oder ein artenbecken für 2 palembangs?
oder ein pärchen brackwasserbewohnende kleine barsche?

die bepflanzung richtet sich nach dem salzbedürfnis deiner fische.
wenn du z.b. die grundeln nimmst, ist die auswahl noch recht groß.
bei den palembangs wirds schon schwerer.

am besten gedeiht cryp. cilliata. halten tun sich einige, z.b. javafarn, javamoos, vallies....
aber nicht, wenn das sg über 1,005 steigt. (außer cilliata, die ist zäh)
 
Alt 06.04.2003, 21:26   #5
Michelchen
 
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Hallo Charlie

es gibt schon brackwasserbewohner, die du in so einem becken pflegen kannst.
nur bei den "gängigen" sehe ich da schwarz (silberflossen, schützen, arius seemani, vieraugen usw. )


Die hatte ich ohnehin ausgeschlossen! Da müsste ich schon eines der großen Becken umgestalten. Das möchte ich aber nicht, denn ich bin mit dem Besatz usw. sehr zufrieden

was hälst du denn von silbermollies oder irgendeinem anderen mix?

Nicht so sehr viel. Naturfarbene P. vellifera fände ich schön, aber dafür ist das Becken ja wohl auch zu klein!


oder ein kleiner schwarm celebes sonnenstrahlfische?
die passen auch zu den grundeln. dazu ein paar amanos.


Reicht für die nicht auch "einfach" hartes Wasser ohne Salzzusatz?
Zumindest Amanos werden doch auch in reinem Süßwasser gehalten.

oder ein artenbecken für 2 palembangs?
oder ein pärchen brackwasserbewohnende kleine barsche?


Palembans sind die 8er-Kugelfische, oder? Da hat sich ja in den letzen Paar Jahren hinsichtlich der Taxonomie einiges getan. Und wer da nicht am Ball bleibt (wie ich) hächelt dann hinterher.

Mit den "Barschen" meinst Du vermutlich den sogenannten "Indischen Buntbarsch", Paretroplus maculatus. Oder gibt es da noch andere "echte" Barsche?

die bepflanzung richtet sich nach dem salzbedürfnis deiner fische.
wenn du z.b. die grundeln nimmst, ist die auswahl noch recht groß.
bei den palembangs wirds schon schwerer.


Gibt es bezüglich der Salzgehalte bzw. -toleranzen der einzelnen Arten eine Übersicht, auch was die Fische angeht (z. B. hier im WWW)? Die Bezeichnung mit dem Salzgehalt (z. B. 1,005) sollte man mir vielleicht zum besseren Verständnis auch mal kurz erklären, bitte bitte... :roll:


Vielen Dank erst mal daür, dass Du auf meine Fragen so geduldig antwortest! Ich bin zwar schon seit 25 Jahren Aquarianer, habe mich aber für die (halb)salzige Wasserwelt nie so richtig interessiert. Erst seit einiger Zeit kommt da mehr und mehr Interesse auf. Gibt es möglicherweise ein brauchbares Buch zu diesem Thema?

Viele Grüße

Michael
Michelchen ist offline  
Alt 06.04.2003, 21:57   #6
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hi,

also erstmal zum SG:

das heißt spezifisches gewicht.
süßwasser (jetzt mal ganz vereinfacht) hat ein spezifisches gewicht von 1,000, seewasser 1,023 aufwärts (noch vereinfachter)
dazwischen liegt das brackwasser.
(zusammenhänge wie temp usw. laß ich jetzt mal weg)
das ganze mißt du mit einem aräometer.

am pflegeleichtesten ist brackwasser so um sg 1,005.
bei diesem wert fühlen sich die meisten pflanzen noch einigermaßen wohl und dieser passt auch zu vielen brackwasserbewohnern (wieder vereinfacht)

zu den barschen: der indische (etroplus maculatus) ist ein beispiel, aber es passen auch glasbarsche (chanda ranga, aber bitte ohne farbinjektionen).

zu den amanos: sie leben im süßwasser, sind aber brackwasserverträglich (leichtes)
andere passende wirbellose sind rennschnecken (beides nicht bei kuglern)
dachte ich als nette auflockerung.

zu den p. velifera: für die reinform ist das becken zu klein, es gibt jedoch vielfältige mischlinge, die ähnlich aussehen, aber viel kleiner bleiben, wie z.b. der handelsübliche "silbermollie"

zum thema "reichen": viele brackwasserbewohner können sich sehr gut auf see- oder süßwasser umstellen.
aber oft ist die richtung dieser umstellung im der "natur" "one-way", ein kurztripp, bedeutet also im aq oft "dauerpatient"

zu den palembangs: das ist der triviale verkaufsname (wie auch figure 8 ), leider etwas irreführend. eigentlich heißen die burschen tetraodon biocellatus.

zu den pflanzen: es gibt eine schöne liste, aber die bezieht sich auch auf salzverträgliche pflanzen aus allen breiten. damit wirst du wenig anfangen können.
im prinzip kannst du die ausprobierten pflanzen anderer brackwasseraquarianer nehmen und daran rumdoktern.
scheinbar haben einige leute gute erfahrungen mit pflanzen, die bei mir sofort den geist aufgeben und andersrum.

meiden solltest du alle feinblättrigen und rote pflanzen.
einige sumpfpflanzen sind recht robust.
aber bei dem thema geht probieren über studieren.
 
Alt 08.04.2003, 10:57   #7
Michelchen
 
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Hallo Charlie,

sorry, dass ich mich erst heute wieder melde! :roll:

Zunächst mal vielen Dank für Deine Infos, insbesondere zum Salzgehalt. Habe da aber noch ein paar Verständnisfragen:

Wirkt sich die Ausgangshärte des Süsswassers irgendwie auf den späteren Salzgehalt aus (weiches Süsswasser = niedrigerer Salzgehalt bei gleicher Zugabemenge)?
Gibt es zum erreichen des SG irgendwelche Faustregeln oder Berechnungsformeln?

Was darf so ein Aräometer kosten? Möchte mir nicht gleich aus Unwissenheit die "Mercedes-Ausführung" anschaffen. :wink:

Viele Grüße

Michael
Michelchen ist offline  
Alt 11.04.2003, 14:24   #8
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hi,

aräometer sind nicht so teuer. 10 euro ungefähr.

das ausgangswasser ist relativ egal, da brackwasser in der regel hart und alkalisch ist.

gh brauchst du nicht zu messen, ist eh jenseits von gut und böse.
kh steigt durch die seesalzzugabe etwas mit, aber nicht so sehr wie die gh.

das sg=1,000 im süßwasser bezieht sich auf osmosewasser.

inwiefern die salze, die für gh und kh verantwortlich sind mitgemessen werden kann ich dir nicht sagen. bin ein chemiedummie.
nachweisbar per aräometer im normalfall ist nur das NaCl, also der kochsalzanteil.

mach dir über die werte nicht allzuviel gedanken, brackwasser ist von natur aus sehr veränderlich und die fische können diese änderungen gut wegstecken, brauchen sie scheinbar sogar.
nur nitrit und nitrat im auge behalten.

wie sind denn die werte deines ausgangswassers?
poste mal die werte, dann sehen wir weiter.

den salzgehalt (hier NaCl) legst du einmal fest und merkst dir die ungefähre menge, die du eingemischt hast.
wenn du das raus hast, salzt du beim wasserwechsel aus dem handgelenk, also z.b. 2 hände voll salz in einen 10 l eimer.
oder du suchst dir ein kleines gefäß, dass zu der ungefähren salzmenge passt.
zwischendurch machst du stichproben.
irgendwann hast du ein händchen dafür.

verdunstetes wasser füllst du mit süßwasser auf.
 
Alt 11.04.2003, 19:09   #9
Michelchen
 
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Hallo Charlie,

vielen Dank für die Rückantwort! :-kiss

Also, mein Ausgangswasser hat folgende Werte:

ph 7,5
gh 18 (Winter) im Sommer bis auf 27 ansteigend (keine Ahnung warum
kh 12-14
No2 & No3 kann ich derzeit keine Werte liefern!

Benutzt man eigentlich "stink" normales Kochsalz? Wenn ja, mit oder ohne Jod?

Gruß

Michael
Michelchen ist offline  
Alt 12.04.2003, 02:58   #10
dwiebus
 
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Hallo michael,

Mit dem werten kanst du auf jeden fall ein brackwasserbecken einrichten (die werte im brackwasser schwanken je nach fluß sowieso).

Zum aufsalzen würde ich dir zu Meersalz raten normales kochsalz hat nicht alle bestndteile des meersalzes.
dwiebus ist offline  
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