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Alt 07.07.2003, 17:14   #1
Stephan Neufang
 
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Standard Mein erstes Projekt: Asienbecken

Hi zusammen,

ich hatte mich ja gerade schon im Mitgliederforum vorgestellt. Ich richte gerade mein erstes Aquarium ein und fühle mich eigentlich nicht als ganz „blutiger“ Anfänger, da ich mich schon lange informiert und viel gelesen habe – vor allem auch hier im Forum. Nachdem es jetzt in die Praxis geht, möchte ich aber doch noch die eine oder andere Unklarheit beseitigen und vielleicht habt Ihr ja Lust, mich dabei zu unterstützen.

Also, worum geht’s? Ich will mir gerne ein Asienbecken einrichten, bevorzugt Thailand. Einiges habe bzw. weiß ich schon, anderes brauche ich noch.

1) Becken: Ich habe ein Juwel Vision 180, nagelneu, gerade ausgepackt und noch trocken. Ich weiß, dass es edlere Lösungen gibt als den integrierten Innenfilter, aber mehrere Leute haben mir bestätigt, dass der Juwel-Filter bei ihnen langjährig zuverlässig und zur Zufriedenheit läuft – also lasse ich es erst mal dabei.

2) Bodengrund: Auf Grund dieses Forums war ich bis vor wenigen Tagen sicher, feinen Quarzsand verwenden zu wollen. Allerdings habe ich in den letzten Tagen mit wirklich vielen Leuten darüber gesprochen (Händler, Freunde mit Aquarien etc.) und ausnahmslos alle haben mir davon abgeraten bzw. von schlechten Erfahrungen berichtet. Die Vorbehalte gingen immer darum, dass der Sand nicht genug durchspült sei und sich faulende Stellen bilden würden. Diese eklatante Diskrepanz zwischen den Meinungen verunsichert mich.

Meine Frage also: Was muss ich beachten (Körnung des Sandes?, Füllhöhe?, Bepflanzung? Etc?), um mit größter Wahrscheinlichkeit diese Probleme ausschließen zu können. Oder gibt es hier jemand, der genau deshalb auch zu anderem Bodengrund rät?

3) Rückwand: Ich habe mir nicht die Juwel Struktur-Rückwand gekauft, sondern eine von Aqua El, weil sie mir besser gefallen hat. Der Verkäufer hat mich darauf hingewiesen, dass die Rückwand unbedingt rundherum mit Silikon befestigt werden muss. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass Wasser hinter die Rückwand läuft und dort mangels Zirkulation absteht und die Wasserqualität beeinträchtigt. Nachdem ich die Rückwand ausgepackt hatte, ist diese allerdings in Ihrer Struktur gewellt. Es gibt also keine gerade Kante, die ich vollflächig verkleben könnte, sondern nur einzelne Kontaktpunkte über die gesamte Fläche der Rückwand, die ich mit der Aquarienscheibe verkleben kann.

Frage: Muss ich mir darüber sorgen machen? Wirkt die Wand nicht evtl. wie ein HMF? Kann ich Sie beim Wasserwechsel evtl. mit dem Schlauch ausreichend hinterspülen? Wie würdet Ihr eine solche Wand verkleben, damit das Wasser ok bleibt?

4) Pflanzen: Das Becken soll stark bepflanzt werden, etwa in der Art wie der Vorschlag „Mekong Delta“ von Dennerle. Wie muss ich direkt nach der Bepflanzung verfahren, um einerseits optimales Pflanzenwachstum zu erreichen und andererseits Algen zu verhindern?

- Licht: Sofort die volle Beleuchtung? Ich dachte an 4 Stunden Licht, 4 Stunden Pause, 8 Stunden Licht. Oder besser sachte am Anfang mit kürzeren Beleuchtungsperioden. Falls ja, wie kurz?
- CO2: Von Anfang an mit CO2 düngen oder erst später?
- Dünger: Ich habe E15, V30 und S7 von Dennerle. Reicht das? Wann beginne ich mit der Düngung? Sofort, nach ??? Wochen, in voller oder reduzierter Dosis?

5) Besatz: Keine Angst, Fische sollen jetzt noch keine rein. Ich richte jetzt erst mal ein und fahre dann in Urlaub. Die ersten Fischlies können frühestens Mitte September kommen. Trotzdem mache ich mir Gedanken um meinen künftigen Wunschbesatz. Bisher träume ich von:

8 Botia sidthimunki
20 Rasbora espei
1,1 „Fadenfisch“
1,1 „Kampffisch“

Mit "Fadenfisch" meinte ich bisher Trichogaster trichopterus und mit "Kampffisch" Betta splendens. Inzwischen bin ich aber schlauer und weiß, dass die beiden nicht so gut zusammen passen.

Was könnt Ihr mir als Ersatz vorschlagen? Mir schweben 2 Paar vor, die eine interessante Ergänzung zu dem Schwarm Bärblingen bildet. Evtl. Colisa chuna und einen maulbrütenden Kampffisch (welchen?)

Achja, die Wasserwerte. Mein Leitungswasser findet Ihr bei Dennerle unter der PLZ 85356. Ich weiß, dass das nichts für den geplanten Besatz ist und habe mir bereits eine UAO angeschafft. Zu deren konkreten Einsatz dann später noch ein paar Fragen. Jedenfalls sollten wir zunächst mal bei der Besatzdiskussion davon ausgehen, dass ich die passenden Werte für die beiden o.g. Arten erreichen kann. Wassertests zur Kontrolle sind auch bereits angeschaft (JBL).

So, das war’s jetzt erst mal – ganz schön lang geworden. Ich berichte in den nächsten Tagen, wie es weitergeht und freue mich auf Eure Antworten.
Stephan Neufang ist offline  
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Alt 07.07.2003, 17:48   #2
naked lunch
 
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Standard

Hallo Stephan

Es gibt zu vielen Themen stark unterschiedliche Meinungen (Foren).
Hier meine

Sand mit 0,5-0,8mm mit 5-7cm ist gut und billig
Bei Kies mit 2-3mm hast du den Vorteil der Farbwahl (z.B. schwarz) und wird auch tausend fach verwendet. Willst du Fische mit Barteln halten, dann nimm den teuren Kunstoffummantelten. Höhe 5-10cm.

Lies mal.. durch. Er ist wohl reiner Fürsprecher des Sandes
http://www.******-ing.de/
unter Bodengrund, aber lies auch die anderen Artikel und auch unter Gatbeiträge (Dr. Gerd Kassebeer übers Mulmthema,..)

Zur Rückwand: Glaub ich hab auch so eine -du kanns ja mal einen link hierher legen. Meine ist mitlerweile weiß, und das obwohl mein größter Wels in dem Becken eine Pecolita (7cm) ist.
Meine ist nur mit Styrphorstücken festgeklemmt und ein Beipass hinter die Rückwand verlégt, die für Durchstömung sorgt.

Bodengrunddünger am Anfang ist nicht verkehrt, dann wächst halt alles schneller. Flüssigdünger am Anfang ist super für Algen, also erst nach Monaten.

Licht,CO2 sofort.

Botia sidthimunki würd ich mich erst mal genau informieren-Staudamm....

Laß dir mit den Fischen richtig viel Zeit, damit dein Becken nicht schon voll ist, wenn du erst richtig weißt was du haben willst.
Gerade anfangs kennst du ja kaum Fischarten.

Poste deine Wasserwerte am besten mal hier rein..

Gruß
Frank
naked lunch ist offline  
Alt 07.07.2003, 18:13   #3
JochenK
 
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Standard Re: Mein erstes Projekt: Asienbecken

Hi Stephan,

Zitat:
Zitat von Stephan Neufang
1) Becken: Ich habe ein Juwel Vision 180, nagelneu, gerade ausgepackt und noch trocken. Ich weiß, dass es edlere Lösungen gibt als den integrierten Innenfilter, aber mehrere Leute haben mir bestätigt, dass der Juwel-Filter bei ihnen langjährig zuverlässig und zur Zufriedenheit läuft – also lasse ich es erst mal dabei.
Ich habe schon mehrere Jahre in meinen beiden Aquarien (250 und 120l) jeweils einen Juwel Innenfilter und bin zufrieden. Also lass ihn drin. Der Juwel FIlter hat eine sehr lange Standzeit, das heisst die Zeit bis Du ihn reinigen musst. Meine Filter laufen immer in der Grössenordnung 3-4 Monate bevor ich die Schaumstoffeinlagen mit kaltem Wasser auswasche. Um zu vermeiden dass die dreckige Brühe im Filter ins Becken zurückläuft, kannst Du den Wasserspiegel im Becken so weit senken, dass dieser unter den Ansuagschlitzen liegt. Es ist etwas lästig das Aquarienwasser in der Wanne zwischenzulagern, aber in diesem Zeitabstand lässt sich das verschmerzen.
[/quote]

Zitat:
2) Bodengrund: Auf Grund dieses Forums war ich bis vor wenigen Tagen sicher, feinen Quarzsand verwenden zu wollen. Allerdings habe ich in den letzten Tagen mit wirklich vielen Leuten darüber gesprochen (Händler, Freunde mit Aquarien etc.) und ausnahmslos alle haben mir davon abgeraten bzw. von schlechten Erfahrungen berichtet. Die Vorbehalte gingen immer darum, dass der Sand nicht genug durchspült sei und sich faulende Stellen bilden würden. Diese eklatante Diskrepanz zwischen den Meinungen verunsichert mich.
Diese Meinung hat mich auch verunsichert. Ich habe mich aber durchgerungen mein kleines Becken voll mit feinem Quarzsand zu füllen (naja, nicht wirklich voll, Du weisst schon was ich meine :wink: ). Wenn man in seinem Becken Turmdeckelschnecken leben lässt, pfügen diese ständig den Boden um, so dass es niemals zur Fäulnis kommen kann. Wenn Du welche brauchst: mail genügt, ich habe Unmengen in meinen Aquarien....
Ansonsten ist auch Kies in Ordnung. Füllhöhe zwischen 5 und 10cm von vorne nach hinten ansteigend. Dabei aber nicht vergessen Barrieren wie Steine oder Wurzeln einzubauen, sonst ist innerhalb ein paar Wochen alles eingeebnet.

Zitat:
3) Rückwand: Ich habe mir nicht die Juwel Struktur-Rückwand gekauft, sondern eine von Aqua El, .....
keine: schwarzes Papier hinter dem Becken reicht vollkommen aus, wenn der Hintergrund dicht bepflanzt ist sieht man nix mehr von der Scheibe. Ausserdem nimmt eine RÜckwand nur Platz weg, und der Platz im Aquarium ist immer zu wenig wenn man die EInrichtung plant :wink:

Zitat:
4) Pflanzen: Das Becken soll stark bepflanzt werden, etwa in der Art wie der Vorschlag „Mekong Delta“ von Dennerle. Wie muss ich direkt nach der Bepflanzung verfahren, um einerseits optimales Pflanzenwachstum zu erreichen und andererseits Algen zu verhindern?

- Licht: Sofort die volle Beleuchtung? Ich dachte an 4 Stunden Licht, 4 Stunden Pause, 8 Stunden Licht. Oder besser sachte am Anfang mit kürzeren Beleuchtungsperioden. Falls ja, wie kurz?
- CO2: Von Anfang an mit CO2 düngen oder erst später?
- Dünger: Ich habe E15, V30 und S7 von Dennerle. Reicht das? Wann beginne ich mit der Düngung? Sofort, nach ??? Wochen, in voller oder reduzierter Dosis?
Nicht gleich die endgültige Bepflanzung: zuerst im Hintergrund viele schnellwachsende Pflanzen um Algenwachstum vorzubeugen, z.B. Egeria densa, Hygrophila polysperma, Limnophila sessiliflora u.a.
Den Vordergrund kannst Du schon richtig bepflanzen. Es gilt, den Nitratwert niedrig zu halten, dafür sind auch Wasserlinsen (Lemna minor) bestens geeignet. Mit Deinem gewünschten Besatz sollte sowieso mindestens die Hälfte des Beckens mit Wasserpflanzen abgedeckt sein, die Fische werden dankbar sein.

Licht gleich sofort richtig, 11 oder 12 Stunden am Stück.

CO2 Düngung sofort.

Dünger, auf keinen Fall sofort: im Leitungswasser sind vorerst genügend Nährstoffe vorhanden. Das sofortige Benutzen von Dünger begünstigt wieder das Algenwachstum.
Wenn das Becken mal 6-8 Wochen läuft, kannst Du mal düngen. Aber nur mit sehr reduzierter Dosis. Ich dünge mit Dennerle E15 und V30, allerdings höchstens mit 1/4 der angegebenen Dosis und auch nicht wie vorgeschrieben bei jedem Wasserwechsel...wenn man es so selten benutzt ist es richtig günstig :wink:

Zitat:
Bisher träume ich von:
8 Botia sidthimunki
20 Rasbora espei
1,1 „Fadenfisch“
1,1 „Kampffisch“

Was könnt Ihr mir als Ersatz vorschlagen? Mir schweben 2 Paar vor, die eine interessante Ergänzung zu dem Schwarm Bärblingen bildet. Evtl. Colisa chuna und einen maulbrütenden Kampffisch (welchen?)
ein interessanter Gedanke, müsste funktionieren. Als maulbrütenden Kampffisch kenne ich aus eigener Erfahrung nur Betta simplex. Einer der wenigen, die nicht auf extrem weiches Wasserbestehen, sogar etwas härteres Wasser (ca. GH10) zum wohlbefinden benötigen. Was in der Regel dem Aquarianer entgegenkommt. Vielleicht weiss ein Kampffischexperte dazu etwas näheres.
Auf keinen Fall würde ich in Dein Aquarium zwei Paare einsetzen die beides Schaumnestbauer sind. Das kann gutgehen, muss aber nicht.
Die Botia und Rasbora sind auch ok.
JochenK ist offline  
Alt 23.07.2003, 21:30   #4
Stephan Neufang
 
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Standard ... es geht weiter

Hi zusammen,

vielen Dank für Eure Hilfe. Mein Becken ist jetzt seit einer Woche eingerichtet und ich beobachte die Einlaufphase. Insgesamt schaut das Becken super aus (ich stelle demnächst auch mal Fotos hier ein), aber ein paar Fragen gibt es natürlich schon noch, die ich in der nächsten Zeit hier loswerden möchte.

Becken: Für diejenigen unter Euch, die mit dem Juwel Innenfilter arbeiten: laut Beschreibung soll die weiße Filterwatte wöchentlich und der Kohleschwamm monatlich gewechselt werden. Ich sehe allerdings nicht ein warum (außer dass Juwel gerne möglichst viel Geld von mir haben möchte). Die weiße Filtermatte hat jetzt ein paar Pflanzenreste und Kleinschmutz. Wenn ich sie rausnehme und abspüle ist sie wie neu. Den Kohleschwamm würde ich ohnehin in den nächsten Tagen herausnehmen, ohne ihn zu ersetzen. Wie macht Ihr das? Ersetzt Ihr – wie vorgschrieben - regelmäßig die Filtermaterialien?

Bodengrund: Ich habe Quarzsand 0,6 – 1,2 mm genommen.

Zitat:
Zitat von JochenK

Wenn man in seinem Becken Turmdeckelschnecken leben lässt, pfügen diese ständig den Boden um, so dass es niemals zur Fäulnis kommen kann. Wenn Du welche brauchst: mail genügt, ich habe Unmengen in meinen Aquarien....
@Jochen: danke für das Angebot. Ich komme nach meinem Urlaub Anfang September auf Dich zu – falls Du dann immer noch welche übrig hast.

Wasserwerte: Ich habe in der Zwischenzeit die Wasserwerte gemessen. Das sieht dann so aus:

Datum / Anlass / GH / KH / pH / NH4 / NO2 / NO3 / PO4 / Fe
11.07. / Leitungswasser / 21 / 16 / 7,5 / 0 / 0 / 10 / 0 / 0
17.07. / 2 Tage nach Einrichtung / 17 / 13 / 7,7 / 0,05 / 10 / 0 / 0
danach CO2 eingeschaltet: 30 Blasen / Minute
22.07. / vor Wasserwechsel / 16 / 14 / 7,5 / 0,25 / 0,05 / 5 / 0 / 0

Frage 1: Nitrit steigt sehr langsam an. Soll ich jetzt beginnen, zu füttern? Falls ja, wie viel und wie oft?
Frage 2: Bei meinem geplanten Besatz strebe ich eine KH von ca. 5 – 10 und einen pH von unter 7 an. Kann ich beim nächsten Wasserwechsel mit Osmosewasser beginnen? Falls ja, wie viel ist sinnvoll, um bis ca. in 4 Wochen die gewünschten Werte zu erreichen?

Pflanzen: Ca. 60% des Beckens sind mit Hygrphila difformis und Rotala rotundifolia als schnellwachsende, einfach Pflanzen besetzt. Der Rest mit Vallisnerien und im Vordergrund Cryptocryne wendtii. Auf zwei Steinen sind Microsorum pteropus.

Frage 1: Die Cryptocorynen und der Javafarn zeigen einen dünnen, hellgraubraunen, staubig-flauschigen Belag. Auch schwimmen an der Wasseroberfläche eine Vielzahl socher kleiner „Staubfussel“. Noch bin ich nicht sehr beunruhigt, aber trotzdem: was kann das sein, bzw was muss ich tun?
Frage 2: Die Stengelpflanzen sind bereits ca. 5 – 8 Zentimeter gewachsen. Inzwischen sind neue Blätter aber gelb und die Pflanzen sehen aus wie „Bogenlampen“, d.h. der obere Teil hängt etwas kümmerlich nach unten bzw. manche Pflanzen liegen bereits fast auf dem Boden. Die Vallisnerien sind allesamt etwa in der oberen Hälfte abgestorben. Neue Tribe kommen nur sehr wenig und sind ebenfalls sehr hell. Ich frage mich nun, ob ich düngen sollte.

Zitat:
Zitat von naked lunch
Hallo Stephan

Bodengrunddünger am Anfang ist nicht verkehrt, dann wächst halt alles schneller. Flüssigdünger am Anfang ist super für Algen, also erst nach Monaten.

Gruß
Frank
Zitat:
Zitat von JochenK


Dünger, auf keinen Fall sofort: im Leitungswasser sind vorerst genügend Nährstoffe vorhanden. Das sofortige Benutzen von Dünger begünstigt wieder das Algenwachstum.
Wenn das Becken mal 6-8 Wochen läuft, kannst Du mal düngen.
Wenn ich mir meine Wasserwerte ansehe, weiß ich eigentlich nicht, wovon meine Pflanzen leben sollen: Kein Eisen, kein Phosphat, fast kein Nitrat. Licht und CO2 alleine kann doch nicht genug sein, oder? Was meint Ihr, soll ich langsam zu düngen beginnen, oder lieber noch warten wg. der Algen?

Wg. Besatz habe ich noch ein paar neue Ideen. Dazu lese ich aber erstmal noch ein bisserl und komme dann wieder auf Euch zu.

Freue mich auf Eure Antworten.
Stephan Neufang ist offline  
Alt 24.07.2003, 07:24   #5
Martin Krüger
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Hallo Stefan,

Das Kohlekissen kannst Du beruhigt draussen lassen und gegebenenfalls durch Filterwatte oder blauen Schaumstoff ersetzen.

Das weisse Vlies kann solange verwendet werden wie noch Wasser durchgeht. Anschliessend entweder durch original Medien erstzen oder durch normale Filterwatte.

Mit Osmosewasser kannst Du jederzeit beginnen.

Düngung würde ich dann auch beginnen, vorerst nur E15 und V30.
Ein Viertel der angegebenen Dosierung zum Anfang sollte erstmal
reichen.
 
Alt 24.07.2003, 09:20   #6
seven
 
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Hallo,

mein 300l-Becken habe ich auch zu einem Asien-Becken gemacht. Viele Pflanzen, darunter überwiegend schnellwachsende. Auch bei mir konnte ich seit Beginn weder Nitrat, Phosphat noch sonstige Nährstoffe für Pflanzen nachweisen. Deshalb habe ich auch relativ früh (2. oder 3. Woche) angefangen mit dem DRAK-Dünger zu düngen. Allerdings nur 50 % der angegebenen Menge. Bisher (Becken läuft fast 2 Monate) habe ich auch keine Veranlassung gesehen die Dosis zu erhöhen, da die Pflanzen wuchern. CO2-Zugabe habe ich seit Beginn und derzeit bei ca. 20 mg / l.
Algenprobleme hatte ich noch nicht, die wenigen kleinen Grünalgen auf einer Wurzel sind inzwischen den Amanos zum Opfer gefallen. :lol:

Ich weiß nicht wie sich Deine Besatzvorstellung inzwischen weiterentwickelt hat, aber etwas weicher kann das Wasser schon sein, wenn Du bei Deinem obigen Vorschlag geblieben bist. Osmosewasser kannst Du ohne Probleme zugeben.

Betta splendens gehören nicht so zu meinen persönlichen Favouriten, da ich diese überzüchteten Tiere nicht besonders schön finde. Unter den anderen Betta-Arten ist Betta Picta (maulbrütend, kleinbleibend und friedlich). Ansonsten finde ich einige Wildarten wie Betta Imbellis, Betta Machachai oder Smaragdina (sind Fische die aus Thailand stammen) recht hübsch. Jedoch müsstest Du erst schauen, ob die sich mit den anderen Fische vertragen.

Etwas (die Betonung liegt auf etwas) kannst Du schon füttern. Aber wenn Du schon Nitrit im Becken hast, dürfte das wohl für Deine Bakterien reichen.
seven ist offline  
Alt 27.07.2003, 20:26   #7
Stephan Neufang
 
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Standard Algen und Schnecken

Hi zusammen,

heute hab ich wieder einen größeren Wasserwechsel gemacht (50%, davon ca. 2/3 Osmosewasser).

Der bräunliche Belag, den ich schon beschrieben habe, hat sich deutlich vermehrt. Nach meinen Recherchen denke ich, dass es sich um Kieselalgen handelt.

Zusätzlich ist meine Wurzel und das Javamoos bedeckt von grünen Algen. Aufgrund der massiven Produktion von Sauerstoffbläschen gehe ich davon aus, dass es sich um eine Cladophora Art handelt.

Witzigerweise habe ich seit gestern auch Schnecken im Becken. Hätte ich nie gedacht, da meine Pflanzen eigentlich emers gezogen wurden. Die kleinen sind erst 2 - 3 mm groß und das beste ist: sie fressen Algen! Um welche Art es sich genau handelt muss ich noch bestimmen.

Die Wasserwerte vor dem Wasserwechsel waren unverändert, mit einer Ausnahme: NO2 ist inzwischen wieder 0. Ich habe den Kohleschwamm aus dem Juwelfilter rausgeschmissen und dabei mal die blauen Filtermatten angeschaut: sie sind jungfäulich leuchtend blau - da hat sich bisher noch kein Bakterium angesiedelt.

Da ich mit dem Osmosewasser heute bereits einen Parameter verändert habe, habe ich die Dünge- und Fütterplanungen erstmal hintangestellt.

Wie - und vor allem in welchen zeitlichen Abständen würdet Ihr jetzt vorgehen? Einerseits würde ich gerne düngen, um den Pflanzen zu helfen und anfüttern, um dem Filter zu helfen. Andererseits habe ich jetzt Algen und will auf keinen Fall deren Wachstum beschleunigen.

Danke für Eure Tipps.
Stephan Neufang ist offline  
Alt 30.07.2003, 00:43   #8
R Focke
 
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Hallo Stephan!

Mit der Düngung kannst du getrost beginnen. Das kann den Pflanzen in deinem Becken gegenüber den Algen nur Vorteile bringen - jedenfalls wenn du vernünftigen Dünger verwendest.

Bei niedrigen Konzentrationen der für die Pflanzen notwendigen Spurenelemente haben Algen eindeutig die Nase vorn.

Zu der Phosphat-Konzentration: Hast du vor oder nach dem Wasserwechsel gemessen? Vor dem Wasserwechsel eine Konzentration von 0 kann sehr gut sein. Mit dem Wasserwechsel wird Phosphat dem Aquarium zugeführt. Da ist oft erstaulich viel Phosphat drin - wird gegen Rost in den Leitungen zugesetzt . Das reicht den Pflanzen (und Algen) definitiv aus...

Gruß und viel Spass mit dem Aquarium,
René
R Focke ist offline  
Alt 05.08.2003, 22:24   #9
Stephan Neufang
 
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Standard Noch kein Nitritpeak!

Hi zusammen,

seit genau einer Woche füttere ich jetzt täglich mit einer Messerspitze Tetramin. Zusätzlich habe ich zwei Mal eine Tablette E15 ins Becken gegeben.

Meine Wasserwerte von heute abend sind: GH: 12, KH: 10, pH: 7,2, NH4: 0, NO2: 0, NO3: 1, PO4: 0, Fe: 0,1

Wie kommt es, dass bisher noch nicht der Hauch eines Nitritpeaks sichtbar ist? Ich dachte eigentlich, in dieser Woche eine Menge Futter ins Wasser gegeben zu haben, das ja schließlich von keinen Fischen gefressen wird.

Meine Pflanzen sind zischenzeitlich nur mäßig gewachsen, aber die wenigen neuen Blätter sind jetzt nicht mehr gelb, sondern grün – offensichtlich dank des Eisendüngers. Die zuletzt beschriebenen Algen sind dank des unermüdlichen Einsatzes meiner Schnecken zu 95% wieder weg und die Schnecken hatten sich zunächst deutlich vermehrt. Seit zwei Tagen habe ich aber eine deutliche Wassertrübung im Becken und ich meine auch, deutlich weniger Schnecken zu sehen. Leichen kann ich allerdings keine entdecken.

Wie soll ich diese Trübung behandeln, bzw. wie geht es weiter mit Fütterung und Düngung?

Wichtig ist, dass ich am 15.08. für 3 Wochen in Urlaub fahre. Mein Ziel war eigentlich, dann den Nitritpeak bereits hinter mir zu haben und ein halbwegs stabiles Becken alleine zu lassen. Momentan befürchte ich, dass genau zur Abfahrt das Becken ziemlich instabil wird bzgl. Nitrit, Trübung etc. und ich dann keine Möglichkeit habe, darauf einzuwirken.

Welche Tips könnt Ihr mir geben für die verbleibenden 10 Tage?

Danke
Stephan Neufang ist offline  
Alt 06.08.2003, 07:27   #10
Ralf Rombach
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Standard

Stephan,

lasse das becken ohne jegliche Füptterung in Deinem Urlaub einfach schlicht weiter laufen.

Alle technik vorher noch mal überprüfen, ob Schäuche dicht, nicht zugesetzt, Heizer kannst ausschalten, Licht üner Zeitschaltuhr.

Die Trübung würde ich ignorieren bis nach dem Urlaub, dann sehen wir weiter.

Bis dato kannst Du noch den eine oder anderen Wasserwechsel hinlegen.
 
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