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Alt 05.08.2003, 21:25   #51
silvi-p
 
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hallo zusammen...

also, ich habe schon fast bedenken, hier zu posten. ich hoffe, ihr versteht mich nicht falsch.

es gibt zwei thematiken, zu denen ich mich äußern möchte, und die beide extrem heiß sind. ich kann bei der ersten auf persönliche erfahrungen zurückgreifen, bei der zweiten sind es eher eigene hypothesen.

1) asyl.
es ist für einen deutschen, der nicht anwalt oder so ist, sehr schwierig, sich in der rechtsprechung zu asyl, betroffenen nationalitäten etc. auszukennen. das asylrecht IST sehr hart, allerdings ist das für einen außenstehenden nicht leicht zu erkennen. es wird versucht, hart aber gerecht zu sein, was natürlich schwierig ist. das verfahren zieht sich oft sehr lange hin, es werden neue fakten vor den ausschüssen genannt, es wird wieder neu verhandelt... und besteht ein beschluß, kann dieser nochmals (ich glaube aber nur 1mal) angefochten werden, wenn wiederum neue fakten auftauchen, zB eine verfolgung im heimatland besser nachgewiesen werden kann. meine erlebnisse spielten sich in einem abschiebeknast in nrw ab, wo die häftlinge dolmetscher für anwälte brauchten. wer genau warum dort saß, kann ich nicht sagen. ich hatte aber den eindruck, daß zB durch die länge des verfahrens die aufenthaltsgenehmigungen ablaufen, und die leute dann mal bei einer kontrolle gekeschert werden. oder sie bewegen sich aus ihrem landkreis raus. sicherlich sind auch welche dabei, die straffällig geworden sind, das ist gar keine frage. ich möchte nur darauf hinweisen, daß viele dieser leute wirklich keine, absolut keine ahnung haben, worauf sie sich hier einlassen. sie wissen nicht, wie die asylgesetze funktionieren, oft verstehen sie nicht alles, was ihnen auf dem amt gesagt wird, und fragen dann nicht nach (peinlich, oder: ich find schon nen landsmann, der mirs sagt, oder: wird schon passen). von menschen, die zu hause in solchen ärmlichen bedingungen leben (ich hatte viel mit afrikanern zu tun), kann man auch nicht unbedingt den intellekt erwarten, sich mit der situation im zielland eingehend auseinander zu setzen! leute, es gab da fälle, da wußten die typen nichtmal genau, wo das schiff hinfuhr, mit dem sie nach europa reingekommen sind!
ich will damit sagen, viele asylanten handeln aus großer unwissenheit, durch mangelnde bildung! was machen sie wohl, einmal hier angekommen? sie schauen, daß sie einen landsmann finden, der ihnen einigermaßen sagen kann, was sie tun sollen (easy in einer asylanten-unterkunft....), und probieren es eben mal. diese leute werden aber häufig auch wieder abgeschoben, da sich keine gründe für politisches asyl nachweisen lassen. man merkt das nur nicht so, weil es eben viele probieren. und dieser anteil der bevölkerung fällt eben auch sehr auf, weil man sie aufgrund ihres aussehens schnell identifizieren kann.

2) "ausländerproblematik"
ui ui ui.... also, zunächst mal halte ich es für normal, daß leute, die in ein fremdes land ziehen, landsleute suchen. man muß erstmal mit der umgebung klarkommen, und das geht eben einfacher, wenn man sich (mindestens) mit bekannter sprache umgibt. ich glaube nicht, daß gettos früher (so bis zu den 70ern) auch ein ort mit "kriminellem nährboden" waren. ich denke eher, daß die jugendlichen, die zwischen den kulturen stehen, weder hier noch dort eine heimat haben. ich denke schon, daß sie versuchen würden, sich hier zu integrieren, aber dazu müßten sie vermutlich erstmal von dem kulturellen einfluß weg, da das eben auch heißt: du beschäftigst dich eher mit deinen landsleuten, egal wie clever die sind.
wenn du nicht ganz so clever bist wie die anderen, oder aufgrund schlechter sprachkenntnisse schlechte noten hast und keinen job kriegst, hängst du eben bei deinen bekannten und freunden ab.- das ist sicherer! du fühlst dich eh scheiße, weil du ein "versager" und "arbeitsloser" oder schulabbrecher bist, da wirst du dich nicht auch noch diesen deutschen typen anbiedern! wieso denn, in deinem viertel hast du genug freunde!
da langweilst du dich. und dann kann man ebenso gut ein viertel terrorisieren, da hat man wenigstens kohle von.

ich glaube nicht, daß die "gastarbeiter" es geplant hatten, lange und länger zu bleiben. ich glaube nämlich, daß sie gar nicht geplant haben. aber irgendwann kommen halt mal die frau und die kinder, und die müssen dann auch in die schule, aber man ist arbeiter, und deutsch ist so schwer... die kinder schaffen das schon von alleine! wenn sie auf ne deutsche schule gehen, lernen sie ja sofort automatisch picobello-deutsch! (jaa, wenn das kind dort alleine wäre...)
erziehung und familienplanung und sowas sind eben einfach keine themen in solchen haushalten. das soll jetzt nicht abwertend klingen! die bildung und mentalität fehlt einfach, um sich mit solchen sachen *gleichberechtigt auch noch* zu beschäftigen. darunter leiden die kinder, klar. aber versucht doch mal, einen patriarchen von 40 jahren umzubiegen und ihm was neues beizubringen, was nicht in seinem kulturellen programm ist.... der mann ist in vielen südeuropäischen ländern einfach der bestimmende, der chef, fertig aus. er läßt sich von seinen kindern, von seiner frau nix sagen! und außenstehende haben sich nicht in familienangelegenheiten einzumischen.

wißt ihr, es braucht schon sehr lange, um solche festen kokons wie diese "ghettos" aufzulösen. jeder einzelne der bewohner müßte eine westeuropäisch geprägte kultur und mentalität verstehen und zumindest in teilen übernehmen. und das von sich aus. wie wollt ihr das schaffen???
ich finde, es wäre viel gewonnen, wenn zuwanderungsgesetze nach der art kanadas verabschiedet würden - bewerber werden auf qualifikation und sprachkenntnisse geprüft, zB.

und, ich kann zwar verstehen, daß alle sagen, ich muß mich nicht durch deutschlands geschichte schuldig fühlen. aber viele der "übersiedler"-gesetze resultieren aus dieser geschichte. übersiedler sind vor allem menschen aus rußland und den osteuropäischen ländern, die von familien abstammen, die von hitler dorthin zwangsversetzt wurden. es gibt auch andere regelungen, die weiß ich jetzt nicht genau. wenn die zurückkehren wollen, können sie das unter umständen tun.
ist das nicht wie eine einladung zum mittagessen? vergleicht! ein asylant ist verfolgt oder will es nur eben irgendwie probieren, seine armut abzustellen. ein emigrant kommt aus sonstigen gründen, aber eigenem antrieb. und übersiedler erfahren (durch medien oder freunde oder...?), daß sie aufgrund von verwandtschaft ein anrecht auf kohle etc. in deutschland haben. ist doch klar, daß sie da umziehen! mit wiederum denselben folgen für kinder, ghettobildung etc.!!

mann, es geht doch nicht um ausländisch-sein. es geht darum, daß man ohne voraussicht, bei armut einfach nicht plant und überlegt und sprache lernt, und an seine zukünftige familie denkt. da erklärt sich vielleicht auch der unterschied zu den ausländern, die aus industrialisierten westeuropäischen staaten kommen. die überlegen sich das schon genauer!

sorry, es ist sehr lang geworden... ich muß nun mal nach hause.
schönen abend noch -
silvia
silvi-p ist offline  
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Alt 05.08.2003, 21:26   #52
:Melanie
 
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Standard Re: ....

Hallo Gerda

Zitat:
Zitat von Gerda
Hallo Melanie!
Hier speziell für dich das Zitat aus einem Posting zum Thema Moschee - weil du ja vielleicht nicht alles in diesem Thread verfolgen konntest :wink:
Zitat:
Zitat von AlexG
Aber die Regierung toleriert auch zuviel . Warum sollten sich Muslime den "christen" anschliessen ? Sie haben ja genug ihregleichen und Moschees , benatragt mal in der Tuerkei ne katholische Kirche !!! Oder lauft als Frau in streng Muslimischen Laendern mit Minirock rum, das geht nicht , man muss sich anpassen , also warum nicht hier ?
Da siehst du, wie ich aus dem Hut zaubern kann, wenn ich mal nachlese. Also bitte zukünftig etwas Vorsicht mit solcherlei flappsigen Bemerkungen :wink:
Ich habe sowieso nicht verstanden, weshalb du so aufgebracht reagiert hast, mir jedoch zu verstehen gibst, dass Objektivität gefragt ist :-?

Der Autor schreibt das wir in Deutschland Moscheen bauen lassen, in der Türkei eine christliche Kirche allerdings nicht so schnell gebaut werden würde. Was einerseits bedeuted das wir ein sehr tolerantes volk sind, dies allerdings nicht gerade die integration der Ausländer in unsere christlich geprägte Gesellschaft fördert.

Andererseits man sich berechtigterweise darüber ärgern kann das einem in der Türkei nicht dieselbe toleranz entgegengebracht wird, was meiner Meinung nach "Bände spricht" in Bezug auf die Türkei.
Es wurde also nicht explizit die Tatsache das die Muslime hier Moscheen bauen kritisiert, sondern wohl eher die mangelnde toleranz in bezug auf christen die dort gang und gebe ist.

Und ja es regt mich auf wenn jemand aussagen so verallgemeinert und teilweise verdreht (vielleicht unbewußt ) wie du es machst.
Also bitte zukünftig etwas Vorsicht mit solcherlei flappsigen Verallgemeinerungen :wink:

Zitat:
Zitat von Gerda
Und auch Koranunterricht stört mich nicht, wenn genug Moslems eine Schule besuchen, um diesen Unterricht sinnvoll erscheinen zu lassen. Mir ist doch lieber, ein liberaler Lehrer unterrichtet dieses Fach, als wenn die Kleinen zu Hause von vielleicht engstirnigen Vätern darin ausgebildet werden
Ich fände es trotzdem gut, wenn diese Kinder dann auch immer noch den christlichen Unterricht besuchen würden. Da es sich dabei um ein prägendes Element unsere Gesellschaft und deren Wertvorstellungen handelt. Stichwort Nächstenliebe, toleranz, hilfsbereitschaft etc. Und es wäre sicher ein interessantes Angebot an nicht muslimische Schüler, Koranunterricht als zusatzfach belegen zu dürfen.

mfg
Melanie
:Melanie ist offline  
Alt 05.08.2003, 22:01   #53
kuki
 
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Hi,

ich fände es gut, wenn Ethik Pflichtfach wäre und Religionsunterricht freiwillig, früher gab´s Religionsunterricht als Pflichtfach für "Christen" (ich erinnere mich mit Grauen an den ersten Religionslehrer, der hat das wohl zu ernst genommen), und erst ab der 7.Klasse oder so Ethik oder Religion, ab 14 Jahre durfte man selbst entscheiden.
Weiß nicht, ob´s heute noch genauso ist.
Im übrigen kann ich auch hilfsbereit und tolerant sein und Nächstenliebe empfinden, ohne christlichen odere anderen Glauben, das liegt an mir selbst.

Gruß Katharina
kuki ist offline  
Alt 05.08.2003, 23:06   #54
U-Boot
 
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Hallo Ihr Lieben,

zuerst, Katharina, Dein Beitrag hat mir gefallen, ich sehe es auch so.

Ich wohne in Berlin / Neukölln, also in Istanbul. Anfangs fand ich es hier schrecklich, ich hatte Angst alleine raus zu gehen (Nachts), hatte Angst
hier nie ein Kind aufziehen zu können, ...

Mittlerweile habe ich eingesehen, dass die Uhr hier anders tickt.

Die Leute verbringen die meiste Zeit auf der Strasse, wenn sich zwei Bekannte zufällig treffen, wird ein Strassenfest daraus gemacht.
Mitten auf der Strasse und der Berliner hupt nicht, nein er erfreut sich am spektakel.

Ich liebe meinen kleinen freundlichen Laden mit den vielen frischen Sachen auf der riesigen Theke. An der Kasse strahlt mich eine bildschöne Türkin an. Es ist ein Familienbetrieb.

Das Auto war das ein oder andere Mal nachts offen, na und hier wird nicht geklaut, denn morgen könnte es Dein Schwager sein.

Ich lebe gern hier und liebe die Mentalität der Leute.
Die Berliner haben gelernt es zu tolerieren und mal ehrlich ist es nicht faszinierend an einer Ampel fünf verschiedene Nationen stehen zu sehen, die alle mit einander harmonieren!?

Ich möchte meinen 7 woche alten Neffen in Pflege nehmen, weil seine deutsche Mutter nicht im Stande ist ihn zu versorgen, man verseuft die Sozialhilfe lieber. Aber der türkische Vater versucht krampfhaft etwas zu retten! Ich möchte, das der Kleine kontakt zum Vater behält und zweisprachig aufwächst. Die Mutter ist mir egal.
Hurra Deutschland!

Ist doch länger geworden, sorry!
Doro
U-Boot ist offline  
Alt 06.08.2003, 00:24   #55
hai
 
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moin,

also ich lese erst morgen genauer nach ... die letzten 3 Postings reichen mir ... zur Stunde ...

ad) Die Mutter ist mir egal.

Zitat: Hurra Deutschland!

ad) An der Kasse strahlt mich eine bildschöne Türkin an.

Zitat: Hurra Deutschland!

ad) Wer in ein anderes Land will, der sollte sich mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut machen und diese respektieren

Zitat: Hurra Deutschland!

ad) Ich fände es trotzdem gut, wenn diese Kinder dann auch immer noch den christlichen Unterricht besuchen würden.

Zitat: Hurra Deutschland!

ad) Stichwort Nächstenliebe, toleranz, hilfsbereitschaft etc.

Zitat: Hurra Deutschland!
hai ist offline  
Alt 06.08.2003, 14:16   #56
Blackyy
 
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Zitat:
Warum lassen es Leute zu, dass sie Alkoholiker, Drogensüchtige oder Nikotin-Abhängige werden? Warum lassen die Leute es zu, dass man Kinder missbraucht und Frauen prügelt zu Hause? Weil jeder immer schön wegguckt, damit er keinen Ärger kriegt. Weil eben viele Leute, wenn zwei Türkenfamilien in's Haus gezogen sind, schleunigst eine andere Wohnung gesucht haben in einem schönen teutschen Haus! Weil die kleinen deutschen Buben eben nicht mit dem Kanac.ken-Pack spielen durften - die können ja noch nicht mal richtig Deutsch (und so werden sie's auch nie lernen :wink: )
Zitat:
Die kommen daher, dass jemand schlechte Erfahrungen gemacht hat und diese ganz schlicht schonmal verallgemeinert. Und wie das immer so ist, wenn einige richtig Deutsche an einem Biertisch hocken, ist der Sündenbock ganz schnell gefunden und soll dann auch ganz schnell verschwinden. In der Hoffnung, dass alle Probleme Deutschlands und die gesamte Kriminalität sich in Wohlgefallen auflösen werden. Bloß hat das in unserer Ruhmreichen Geschichte noch nie funktioniert - und das wird es auch in Zukunft nicht :roll:
Zitat:
Mit all seinen H.uren, seinen Zu.hältern und Fre.iern und den ganzen be.kloppten Männern, die dafür auch noch teures Geld hinlegen, ohne die der Kiez überhaupt nicht funktionieren würde - vielleicht sollte man lieber die mal beseitigen? Damit wäre nämlich die Wurzel der ganzen Misere am Kiez beseitigt. Ohne Fre.ier keine Nü.ttchen und Zu.hälter - aber das wäre wohl wieder zu unbequem ...und natürlich wieder typisch weiblich naiv, nicht wahr?
Bin ich froh, dass nicht ich diese Männerstatistik aufgetrieben habe, sondern ein leibhaftiger Mann!
Zitat:
Das stimmt vollkommen - du hast schon wieder Recht Bestimmt haben die meisten Straftäter Schuhgröße > 42, da es nämlich hauptsächlich Männer sind :P Und ich kann mich noch gut an Sprüche aus meiner Kindheit erinnern (rotwerdend muss ich zugeben: es war meine Mutter, die so einen Schwachsinn verbreitete) "Rothaarige sind alle falsch, denen darfst du nie trauen" "Grünäugige (was ja fast auf's gleiche rauskommt) sind alle hinterlistig" "Blauäugige sind die einzig echten Freunde - auf die ist Verlass". Und sie war nicht die einzige, die solche Sprüche abließ. Die waren damals an der Tagesordnung. Wir hatten eine Fussige in der Klasse - du glaubst gar nicht, welche blöden Sprüche die sich oft anhören musste und deswegen geheult hat. Was waren das für Kämpfe, bis meine Mutter akzeptierte, dass ich mit ihr befreundet war. Die Blondinenwitze brauche ich ja wohl nicht noch erst zu erwähnen. Und wie kommen die Leute nur zu diesen "Vor"urteilen???
Liebe Gerda,
schönen Dank für deinen Sarkasmus!
Zur Erinnerung

Sarkasmus (griechisch: sarkazein - zerfleischen) bezeichnet beißenden, bitteren und verletzenden Spott und Hohn. Sarkasmus ist eine boshafte, zynische Abart der Ironie.

Wenn du wegschaust, wenn ein andere Drogensüchtig ist....
wenn du meinst alle Männer, die zu gewissen Damen gehen, Schweine sind....
wenn du meinst, dass alle Deutschen, die am Biertisch sitzen rechts sind.......
wenn du meinst, dass alle Männer potentielle Schläger und Vergewaltiger sind......

ist das deine persönliche Meinung, die in dieser Diskussion jedoch nichts zu suchen hat.
Du wirfst anderen Verallgemeinerung vor und nutzt mit der gleichen Selbstverständlichkeit Argumente, die an Verallgemeinerung nicht zu übertreffen sind.
Ich fordere die Admins auf ein wachsames Auge auf den weiteren Verlauf dieser "Diskussion" zu werfen, da der Thread gerade von der sachlichen Diskussion ins Nichts abrutscht!!!
Blackyy ist offline  
Alt 06.08.2003, 15:27   #57
silvi-p
 
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hallöle,

@olaf:
ich finde, die grenze zwischen "auffällig" und "straffällig" wird hier nicht immer klar. bei einigen deiner posts möchtest du schon "auffällige" ausländer beobachten (wie auch immer). andererseits sind wir uns total drüber einig, daß straffällige ausgewiesen werden sollten (warum eigentlich, ganz doof gefragt? wenn die schon 23 jahre hier leben und aufgewachsen sind?).
diese "beobachtung wegen potentieller kriminalitätsaffinität" ist ja wohl ziemlich hartes brot!!! wie definierst du denn "auffällig"???????

Zitat:
Man muss ihnen das Leben hier extrem schwer machen und keine Jammerplatte von wegen Einzelschicksale und Gefahr in der Heimat etc.
jammerplatte ist gut. die "einzelschicksal-" und "gefahr in der heimat"-argumente wenden sich nach meinem verständnis eher bei asylanten an, die abgeschoben werden sollen. asylanten würde ich (in der "masse") aber als weniger kriminalitäts-affin einschätzen, da diese leute schon mitkriegen, daß sie einen besonderen status haben, wo sie sich ganz ruhig verhalten müssen. eine ausnahme sind vermutlich drogenhändler... man steckt nicht drin.
die nationen, die du ansprichst, sind wohl weniger asylanten (zB vietnamesen, übersiedler, albaner....), und daher macht auch niemand bei denen auf "jammerplatte", weil man eben weiß, daß sie nicht auch noch versucht haben, ungerechtfertigt einen anspruch auf schutz einzufordern. (sie haben nicht angegeben, politisch verfolgt zu werden, um hier kriminalität zu betreiben, da zB die herkunftsländer -nagelt mich nicht auf eins fest- gar nicht als asylländer gehandhabt werden. ich denke, sie kommen als zuwanderer und landen bei entzogener aufenthaltsgenehmigung im abschiebeknast, und werden dann abgeschoben. dies ist nicht zu vergleichen mit der abschiebung eines abgelehnten asylanten.)

:roll: irgendwie kommen wir hier nicht weiter.
:-?
trotzdem viele grüße,
silvia
silvi-p ist offline  
Alt 06.08.2003, 15:39   #58
Schunken
 
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Hallo!

Auf die Gefahr hier gesteinigt zu werden.....

Euch ist schon klar das euer und mein Reichtum (kurz, der Reichtum der Industrie-Nationen)....

zu einem nicht unergeblichen Teil aus der Ausbeutung der dritten Welt stammt?

...und diesen Leuten wollt Ihr jetzt ein zeitlich begrenztes Asylrecht aufgrund von Bürgerkriegen und zivilen Unruhen verweigern???

Euch ist schon klar das die 120mm Kanone des M1A2 Abrahms ein deutsches Produkt von Krauss-Maffei ist? :roll:

Deutschland verdient nicht an der Gewalt, nur aus den Lizenzen

...jede Münze hat 2 Seiten.....

Grüße!

Andreas
Schunken ist offline  
Alt 06.08.2003, 17:57   #59
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Hallo!

Dieses Subkulturproblem funtioniert aber auch anders herum.....

Das Viertel "Quong" in Chang Mai in Thailand ist zu 40% deutsch....
...und einer davon bin ich.....

Allerdings ist Deutschland relativ großzügig, ich darf z.B. in Thailand keinen Grund und Boden erwerben, deswegen muss meine Frau auch unbedingt ihren Pass behalten....

allerdings kann diese Beschränkung auch daran liegen das wir das 1000m2 Grundstück für 2.500 Euro gekauft haben.... mit Haus wohlgemerkt...

Grüße!

Andreas
Schunken ist offline  
Alt 06.08.2003, 18:14   #60
silvi-p
 
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hallo zusammen,

nur kurz, da mir hier die zeit davonrennt...

@olaf:
Zitat:
so wie die Polizei es deutet. Die prüfen ja auch immer, ob jemand schon mal auffällig geworden ist. Ob er z.B. in einem Zusammenhang mit einer Traftat stand, ohne das man ihm was eindeutig was nachweisen konnte. Die Polizei hat meterlange Listen von Leuten, die immer wieder auffällig werden, dennoch aber nicht im Knast landen. Die sind immer nur kurz davor.
Hier begeben wir uns aber auf wackligen boden, oder? ich glaube nicht, daß zivilbürger ermessen können, wer wirklich "auffällig" ist und wer nicht. im zweifel für den angeklagten, sage ich nur. oder wo ist die grenze? einmal verdächtigt worden bei ladendiebstahl? zweimal? einmal in "bekannter" disco gewesen? (da wäre ich jetzt auch schon "auffällig". unsere disse war der größte drogenumschlagplatz südbadens. habe in meinem leben aber nie offensichtlich süchtige dort gesehen.)

und damit stellt sich dann die frage, wie diese komplexität in der realität abzubilden ist... dh, im endeffekt, wen genau so eine "ghetto-spezial-einheit" denn beobachten soll? solange sowas nicht zu lösen ist, wird das nix mit der knete dafür. und dann kann man auch gleich mehr budget für polizei bereitstellen, die wissen schon selber, wo ihre brennpunkte sind.

ich lebe zwar im polizeistaat bayern und freue mich, daß ich nachts ungefährdet die ubahn benutzen kann. andererseits werde ich nie das gefühl vergessen, das mich beschlich, als ich das erste mal einen polizeibus sah, der einfach so durch die straßen fuhr und völlig zufällig "ausländisch aussehende" kontrollierte. das war kein gutes gefühl.

viele grüße,
silvia

PS: oder sollte das die lösung sein?
http://www.spiegel.de/netzwelt/polit...260175,00.html
silvi-p ist offline  
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