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Alt 29.09.2003, 10:05   #1
eilandbarbe
 
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Standard Wasserwerte KH höher als GH?

Hallo,

ich habe mi folgendem Problem zu kämpfen: Ich habe ein 360 Liter Aquarium (120x50x60) und möchte darin ein Skalarenpaar halten. Nun brauchen die ja bekanntlich weiches, saures Wasser.

Meine Wasserwerte sind aber pH 7,5; NO2 nn ; No3 10; PO4 nn, KH 16 und GH 5.

Ich denke mit GH 5, die ich noch auf drei drücken könnte sollte die Gesamthärte den Skalaren gefallen, was mach ich aber mit den 15° dKH?? Ist die nicht so wichtig, weil ja normalerweise GH die Summe von KH und anderen Werten ist.

Ausserden lässt sich dann ja mein CO2 Gehalt nicht wirklich gut errechnen, weil ich nicht weiß ob der KH Wert jetzt richtig ist oder nicht. Dementsprechend kann ich den PH Wert nicht mittels fehlendem CO2 drücken.

Könnt ihr mir da weiterhelfen??

Danke
eilandbarbe ist offline  
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Alt 29.09.2003, 10:13   #2
David Kurzmanowski
 
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Standard

Hi,

Edit:sorry falsch gepostet, bitte löschen.
David Kurzmanowski ist offline  
Alt 29.09.2003, 10:19   #3
joern
 
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Standard Re: Wasserwerte KH höher als GH?

Hi Eilandbarbe,
Zitat:
Zitat von eilandbarbe
Hallo,

1) Meine Wasserwerte sind aber pH 7,5; NO2 nn ; No3 10; PO4 nn, KH 16 und GH 5.

2) ...Ist die nicht so wichtig, weil ja normalerweise GH die Summe von KH und anderen Werten ist.

3) Dementsprechend kann ich den PH Wert nicht mittels fehlendem CO2 drücken.

Danke
Zunächst mal zur Definitionen der Härten: Die GESAMThärte beschreibt den gehalt am Calzium- und Magnesiumionen. Also nur zwei Erdalkaliionen aus dem Gesamten Spektrum. MEHR NICHT ! Das wurde mal so "erfunden", weil diese Ionen beim Waschen wichtig sind. Da es nix besseres gab. wurde das für AQ's übernommen. Es heißt also nur GESAMT, ist aber nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Kationen (positiv geladenen Ionen).

Die KARBOANT-Härte wird als dem Gehalt der Hydrogencarbonationen errechnet (heißt auch Säurebindungsvermögen) und beschreibt den GEhalt EINES Anions.

Meisten ist die GH größer als die KH. Bei Dir ist es umgekeht. Da liegt daran, das Dein Wasser wohl weniger durch Kalk ( Ca CO3) mineralisiert wird, sondern durch andere Karbonate, z.S. Soda und verwandte (Na2 CO3). Da DU das Na nicht mit dem GH test mist, kriegst Du eine geringe GH und eine hohe KH. In einem solchen Fall ist definitionsgemäß die KH die Gesamthärte.

Die Fische spüren das schon, denn das Wasser ist ja hoch mineralisiert, ich denke das die Leitfähigkeit bei Dir um 1000µS/cm liegen wird (wenn die Meßwertte stimmen). Im AMazonasgebiet herrscht sehr gering mineralisiertes Wasser vor.

Mit CO2 kann man den pH-Wert nicht drücken. Jedenfalls nicht bei einem solchen Wasser. Da müssen erst mal die Karbonate raus. Da gibt es verschiedene Möglichkeite, hier könnte ein Kationenaustauscher reichen, sonst VE oder Osmose. Oder mit Mineralischen Säuren. Wie da geht, kannst Du u.a. bei Olaf ****** nachlesen:
http://www.******-ing.de/Wasser/ph.htm

Vielleicht suchst Du hier im Forum oder ergänzend noch woanders mal nach diesen Gegriffen, um die für Dich beste und einfachst Art der Wasseraufbereitung rauszukriegen.
joern ist offline  
Alt 29.09.2003, 10:28   #4
joern
 
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Standard Re: Wasserwerte KH höher als GH?

Zitat:
Zitat von joern
Hi Eilandbarbe,
Zitat:
Zitat von eilandbarbe
Hallo,

1) Meine Wasserwerte sind aber pH 7,5; NO2 nn ; No3 10; PO4 nn, KH 16 und GH 5.

2) ...Ist die nicht so wichtig, weil ja normalerweise GH die Summe von KH und anderen Werten ist.

3) Dementsprechend kann ich den PH Wert nicht mittels fehlendem CO2 drücken.

Danke
Zunächst mal zur Definitionen der Härten: Die GESAMThärte beschreibt nur den Gehalt am Calzium- und Magnesiumionen. Also nur zwei Erdalkaliionen aus dem gesamten Spektrum. MEHR NICHT ! Das wurde mal so "erfunden", weil diese Ionen beim Waschen wichtig sind. Da es nix besseres gab. wurde das für AQ's übernommen. Es heißt also nur GESAMT, ist aber nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Kationen (positiv geladenen Ionen).

Die KARBOANT-Härte wird aus den Gehalt der Hydrogencarbonationen errechnet (heißt auch Säurebindungsvermögen) und beschreibt den Gehalt EINES Anions.

Meistens ist die GH größer als die KH. Bei Dir ist es umgekeht. Das liegt daran, das Dein Wasser wohl weniger durch Kalk ( Ca CO3) mineralisiert wird, sondern durch andere Karbonate, z.S. Soda und Verwandte (Na2 CO3). Da Du das Na nicht mit dem GH test mißt, kriegst Du eine geringe GH und eine hohe KH. In einem solchen Fall ist definitionsgemäß die KH die Gesamthärte.

Die Fische spüren das schon, denn das Wasser ist ja hoch mineralisiert, ich vermute, das die Leitfähigkeit bei Dir um 1000µS/cm liegen wird (wenn die Meßwerte stimmen). Im AMazonasgebiet herrscht sehr gering mineralisiertes Wasser vor.

Mit CO2 kann man den pH-Wert nicht drücken. Jedenfalls nicht bei einem solchen Wasser. Da müssen erst mal die Karbonate raus. Da gibt es verschiedene Möglichkeite, hier könnte ein Kationenaustauscher reichen, sonst VE oder Osmose. Oder mit Mineralischen Säuren. Wie da geht, kannst Du u.a. bei Olaf ****** nachlesen:
http://www.******-ing.de/Wasser/ph.htm

Vielleicht suchst Du hier im Forum oder ergänzend noch woanders mal nach diesen Gegriffen, um die für Dich beste und einfachst Art der Wasseraufbereitung rauszukriegen.
joern ist offline  
Alt 29.09.2003, 10:35   #5
eilandbarbe
 
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Hallo Jörn,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ist es denn dann wirklich so einfach das Wasser zum Beispiel mit Salzsäure zu enthärten? Ich habe hier im Forum auch einiges darüber gelesen, dass das nicht so ohne weiteres das Wasser entärtet sondern nur die Mineralstoffe in andere umwandelt. Ist ja eientlich auch logisch, wie soll HCL Na+ oder Mg+ Ionen beseitigen?!

Ich habe auch bereits eine Osmoseanlage im Haus, jedoch nicht direkt fürs Aquarium sondern für kalkarmes Trinkwasser. Kann ich jetzt einfach jeden Wasserwechsel nach und nach mit Osmosewasser machen um so die Härte aus meinem Becken zu bekommen oder muss ich da radikaler vorgehen??
eilandbarbe ist offline  
Alt 29.09.2003, 11:17   #6
joern
 
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Hi,
[quote="eilandbarbe"]Hallo Jörn,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ist es denn dann wirklich so einfach das Wasser zum Beispiel mit Salzsäure zu enthärten? Ich habe hier im Forum auch einiges darüber gelesen, dass das nicht so ohne weiteres das Wasser entärtet sondern nur die Mineralstoffe in andere umwandelt. Ist ja eientlich auch logisch, wie soll HCL Na+ oder Mg+ Ionen beseitigen?!
quote]

Die HCl "wandelt" nicht die Kationen um, sondern triebt die Karbonathärte als CO2 raus. Damit verbleiben natürlich noch die Cl-Ionen in Deinem Becken.

Wenn Du schon eine Osmoseanlage hast, dannb rauchst Du doch nicht lange zu überlegen. Nur noch, wie Du das Osmosewasser mit dem Leitungswasser verschneidest.

Bei Deinem Wasser (nach den jetzt vorliegenden Werte, was ja nicht viel ist) könnte ich mir auch eine Mischung der Verfahren vorstellen:

Osmose und Leitungswasser ca. 1:1 verschneiden (senkt die GH und KH). Da KH deutlich mehr, diese nochmals mit HCl auf erträgliche Werte runterdrücken. Das bräuchtest Du weniger HCL und durch die Msichung 1:1 mit dem Leitungswasser spart Du Osmosewasser (bzw. den recht hohen teil an Abwasser dabei).

So könntest Du die GH auf die Hälfte bringen und anschleißend noch mal KH halbieren und hättest mit vertretbarem Aufwand ein "ausgeglichenes" Wasser.
joern ist offline  
Alt 29.09.2003, 13:34   #7
Daniela Lorck
 
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Hi Eilandbarbe

habt ihr eine Osmoseanlage oder eine Entsalzungsanlage im Haus?

Wäre schon wichtig zu wissen, weil evtl. ist dort die Erklärung für Deine Wasserwerte.

Beste Grüße

Dany :-kiss
Daniela Lorck ist offline  
Alt 29.09.2003, 14:13   #8
eilandbarbe
 
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Hallo,

@Dany
wir haben eine Entsalzungsanlage für das komplette Wassersystem im Haus und zusätzlich in der Küche eine Osmoseanlage mit 10 Liter Tank.

Nochmal wegen der Salzsäure: Wenn ich wie Jörn beschrieben habe mein Leitungswasser mit Osmosewasser 1:1 mische und dann HCl dazugebe um die KH auf 4 zu drücken, ist das Wasser dann verwendbar für "Weichwasserfische"? Gh wäre ja dann auf ca. 2 und PH je nach Säurezugabe 6-7. Oder erreiche ich durch die Zugabe von Säure nicht die generelle Enthärtung??

Gruß

Timon
eilandbarbe ist offline  
Alt 29.09.2003, 14:49   #9
joern
 
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Hi,
die Idee war folgende:

aus Osmose kommt (beinahe) 0 DH und KH raus. Bei 1:1 Verschnitt wärest Du bei Deinem Mischwasser = zukünft. AQ-Wasser bei DH 2-3 und KH ca.8.

Das wäre eigentlich eine ganz gute DH, die KH dann weiter mit HCl senken, z.B auf 3 bis 4 (also wieder etwa 50%). Dann bist Du im Weichwasserbereich, ohne gleich "extrem" zu sein.

Da Osmose offensichtlich Neutralaustauscher (gute Nachfrage, Dany, da hatte ich gar nicht dran gedacht!) nachgeschaltet ist, müßte eigentlich das gehen.

Dadurch wird die Osmosewassermenge klein gehalten (Spülwasser fällt ja auch an, und ich denke bei dem Wassser eher 1:4 als 1:3), Rest der KH eben mit Säure "nachhelfen". Dann sind auch die Chloridmengen erträglich, da die Hälfte ja schon durch Osmose draußen ist.
Erst wenn die Karbonathärte "unten" ist, macht CO2 überhaupt Sinn.

Das müßte man im Detail noch mal durchrechnen (hab da grad keine Zeit zu), aber ich denke, die Größenordnungen bleiben. Und bei diesem Wasser vielleicht ein guter Kompromiß zwischen Aufwand und Resultat.

Ich würde bei den zukünftigen Wasserwechseln mit dem Mischwasser s.o. loslegen. Wenn DU heute 50% rausnehmen würdest und durch Osmose ersetzen, wärest Du ja quasi "sofort" bei einem Weichwasser. Aber die Fische und Pflanzen sollten sich doch auch daran gewöhnen können. Von daher würd ich es langsam machen, z.B. ab sofort Wasserwechsel mit dem beschriebenen Misch-Weichwasser.
joern ist offline  
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