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Alt 12.11.2003, 09:21   #1
Fredy
 
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Standard Hilfe CO2 Vergiftung durch Selbstbau

Habe mit Zucker und Hefe in einer 1 Literflasche selbst CO2 für mein 112 Literbecken erzeugt. Am nächsten Tag waren alle meine
Schachbrettbarsche tot (aber nur diese). Es kam jedoch kein Hefe in des Becken. Könnte das CO2 Schuld daran sein bzw. ist zuviel CO2 für die Fische schädlich ??
Fredy ist offline  
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Alt 12.11.2003, 09:34   #2
naked lunch
 
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Hai,

Suche mal nach Bio CO2 + Rinne,..

Natürlich ist zu viel CO2 tötlich.
Ist so, als wenn du eine Flasche Sprudel ins Becken kippst.
naked lunch ist offline  
Alt 12.11.2003, 10:10   #3
schmolli
 
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Hi Du Armer!

Das mit Deinen Tischen ist ja schade, das "tut" mir ja wirklich leid!!!!
:cry: Hast Du keinen Flipper an Deine selbstgebaute CO 2 Anlage angebracht???
Ich habe eine CO 2 Anlage von Nutrifax und die funktioniert total gut (sieht auch besser aus als so ne Cola Flasche). Das Gebräu will ich mir jetzt auch selber zusammenstellen, soll ja billiger sein!.
Hat jemand eine Ahnung wie ich das mixe, also die Zutaten kenne ich ja, aber nicht das Verhältnis für die Nutrifax Flasche. Kann mir jemand helfen???
schmolli ist offline  
Alt 12.11.2003, 10:26   #4
Petra Sw. (Amy)
 
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Hallo schmolli,

es gibt leider kein spezielles Verhältnis in dem Sinne. Wieviel Flüssigkeit passt denn in diese Flasche?

ich benutze folgende Mischung in einer 1 Liter Flasche:
3/4 Liter Wasser, 200g Zucker, 1 TL (gestrichen) Trockenhefe.
Diese Mischung hält bei mir 4 Wochen, wobei der limitierende Faktor der Zucker ist! Wenn der aufgebraucht ist, kann nix mehr gären.

Wir haben gerade am WE den Fall diskutiert, daß jemand sagte, daß mit dem Bio-Co2 wäre ja blöd, weil das ja immer schon nach 5 Tagen alle wäre und am Anfang ja blubbern würde wie blöd. Es kam dann raus, daß er aber ein ganzes Päkchen Trockenhefe verwendet hat. Dann wird natürlich viel mehr CO2 produziert, aber der Zucker ist auch entsprechend schneller alle.

Also kurzer Leitfaden:

Menge Hefe <--> Menge CO2
Menge Zucker/Hefe <--> Zeitraum

Ich hab allerdings noch nicht probiert, wie "fett" die Mischung werden darf, damit sie überhaupt noch funktioniert. Ich weiß also nicht, ob 400g Zucker und 2 TL Hefe in 3/4 Liter Wasser es noch tun.
Petra Sw. (Amy) ist offline  
Alt 12.11.2003, 12:13   #5
rimhaeuser
 
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Hallochen,

die Gärung bricht nicht nur ab, wenn der Zucker verbraucht ist, sondern auch dann, wenn der Alkoholspiegel zu hoch geworden ist, liegt IMHO so bei 15% Alkohol im Wasser.

Die Menge an CO2 ist abhängig von der Menge Hefe und auch ein wenig vom Luftvolumen über der Hefe, weil die sich dann wohl am Anfang etwas mehr vermehren kann bis die Gährung angefangen hat = ebenfalls mehr Hefebakies.

Ich habe am 200l-Becken eine 1,5l Hefeflasche (250g/1TL) gefolgt von einer 0,5l Waschflasche und erreiche dadurch mit Ausströmer auch einen zu hohen CO2-Gehalt. Mittlerweile habe ich nur noch den nackten 6er Schlauch im Wasser baumeln, dadurch geht nur noch wenig CO2 im Wasser in Lösung - kann dadurch auch nicht verstopfen. Der Schlauch endet nur wenige cm unterhalb der Wasseroberfläche genau unter einem Loch in der Spritzschutzscheibe, so das überschüssiges CO2 aus dem Aquarium kann und nicht die ganze Luft verdrängt - ob das nötig ist, keine Ahnung, denn O2 wird ja eigentlich hauptsächlich von den Pflanzen erzeugt.
Bei der nächsten Füllung werde ich aber wohl mal eine kleine Gährungsflasche verwenden, 1l oder vielleicht auch nur 0,75.

Ich hatte mal auf einer Webseite eine andere Idee gefunden, dazu wird oben eine umgedrehte Schale in das Wasser gesetzt und irgendwie befestigt, von unten blubbert das CO2 dann direkt in diese Schale, überschüssiges CO2 kann dadurch auch sofort entweichen. Das CO2 diffundiert nun an der Grenzfläche Wasser/CO2-Schälchen langsam in das Wasser. Das hat den Vorteil, das immer eine definierte Menge CO2 in das Wasser abgegeben wird, egal wie stark die Gärung gerade läuft. Selbst wenn die Gärung ganz aufhört wird noch eine lange Zeit CO2 aus der Schale an das Wasser abgegeben. Wie effektiv das ist, kann ich nicht sagen, aber sooo viel CO2 muß ja auch gar nicht in das Wasser

2 Dinge halte ich beim Einsatz der CO2-Zufuhr über Gährung für sehr wichtig:
a) eine Waschflasche, damit gerade am Anfang kein Hefeschaum ins Aquarium kommen kann.
b) eine häufige Kontrolle des CO2-Gehaltes im Wasser um erst einmal ein Gefühl für die Dosierung zu bekommen (pH-Bestimmung und umrechnen mit kH, oder CO2 direkt bestimmen). Später kann man darauf bestimmt auch wieder verzichten

mfg. Ralf
rimhaeuser ist offline  
Alt 12.11.2003, 13:34   #6
Petra Sw. (Amy)
 
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Hallo Ralf,

danke, daß mit dem Alkoholspiegel hatte ich wieder vergessen, war aber im Prinzip das, was ich meinte, als ich sagte, ich weiß nicht, ob 400g Zucker und 3/4 Liter Wasser noch funktionieren. Ich hatte da nur noch dunkel was im Kopf, daß sich die Hefekulturen ab einer gewissen Konzentrationvon irgendwas eben selber vernichten.

Ja Kontrolle ist am Anfang immens wichtig! Man sollte mit der Sache am besten am We beginnen wenn man zunächst mal so alle 2 Stunden den Ph überprüfen kann.

Ich hab übrigens meine 3/4 Liter Lösung in 1 Liter Flasche an einem 112 Liter Becken und da passt das noch gerade so. Ich verwende dabei den Dennerle Flipper, der ja oben auch noch ne Paffrathsche Rinne hat. Ich komme am 1. / 2. Tag nach neuem Ansatz schonmal runter bis PH 6,4, das ist bei KH 3 schon recht grenzwertig, gab bei meinen Fischen aber noch keine Probleme. Gegen Ende hab ich dann Ph 7.
Petra Sw. (Amy) ist offline  
Alt 12.11.2003, 13:53   #7
Mich@el
 
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Standard auch Co2-Frage

Hi,
tschuldigung, dass ich mich jetzt auch zu dem Thema so dazwischenschalte, aber es passt gerade so gut.
Ich hab seit Montag Abend die Dennerle BioCo2-Anlage an meinem 112er dran hängen, bis jetzt ist noch nicht viel passiert. Aber mittlerweile mach ich mir doch Sorgen wenn das Ding mal so richtig in Fahrt kommt, von wegen Sauerstoffunterversorgung, Säuresturz bzw. zu viel CO2. Reicht tatsächlich ne PH-Wert und CO2 Kontrolle oder muss ich noch andere Dinge beachten ?
Mich@el ist offline  
Alt 12.11.2003, 14:13   #8
hermann17
 
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Standard

hi,

Zitat:
Ich hab seit Montag Abend die Dennerle BioCo2-Anlage an meinem 112er dran hängen, bis jetzt ist noch nicht viel passiert.
Ist das normal, das es so lange dauert, bis die Sache in Fahrt kommt? Habe von "Kauf-Bio-CO2" keine Ahnung, meine selbstgemachten Ansätze kommen schon nach ein paar Stunden in Fahrt.

Zitat:
Aber mittlerweile mach ich mir doch Sorgen wenn das Ding mal so richtig in Fahrt kommt, von wegen Sauerstoffunterversorgung, Säuresturz bzw. zu viel CO2. Reicht tatsächlich ne PH-Wert und CO2 Kontrolle oder muss ich noch andere Dinge beachten ?
Der Sauerstoffgehalt des Wassers hat keine Verbindung zum CO2-Gehalt, das eine verdrängt nicht das andere. Bei zu viel CO2 im Wasser bekommen die Fische Probleme, selber noch etwas auszuatmen, dann wird wohl das Konzentrationsgefälle Blut/Wasser zu gering.
Säuresturz ist eine komplett andere Baustelle.

Imo reicht ph- bzw CO2-Kontrolle, allerdings sollte man dabei auch mal über Messungenauigkeiten bzw. Auflösungsvermögen des verwendeten Testes nachdenken und die ermittelten Werte nicht für Präzision bis in die Nachkommastelle halten. Also, in der Tabelle auch mal die Nachbarwerte betrachten und etwas Sicherheitsabstand einhalten.

gruß hermann
hermann17 ist offline  
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