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Alt 17.08.2003, 12:00   #1
Sysreg
 
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Standard Elefanten-Fische

Hi..
Also ich weis nicht ob das ihr richtiger name ist die die ich gesehen habe waren schwartz und hatten eben einen Rüssel.Der nette Aquaristiker den ich gefragt habe meinte es seinen Elefenaten-Fische...Jetzt zu meiner Frage:Kennt sich jenmand mit diesen hübschen Tierchen aus??kann man sie in einem 240l Becken halten usw...Sagt mir einfach soviel ihr wisst.
Ich bedanke mich schon mal im Vorraus...
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Alt 17.08.2003, 12:16   #2
Ralf Rombach
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Standard

Ulrike Hardt schrieb am 15.02.2001 in d.r.t.a.

Eine gute Entscheidung, ein ungewoehnlicher Fisch, muss aber gut ueberlegt sein!


Den Mergus halte ich allenfalls fuer einen groben Ueberblick geeignet, auch wenn er gerne wie die Bibel zitiert wird ;-) Genaue Angaben ueber Ansprueche und Verhalten kann er schon aus Platzgruenden nicht machen. Einzelhaltung ist nach meinen Erfahrung und der wenigen brauchbaren Literatur sogar Qualerei. Ich halte 6 Ele's seit einem Jahr, ein 7. Mitleidskauf ist vor einer Woche dazugekommen.

Hier eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen:

- Rudeltiere: Rangordnung,aber keine ernsthaften Streitereien, keine Reviere. Schwimmen mal in Gruppen, mal alleine, halten zusammen in unbekannter Gegend. Kennen sich individuell und jagen 'Fremde'. Bei den Jagden kommt es aber niemals zu Beissereien, noch nicht mal zu Beruehrungen, sie 'bruellen' sich nur nur mit elektrischen Organen an.
Einzelhaltung habe ich im Aquazoo Duesseldorf gesehen: ein einzelner ausgewachsener Ele
in einem sehr grossen Becken litt wohl an so etwas wie Hospitalismus: im Kreis schwimmen und dabei andere Arten grundlos scheuchen.. Immer derselbe Weg.. Meine sind noch lange nicht ausgewachsen, insofern kann ich nicht sicher sagen, ob sie nicht doch spaeter zu Einzelgaengern werden.

-sehr verspielt, neugierig und lernfaehig. Die Kabbeleien untereinander wirken eher wie ein Spiel, der Unterlegene hat keine Angst vor dem Streithahn. Ein neuer Gegenstand (z.B. ein Katzenspielball :-) wird ausgiebigst erkundet, ebenso ein Kescher und dem Schlauch zum
Mulmabsaugen. Was sie schon kennen, wird schnell 'abgehakt'. Metallische Gegenstaende sind besonders interessant. Die Neugierde kommt vielleicht auch daher, dass sie sehr schlecht sehen koennen und daher ihre Umgebung 'auswendig' lernen muessen.

-schnueffeln gerne im Pflanzengewirr und Fallaub, legen sich am liebsten schlafen auf den Rhizomen von Javafarn oder unter Blaettern/Wurzeln. Steinhoehlen sind nicht so beliebt.

-Haben Angst vor hellen Licht, wenn noch Mangel an Verstecken dazukommt, koennen sie schon im Haendlerbecken durch Dauerstress schwer geschaedigt werden! Diese Fische werden nach meinem Eindruck vorwiegend von ignoranten oder unkundigen Haendlern aufgekauft. Einer ist nach dem 1/4 stuendlichen Transport, Haltungsbecken voellig kahl, Dauerpanik, sofort gestorben. Einwaende gegen die Haltungsbedingungen brachten dann das
schlagkraeftige Argument 'sie lassen sich dann leichter fangen' .. Die Angst vor hellem Licht legt sich mit der Zeit etwas, aber es sind halt Wildfaenge aus schlammigen Gewaessern.

-Futter: brauchen reichlich hochwertiges, nicht zu grosses, Frost- und ggf. Lebendfutter. An Trockenfutter gehen meine nicht, soll zwar gehen, aber Trockenfutter ist eh nix dolles ?! Ein bisschen feingehackter Spinat wird manchmal auch verdrueckt. Sie fressen bei aller Gier recht langsam,weil sie das Futter ertasten muessen. Mit etwas Uebung fressen sie auch aus der Hand. Mehrmals taeglich fuettern.

-Vergesellschaftung: keine agressiven oder schnell fressenden Arten! Da sie nicht/schlecht sehen koennen, erkennen sie die ueblichen Wutgebaerden nicht. Sie wehren sich auch kaum gegenueber 'nichtelektrischen' Fischen und registrieren sie offenbar kaum. Schnellfresser scheiden aus wegen s.o.

-Krankheiten: achten auf Futterverweigerung! Habe ich selber erlebt und im Haendlerbecken gesehen. Die Ursache kenne ich nicht, vielleicht Wuermer? Einer ist mir nach 4 Monaten schlichtweg verhungert, trotz der (zu spaeten? ) Behandlung mit Concurat. War nicht schoen.. In einem solchen Fall wuerde ich jetzt sofort behandeln, da das Concurat dem
Angeschlagenem nicht erkennbar geschadet hat..

-Wasser: Westafrika hat nach meinen Infos maessig weiches und leicht saures Wasser. Seit Einsatz der Osmoseanlage und etwas Torffiletrung scheinen sie sich etwas wohler zu fuehlen, was aber auch an der Eingewoehnung liegen kann. Nach den Literaturinfos sind diese Werte auch nicht sooo wichtig, eher die Gestaltung des Lebensraumes.

-Zucht: nicht bekannt. Verwandte Arten sind aber von Kirschbaum nach der gleichnamigen Methode gezuechtet worden.

-Wachstum: keine Literaturinfos gefunden, meine wachsen trotz heftiger Fuetterung extrem langsam: 1cm in 1 Jahr?! Sie sind von 13 auf ca 14 cm gewachsen und sehen fett aus..

-Raumbedarf: keine Langstreckenschwimmer, aber wegen der moeglichen Endgroesse von 25 cm und der Agressionen duerften 1000 L nicht zuviel sein. In der sachkundigen Literatur steht etwas von 500l fuer 3 Tiere (m.A.n. zuwenig fuer eine Gruppe).

-Literatur: das INet, besonders Forschungsinstitute (Bonn) dort aber nur wenig Haltungsinfos, DATZ-Archiv (!!), Symposiumsbaende 'Verhalten der Aquarienfisvhe' und Fortpflanzungsbiologie der Aq..' vom Schmettkamp-Verlag, Mergus & andere allgemeine Buecher lieber vergessen..


zu meinen Haelterungsbedingunegn:

ich halte sie in einem 840l-Becken mit extrem dichter Bepflanzung (Javafarn und andere weniger lichtbeduerftiger Pflanzen) und vielen Wurzeln/Steinen, Sand, Laubblaettern.
Filter: Eheim xyz 1000l max, Powerhead 900l max, durch Vorfilter recht wenig Stroemung.
Wasser: UOW bei ca 3-4 GH (inzwischen kein LW mehr, nur Aufhaertesalz), etwas Torf, etwas Bio-CO2, woechentlcher WW von 1/4, T:25-27̊ Die Eingewoehnung nach 600 km Umzug und 3 Tagen in Kisten bei 17 ̊ war kein Problem.

Gesellschaft:
Weisstirnmesserfische (Apteronotes albifrons): kein Problem fuer beide, sehr gross!
Bujurquina vittata: kein Problem fuer beide Petrocephalus simus: eine weitere Mormyridenart,sehr zu empfehlen! Schliessen sich den Elefanten an, was sie auf in der Natur tun. Apistogramma resticulosa: agressiv bei Brutpflege, nur in grossen Becken
Schmetterlingsfische (Pantodon buchholzii) kein Problem fuer beide Nicaragua-Buntbarsch (Hypo-xyz nicarugaensis): ungeeignet, da gefraessig, aggressiv, anderes Biotop.. uebersehen beim ausmisten.. Astatotilapia xyz??: ungeeignet, s.o. Neons: leider uebernommen aus Gebrauchtbecken, irgendjemand frisst sie, sonst ok.
Antennenwelse: kein Problem fuer beide Ruesselbarben: nerven, werden neuerdings vom Elechef manchmal gejagt, nur bedingt geeignet

Marmorkrebse: werden belaestigt, ansonsten kein Problem


sorry fuer den Roman, aber ueber Mormyriden ist sowenig bekannt und sie sterben oft unter ungeeigneten Bedingungen, das musste ich einfach loswerden ;-)
 
Alt 17.08.2003, 12:28   #3
Sysreg
 
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Vielen dank für den "Roman" war sehr aufschlussreich und hat mir wieder mal gezeigt das vorhher fragen bei Leuten die sich auskennen besser ist als bei nem Verkäufer....danke!!
Sysreg ist offline  
Alt 17.08.2003, 13:06   #4
Flössler
 
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Hi!
Wow super Beobachtungen!
Eines will ich noch hinzufügen:
Das Becken abdichten, denn sie kommen durch etwas größere Schlitze leicht herraus!
Gruß, Mike

Noch eine schöne Seite mit Untersuchungen an dem Elektrischem Organ, sogar mit Ton :wink:
http://www.uni-koblenz.de/~odsgroe/nilhecht.htm
Flössler ist offline  
Alt 17.08.2003, 15:36   #5
Rebecca Devaux
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Hi

Ich hab einen Elefantenrüsselfisch. Habe leider nur einen (übernommen).

Ist ein Fisch der dauernd aktiv ist, sich mit andern Fischen die Zeit vertreibt (manchmal nervt er sie, spielt mit ihnen, spielt mit allem andern wie auch von Ralf beschrieben).

Fressen tut er fast alles.

Sehr robuster Fisch, immer ein rundes Bäuchlein.

Bin mir grad nicht sicher, ob ich ihn abgeben soll jemandem, der noch einen hat, oder schauen - noch welche zu bekommen. Ebenfalls 840l Becken.

Gruss Rebei
 
Alt 06.02.2004, 07:40   #6
sunny0131
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habe gerade die suchfunktion genutzt und diesen interessanten beitrag gefunden....ich spiele auch mit dem gedanken mir evtl. einen elefantenrüsselfisch zuzulegen.
wenn ich allerdings sehe wie groß er wird und wie groß die becken meiner vorredner sind, komm ich doch ins zweifeln.

wie groß sollte das becken sein um ihn (alleine ?/mehreren ?)
zu halten.
 
Alt 06.02.2004, 13:31   #7
Roland Bauer
 
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Zitat:
Zitat von sunny0131

wie groß sollte das becken sein um ihn (alleine ?/mehreren ?)
zu halten.
Wie wär's mit lesen lernen?

tztztz, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 06.02.2004, 13:51   #8
sunny0131
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Zitat:
Zitat von Roland Bauer
Zitat:
Zitat von sunny0131

wie groß sollte das becken sein um ihn (alleine ?/mehreren ?)
zu halten.
Wie wär's mit lesen lernen?

tztztz, roland
dann zeig mir bitte in welchem beitrag es steht...das einzige was ich gefunden habe ist, dass 1000l nicht ZU klein sein dürften....

abgesehen davon finde ich solche unsachliche antworten echt bescheiden....
 
Alt 06.02.2004, 14:06   #9
Roland Bauer
 
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Zitat:
Zitat von sunny0131

dann zeig mir bitte in welchem beitrag es steht...das einzige was ich gefunden habe ist, dass 1000l nicht ZU klein sein dürften....
aha, "lesen" ist das Problem also nicht - na, da hab ich wirklich geirrt, tschulligung. Es sind also Verständnisprobleme Deinerseits vorhanden....

"1000 Liter sind nicht zu klein" - also sind 1000 Liter in Ordnung, aber grösser dürft's auch sein....

So allgemein mal wieder Denksport treiben, um da mehr Routine zu erhalten?

gruss, roland
Roland Bauer ist offline  
Alt 06.02.2004, 14:14   #10
Ralf Rombach
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Zitat:
Zitat von Ralf Rombach
Ulrike Hardt schrieb am 15.02.2001 in d.r.t.a.

zu meinen Haelterungsbedingunegn:

ich halte sie in einem 840l-Becken mit extrem dichter Bepflanzung
Ich würde nicht darunter gehen.
 
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