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Alt 20.03.2004, 20:36   #1
tobiasw
 
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Standard Wie Co2 richtig einbringen?

Hi.

da mein vor ca. 6 Wochen eingerichtetes Becken plötzlich mit ALgen zu kämpfen hat, und die Planzen irgendwie nicht so richtig wollen, hab ich mir gestern eine Co2- Anlage (Hefe-Zucker Prinzip) gebaut.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob da smit dem Einbringen ins Becken so das wahre ist. Zunächst hab ich einen Ausströmerstein probier, was allerdings nur relativ große Blasen hervorbrachte. Jetzt hab ich mir so einen Mini - CO2 Reaktor von Bioplast besorgt.
Also quasi dieses schnapsglasgroße Teil mit Glaskeramikmembran. Das sah schon wesentlich besser aus, die Blasen lösen sich aber trotzdem nicht vollständig auf (das ist mit so einfachen Mitteln wohl kaum zu erreichen). Also hab ich den Reaktor ganz unten im Mattenfilter angebracht.
Die Bläschen steigen jetzt ca. 20cm durchs Wasser, werden dann komplett von der Pumpe eingesaugt und ins Becken geblasen. Der Auslass ist ca. 10 cm unterhalb des Wasserspiegels angebracht und bläst gerade gegen die Frontscheibe.
Die Bläschen werden also durchs ganze Becken gepustet und steigen dann irgendwann an die Oberfläche. Da hängen sie noch ein paar Sekunden und platzen dann. Sie sind dann allerdings schon sehr klein.

Ist das so in Ordnung? Oder sollte ich einen vernünftigen Flipper anschaffen?

Kann ich in ein paar Wochen wenn das Algenproblem wieder im Griff ist das CO2 einfach von jetzt auf gleich wieder weglassen? In meinem 1. Becken verwende ich kein Co2, und alles wächst prächtig und Algenwachstum ist praktisch nicht vorhanden. Die veralgten Pflanzen die ich aus dem neuen Becken ins alte gesetzt habe sahen innerhalb weniger Tage wieder wie neu aus.

Welchen Co2 Wert empfehlt ihr denn? Ich hab eben mal gemessen und zwischen 5 und 10 mg/L Co2 - Gehalt.


Grüße T.
tobiasw ist offline  
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Alt 22.03.2004, 01:29   #2
Hottonia e.V.
 
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Standard Re: Wie Co2 richtig einbringen?

Hallo Tobias,
für eine Bio-Anlage halte ich die Paffrathsche Rinne/Schale/Glocke für den am besten geeigneten Reaktor. Schon deshalb, weil er eine nahezu konstante Diffusionsgeschwindigkeit bietet, auch und besonders bei Zuführung von CO2 im Überschuss. Dadurch wird dann die oft ungleichmäßige Produktion der Hefegärung auf ein konstantes effektives Maß begrenzt. Dieser Reaktor kann leicht selbst gebaut werden durch ein beliebiges unten offenes Gefäss (Rinne, Schale, Tauchglocke) das unter die Verstrebungen des AQ geklemmt, geklebt oder mit Saugern befestigt wird oder noch besser in einiger Tiefe in das AQ eingebracht wird. Die Reaktorleistung ist von der Fläche der Rinne und von der Wassertiefe abhängig. Wenn mehr CO2 zugeführt wird, als gelöst werden kann, dann blubbt der Überschuss einfach ungenutzt hinaus. Bei Hefegärung wählt man die angelieferte Menge einfach etwas größer und ist damit sicher, dass immer ein festes Quantum in das Wasser diffundiert. Der Überschuss kann auch durch eine seitliche Bohrung blasenweise abgegeben werden. Dann ist man auch sicher: So lange es von Zeit zu Zeit herausblubbt, ist die Anlieferung intakt und ausreichend. Auch werden dadurch die sog. Falschgase automatisch abgeführt. Die notwendige Fläche/Tiefe sollte man durch Versuche ermitteln. Ausgangspunkt seien etwa 30 qcm für ein 100 Liter AQ knapp unterhalb der Oberfläche (je tiefer desto weniger). In einem kleinen 40 Liter Crptocorynen-Spezialbecken halte ich z.B. einen CO2-Spiegel von 15 mg/l, indem ich einen kleinen JBL-Messbecher aus dem GH/KH-Test unter die Längsverstebung gekemmt habe und mit einem dünnen Luftschlauch aus einer Gärflasche CO2 von unten in Überschuss einleite.
Viele Grüße Lothar
Hottonia e.V. ist offline  
Alt 23.03.2004, 20:34   #3
tobiasw
 
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Hi.

also das mit der Schale bekomm ich optisch ansprechen warscheinlich kaum hin. Wie dem auch sei. Hab gestern erstmal beim Hantieren den Miniglasreaktor zerbrochen :evil:.

Sah aber 1 Tag klasse aus. Irgendwie lief das Teil mit der neu hinzugefügten Waschflasche und dem Rücklaufventl nicht an, also die Blasen wurden nicht durch die Glaskeramikmembran gedrückt. Da hatte ich mal wieder keine Geduld. Irgendwie rumgedingsbumselt... keine Ahnung und kaputt wars.

Wie auch immer, hab jetzt den Schlauch mit Gummis an den Einsaugkorb der Mattenfilterpumpe gespannt. Einfach mal ein paar Stunden gewartet und schwups: alles funzt prima.

Ich sollte mich einfach in Geduld üben. Die Blasenproduktion funzt nun auch wunderbar gleichmäßig. Man sollte einfach mal die Finger weglassen und abwarten :wink:

Der Co2 Gehalt steht nun auf ca. 15mg. Mal sehn wie sich das entwickelt. Werd die nächste Mischung wohl mal ein wenig ändern.

Grüße, T.

Ps.: einen Flipper hab ich mir trotzdem ersteigert :wink:
tobiasw ist offline  
Alt 26.03.2004, 18:07   #4
tobiasw
 
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Standard

Hi.

Neuigkeiten von meiner Co2 Front.


Ich hab den Schlauch ja quasi direkt an den Pumpeneingang meines Mattenfilters geklemmt. Man hört jetz quasi im Sekundentakt dieses leise Geräusch wenn Luft bzw. Co2 in die Pumpe kommt.

Wichtig dabei ist, dass die Co2 Flasche nur ca 1 Blase alle 3 Sekunden produziert. Daraus folgt, dass die Pumpe das Co2 aus dem Schlauch saugt bevor eine Blase entsteht, also mengenmäßig ca. jeweils 1/3 einer Blase. Im Becken seh ich dann die microkleinen Bläschen rumflitzen und eingentlich nicht mehr an der Oberfläche auftauchen.

Bedeutet für mich, dass das Co2 quasi weitgehend vollständig aufgelöst wird.

Jetzt ist aber vorhin der Flipper gekommen und wurde von mir natürlich sofort in Gebrauch genommen.

Problem: Die Bläschen laufen nicht ganz nach oben durch, sondern bleiben nach 5 Stufen hängen. Werden dann immer größer und blubbern dann schließlich unkontrolliert über den Rand und durch den Flipper durch.

Hab also wieder auf den Filter umgeklemmt, da das meiner Meinung nach besser funzt.

Kann es sein, dass ich den Flipper irgendwie besonders reinigen muss, damit die Bläschen nicht kleben bleiben?

Oder soll ich den FLipper einfach weglassen?

Grüße, T.
tobiasw ist offline  
Alt 26.03.2004, 19:11   #5
Batman
 
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Standard re..

Hallo Tobias,
ich habe in meinem 80er Becken auch einen Flipper. Wenn dieser neu ist, dauert es ca. 2 bis 3 Tage bis die Blasen richtig laufen. Es muß sich erst eine "Gleitschicht" aus Bakterien bilden. Ist also normal, daß die Blasen hängen bleiben !
Beste Grüße
Joachim
Batman ist offline  
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