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Alt 13.04.2004, 19:24   #11
Andre K.
 
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Hallo,
wäre ein super Vorschlag. Nicht weil viele so laut Geschrieben haben sondern weil dann Anfänger hier nachschauen können

Andre
Andre K. ist offline  
Sponsor Mitteilung 13.04.2004   #11 (permalink)
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Alt 13.04.2004, 19:48   #12
pandomo
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Hallo,

Ich lese hier viel Wahres.
Allerdings auch Sachen die man kommentieren muss und die nicht ganz richtig sind.

Zitat:
1.0 Einleitung
Zuerst einmal: Es gibt KEIN komplettes Algenfreies Aquarium!!!Es ist auch unmöglich sie komplett herauszubekommen.
Absolut korrekt und nicht anzweifelbar.

Zitat:
Algen gibt es immer in manchen Sachen sind sie sogar enorm wichtig.
Ebenfalls absolut korrekt.
Die Kleinkrebse und Mikrolebewelt in Algenrasen sind für viele Fische ein unerlässlicher Futtervorrat.
Jedoch gilt die Einschränkung, dass je nach Algenart solche Aufwuchsrasen nicht entstehen (siehe auch Cyano bzw. Blaualgenproblematik).
Aber ein gepflegter Algenrasen bietet Jungfischen und Nahrungspezialisten immer einen Grund, diesen abzuweiden.

Zitat:
Große Auqarien sind leichter zu pflegen als kleine ich denke das wissen alle, trotzdem sollte man kein riesiges Auqarium zum Anfang kaufen.
Das halte ich jedoch ür eine "Legende" der Aquaristik.
Kleine AQ sind durchaus "in den Griff" zu bekommen und zwar auch ohne grossen Aufwand.
Es kommt auf die zu pflegenden Fische an.
Will man kleine Fische pflegen, so braucht man kein grosses AQ.

Ich finde den Diskussionsansatz jedenfalls sehr interessant.

Bye

Pan
 
Alt 14.04.2004, 15:18   #13
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Algenprobleme: Analyse, leider keine Patentlösung

1.0 Einleitung
Es gibt zahlreiche verschiedene Gruppen von Algen, die im Süßwasser-Aquarium verbreitet sind. Es ist schwer, sie unter einen Hut zu bekommen, aber einige Merkmale haben sie alle gemeinsam.
Nahezu alle Algen zeichnen sich dadurch aus, daß sie beim Aquarienpfleger unbeliebt sind, da sie Scheiben und Einrichtung bewachsen, eine Konkurrenz zu den Pflanzen darstellen und oft einfach unschön aussehen.

Die wichtigsten Gruppen von Algen im Süßwasser sind folgende:
- Kieselalgen: Sie wachsen als dünne, oft transparente, braune Beläge auf allen Gegenständen. Die Beläge fühlen sich leicht schmierig an und lassen sich leicht mit den Fingern und jedem handelsüblichen Reinigungsgerät entfernen. Die Beläge erscheinen jedoch nach sehr kurzer Zeit erneut, da diese Algen Einzeller sind, die auf Oberflächen entlang kriechen können.
Diese Algen bevorzugen Aquarien, die schwach beleuchtet sind. Sie sind nahezu die einzigen Algen, die vollständig biologisch unter Kontrolle gehalten werden können, zahlreiche Harnischwelse fressen sie sehr gerne.

- Rotalgen: Unter den Rotalgen gibt es zwei sehr unbeliebte Algengruppen, die Pinselalgen und die Bartalgen. Beide Gruppen sind keinesfalls rot gefärbt, sondern braun bis grau. Beiden gemeinsam ist, daß sie eine sehr kräftige, harte Haftscheibe besitzen, aus der die eigentlichen Algenfäden herauswachsen. Pinselalgen werden maximal etwa 20 mm lang, Bartalgen erreichen fast 10 cm (Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, ich hab noch nie das "Vergnügen" gehabt).
Eine biologische Kontrolle dieser Algen ist sehr schwer möglich, kaum ein Fisch frißt sie. Bartalgen werden von Mbunas mit gefressen, auch Anostomos anostomos habe ich schon beim Abweiden dieser Algen gesehen. Sie scheinen jedoch nur Notnahrung zu sein, im Zweifelsfall wird anderes lieber gefressen.

- Blaualgen: Blaualgen sind eigentlich keine "richtigen" Algen, sondern zur Photosynthese befähigte Bakterien. Sie wachsen im Aquarium in der Regel in fädigen Strukturen, die meist zu mehr oder weniger festen Belägen verflochten sind. Wie der Name schon sagt, erscheinen sie häufig blaugrün, die Beläge sind schmierig, insbesondere wenn die Unterseite teilweise in Verwesung übergeht. Blaualgen riechen charakteristisch und unangenehm.
Die biologische Kontrolle mittels Algenfressern ist kaum möglich, da auch Fische den Geschmack der Algen offensichtlich als unangenehm empfinden. Mir ist kein Fisch bekannt, der gerne diese Algen anrührt.
In der Literatur geistert öfter mal herum, daß diese Algen Giftstoffe ans Wasser abgeben. Einige marine, einzellig lebende Blaualgen tun das sicher, wie das mit den Fädigen im Süßwasser ist, ist mir nicht bekannt. Ich habe weiterhin gelesen (ohne weitere Literaturangabe), daß die Anwesenheit von Blaualgen sich negativ auf die Schlupfrate von Fischeiern auswirken soll.

- Grünalgen: Grünalgen sind die am höchsten entwickelten Algen. Von ihrer biologischen Funktion sind sie höheren Pflanzen sehr ähnlich und deswegen oft direkte Konkurrenten.
Auch hier gibt es verschiedene Formen, die meisten sind fädig organisiert, im Aquarium fasst man sie als "grüne Fadenalgen" zusammen. Zusätzlich gibt es noch einzellige Algen, die planktonisch leben und teilweise zu höher organisierten Aggregaten verschmolzen sind. Eine Sonderform ist die grüne Punktalge, die sich als kleiner, bis 2 mm großer grüner Punkt auf allen möglichen Substraten festsetzt. Da die Schale mineralische Bestandteile in größeren Mengen enthält, ist sie sehr hart und kaum vom Substrat zu entfernen.
Grünalgen werden von den meisten pflanzenfressenden Fischen gefressen, oft lieber als höhere Pflanzen, da sie etwas weicher sind.

2.0 Gründe für Algen
Lediglich drei Anforderungen müssen erfüllt sein, damit Algen wachsen können: Wasser, Licht, Nährstoffe. Algen sind in der Lage, sich ungünstigen und wechselnden Umweltbedingungen wesentlich besser anzupassen als höhere Pflanzen. Deswegen sind sie in der Regel Erstbesiedler von Gewässern und auch in Gewässern mit extremen Lebensbedingungen (Totes Meer, Natronseen, Vulkan-Kraterseen) findet man Algen, teilweise in sehr hohen Dichten.

3.0 Mittel gegen Algen
Da Algen oft mit sehr ungünstigen Lebensbedingungen auskommen und ihr Stoffwechsel oft dem höherer Pflanzen sehr ähnelt, ist eine chemische Bekämpfung schwierig und meist mit sehr hohen Opfern (in der Aquarienbepflanzung) verbunden. Es ist sinnvoller, die Lebensbedingungen im Aquarium so zu gestalten, daß sie für höhere Pflanzen sehr gut sind und diese durch gutes Wachstum den Algen die Nährstoffe wegnehmen.

3.1 Chemische Mittel
Ich habe einige chemische Mittel ausprobiert, keins hat bei mir irgendeinen dauerhaften Erfolg gehabt. Das ist kein Wunder, da nach dem Entfernen des Mittels die Lebensbedingungen im Aquarium nicht verändert sind. Sie waren vorher für eine bestimmte Alge gut, sie sind es hinterher auch. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder da ist.
Da viele dieser Mittel Schwermetalle enthalten oder aus Herbiziden bestehen, sollte ihre Anwendung nur dann erfolgen, wenn man sich 100%ig über die Folgen im Klaren ist. Die Versicherung des Herstellers und des Verkäufers "Hat garantiert keine Nebenwirkungen" hilft da wenig.

3.2 Biologische Methoden
Jede Algenbekämpfung muß einen biologischen Hintergrund haben, sonst ist sie sinnlos.
Hier greifen v.a. zwei Maßnahmen, die beide die Funktion haben, den Algen Nährstoffe und Spurenelemente zu nehmen:
a) Verbesserung des Pflanzenwuchses: Wenn Pflanzen wachsen, entnehmen sie dem Wasser neben CO2 auch Stickstoffverbindungen (am liebsten Ammonium, aber auch Nitrat) und Phosphat sowie zahlreiche Spurenelemente (Eisen, Kalium und andere). Algen benötigen diese genauso. Oft sind aber die höheren Pflanzen effektiver in der Ausnutzung von Nährstoffen, so daß sie den Algen die Lebensgrundlage nehmen.
Wie Pflanzenwachstum effektiv verbessert werden kann, ist im Subforum "Pflanzen" ausführlicher nachzulesen. Ich beschränke mich hier auf ein paar Schlagworte wie "ausreichende Bodengrundhöhe, 7 bis 10 cm sollten schon sein, ausreichende CO2-Versorgung, das richtige Licht, die richtige Strömung". Hierbei ist zu beachten, daß eine ausreichend starke Strömung oft in Widerspruch zur ausreichenden CO2-Versorgung steht, da Wasserbewegung CO2 austreibt. Hier ist ein entsprechendes Mittelmaß zu suchen.
Hierbei ist jedoch unbedingt anzumerken, daß grüne Fadenalgen oft dieselben Lebensbedingungen benötigen wie höhere Pflanzen, oft sogar empfindlicher sind. Es kann also sein, daß man alles richtig macht, wunderbaren Pflanzenwuchs im Aquarium produziert und trotzdem irgendwann grüne Fadenalgen auftreten.
Im Zweifelsfall bleibt einem dann nur noch übrig, sich über einen netten Rasen "Schönwetteralgen" zu freuen.

b) Schaffung von anaeroben Zonen im Aquarium: In diesen Zonen (unterer Bodengrund, in Holz, in Mulmansammlungen usw.) sitzen zahlreiche Bakterien, die langsam aber stetig Nitrat in Luftstickstoff abbauen und so den Hauptnährstoff von Pflanzen und Algen auffuttern. Solche Zonen, so klein sie auch sind, wirken sich auf das gesamte System Aquarium aus: Oft wachsen Pflanzen besser, weniger Algen machen sich breit, die Farben eines Aquariums verändern sich. Ein geübtes Auge kann einem Becken ansehen, ob es diese Zonen in ausreichender Menge hat oder nicht.
In Ermangelung einer besseren Erklärung habe ich früher immer gesagt "Die Wuptität des Beckens stimmt/ stimmt nicht".
Diese "Wuptität" läßt sich übrigens messen. Man mißt sie durch das Redoxpotential, das angibt, (stark vereinfacht!) wieviel chemisch aktiver Sauerstoff im Becken vorhanden ist. In sehr gut funktionierenden Süßwasseraquarien ist der Wert oft wesentlich geringer als in frisch einlaufenden oder klinisch rein gehaltenen Becken.

4.0 Wenn man Algen schon hat
Das Perfide ist, daß einem die Algen eigentlich immer zuvor kommen, egal was man tut.
Algen sind wie oben schon erwähnt, oft Erstbesiedler eines Gewässers. Da das Aquarium auch nur eine ungewöhnliche Form eines Gewässers ist, werden sie sich dort auch breit machen.
Charakteristisch ist übrigens eine Folge verschiedener dominanter Algenformen, die das Einfahren eines Aquariums begleitet.
Zunächst machen sich im Aquarium meist Kieselalgen breit. Sie sind in den ersten Wochen meist die dominierenden Algenformen, da sie selten so gehäuft auftreten, daß sie groß stören, kann man sie getrost ignorieren.
Nach dem Fischbesatz, aber bevor die ersten anaeroben Zonen zu funktionieren angefangen haben, liegt oft eine hohe Sauerstoffsättigung im Wasser vor. Die dadurch entstehenden hohen Redoxwerte begünstigen Blaualgen. Sie sind meist die zweite Algengruppe, die ein Aquarium befällt.
Je nach Fischbesatz, Filterreinugungs- und Mulmabsaugungsintervallen geht diese Phase früher oder später zu Ende. Interessant daran ist, daß ein Mehr an Fischen und ein weniger an Reinigung diese Phase oft verkürzt (aber beides nur in vernünftigem Rahmen!)
Auf die Blaualgenphase (die nicht bei jedem Aquarium auftreten muß!) folgt meist die Grünalgenphase, zumindest wenn das Ausgangswasser vergleichsweise wenig belastet ist.

Meist folgen erst dann Rotalgen, wenn sie überhaupt kommen.

schöne Grüße

Gast ist offline  
Alt 14.04.2004, 20:14   #14
Andre K.
 
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Das war gut.

Hast eine Algenart vergessen: Fadenalgen!

Sonst sehr gut

Andre
Andre K. ist offline  
Alt 14.04.2004, 20:19   #15
Gast
 
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Hallo Andre,

danke für dein Lob :-)

Die Fadenalgen sind keine eigene Sorte, sondern eine Wuchsform.
Sowohl Grünalgen als auch Rotalgen können im Aquarium als sichtbare, lange Fäden vorliegen.

schöne Grüße

Gast ist offline  
Alt 15.04.2004, 21:34   #16
Andre K.
 
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ok
Andre K. ist offline  
Alt 16.04.2004, 06:59   #17
andwilli
 
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Hallo ihr Mitsüchtigen :P ,
toller Beitrag Tobias, Hut ab !!
Sehr gute weitere Informationen zum Nachlesen habe ich im Buch 'Pflanzenaquarien gestalten' von Christel Kasselmann, erschienen bei KOSMOS (FRANCKH-KOSMOS), ISBN 3-440-08518-X, gefunden. Das Buch ist natürlich nicht nur zum Thema Algen gut.
Allerdings sollte man Tips zu Fischen in dem Buch noch mal z.B. im ZiFiFo nachfragen.

Liebe Grüße

Andreas
andwilli ist offline  
Alt 18.04.2004, 17:29   #18
Sabana
 
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Andreas, du bietest da ja selbst ein gutes Antialgenmittel an: Apfelschnecken :-)

Ohrgitterwelse, Amanogarnelen, Apfel-und Posthornschnecken... und absolut keine Algenproblem ...


>Keine roten Mückenlarven Füttern und grobes Fleich bis die Algen >weg sind.


Algen fressen Mückenlarven? :-?

Aber nur rote, keine weißen? :-? :-?

schönen Sonntag,
Sabine :-)
Sabana ist offline  
Alt 18.04.2004, 17:51   #19
corydoras14
 
Registriert seit: 05.02.2004
Ort: Umgebung von Frankfurt
Beiträge: 173
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Hi
Ich finde es zwar toll,wenn Andre so etwas schreib,
aber wie man aus seinen bisherigen Beiträgen sieht hat eigentlich
überhaupt keine Ahnung. wenn man viele erfahrungen mit Algen
gemacht hat kann man so etwas schreiben aber nicht wenn man seit
einem Monat ein Aquarium hat. Außerdem sollte man den Inhalt überdenken,
weil sonst bestimmt viele andere Anfänger es richtig ernst nehmen.
corydoras14 ist offline  
 

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