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Alt 27.04.2004, 21:42   #41
trigger
 
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Hallo Artoc,

auch viele Grüsse von einem der "für dich" ist, und zufällig gar nicht so weit weg wohnt...



Zitat:
Dass die Fische auf dem Kuter nicht alle einzeln vom Leiden erlöst werden können, mag zwar auf der einen Seite grausam sein, aber auf der anderen Seite, ist es die einzige Möglichkeit. so ein Kutter ist meistens recht klein, maximal 3 Personen arbei drauf und in dem Moment, wo die Auslaufen, hat jeder was zu tun. Nun stellen wir uns mal vor, die hohlen ein volles Netz Heringe raus. 3000, 5000 Heringe. Da jeden einzeln zu erschlagen ist völlig unmöglich. Die Zeit ist knapp, der Fisch muss frisch zum Markt, dass die Tiere ersticken, muss man halt in kauf nehmen. Klingt vieleicht hart, ist aber so.
genau das habe ich sagen wollen. Für den einzelnen Fisch ists sicher nicht toll, aber anders nicht praktikabel. Vor diesem Hintergrund bin ich es nur leid mich vor Petri-Laien für einen von mir nach Fischereirecht geschlachteten Fisch zu rechtfertigen.


Zitat:
Ich hoffe die Diskusion geht auf dieser angenehmen Ebene weiter.
Das hoffe ich auch.

Viele Grüsse
Frederik
trigger ist offline  
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Alt 27.04.2004, 22:26   #42
Artoc
 
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Meine Rede und Gruss nach Reinfeld, Frederik.

Weil du es in dem Moment alleine tust und es ein einzelner Fisch ist, ist es Grausam, egal, wie schnell es geht, oder auch nicht. Stll dir vor, du würdest den Fisch einfach so in einen Eimer tun, Selbe Situation für den Fisch, wie auf dem Kutter, Du wärst in deren augen genau so grausam.

das problem scheint nicht darin zu liegen, wie getötet wird, sondern dass getötet wird. Egal ob du deine Forelle nun Fachgerecht um die ecke bringst, oder ob eine Robbe mit dem hakapik erschlagen wird. Solange es durch menschlichen Einfluss geschieht ist es für viele Grausam und, das ist der springende Punkt, für eine ganze Reie ist es barbarisch und verachtenswert. wenn nun unser bereits erwähnte, spieltriebfolgende, Schwertwal stundenlang mit seiner Robbe spielt, ist es zwar auch grausam, aber es ist "natürlich".

Wiso ist es weniger natürlich, wenn ein Mensch ein Tierchen tötet? Es ist genauso natürlich. wenn wir es nämlich spezifizieren, kann man sagen: "Jäger tötet Beute" und ob das nun du als Angler bist, oder die Robbe, die dem Kabeljau den Kopf fast abbeist und den rest samt gedärm rausreißt spielt doch keine Rolle. beide wollt ihr den fisch essen. Aber du bist Grausam, wiso? Weil die nicht deine Zähne benutzt sondern ein Messer, oder sonst ein Hilfsmittel?

viele Grüsse an Alle Artoc
Artoc ist offline  
Alt 27.04.2004, 23:30   #43
Dennis Furmanek
 
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Hallo,

ein ganz großer Unterschied dürfte sein, dass der Mensch im Gegensatz zum Tier zu einer Änderung seiner Verhaltensmuster fähig ist bzw. es sein sollte.

Gruß,
Dennis
Dennis Furmanek ist offline  
Alt 28.04.2004, 07:01   #44
Artoc
 
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Moin Dennis

In welche Richtung denn? Nicht zu töten, oder human zu töten, wenn man das so ausdrücken kann.

Du wirst leider nie eine methode entwickeln, bei der du ein Tier schonend tötest. Und die von allen andren als human anerkannt wird. Egal auf welche weise du es machst, es gibt immer welche, die sagen du bist grausam und bestialisch.

Gruss Artoc
Artoc ist offline  
Alt 28.04.2004, 07:55   #45
Andreas H
 
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Hallo Artoc,

Zitat:
Wiso ist es weniger natürlich, wenn ein Mensch ein Tierchen tötet? Es ist genauso natürlich. wenn wir es nämlich spezifizieren, kann man sagen: "Jäger tötet Beute"
Sind für die Ernährung der Robbenpopulation zu wenig Fische vorhanden, dezimiert sich die Anzahl der Robben automatisch. Das gleiche gilt anschliessend für die Anzahl der Schwertwale.
In der Natur regelt sich Angebot und Nachfrage automatisch, so lange der Mensch nicht eingreift.
Dies wird für den Menschen wahrscheinlich erst dann gelten, wenn er alle essbaren Spezies verbraucht hat. Das ist der Unterschied zwischen töten und töten.

Andreas
Andreas H ist offline  
Alt 28.04.2004, 08:43   #46
Artoc
 
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Moin Andreas,

dummerweise hat der Mensch das Gleichgewicht schon aus dem Ruder gebracht und glaubt nun, seinen Fehler wieder gut machen zu können.

Aber jeder neue Eingriff zerhäckselt die ganze Angelegenheit noch weiter.

Die Erkenntnis, dass er einen Fehler gemacht hat, wird wahrscheinlich nie auftreten. Denn bevor der Mensch verhungert, frisst er sich selber.

Gruss Artoc
Artoc ist offline  
Alt 28.04.2004, 09:03   #47
Andreas H
 
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Hallo Artoc,
mag so stimmen, das wollte ich aber eigentlich damit nicht sagen.
Das Fressen und Gefressen werden zur Natur gehört ist unbestritten, fehlerhaft ist es, dies auch auf den Menschen zu übertragen. Wir sind im Gegensatz zu vielen Tieren in der Natur keine Nahrungsspezialisten und sind von dem Grundsatz Angebot regelt die Populationsgröße noch nicht betroffen.
Daher sehe ich einen sehr großen Unterschied im Töten der Robben durch Schwertwale und dem Menschen.
Ich denke wir sind uns dahingehend einig, daß es bei Menschen nicht der Selbsterhaltungstrieb ist!

Andreas

PS.: man merkt, daß der eine oder andere in dieser Diskussion fehlt!
Andreas H ist offline  
Alt 28.04.2004, 09:36   #48
trigger
 
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Hallo Andreas,

Zitat:
Sind für die Ernährung der Robbenpopulation zu wenig Fische vorhanden, dezimiert sich die Anzahl der Robben automatisch. Das gleiche gilt anschliessend für die Anzahl der Schwertwale.
In der Natur regelt sich Angebot und Nachfrage automatisch, so lange der Mensch nicht eingreift.
Gebe ich dir grundsätzlich recht, aaaaber: auf welche weise wird sich die Population verringern? Richtig, sie werden verhungern. Zuerst die Alten, die Kranken und der Nachwuchs. Der Lauf der Natur halt, aber dann kommen "Tierschützer" und jammern dass es unmenschlich sei die armen Tiere verhungern zu lassen. Dann werden die Robben in Aufzuchtstationen gebracht und "künstlich ernährt"... und in Foren wie diesem wird es Aufrufe zu Spenden Geben... (etwas übertrieben, aber doch denkbar finde ich)

Tja und warum sollten nicht die Robbenjäger die Gunst der Stunde nutzen, und die Tiere verwerten? Aber ich kenne diesen genauen Fall nicht wirklich genug um darüber zu befinden. Gibts im Netz eigentlich unabhängige / neutrale / sachliche Infos zum Fall?

Gruss Frederik
trigger ist offline  
Alt 28.04.2004, 10:18   #49
trigger
 
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Hallo,

habe bei Stern.de den Artikel gefunden. Hier der Link damit wir auch alle vom gleichen "Thema"reden:

http://www.stern.de/wissenschaft/nat...html?id=521784

hier der text:
Zitat:
Das Packeis im Nordosten Kanadas war am Montag noch überall blütenweiß. Doch bald wird es an zehntausenden Stellen blutrot und mit abgehäuteten Kadavern junger Robben übersät sein. Im St.-Lorenz-Golf und vor Neufundland beginnt an diesem Dienstag erneut das weltweit größte Schlachten von Wildtieren nach der Massentötung von Kängurus in Australien.

Hunderte Fischer ziehen mit Gewehren, Knüppeln und Bootshaken los. Bis Mitte Mai werden sie 350.000 Sattelrobben und Klappmützen töten. "Das ist keine Jagd", sagt Rebecca Aldworth vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW). "Das ist ein Massaker. Die meisten Robben, die sie umbringen, sind kaum vier Wochen alt."

Tierschützer beklagen vor allem das "inhumane Töten". Tausende Robben würden entgegen Auflagen der kanadischen Regierung bei lebendigem Leib gehäutet. "Unzählige werden im Wasser angeschossen und nicht gefunden. Sie verenden qualvoll", sagt Aldworth. "Die wenigen Kontrollen können solche Grausamkeiten kaum verhindern."


Jungrobben sind eine leichte Beute
Seit Urzeiten ziehen die Meeressäuger vor dem Winter aus der Randregion der Arktis in die etwas wärmeren Packeisgebiete vor Neufundland und im St.-Lorenz-Golf. Dort bringen sie Ende Februar ihre Babys zur Welt. Die Jungrobben sind eine leichte Beute, denn sie können noch nicht oder nur an der Wasseroberfläche schwimmen.

Aufsehen erregende Protestaktionen, an denen sich einst Stars wie Brigitte Bardot beteiligten, hatten Einschränkungen der Jagd bewirkt. Kanada untersagte die Tötung von "Whitecoats", wie die Sattelrobben genannt werden, ehe sie 12 Tage nach der Geburt ihr weißes Fell abstreifen und der silbergraue Pelz zum Vorschein kommt. 1987 wurde das kommerzielle Schlachten weitgehend verboten.

Offizielle Quote: Zwischen 2003 und 2005 sollen eine Million Robben sterben
Doch wenige Jahre später begann im Fischereiministerium in Ottawa das Umdenken. Die Schlachtquoten wurden soweit erhöht, dass in den Jahren 2003 bis 2005 insgesamt mehr als eine Millionen Robben getötet werden dürfen - 975.000 Sattelrobben und 30.000 der selteneren Klappmützen. Die Fischindustrie und die Vereinigung der Robbenjäger setzten sich mit dem Argument durch, dass die niedlichen Tierchen mit den dunklen Kulleraugen nichts anderes seien als junge "Seewölfe des Eises".

Der Streit geht um die dezimierten Fischbestände
Robben seien schuld an der Dezimierung der Fischbestände vor Kanada, am Zusammenbruch der Kabeljaufischerei in den 90er Jahren und dem Verlust von Arbeitsplätzen, sagt Ken Campbell, ein Sprecher der kanadischen Fischindustrie. Dank der Robbenjagd konnte die angeschlagene Branche 2003 zusätzlich rund 15 Millionen Dollar (12,3 Millionen Euro) durch den Export von Fellen nach Norwegen, Dänemark und China verdienen.

Tierschützer räumen ein, dass die Lage vieler Fischer mies ist. Schuld daran seien aber nicht die Robben sondern eine rigorose Überfischung durch kanadische und ausländische Trawlerflotten. "Als hier die ersten Europäer landeten, gab es Kabeljau in Massen und rund 30 Millionen Robben", sagt Paul Watson von der Organisation Sea Shepherd. Heute gebe es nach einem Rückgang wieder mehr als 5 Millionen Sattelrobben, rechnet das Fischereiministerium vor. Der IFAW spricht von weniger als 4 Millionen und einer Gefährdung des Bestands, wenn die Schlachtquoten nicht verringert werden.

Lieblingswaffe beider Seiten: Emotionen
Im "Kampf um die Robben" wird auf beiden Seiten mit Emotionen gearbeitet. Der IFAW, der jetzt Reporter aus mehreren Ländern mit Hubschraubern aufs Packeis bringt, kalkuliert das Entsetzen mit ein, dass Bilder des Abschlachtens auslösen. Auf den PR-Videos des Robbenjägerverbandes sieht man Fischerfamilien wie die von Wilfried Aylward. "Robben sind niedlich", sagt er. "Meine drei Kinder sind auch niedlich. Ich muss Geld verdienen, damit sie etwas zu essen haben."


Thomas Burmeister, DPA
Viele Grüsse
Frederik
trigger ist offline  
Alt 28.04.2004, 10:21   #50
Andreas H
 
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Hallo Frederik,

Zitat:
Richtig, sie werden verhungern. Zuerst die Alten, die Kranken und der Nachwuchs. Der Lauf der Natur halt, aber dann kommen "Tierschützer" und jammern dass es unmenschlich sei die armen Tiere verhungern zu lassen.
Das liegt sicherlich an den großen Knopfaugen der Robben. Wenn dich ein Schwertwaljunges süss anschaut, wird sicherlich kaum jemand einen Finger krum machen.
Unterscheiden muss man sicherlich auch, ob eine Art vom Aussterben bedroht ist, weil sie nicht überlebensfähig ist, oder ob der Mensch da reingefuscht hat.
Hat jetzt allerdings kaum noch einen Bezug zur ursprünglichen Frage!

Zitat:
Tja und warum sollten nicht die Robbenjäger die Gunst der Stunde nutzen, und die Tiere verwerten?
aus bestimmten Gründen wird es schon Sinn machen, daß die Robbenverwerter nicht neben den Tieren stehen und warten, daß sie verhungern.

Andreas
Andreas H ist offline  
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