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Alt 18.04.2004, 14:48   #1
Roula + Kurt
 
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Standard Mein Wels hat "einen an der Waffel"

Hi folks,

habe ein neues AQ eingerichtet, Nitritpeak ist vorbei und jetzt 2 Blaue Antennenwelse eingesetzt (jung, vielleicht 4-5 cm), von denen einer spinnt (definitiv nur einer).

Zur Sache:

Der Wels ist eigentlich ganz friedlich und nuckelt unbekümmert an seiner Wurzel, rastet dann auf einmal aus, schwimmt zur Wasseroberfläche an dem Ausströmungsrohr des Außenfilters und hängt sich 1 cm ÜBER der Wasseroberfläche an die Scheibe und lässt das Wasser über sich strömen. Wenn er dann die Nase voll hat, verschwindet er wieder - manchmal für Stunden - am Grund, an Steine, an Wurzels oder was-auch-immer. Dann wieder hängt er sich wieder bis zu einer halben Stunde in die Strömung.

Ein befreundeter erfahrener Aquarianer war so nett, heute noch vorbeizukommen, ist aber komplett überfragt. Er tippt auf Fadenwürmer, aber warum hat die nur einer? Ausserdem macht der Wels ansonsten einen "gesunden" Eindruck. Und wie gesagt: Oft ist er auch Stunden auf Grund, Wurzel, Steinen.

Wasserwerte:

pH: 8
Nitrit: 0-0,025
Nitrat: 1
GH: 15
KH: 9
Temperatur: 22°C

Der Bekannte kam zuletzt zu dem Schluss, dass sich der Wels vielleicht einfach gerne den Rücken kratzen lässt oder schlicht "einen an der Waffel hat".

Ausserdem sollten die beiden eigentlich ihr Revier verteidigen und sich aus dem Weg gehen. Oft hängen die beiden aber (friedlich) zusammen, hängen sogar aufeinander...... habe ich eventuell ein Pärchen erwischt?

Wäre für Hilfe sehr dankbar. Ich will nicht schon meine ersten Fische sterben sehen.
Roula + Kurt ist offline  
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Alt 18.04.2004, 20:46   #2
Roula + Kurt
 
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Jetzt ist die Situation etwas anders: Der kranke Wels liegt ziemlich kraftlos am Boden und macht nichts, er saugt sich auch nicht fest......

Die Kiemen machen ab und zu abspreizende Bewegungen. Kennt sich jemand mit der Kochsalz-Therapie aus? Seperates Becken und kurz behandeln oder Salz in das gesamte AQ? Und wieviel Salz?

Für Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar......
Roula + Kurt ist offline  
Alt 18.04.2004, 21:08   #3
Jani
 
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Hallo,
aus diesem thread
http://www.zierfisch-forum.de/forum/...ic.php?t=23474
zitiere ich mal Ralf Rombach
Zitat:
Alternative Behandlungen bei Außenparasiten wäre die Salzbehandlung, von der es mehrere Varianten gibt.

Salz ins Becken: Man fängt mit einer Dosis von 1 g Salz / l Wasser an und erhöht diese Stück für Stück auf maximal 3 g / l. Achtung. Bei höheren Dosierungen kommt es zu Pflanzenwuchsschäden.

Einfache Hauttrüber sind sehr leicht und gut damit behandelbar. Die Behandlung kann je nach Schwere des Befalls aber durchaus einige Wochen dauern.

Salzbad separat. Man nimmt den Fisch, setzt ihn in einem 10 l mit Aquarium-Wasser und gibt etwa 10 g Salz / l hinzu. Behandlungsdauer maximal 15 Minuten, bei kleineren Fischen weniger. Wiederholung der Behandlung bis zu maximal dreimal täglich.

Schockbäder: Bei schwerstem Befall kann man die Salzdosis bis zu 30 g /l erhöhen. Achtung. Viele Tiere reagieren mit Kiemenverletzungen / verätzungen darauf. Behandlungsdauer: Maximal 15 Minuten. Sobald die Tiere anfangen "umzufallen", raus mit ihnen aus dem Eimer. Nur anzuwenden bei schwersten Befällen, wenn alles andere versagt.

Welches Salz man verwendet, ist meist egal. Gut bewährt haben sich einfachstes Kochsalz, auch jodiertes Salz, auch wenn man immer anderes liest, oder fast noch besser, Meersalz.
Grüße
Jani
Jani ist offline  
Alt 30.05.2004, 19:16   #4
Roula + Kurt
 
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Hi folks,

ich wollte nur mal erzählen, wie sich die Sache geklärt hat.

Der Wels ist nicht gestorben und krank war er auch nicht. Nach einem verzweifelten Anruf beim Händler klärte sich die Sache auf so interessante Art und Weise auf, dass ich Euch das nicht vorenthalten wollte:

Für blaue Antennenwelse soll dieses Verhalten "ganz normal" sein. Man teilte mir mit, dass Antennenwelse auch nach Luft schnappen, weil sie eben "Mulmfische" sind und sie im Mulm einen zusätzlichen Sauerstoffvorrat brauchen. Also ist Oberflächenatmung wohl ganz normal.

Dass sie sich in den Wasserstrahl hängen, soll auch ganz natürlich sein. Das ist eine Art von Reinigung und im Zweifelsfall einfach "Spaß".

Der fachmann beim Verkäufer hat zuhause wohl ein Kaskadenbecken mit jeweils 10 cm Höhenunterschied zwischen den einzelnen Becken. Er setzt - laut eigener Aussage - regelmäßig die Welse aus dem obersten ins unterste Becken und holt sie spätestens nach einer Woche wieder aus dem obersten heraus. In der Zwischenzeit "hangeln" sie sich gegen die Wasserströmung an den Glaswänden des Kaskadenbeckens über jeweils 10 cm Höhenunterschied von einem Becken ins andere. Ähnlich wie Lachse.....

Meine Welse sind wohl auch aus dieser Zucht.

Befreundete Aquarianer konnten das nicht bestätigen. Ihre blauen Antennenwelse sind einfach nur friedlich am Boden.

Falls Euer Wels also auch einen "an der waffel" haben sollte, macht Euch nicht zuviel Sorgen!

Frohe Pfingsten an alle!
Roula + Kurt ist offline  
Alt 30.05.2004, 22:07   #5
Frank Nienhaus
 
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Hallo Ihr Beiden,
leider entdecke ich den Threat erst jetzt, vielleicht hätte ich euch schon vorher beruhigen können .
Ich habe eine Ancistrus spec Dame von stattlichen 12cm in einem 400 Liter Becken. Der Wasserzulauf in das Becken erfolgt über ein zur Hälfte längs aufgesägten Bambusrohr, dessen Ende knapp unter der Wasseroberfläche mündet. Häufig wenn das Licht ausgeht wird aus dem beruhigende Plätschern ein lautes Spritzgeräusch. Ich dachte erst an meine Schmerlenbande, die von Strömungen magisch angezogen in jeden Wasserstrahl schwimmt. Also bin ich mit einer Taschenlampe bewaffnet mal gucken gegangen. Und was musste ich sehen? Frau Ancistrus spec. liegt in dieser halben Röhe. Wohlgemerkt ausserhalb des Aquariums , quasi an der Luft und lässt sich von dem Wasser beströmen ( 1x16mm Schlauch von 2 750L/h Pumpen gespeisst, allerdings durch einen HMF reduziert) .
Wie von der Tarantel gestochen schwimmen alle meine Ancistren mit unter an die Wasseroberfläche
GRuß Frank und schönen Gruß an den irren Wels
Frank Nienhaus ist offline  
Alt 30.05.2004, 22:24   #6
jule
 
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Guten Abend!

Mein Antennenwels hält sich auch gerne an der Scheibe in der Nähe des Filters auf und hängt sich in die Strömung.
Sorgen hab ich mir deshalb eigentlich noch nie gemacht, aber er ist ja auch nicht direkt an der Oberfläche...
jule ist offline  
Alt 04.06.2004, 17:45   #7
leila_atmowihardjo
 
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Hallo zusammen,

Hab sowas ähnliches auch schon erlebt : Eines abends als das Licht schon aus war fing mein Filter plötzlich an wie verrückt zu plätschern. Als ich mich dann, mit einer Taschenlampe in der Hand
aufmachte das AQ zu durchforsten sah ich meinen Anci in der Filteröffnung liegen.
Ich glaub denen macht das irgendwie Spass oder so :-?

Grüße aus der Hauptstadt

Leila
leila_atmowihardjo ist offline  
Alt 04.06.2004, 18:14   #8
Eastzone Alien
 
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Hallo @all!

Es wurde beobachtet, dass die Ancistrus dolichopterus sich sehr gerne in flacheren Bachläufen aufhalten (eigentliche Herkunft ist das Amazonasbecken u. div. Nebenläufe).

Sie scheinen diese "Bestömung" einfach im Blut zu haben (mein Ancistrus dolichopterus hängt gerne direkt unter dem Difuser meiner Luftpumpe).
Eastzone Alien ist offline  
Alt 04.06.2004, 19:56   #9
mimocon
 
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hi,

meine Antennenwelsdame macht das auch gerne. Habe auch einen riesen Schreck bekommen, als ich das das erste mal gesehen habe. Habe auch ein paar kleine ancistrus, die hängen gern direkt über dem auslauf de Filters (habe einen regelbaren Innenfilter mit recht kleinem Auslauf in dem Becken, wo die Kleinen sind).

ciao Lisanne :-kiss
mimocon ist offline  
Alt 04.06.2004, 20:30   #10
4zap
 
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Hallo Antennenwelspfleger/innen


Das Verhalten bei Ancistren ist relativ normal. Am besten mit dem ganzen Kopf in den Filterauslass springen und sich dort festsaugen und das auströmende Wasser massiert den Rücken. Es gibt auch andere Welse die eine Vorliebe für dieses Verhalten haben. Es gibt auch Filter (Juwel Innenfilter) in denen sie sich sehr gerne zurückziehen, wie ich erst letztens erfahren musste. :lol:
Trollige Kerlchen diese Antennenwelse. Ich finds einfach nur spannend, wie Verhaltensweisen, die aufgrund der fehlenden natürlichen Umwelt, manchmal bei den Tieren zu beobachten sind. Ist keine natürliche Strömung da, tuts auch ein Filter. Erfindungsreich sind die Ancistren jedenfalls. Einer hat sich bei mir angewöhnt die Welstabs zu verstecken, weil er gemerkt hat, das ihn die Salmler dabei nicht in Ruhe fressen lassen und auch den WElstabs haben wollen. Zuerst hat er sich nur draufgelegt, aber die Salmler haben den Tab dann unter ihm rausgezogen. Sah echt lustig aus.Inzwischen schiebt er den Tab durchs Becken bis er irgendwo in einer Höhle liegt und er da seine Ruhe hat.
4zap ist offline  
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