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Alt 27.06.2010, 13:11   #1
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Standard Ein paar Infos zum Thema Gasblasenkrankheit

Zu den Blasen kannst mal Gasblasenkrankheit
bei Tante Google eingeben, das könnte eine Folge sein denke ich.
 
Alt 27.06.2010, 13:18   #2
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Die Gasblasenkrankheit kann dann auftreten, wenn der Gasgehalt zu schnell absinkt. Das ist bei seiner Konstruktion eher unwahrscheinlich.

Entstehen kann die Krankheit dann, wenn Pflanzen tagsüber viel O2 produzieren, und nachts der O2-Gehalt rapide absinkt. Dann entsteht Gasüberdruck in den Fischen und sie zerplatzen innerlich. Quälerei.
Wahrscheinlicher aber ist, wenn beimn Wasserwechsel kaltes, sauerstoffreiches Wasser in großen Maßen dem AQ zugeführt wird, die Fische den O2 aufnehmen, das Wasser sich aber schnell erwärmt und der O2-Gehalt schnell sinkt.

Meine Pflanzen produzieren soviel Saustoff, daß das Wasser fast immer gesättigt ist, und manchmal sogar O2-Blasen aufsteigen. Wenn das Wasser immer gesättigt ist, dann entsteht keine Gasblasenkrankheit.

Bei seiner Konstruktion halte ich die Gasblasenkrankheit für sehr unwahrscheinlich. Um sicher zu gehen, sollte die Wasseroberfläche durch den Filterauslaß immer bewegt sein und/oder eine O2-Zufuhr mit Membranpumpe erfolgen.
Grüße
Michael
 
Alt 27.06.2010, 15:16   #3
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Hallo,

Zitat:
Zitat von Everell Beitrag anzeigen
Zu den Blasen kannst mal Gasblasenkrankheit
bei Tante Google eingeben, das könnte eine Folge sein denke ich.
bitte etwas vorsichtiger mit solchen Äußerungen. Bei der Gasblasenkrankheit handelt es sich um eine Krankheit, die den Fisch befällt. Auf dem Fisch bilden sich Blasen.
Es bilden sich zwar auch Blasen im Wasser, aber hier gehe ich eher von kleinen Sauerstoffblasen aus.

Geändert von Tetraodon08 (27.06.2010 um 15:22 Uhr)
 
Alt 27.06.2010, 18:41   #4
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Hallo alle,

Wenn Wikipedia unwidersprochen die Gasblasenkrankheit als Folge von Luftübersättigung beschreibt, wird da wohl was Wahres dran sein, zumal H.J.Mayland in "Das Süßwasseraquarium" genau dieses Krankheitsbild mit diesem Auslöser beschreibt.

Kleine Luftperlen an den Fischen ist noch keine Gasblasenkrankheit.

Bei der milden Form nach zu schnellem WW haben die Fische Probleme, waagerecht zu schwimmen und sind oft kieloben an der Wasseroberfläche. Oft versuchen sie, in den Strom eines Luftsprudlers zu schwimmen/robben. Am nächsten Tag haben sie sich dann meist erholt.
Die schwere Form mit "Knisterfischen" habe ich zum Glück nicht erlebt.

Genau deshalb habe ich es beim Wasserwechsel in meine Aquarien "reinregnen" lassen mit einer handelsüblichen Gartenbrause (gab trotzdem Blasen, aber nur in einem begrenzten Bereich), und genau deshalb sollte man beim WW das Frischwasser langsam zulaufen lassen.

Gruß,
Ulrike

Geändert von uja (27.06.2010 um 18:53 Uhr)
uja ist offline  
Alt 27.06.2010, 19:12   #5
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Hallo,

aber warum entsteht plötzlich eine Gasübersättigung?
Ein wichtiger Faktor fehlt: die Wassererwärmung. In warmen Wasser wird weniger Gas gelöst. Dann kann es zu einer Übersättigung kommen.
Wenn ich mit einem Schlauch den Wasserwechsel durchführe, habe ich auch immer kleine Blasen an den Pflanzen. Ist ja auch normal, denn im Leitungswasser ist Sauerstoff, welcher dann frei gesetzt wird.
Habe keinerlei andere Anzeichen an Augen oder Kiemen gesehen.
Außerdem sollte man auch die Relation sehen. Wie viel Wasser ist im Becken und wie viel Frischwasser kommt zu? Könnte die Menge für eine Gasübersättigung ausreichen?

EDIT: Die Quelle ist ein renomiertes Unternehmen, welches es mir so erklärt hatte. Ich hatte deswegen einmal nachgefragt, weil ich mal den Verdacht hatte.

Geändert von Tetraodon08 (27.06.2010 um 20:06 Uhr)
 
Alt 27.06.2010, 20:05   #6
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Hallo tetraodon08,

Zitat:
Zitat von Tetraodon08 Beitrag anzeigen
Ein wichtiger Faktor fehlt: die Wassererwärmung. In warmen Wasser wird weniger Gas gelöst. Dann kann es zu einer Übersättigung kommen.
Wenn ich mit einem Schlauch den Wasserwechsel durchführe, habe ich auch immer kleine Blasen an den Pflanzen. Ist ja auch normal, denn im Leitungswasser ist Sauerstoff, welcher dann frei gesetzt wird.
Richtig, habe mal getestet: Leitungswasser frisch aus der Wand, erwärmtes beigemischt: >11mg O2/l, im AQ von 4-7 mg/l je nach Tageszeit.

Zitat:
Habe keinerlei andere Anzeichen an Augen oder Kiemen gesehen.
Außerdem sollte man auch die Relation sehen. Wie viel Wasser ist im Becken und wie viel Frischwasser kommt zu? Könnte die Menge für eine Gasübersättigung ausreichen?
Wasserwechsel ist in den meisten Fällen 30%.

Damals war ich unerfahren und habe das Wasser einfach so eingeleitet. Die Blasen saßen an den Kiemen und am Körper. Wenn ich mich erinnere, hatten die Ärmsten auch Glubschaugen, aber Blasen waren nicht dran.

Zum Glück fuhr ich die AQs damals mit Sprudler, die diesen und auch andere Fehler schnell ausgeglichen hatten.

Gruß,
Ulrike
uja ist offline  
Alt 27.06.2010, 21:22   #7
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Zitat:
Zitat von uja Beitrag anzeigen
Hallo alle,

Wenn Wikipedia unwidersprochen die Gasblasenkrankheit als Folge von Luftübersättigung beschreibt, wird da wohl was Wahres dran sein, zumal H.J.Mayland in "Das Süßwasseraquarium" genau dieses Krankheitsbild mit diesem Auslöser beschreibt.

Kleine Luftperlen an den Fischen ist noch keine Gasblasenkrankheit.

Bei der milden Form nach zu schnellem WW haben die Fische Probleme, waagerecht zu schwimmen und sind oft kieloben an der Wasseroberfläche. Oft versuchen sie, in den Strom eines Luftsprudlers zu schwimmen/robben. Am nächsten Tag haben sie sich dann meist erholt.
Die schwere Form mit "Knisterfischen" habe ich zum Glück nicht erlebt.

Genau deshalb habe ich es beim Wasserwechsel in meine Aquarien "reinregnen" lassen mit einer handelsüblichen Gartenbrause (gab trotzdem Blasen, aber nur in einem begrenzten Bereich), und genau deshalb sollte man beim WW das Frischwasser langsam zulaufen lassen.

Gruß,
Ulrike
So einfach ist das mit der Gasblasenkrankheit nicht.
Es wird auch diskutiert, ob alle athmosphärischen Gasse übersättigt sein müssen, sodaß die Probleme auftreten. Sauerstoff allein reiche wahrscheinlich auch nicht, weil man diese Sättigungen nicht erreichen können. In jedem Fall, und das ist meine Einschätzung, kommt es auf die SCHNELL ÄNDERUNG der Gassättigung an. D.h. wenn in den Fischen viel Gas ist, und dieser im Wasser durch rasche Erwärmung ZU SCHNELL sinkt, dann entsteht in den Fischen ein Überdruck, und sie platzen innerlich. Das Problem tritt vor allem dann auf, wenn Aquarianer meinen, sie können kaltes, nicht tempariertes Wasser in großen Mengen ins AQ schütten (Fische sind wechselwarme Tiere!) und das Wasser sich durch den Heizer schnell erwärmt. Das ist in jedem Fall eine Dummheit, Wasser nicht zu temparieren.

Grüße
Michael
 
Alt 27.06.2010, 21:28   #8
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Moin,

Zitat:
Entstehen kann die Krankheit dann, wenn Pflanzen tagsüber viel O2 produzieren, und nachts der O2-Gehalt rapide absinkt. Dann entsteht Gasüberdruck in den Fischen und sie zerplatzen innerlich. Quälerei.
Wahrscheinlicher aber ist, wenn beim Wasserwechsel kaltes, sauerstoffreiches Wasser in großen Maßen dem AQ zugeführt wird, die Fische den O2 aufnehmen, das Wasser sich aber schnell erwärmt und der O2-Gehalt schnell sinkt.
Das ist so nicht ganz richtig.
Die Gasblasenkrankheit kann entstehen wenn im Wasser mehr Gase gelöst sind, als dem Gleichgewicht entspricht.
Das Beispiel mit dem kalten Wasser und dem Druck aus der Leitung ist schon ganz gut,
aber ein Absinken des Gasgehaltes ist dann nicht mehr nötig. Der abrupte Anstieg reicht schon aus.

Der Wechsel des Sauerstoffgehaltes zwischen Tag und Nacht ist keine "Quälerei", sondern
biologischer Alltag. Das schadet keinem Tier, solange der Sauerstoffegehalt durch zu starken Pflanzenbesatz
und zu schwache Wasserbewegung nicht unter einen kritischen Wert sinkt.
Das hat aber mit der Gasblasenkrankheit rein gar nichts zu tun.

Gruß Frank
Frank Lüthke ist offline  
Alt 27.06.2010, 22:14   #9
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Zitat:
Zitat von Frank Lüthke Beitrag anzeigen
Moin,

Das ist so nicht ganz richtig.
Die Gasblasenkrankheit kann entstehen wenn im Wasser mehr Gase gelöst sind, als dem Gleichgewicht entspricht.
Das Beispiel mit dem kalten Wasser und dem Druck aus der Leitung ist schon ganz gut,
aber ein Absinken des Gasgehaltes ist dann nicht mehr nötig. Der abrupte Anstieg reicht schon aus.

Der Wechsel des Sauerstoffgehaltes zwischen Tag und Nacht ist keine "Quälerei", sondern
biologischer Alltag. Das schadet keinem Tier, solange der Sauerstoffegehalt durch zu starken Pflanzenbesatz
und zu schwache Wasserbewegung nicht unter einen kritischen Wert sinkt.
Das hat aber mit der Gasblasenkrankheit rein gar nichts zu tun.

Gruß Frank
Du hast Recht, aber es "kommt eben darauf an". Das größte Problem ist ein zu Rascher Wechsel der Gassättigung bzw. Druckverhältnisse, nicht die Gassättigung an sich. Zuviel CO2 ist in jedem Fall ein Problem, hat aber mit der Gasblasenkrankheit nichts zu tun. Zuviel O2 ist in einem AQ auch mit irrer Besprudelung kaum möglich. Stickstoff entsteht beim Nitratabbau, welcher im AQ kaum eine Rolle spielt. Starker Pflanzenwuchs und wenig Wasserbewegung geht hingegen schneller als man denkt. Viele Wasserwechsel sind derzeit Mode, und kalt wirkt für diese Leute wahrscheinlich irgendwie noch "frischer".
Ciao
 
Alt 28.06.2010, 08:10   #10
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Moin,

schreib lieber nichts zu diesen Themen.

Zitat:
Zuviel O2 ist in einem AQ auch mit irrer Besprudelung kaum möglich
Bei irrer Besprudlung hast du immer eine Sauerstoffsättigung mit 100 % da passiert in Richtung
Gasblasen überhaupt nichts.
Eine Sättigung > 100 % ist in folgenden Fällen vorstellbar:
1. vermischung von gesättigten Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Temperatur.
2. Vermischung von gesättigten Flüssigkeiten mit unterschiedlichem Druck
3. Bei einer starken Photosynthese der Pflanzen und einer kaum vorhandenen Wasserbewegung.
Da kann es zu Werten von bis zu 140 % kommen.

Gruß Frank
Frank Lüthke ist offline  
 

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