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Alt 23.11.2011, 17:02   #1
peskarik
 
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Standard sehr hartes wasser - was tun?

die GH in meinem AQ ist bei 25°dH laut universalteststreifen von J*L (trotz beigabe von destilliertem wasser). die anderen werte sind okay. was bedeutet diese härte für meine fische (guppys, mollys, platys, bärblinge, neons, panzerwelse, antennenwelse)? und gibts eine möglichkeit den GH wert trotz knallhartem leitungswasser dauerhaft zu senken?

lg und danke im voraus, peskarik.
peskarik ist offline  
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Alt 23.11.2011, 17:42   #2
Prydwynn
 
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hallo

da gibts mit sicherheit einige möglichkeiten . zb eine osmosenalage, torfkanone etc. wenn du mal die suchfunktion des forums in anspruch nimmst wirst du sehr viele beiträge zu diesem thema finden



grüßle pry
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Alt 23.11.2011, 22:05   #3
Xalzireheb von Lspec
 
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25 ist nicht knallhart. Das ist vermutlich Mittelwert. Die härtesten Wässer haben um die 40 wenn ich mich recht erinnere, meines ist über 30.
Xalzireheb von Lspec ist offline  
Alt 23.11.2011, 22:23   #4
peskarik
 
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laut der angaben des herstellers der teststäbchen soll 25° sehr hart sein. wie gesagt, ich bin absoluter anfänger, wenn auch sehr enthusiastisch und wissbegierig und hab jetzt schon an den fischen einen narren gefressen. man will es halt alles richtig machen.
bzgl. der torfkanone: gute idee, hab aber gelesen, dass lebendgebährende karpfen, wie guppy, molly und platy, eher alkalisches wasser als saures mögen. der torf würde zwar die gh senken, aber auch das wasser sauer machen, oder?
peskarik ist offline  
Alt 23.11.2011, 22:40   #5
Prydwynn
 
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hallo

es kommt drauf an was du für fische halten willst, und wohin die werte tendieren sollen.
bei lebendgebärenden besteht bei diesen werten ken handlungsbedarf, allerdings ist dann dein besatz etwas skeptisch zu sehen, weil den neons tut man mit arg hartem wasser evtl keine gefallen, genauso wie den lebendgebärenden nciht unbedingt mit weicherem wasser

gruß
pry
Prydwynn ist offline  
Alt 23.11.2011, 22:44   #6
Xalzireheb von Lspec
 
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Das sind alles relative und verhältnissmässige Angaben.

Die meisten Fische sind aber Weichwasserfische, besonders bei Aquarien da man ja meistens Tropenfische hält und die sind meistens aus Gebieten mit weichem Wasser. Nur einige afrikanische Cichliden (z.B. Buntbarsche) Arten sind Hartwasser kompatibel und mögen es sogar. Wobei eine Bachforelle problemlos mit steinhartem, bis zu 40, auskommt aber sobald das Wasser zu warm wird oder zu wenig Sauerstoff, dann ist sie sofort tot. Sie haben halt alle sehr verschiedene Ansprüche, bedingt durch die Anpassung.

Die Fische die wir in Aquarien haben sind alle zwischen weich bis mittelhart. Hartwasserfische gibts fast keine, deswegen ist es ein Segen wenn man weiches Wasser hatt, ansonsten läuft man leider immer mit Osmose rum...

Lebendgebärende z.B. Guppy, sind in der Heimat ein Millionenfisch und sehr anspruchslos. Sie gedeihen in fast jedem Wasser haben aber nicht unbedingt eine Vorliebe für weiches Wasser (ist jedoch nicht direkt schädlich, bis die sterben braucht es viel). Der Neon ist auch ein krasser Weichwasserfisch, er kann Wasser bis zu 1 DGH aushalten, was für viele andere Arten zuviel "des Guten" ist und es kann Mineralstoffmangel erzeugen.

Ich denke man muss zwischen PH und GH unterscheiden, vielmehr weiss ich auch nicht drüber. Das sind zwar grösstenteils unabhängige Werte aber wenn das Wasser z.B. mit Gerbstoffen (Torf, aber auch Mangroven machen das Wasser sauer) angesäuert wird, dann wird auch der GH gesenkt da die Säure wie ein Ionenaustauscher wirkt. Um es aber effektiv zu senken wird der Einsatz einer UO kaum verhinderbar sein, denn um es total weich zu machen, dazu reicht die Säure nicht aus und nur krasse Weichwasserfische halten soviel Säure aus.

Also nochmals: Man kann wohl primär zwischen sauer und alkalisch, weich und hart unterscheiden. Beides sind grösstenteils unabhängige Werte aber es ist praktisch unmöglich ein saures Wasser zu haben dass gleichzeitig hart ist, da die Säure die Härte angreift.

Geändert von Xalzireheb von Lspec (24.11.2011 um 00:02 Uhr)
Xalzireheb von Lspec ist offline  
Alt 24.11.2011, 13:32   #7
peskarik
 
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den neons worde in meinem aq asyl gewährt, d.h. hatte sie übernommen, weil sie jemand anders nicht haben wollte. von den schwarzen starben zu begin 4 stück, was ich auf die weisspünktchen krankheit schob, die sie in mein aq mit eingeschleppt hatten. 4 schwarze und alle 8 blaue neons hatten überlebt und verhalten sich immer noch sehr unaffällig und als kleiner kompakter schwarm. ich wusste nicht, dass neons sehr weiches wasser brauchen. vielleicht sollte ich sie abgeben. die lebendgebärenden haben zwar gute bedingungen, aber 2 mollymännchen fetzen sich ständig, so dass sie kaum zeit haben für die weibchen. dabei ist der kleine, nicht mal halb so große, der aggressor, während der große ihm aus dem weg zu gehen versucht. wird sich das mit der zeit legen?
peskarik ist offline  
Alt 24.11.2011, 20:17   #8
Seegurke
 
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Hallo
Also ich würde den Bau einer Torfkanone empfehlen, das hat auch noch den Vorteil dass das Wasser eine gesunde Farbe bekommt und dass diese Methode sehr viel günstiger ist als eine Osmoseanlage.

ps: Versuch doch bitte deine Beiträge mit ein paar Grußformeln zu versehen. Das geht auch an xalzihereb(oder so ähnlich).
Ein einfaches Hallo und ein Gruss tun keinem weh und sind hier gern gesehen.
Dazu verweise ich noch hierauf: http://www.zierfischforum.info/einst...tzzeichen.html
Seegurke ist offline  
Alt 25.11.2011, 18:04   #9
Xalzireheb von Lspec
 
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Hallo,

Das mit Torfkanone kann für kleinere Aquas sicherlich interessant sein aber für so 500+ aufwärts ist es eine Riesenarbeit soviel davon zu produzieren wenn wir mal die mögliche Bauweise einer solchen Kanone ansehen:
http://www.remowiechert.de/torfkanone.html

Die Menge für 4 Wasserwechsel vorbereiten, das tönt echt ein Ding der Unmöglichkeit wenn man 500L+ braucht, das wären ja dann 1000L Wasser... die kannst nicht ohne weiteres so herstellen, jedenfalls nicht ohne extragrosse Anlagen mit leider ebenfalls grossem Aufwand.

Ausserdem ist Torf grundsätzlich kein unbedenkliches Produkt da man damit Moore zerstört. Jedoch sind die aquaristisch genutzen Mengen sicherlich relativ harmlos und noch vertretbar.

Auch kann ich die Methode nicht empfehlen wenn man soviel Wurzelholz hatt wie ich, da es zu einem Overkill von Gerb und Huminsäuren führen kann was selbst die extremsten Weichwasserfische kaum noch aushalten. Auch ist der mögliche PH Wert von 4 bis 5.5 derart sauer dass es für viele Fische unverträglich ist, im Vergleich: Eine Orange hatt 3.5 PH und die ist sehr sauer. Für die L-Welse sollen 6-6.5 perfekt sein, unter 6 ist für die wohl auch zu sauer (mit wenigen Ausnahmen). Ausserdem wirds mit den vielen Wurzeln noch saurer, wahrscheinlich 3.5 bis 4.5, also echt kritisch.

Teurer ist Osmose kaum, weil man muss sehen dass Torf regelmässig erneuert werden muss was etwa gleichteuer kommt wie das auswechseln von Osmose-Filterelementen (die übrigens bei guter Behandlung recht lange halten).

Die finale Frage ist dann wohl, was ist inwiefern besser rein vom Aspekt der Wasserqualität. Da habe ich wie gesagt 2 Bedenken:

Torfkanone: Zu tiefer PH, zuviel Säuren (in Kombination mit viel Wurzelholz recht kritisch). Ausserdem muss man akribisch darauf achten dass kein Gramm Düngemittel drinn ist sonst kann man 1. Fische umblasen 2. Algen feiern Hochzeit. Sind auch gewisse Restrisiken, denn nicht immer ist sowas beschriftet wenn es als Gartenerde verkauft wird. Auch muss ich mir überlegen obs da nicht praktischere Methoden gibt. z.B. indem man per Aussenfilter ein grosser Torfkessel in den Kreislauf einbindet, und dieser wird danach direkt ins Aqua gestellt sodass es ebenfalls enthärtet wird, ohne diese eher aufwendige und wenig ergiebige Rohrmethode. Kann mir auch vorstellen so ein Rohr einfach längs ins Aqua rein und danach mit dem Filter von oben durchlaufen lassen bis es genug stark angereichert oder gefiltert wurde... muss man halt probieren. Dann muss man aber ständig den PH beobachten und sollte aufhören sobald es 5.5 unterschreitet.

Osmose: Zu wenig Mineralstoffe im overall. d.h. ich würde nur teilweise mit Osmose und ein anderer Teil normales Leitungswasser und/oder man kann auch mit der Torfkanone probieren, jedoch nur als Zusatzmethode (maximal 1/3). Wobei die Fische können die Mineralstoffe mit der Nahrung aufnehmen, das wirkliche Problem sind die Pflanzen.

Geändert von Xalzireheb von Lspec (25.11.2011 um 18:32 Uhr)
Xalzireheb von Lspec ist offline  
Alt 26.11.2011, 15:53   #10
DominikS.
 
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Hallo,
ich würde nichts machen. Wie alt sind die Fische? Das Fische nach dem Umsetzen sterben können, finde ich normal und kann durch aus sein, dass Krankheiten durch den Stress eingeführt wurden. Mittlerweile rücken die Experten davon ab, dass Weichwasserfische im härteren Wasser gehalten werden müssen und umgekehrt. Dies liegt auch daran, dass man bei diversen Expeditionen Tiere gefunden hat, die in Wasserwerten lebten und sich fortpflanzten, ob wohl sie da nie hätten "überleben" können. Auch in der Natur gibt es schwankende Werte. Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht: lieber härteres Wasser als zu weiches Wasser. Du machst sicher nichts verkehrt, wenn du dich stumpf an die Literatur hältst, aber ein Quälen der Fische sehe ich nicht. Wie du sagtest: Die Neons verhalten sich ganz normal. Ich hatte in einem anderen Thread zu diesem Thema einen Link gepostet, in dem genau diese Problematik mal von einer anderen Sichtweise (die, die ich beschrieben habe) verständlich erklärt wird.
DominikS. ist offline  
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Stichworte
gesamthärte, gh-wert, hartes wasser, wasser weicher machen

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