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Alt 01.02.2012, 23:12   #1
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Standard Nitrit NO2 zu hoch!

Hallo zusammen, ich bin recht neu in der Aquaristik.
Nach 2-Wöchiger Einfahrphase wurde unser Becken mit 6 Platys und 2 Welsen besetzt. Alles Prima.
Nach weiteren 2 Wochen kamen nun 7 Purpurkopfbarben dazu.
Diese sind nun seit 5 Tagen im Becken.
Habe Heute Wasserwerte gemessen und mit Erschrecken einen sehr hohen Nitritwert erhalten.
Habe sofort einen 50% Wasserwechsel durchgeführt, neu gemessen nun bei 0,3 mg/l. Welches immernoch zu hoch ist, oder?
Fische machen jedoch einen gesunden und munteren Eindruck - zeigen keine Auffälligkeiten (soweit ich das beurteilen kann...).
Becken 66l
Aussenfilter Tetra EX600
Heutige Wasserwerte (vor dem 50% Wasserwechsel)
pH = 7,5
kH = 8°
GH = 12°
NO2 = vor Schreck nicht notiert, aber zu hoch!
NO3 = 25 mg/l
Temp = 25°C
NO2 im Leitungswasser nicht nachweisbar.

Muss ich nun in Panik geraten?
Kann der hohe Wert mit den neuen Fischen zu tun haben?
Was sollte ich tun?

Bleibt noch zu erwähnen: Da der Aussenfilter bei vollem Durchfluss für einen "Sturm" im Becken sorgt, hatte ich den Zufluss auf nur ca. 25% geöffnet. Könnte es daran liegen? Habe den zufluss nun etwas weiter geöffnet - jetzt richtig Bewegung im Becken.

Anbei ein Foto vom Aquarium, im vorderen Bereich sind auf dem Boden auch Algen zu erkennen - die Frage danach werde ich aber im entspr. Thema posten.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 062.JPG (89,8 KB, 63x aufgerufen)

Geändert von FishBurger (01.02.2012 um 23:15 Uhr)
FishBurger ist offline  
Alt 01.02.2012, 23:15   #2
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Zitat:
Zitat von FishBurger Beitrag anzeigen
Fische machen jedoch einen gesunden und munteren Eindruck - zeigen keine Auffälligkeiten (...)Muss ich nun in Panik geraten?
Nein, kein Grund zur Panik

Zitat:
Kann der hohe Wert mit den neuen Fischen zu tun haben?
Was sollte ich tun?
Business as usual... Fische beobachten und zurücklehnen. Die zeigen Dir schon, obs denen gut geht.

Gruß
 
Alt 01.02.2012, 23:26   #3
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Hi.

Vor allem möglichst sparsam füttern, bis die Nitrifikation richtig läuft. Jeder Eintrag von Futter ist eine Stickstoffquelle. Und täglich auf Nitrit testen (Tropftest) und ggf. weiter großzügige Wasserwechsel.
 
Alt 01.02.2012, 23:33   #4
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Hallo,

bei zu hohen Nitritwerten:
1) sehr große Wasserwechsel, mind. 75%
2) auf 100 l Wasser einen Teelöffel Kochsalz
3) ein paar Tage sparsam füttern

Gruß Knut
 
Alt 01.02.2012, 23:33   #5
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Zitat:
Zitat von Patrick Star Beitrag anzeigen
Und täglich auf Nitrit testen
halte ich aufgrund der vierwöchigen Laufzeit für übertrieben. Da passiert nicht mehr viel nach dem vorgenommenen Wasserwechsel.
 
Alt 01.02.2012, 23:41   #6
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OK, vielen Dank erstmal! werde weiter beobachten und messen!
Danke!
FishBurger ist offline  
Alt 01.02.2012, 23:52   #7
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0,3mg NO2 ist nicht immens hoch. Dauerhaft zwar nicht wünschenswert, da es den Fischen schaden kann, aber in so einem kleinen Becken mit Neubesatz relativ normal, da Du den Besatz ja quasi verdoppelt hast.
Solange der Wert 0,5mg nicht übersteigt, würde ich mir erstmal keine Gedanken machen, das läuft sich ein. 0,0 mg Nitrit kann es im Übrigen gar nicht geben, höchstens ein "nicht nachweisbar", anderenfalls wäre der Stickstoffkreislauf ja unterbrochen.


Die 7 Barben fressen und scheiden aus, die Bakterien, die die größere Menge Ammonium in Nitrit umwandeln, haben sich offensichtlich schon vermehrt, und die Bakterien, die Nitrit in Nitrat umwandeln, können sich erst jetzt weiter vermehren, da ihr Nahrungsangebot größer geworden ist.

Warte 3-4 Tage, dann hat sich das eingelaufen. Aber nicht zu viel füttern, während sich in einem größeren Becken zusätzlicher Stickstofeintrag im größeren Wasservolumen verteilt, muß man bei kleineren Becken etwas vorsichtiger sein.


Gegen die grünen Algen auf dem Boden könnte eine etwas üppigere Bepflanzung nicht schaden. Mehr Pflanzen verbrauchen mehr Nitrat und Phosphat (wird im Leitungswasser eh drin sein) und entziehen dem Wasser die Nährstoffe, die sonst die Algen für ihr Wachstum nutzen.

Der etwas bräunliche Belag im Kies an der Scheibe sind Kieselalgen (bei Aquarianern auch als Braunalgen bezeichnet, obwohl das nicht zutrifft). Die sind relativ typisch für neu besetzte Becken. Ist aber erstmal ein dauerhaftes Gleichgewicht hergestellt, sollten die spätestens nach ein paar Wochen ebenfalls verschwinden.

Geändert von Hero (01.02.2012 um 23:54 Uhr)
Hero ist offline  
Alt 02.02.2012, 07:21   #8
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Hallo,

viele Aquarianer geben ihre Wasserwerte an. Wäre sicher auch mal interessant zu erfahren, mit welcher Methode die Wasseranalyse ermittelt wurde. Also z.B. Teststreifen od. Tröpfentest und welcher Hersteller solcher Meßmittel verwendet wurde. Ich schubse das nur an, weil z.B. JBL und Sera verschiedene Abstufungen bei den Meßskalen z.B. für Nitrit (nO2) für ihre Tröpfentestsets verwenden.

Mir geht es dabei nicht darum, welches Produkt nun besser od. schlechter ist. Nur läßst sich evtl. eine genauere Auskunft geben, wenn der Antwortgeber weiß, was verwendet wurde. Vielleicht hat ja auch jemand Lust, dazu eine Umfrage zu starten um zu erfahren, welche "Labormeßmittel" der/die einzelne so anwendet.

Grüße

Geändert von lösli (02.02.2012 um 07:37 Uhr) Grund: Satzverbesserung
lösli ist offline  
Alt 02.02.2012, 09:03   #9
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Zitat:
Zitat von lösli Beitrag anzeigen
Vielleicht hat ja auch jemand Lust, dazu eine Umfrage zu starten um zu erfahren, welche "Labormeßmittel" der/die einzelne so anwendet.
Ich bin der Ansicht, dass eine solche Umfrage dazu führt, Messwerte in ein falsches Licht zu rücken, suggeriert sie doch ein gewisses Maß an Wichtigkeit, welche den Messwerten in meinen Augen nicht gebührt.

Ich bin der Ansicht, dass der größte Teil der Aquarianer besser beraten ist, Fische und deren Verhalten zu beobachten und zu interpretieren, anstatt Messwerte zu notieren, die nur die wenigsten wirklich interpretieren können.

Welchen Wert haben denn die mit unseren Hobbymitteln gemessenen Werte tatsächlich in der angewandten Fischaquaristik? Ich behaupte: Kaum einen.

Gruß

Heiko
 
Alt 02.02.2012, 16:17   #10
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Zitat:
Zitat von Heikow Beitrag anzeigen
Ich bin der Ansicht, dass eine solche Umfrage dazu führt, Messwerte in ein falsches Licht zu rücken, suggeriert sie doch ein gewisses Maß an Wichtigkeit, welche den Messwerten in meinen Augen nicht gebührt.

Ich bin der Ansicht, dass der größte Teil der Aquarianer besser beraten ist, Fische und deren Verhalten zu beobachten und zu interpretieren, anstatt Messwerte zu notieren, die nur die wenigsten wirklich interpretieren können.

Welchen Wert haben denn die mit unseren Hobbymitteln gemessenen Werte tatsächlich in der angewandten Fischaquaristik? Ich behaupte: Kaum einen.

Gruß

Heiko
Grösstenteils bin ich da durchaus deiner Meinung, würde es aber nicht ganz so verallgemeinern, wenn es um Neulinge in der Aquaristik geht.

Klar ein "alter Hase" kann leicht und locker ein Becken einfahren, ohne auch nur einmal einen Wasserwert zu messen. Man kann am Wuchs der Pflanzen und am Verhalten der Tiere erkennen, wie es um ein Becken bestellt ist, aber dafür braucht man Erfahrung. Die Erfahrung kommt über die Jahre und oft genug auch aus eigenen Fehlern die man gemacht und daraus gelernt hat.

Diese Erfahrung hat ein Neuling nicht, wie soll er also das Verhalten seiner Tiere interpretieren können? Das ist auf jedenfall viel schwieriger, als das Ergebnis eines Nitrittests zu interpretieren.

Ich würde jedem Anfänger dazu raten, Nitrit zu testen, weil es gut ist, wenn ein Neuling eine klare Regel hat,die deutlich auf der Hand liegt.
Zeigt der Nitrittest ein messbares Ergebnis - Wasser wechseln, Wasser wechseln, Wasser wechseln.
Dabei ist es dann auch völlig wurscht, wie genau so ein Test arbeitet. Ein Wasserwechsel der nicht unbedingt nötig gewesen wäre, ist trotzdem ein guter Wasserwechsel.

Wenn das Becken dann erstmal eingefahren ist, dann bin ich allerdings auch ein Verfechter der These, "lieber Fische beobachten, als unnötig an überschätzten Wasserwerten herumschrauben."


Zum eigentlichen Threadthema ist ja schon alles gesagt. Kein Grund zur Panik FishBurger. Wasser wechseln ist immer gut, sparsam füttern auch.
wynton ist offline  
 

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