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Alt 02.03.2012, 18:21   #1
Zierfischfreund75
 
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Hallo,

zwei meiner Salmler sehen so aus, als hätten sie die Weißmaulkrankheit. Ich habe versucht, sie einzufangen, um sie in Salz zu baden, aber das ist mir nicht gelungen. Sie sind außer den kleinen, weißen Stellen am Maul und milchig-weißen Stellen an der Afterflosse unauffällig - bewegen sich schnell und problemlos und schnappen auch nicht nach Luft. Nun habe ich mir ein Breitband-Medikament gekauft, scheue aber davor zurück, es ins Aquarium zu kippen. Kann ich nicht stattdessen Salz direkt ins Aquarium geben? Neben den Kirschflecksalmlern habe ich noch Antennen- und Panzerwelse, Keilfleckbarben und Fadenfische.

Gruß
Simone

Noch ein Nachtrag: Mein Holzast (im Aquarium-Shop gekauft) hat an ein paar Stellen kleine, dunkelgrüne Büschel - könnte Schimmel sein. Außerdem hat ein dritter Kirschflecksalmler eine weiße Stelle vor der Rückenflosse. Den anderen Fischarten scheint es gut zu gehen - aber meine Salmler machen mir Sorgen ...
Hab eben einen Wasserwechsel von 30 % gemacht und wollte das morgen wiederholen.

Gruß
Simone

Geändert von Tetraodon08 (02.03.2012 um 23:15 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt. Denkt an den "Ändern"-Button
Zierfischfreund75 ist offline  
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Alt 02.03.2012, 18:54   #2
NebelGeîst
 
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Hallo,

Columnaris ist so eine Sache bei der Behandlung.. Man findet diverse unterschiedliche, teils sich widersprechende Meinungen, was wohl auch darin begründet liegt, dass es viele verschiedene Stämme gibt, die auch unterschiedliche Resistenen ausgebildet haben.
Fest steht aber, wenn die Krankheit nicht unmittelbar nach dem Einzug ausbricht, liegt etwas bei der Haltung im Argen bzw. die Wasserwerte sind schlecht. Es gilt also auch unbedingt, hier die Ursache zu suchen und zu bereinigen. Die Algen an der Wurzel halte ich aber für unschuldig.
Behandeln würde ich im Haltungsbecken. Und zwar nicht nur mit Salz. Welches Breitdbandmittel hast du denn gekauft?
Wichte schritte sind auch, heute nochmal einen größeren WW machen, die nächsten Tage je einen normalen. Die Temperatur sollte soweit abgesenkt werden, die der Besat es zulässt. Auf gute Sauerstoffversorgung achten.
NebelGeîst ist offline  
Alt 02.03.2012, 19:11   #3
Zierfischfreund75
 
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Hallo,

schon mal vielen Dank für die Tipps.
Die Salmler habe ich seit vier Wochen. Ich habe sie zusammen mit den Fadenfisch-Pärchen in einer großen Zoohandlung gekauft. Anschließend habe ich mir vor zwei Wochen Keilfleckbarben gekauft - und damit meinen Fischbesatz abgeschlossen.
Das Breitbandmittel heißt GeneralTonic von Tetra.
Die Wasserwerte scheinen ok zu sein. Nitrit ist nicht nachweisbar, Nitrat ebenfalls im grünen Bereich.
Viele Grüße
Zierfischfreund75 ist offline  
Alt 02.03.2012, 20:52   #4
NebelGeîst
 
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Hi,

das Mittel solltest du nehmen können, es enthält Acriflaviniumchlorid das von einigen Quellen als wirksam angegeben wird. Ethacridinlactat könnte ebenfalls wirksam sein.
Wichtig sind aber auch weiterhin die täglichen Wasserwechsel und die Temperaturabsenkung, trotz medikamentöser Behandlung. Würde auch trotzdem aufsalzen, wie geschrieben, die Quellen gehen auseinander, was die Wirksamkeit der verschiedenen Stoffe angeht, wohl wegen der verschiedenen Bakterienstämme.
Es muss dabei auch immer auf das Wechselwasser Medi und Salz nachdosiert werden.

Du kannst dich aber natürlich auch auf den verschiedenen Infoseiten selbst mal einlesen. Solltest du sogar. Englischsprachige Seiten fand ich dabei vom Informationsgehalt oft ergiebiger.

Wünsch dir viel Erfolg bei der Behandlung
NebelGeîst ist offline  
Alt 02.03.2012, 23:27   #5
Tetraodon08
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Hallo,

wieso Wasserwechsel während der Behandlung?
Wo steht denn das?
Eine Behandlung dauert 5 Tage. Erst nach 5 Tagen sollte ein Wasserwechsel gemacht werden und über Aktivkohle gefiltert werden.
Erst nach der Kohlefilterung kann nachdosiert werden.
Also bitte keine falschen Tipps geben.
Auch von Aufsalzen oder Temperaturabsenkung steht nichts in der Anleitung.
Wenn man Medikamente einsetzt, sollte man sich genau an die Anleitung halten.
Alles andere kann nach hinten losgehen.
Tetraodon08 ist offline  
Alt 03.03.2012, 00:31   #6
NebelGeîst
 
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Hi,

du solltest dabei vielleicht nicht die Anleitung alleine zu Rate ziehen, sondern die Infoseiten zur Krankheit.
Und wo sich bei aller Uneinigkeit doch wohl fast alle einig sind, ist dass tägliche Wasserwechsel, nach einem anfänglichen großen WW, sowie eine Temperaturabsenkung unerlässlich sind, um die Dichte der Flexibacter columnaris im Becken so weit als möglich zu drücken.
Wie schon geschrieben, besteht Uneinigkeit bezüglich der Wirksamkeit der verschiedenen Präparate (und nur weil ein Unternehmen aufs Etikett schreibst, es wirke gegen dies und das, muss das noch lange nicht uneingeschränkt stimmen). Das Aufsalzen erhöht die Chance auf Wirksamkeit, da die Bakterien halophob sind, allerdings kann auch hier die Salzmenge nicht ausreichend sein.
Wasserwechsel und Temperaturabsenkung sind daher die wichtigsten Maßnahmen, das eine zum Ausdünnen, das andere, um die Vermehrungsrate zu senken. Somit wird die Chance auf Heilung deutlich erhöht, auch wenn die medikamentöse Behandlung keine oder keine ausreichende Wirkung zeigen sollte.
Wechselt man aber Wasser während einer Behandung, muss logischerweise auf das Wechselwasser nachdosiert werden.

Als Randbemerkung, eine deutsche Seite schreibt sogar, die Wasserwechsel verbunden mit der Temperaturabsenkung sei die einzig vernünftige Behandlung, da die gängigen Medikamente unwirksam seien. Müsste mal schauen, welche es war, kann es aus dem Stehgreif nicht mehr sagen, aber falls du mal auf den verschiedenen Seiten die Infos zusammenträgst, stolperst sicher auch über diese.

Also bitte nicht mit der Bitte an mich ran treten, ich solle keine falschen Tipps geben, nur weil etwas nicht in einer Packungsbeilage steht

Geändert von NebelGeîst (03.03.2012 um 00:34 Uhr)
NebelGeîst ist offline  
Alt 03.03.2012, 11:51   #7
Tetraodon08
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Hallo,

klar, deshalb steht auf dem Beipackzettel auch immer etwas davon, dass man Wasserwechsel machen soll. Wie soll dann nachdosiert werden?
In welchem Verhältnis?
Es sind immer noch Medikamente im Wasser. Bei einer Nachdosierung kann es zur Überdosierung kommen.
Die Hersteller solcher Medikamente haben sich schon etwas gedacht, wenn sie einen Beipackzettel dazu legen.
Auch kann Salz die Wirksamkeit beeinträchtigen, genauso wie eine Temperaturabsenkung.
Man muss schon unterscheiden, ob man mit Medikamenten behandelt oder alternativ.
Bei den alternativen Behandlungsmethoden ist Salz und Temperaturabsenkung sinnvoll, aber nicht bei Medikamentenzugabe.
Tetraodon08 ist offline  
Alt 03.03.2012, 13:49   #8
NebelGeîst
 
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Hi,

wo bitte ist das Problem bei der Dosierung? Wechselt man 20 Liter, dosiert man auf diese 20 Liter Medikamente nach, ist doch wohl pure Logik, wenn ich schreibe, auf das Wechelwasser nachdosieren... Wo riskiert man denn hier eine Überdosierung?

Ist aber sehr praktisch, dass du wieder nur mit dem Beipackettel argumentierst, und auf meinen Wink mit (Online)Literatur nicht im Mindesten eingehst.
Die Unternehmen lassen ihre Produkte schließlich gerne als universell wirksam da stehen, natürlich schreiben sie nicht rein, dass die Wirkung im einen oder anderen Fall garnicht 100% belegt ist. Würde der Kunde ja eher zum Konkurrenzprodukt greifen, dass sich als sicher wirkungsvoll.
Aber bei Columnaris is ja anscheinend genau das fraglich.


Und noch ein Zitat, wenn das die Seite war, die ich meinte, hate ich es etwas falsch in Erinnerung, aber andererseis auch nicht nochmal den ganen Artikel durchgelesen.
Zitat:
Zitat von Aquamax.de
Da Flexibacter columnaris offensichtlich nur geschwächte Tiere befällt, ja sogar eng zusammen gehaltene Fische in sehr sauberem Wasser nicht infizierbar sind, ist auch die einzige Behandlungsmöglichkeit der Wasserwechsel. Man muss sich einfach vorstellen, dass bei dieser Erkrankung ein ungeheures Heer von Bakterien im Wasser und auf den Fischen unterwegs ist, dass die Tiere keine Chance haben, diesem Erregerdruck auch nur ansatzweise zu entgehen. Führt man nun Wasserwechsel in Größenordnungen um ca. 80 % des Gesamtvolumens durch, wird die Erregerzahl um genau den selben Prozentsatz gesenkt. Dies hilft den Fischen augenblicklich. Die Wasserwechsel in dieser Menge sollten möglichst lange, wenigstens bis zum sichtbaren Abklingen der Symptome, täglich durchgeführt werden. Selbstverständlich sollte das Frischwasser geeignet und richtig temperiert sein.
NebelGeîst ist offline  
Alt 03.03.2012, 14:38   #9
Tetraodon08
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Hallo,

also ich halte mich schon an die Packungsbeilage.
Aber wenn du es nicht machst, dann ist es deine Art und Weise.
Im Internet ist auch nicht alles Gold was glänzt.
Außerdem, wenn die Hersteller nur verkaufen wollen, warum schreiben sie dann nichts vom Wasserwechsel? Dann wäre durch die ewige Nachdosierungen ruck zuck die Packung alle. Das würde dann den Umsatz enorm steigern.
Deine Rechnung, man dosiert nur das gewechselte Wasser, ist aber nicht immer richtig. Manchmal muss man weniger oder mehr beim Wasserwechsel nachdosieren, eben wegen der Restmenge im Aquariumwasser.
Ich habe schon einige Links gelesen und da war nie die Rede von Medikamentenzugabe unter Zuhilfenahme von täglichen Wasserwechseln, Salz oder Temperaturabsenkungen.
Die Wasserwechsel sind auch unnötig, denn das Medikament reduziert die Krankheitserreger. Dafür ist es auch da.
Entweder man behandelt mit Medikamenten nach Vorgabe oder man behandelt alternativ.
Aber jeder so, wie er will.
Deiner Aussage nach, braucht man ja keinen Beipackzettel. Man kann es ja so machen, wie man möchte.
Dann wünsche ich dir ewige Gesundheit und dass du nie Medikamente einnehmen musst. Sollte es doch der Fall sein, lies dir den Beipackzettel durch oder frage den Arzt oder Apotheker.
Tetraodon08 ist offline  
Alt 03.03.2012, 16:35   #10
Zierfischfreund75
 
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Also, ich versuche es jetzt erstmal mit der alternativen Methode: täglicher Wasserwechsel, leichtes, schrittweises Aufsalzen und Absenkung der Temperatur (viel Spielraum habe ich da wegen meiner Fadenfische wahrscheinlich nicht). Falls das nichts bringt, setze ich das Medikament ein.
Danke & Gruß
Simone
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