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Alt 17.11.2017, 21:01   #41
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Hallo Marc,

einerseits verstehe ich Dich sehr gut, andererseits sollte man etwas genauer differenzieren, wie und warum man eine allgemeine Regel beim Besatz bricht.

Da mein 240L Malawibecken hier ja schon ein paar Mal erwähnt wurde, vielleicht siehst Du den Unterschied und liest die Kommentare im Thread dazu.
  • Ich bin mir bewußt, dass das Setup nicht unproblematisch ist und darauf vorbereitet, evtl. reagieren zu müssen.
  • Tatsächlich habe ich den Besatz zwischenzeitlich schon angepasst und z.B. das Paar Aulonocara jacobfreibergii veräussert.
    Stattdessen schwimmt ein Julidochromis marlieri mit im Becken. Auch da verstosse ich gegen eine Regel (keine Tanganjikas zusammen mit Malawis), genauso dass es nur einer ist und nicht ein Paar. Das hat aber alles einen ganz konkreten Sinn (den kann ich ggf. in dem Thread zu meinem Becken erläutern) und ist nicht einfach ein Versuch um zu sehen was passiert.
  • Das Becken ist trotz der geringen Größe schwach besetzt.
  • Die Fische wurden nicht extra für das Becken gekauft, sondern sind aus einem Altbestand. Ich kenne die Fische und sie kennen sich. Das vermindert die Gefahr von späteren bösen Überraschungen.
  • Die Beckeneinrichtung ist absolut auf die Bedürfnisse der Fische ausgelegt.
  • Malawis != Malawis, es gibt einige hundert Arten. Mit anderen Arten (auch kleinere) geht sowas trotzdem gehörig in die Hose.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Du oberflächlich den Eindruck hast, dass Du es hier mit Menschen zu hast, die mit Steinen werfen und dabei im Glashaus sitzen. Dem ist aber nicht so.

Ich finde Deinen Besatz jetzt auch nicht so ungewöhnlich, sondern so ähnlich sah das bei mir vor 10 Jahren auch aus. Ich habe dann im Laufe der Zeit die Erfahrung machen müssen, dass das doch nicht wirklich funktioniert. Alle Ratschläge die Du hier bekommst, sollen Dich lediglich davor bewahren, die gleichen Fehler auch zu machen. Es muss ja nun nicht jeder ins Klo greifen, wenn das andere schon gemacht haben.

Natürlich bestimmt nicht die Beckengröße allein, ob ein Besatz passend ist oder nicht, was aber nicht heisst, dass sie egal ist. Es gibt durchaus Konstallationen in denen die Haltung eines Skalarpaares in einem Trigon 190 funktionieren kann. Nur sollte man aus einer solchen Ausnahme nicht eine Regel machen, genauso wenig wie mein Malawibecken ein Beispiel dafür ist, dass soetwas in 240L immer problemlos funktioniert. Das tut es nur dann, wenn einige andere Faktoren hinzukommen.

Die Faktoren, die bei Deinem Becken bzgl. der Skalare dagegen sprechen sind neben der Beckengrösse z.B:
  • Deine Skalare sind ganz sicher noch nicht ausgewachsen. Das sind Skalare nur dann mit 2 Jahren, wenn sie während der Aufzucht ausreichend ernährt wurden. Wenn nicht, kann das auch mal 4 Jahre dauern. Dauerhaft kleinwüschsige Skalare gibt es nicht, auch die Red Devil erreichen fast die Größe eines Handtellers (ohne Flossen wohlgemerkt). Wenn sie ihre Endgrösse erreicht haben wirst Du die Situation vielleicht selbst anders einschätzen.
  • Ob die beiden wirklich ein Paar bilden werden ist ungewiss. Wenn nicht:
  • Dein Becken ist nicht so eingerichtet, dass sich einer der beiden Skalare ggf. zurückziehen kann, wenn er bedrängt wird und eine wirkliche Sichtbarriere ist genauso wenig vorhanden wie ausreichend große Unterstände. Eine unterlegenes Tier wäre quasi immer auf dem Präsentierteller.

Selbst wenn diese Risikofaktoren nicht wären, könnte das immer noch daneben gehen, mit diesen Risikofaktoren tut es das fast sicher.

Danke: (1)

Geändert von Hero (17.11.2017 um 21:04 Uhr)
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Alt 17.11.2017, 21:13   #42
MarcBy
 
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Hi Hero,

bitte nicht falsch verstehen. Ich wollte dich in keinster Weise angreifen. Du hast sicher deine Gründe und weißt, was du tust. Ich fand halt nur die unterschiedlichen Reaktionen interessant. Aber ich wollte dich wirklich nicht mit rein ziehen.

Das mit den Skalaren leuchtet mir ja ein, hab ich ja schon geschrieben. Ich habe sie übrigens von Privat übernommen als Pärchen, die auch schon mehrfach zusammen abgelaicht haben. Das war mir schon wichtig, dass sie sich verstehen.

Es ist halt schwer, sich von ihnen zu trennen... man hat die Fische ja doch lieb gewonnen. Alle haben uch Namen und meine Tochter schaut jeden Morgen wie es ihnen geht. Obwohl sie erst zwei ist, kennt sie alle mit Namen.

Grüße
Marc
MarcBy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2017, 21:47   #43
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@MarcBy: Alles gut, ich verstehe das nicht falsch. Wie gesagt kann ich dich durchaus verstehen.

Danke: (1)
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Alt 17.11.2017, 22:52   #44
Otocinclus2
 
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Hallo Marc,

ich möchte mir mal eine Anmerkung ohne jeden konkreten Bezug auf dein Becken und den Besatz erlauben.

Habe mir noch mal alles durchgelesen und den Eindruck gewonnen, dass du dich generell recht schnell persönlich angefasst und angegriffen fühlst.
Das mag gute (oder schlechte) Gründe haben, die wir "Alteingesessenen" hier gar nicht kennen können.

Geshalb nochmals:
Keiner hier will dir etwas Böses.
Keiner hier will dich "vorführen" oder bloßstellen.

Wenn du hier Ratschläge zu hören (lesen) bekommst, die du eigentlich gar nicht hören (lesen) willst, liegt das schlicht und einfach daran, dass alle hier begeisterte Aquarianer sind, die nicht bevormunden, sondern nur verhindern wollen, dass andere (zum Nachteil der Tiere) die gleichen Fehler machen, die sie selbst hinter sich haben.

Und da darfst du schon drauf vertrauen, dass es ehrlich gemeinte Ratschläge sind, die auf eigener Erfahrung beruhen.

Denk einfach mal in einer ruhigen Stunde drüber nach.


Gruß
Otocinclus2

Danke: (1)
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Alt 18.11.2017, 09:39   #45
Algerich
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Hallo miteinander,

in gewisser Weise könnte man dieses Thema jetzt der Wissenschaft übergeben - freilich nicht der Biologie resp. Aquaristik, sondern eher der Kommunikationswissenschaft. Mir scheint, wir haben hier ein wunderbares Beispiel für Kommunikationsprobleme, wie sie das Format "Internet-Forum" so schafft.

Ich versuche, das einmal näher auszuführen, wem das zu weitschweifig ist, mag dies aber gern überspringen:

1. Am Anfang habe ich in meinem Tagebuch etwas über das geheime Forum und die stillen Leser fabuliert. Ob das intelligent war oder nicht, stehe dahin, jedenfalls hat es nach eigenen Angaben Kollegen Marc veranlasst, sich, nachdem er einer der stillen Mitleser war, hier anzumelden, um "hallo" zu sagen. Da man "Hallo" in einem Aquaristik-Forum am besten mit seinem Becken sagt, hat er das noch kurz beschreiben.

2. Vom Forum unbemerkter Kontext: Marc fühlte sich dem Forum schon als Leser zugehörig und als Aquarianer nicht unerfahren, beziehungsweise über sein Becken bereits informiert. Er hatte keine Frage, die beantwortet werden sollte, sondern wollte sich bemerkbar machen. Kurzum: er wollte uns etwas zeigen, nicht etwas erfragen.

3. Das Forum reagiert nach einem bekannten Schema: "Erstbeitrag mit Beckenvorstellung" heißt: Wir prüfen den Besatz. Der entspricht nicht den kollektiven Erfahrungen des Forums, vor allem zum Thema "Voraussetzungen der Skalarhaltung" sowie "Vergesellschaftung von Kakadu-Zwergbuntbarschen insb. mit Corydoras". Darauf wird zurecht hingewiesen.

4. Von allen unbemerkter Kontext: Das Thema erreicht einen kritischen Punkt. Hätte Marc geschrieben: "Ich plane ein Trigon und möchte darin 1/1 Skalare, Antenennenwelse, Corydoras und Kakadus halten, geht das?" wäre es in der Tat wichtig, deutlich darauf hinzuweisen, dass das nach unseren Erfahrungen keine gute Idee ist. Aber nochmal: Marc hatte nichts gefragt, sondern uns etwas gezeigt.
Natürlich sollen wir trotzdem auf Probleme, die wir sehen, hinweisen, aber erlaubt einen Vergleich: Wenn ich mich einem Literaturzirkel anschließen möchte und ein von mir verfasstes Gedicht vorstelle, das nicht dem dortigen Vorstellungen oder Standards entspricht, dann darf und muss der Zirkel das zwar kritisieren, aber es kommt ganz darauf an, wie die Kritik vorgetragen wird, ob ich mich bereichert oder tendenziell vergrault fühle, um ein Wort aus der hiesigen Diskussion aufzugreifen.
Wenn ich hier ein mit Liebe eingerichtetes Becken vorstelle und ernte nur harsche Kritik, könnte mir auch der Gedanke kommen, das man mich vielleicht einfach nicht versteht.
Ein kritischer Punkt ist das deshalb, weil es jetzt darauf ankommt, ob Marc in der Kritik konstruktive Ratschläge sieht, oder einen Angriff, dessen er sich erwehren möchte - umgekehrt kommt es seitens des Forums darauf an, ob die weiteren Beiträge so gewählt werden, dass die Anbindung des ehemals stillen Mitlesers an das Forum erhalten bleibt.

5. Das Thema besteht diese Krise erwartungsgemäß nicht. Marc verweist auf Ratschläge und Kenntnisse "erfahrener Aquarianer", mit denen wir nichts anfangen können, weil wir sie nicht kennen. Das ist ein Grundthema: wenn mir ein Neuling sagt, ein anderer "erfahrener" (was ist das genau?) Aquarianer habe gesagt, kann ich nicht wissen, was diese Information wert ist. Kollegen Schneckinger dagegen kenne ich, und weiß, dass ich auf Ratschläge von ihm zum Thema Skalare nahezu unbedingt vertrauen kann.

6. Auch das Forum reagiert und zwar nach einem hier oft zu beobachtenden Modus, den ich einmal mit "Neuling gibt Widerworte" beschreiben möchte. Dieser Modus funktioniert etwa nach dem Schema: "Begreife, dass wir Dir nur helfen wollen, und dass wir erfahrene Aquarianer sind, die wissen, wovon sie sprechen. Du hast doch hier eine Frage gestellt, also akzeptiere auch die Antworten. Wenn Du uns nicht verstehen willst, hat das mit Dir in diesem Forum wenig Sinn."
Dieser Modus hat durchaus seine Berechtigung. Ich kann es auch nicht leiden, wenn man mich etwas fragt, um dann meine Kompetenz bei der Beantwortung zu bezweifeln.
Der Modus ist aber falsch, wenn gar keine Frage gestellt worden war, sondern jemand zwar ein Neuling unter den Forianern aber nicht in der Aquaristik ist. Hier hat er nämlich ein Recht auf eine eigene Meinung und vor allem eine eigene Beobachtung. Konkret: Ich habe ja weiter oben auch geschrieben, dass ich die Kombination Buntbarsch/Corydoras nach eigener Beobachtung für wenig glücklich halte. Wenn mir Marc aber erwidert, dass es die von mir beschriebenen Probleme bei ihm nicht gibt, dann muss ich diese Beobachtung für sein konkretes Becken hinnehmen. Ich kann doch nicht erwarten, dass Marc ein funktionierendes Becken auseinandernimmt, weil ein anonymer Algerich sagt, damals sei sein Pelviachromis pulcher mit den Corydoras nicht gut zurecht gekommen.

7. Wenn einmal der Wurm drin ist, wird natürlich alles noch schlimmer. Es kommt ein gut gemeinter Einwand der Moderation, der darauf abzielt, einen neuen Forianer einzubinden und nicht auszugrenzen, der aber natürlich von denen, die gar nicht ausgrenzen wollten, sondern gut gemeinte und nach ihrer Wahrnehmung des Themas richtige und nötige Ratschläge zu geben (s. o. unter 3.) als Vorwurf begriffen wird, gegen den man sich verteidigen muss. So diskutieren wir denn parallel noch über die Moderation und ihre Berechtigung, was das Klima im Ausgangsthema natürlich konsequent weiter vergiftet. Zudem unternimmt Marc den Versuch, die Sache zu abstrahieren (eigentlich eine gute Idee, aber nicht im gleichen Thema), so dass man sich jetzt auf abstrakter ebenso wie auf konkreter Ebene glücklich missverstehen kann. Folgerichtig werden die Angriffe schärfer und die Argumente mehr ad personam gerichtet.

8. Fazit: Das Thema ist vollständig gescheitert. Die kommunikative Gemengelage lässt eine Argumentation auf der Sachebene ("was machen wir denn jetzt mit den Skalaren" und: "wird es Probleme mit den Kakadus geben") nicht mehr gelingen kann. Statt dessen wird muner auf den verschiedenen Beziehungsebenen diskutiert, wo aber mangels persönlichen Kontakts eine Befriedung auch nicht zu erwarten ist.

Wie also soll es in diesem Thema weitergehen?

[An dieser Stelle kann der Leser, der sich mein kommunikationstheoretisches Geschwätz nicht antun möchte, gern wieder einsteigen!]

Greifen wir die Sachebene da auf, wo wir sie finden. Marc hat berichtet, dass die Dinge bis jetzt gut gehen. Schneckinger hat erwidert, dass das wohl nicht so bleiben wird. In den letzten Beiträgen kam noch das für mich gut nachvollziehbare Argument hinzu, dass man die Fische doch lieb habe. Ich wäre gegen die Kindertränen, wenn ein Fisch, den die Tochter des Hauses mit Namen kennt, nicht mehr da ist, oder gar herausgefangen und weggegeben werden muss, nicht unempfindlich.
Also kann die Lösung dieses Problems nur heißen: beobachten, wann die Dinge sich verschlechtern und dann zur Not die Reißleine ziehen. Da wäre aber ein konkreter Ansatzpunkt, wo erfahrene Skalarhalter (ich bin bekanntermaßen kein solcher) Hinweise geben könnten, auf welche Anzeichen es zu achten gilt, um noch rechtzeitig eine Katastrophe verhindern zu können. (Umgekehrt kann Marc in dieser Zeit analysieren, wo ein zweites, größeres Becken aufgestellt werden kann!)

Weitere Sachfragen könnten in separaten Themen erörtert werden, etwa die Bedeutung der Strömung und die Möglichkeit, hier durch Beckeneinrichtung zu reagieren (vielleicht komme ich am Wochenende dazu, hier etwas anzufangen). Ebenso natürlich das Thema über den Begriff der "artgerechten Tier- und insb. Fischhaltung", das ich mit Kollegen DEUMB schon lange angehen wollte.

Ich denke immer noch, dass wir dann, wenn wir uns auf der Sachebene mit einem gemeinsamen Hobby beschäftigen, die Beziehungsebenen sich einrenken sollten. Hoffentlich bin ich da nicht zu naiv und hoffentlich bleiben für dei Sachdiskussion alle an diesem Thema beteiligten Forianer erhalten.

Beste Grüße

Algerich

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Alt 19.11.2017, 21:10   #46
MarcBy
 
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Hallo zusammen,

danke Algerich für deine Ausführungen. Ich gebe zu, dass ich etwas überreagiert habe. Liegt aber auch daran, dass ich mich, wie schon erwähnt, lange mit dem Thema Aquarium auseinander gesetzt habe, bevor ich mir eins geholt habe. Dabei hab extrem viel Mist erlebt. Diverse Züchter und Händler hatten mir Besatzvorschläge gemacht, die ich in diversen Foren prüfen lassen habe (da kannte ich das hier noich nicht). Dabei bin ich auf viele sehr unfreundliche und unkonstruiktive Aquarianer gestoßen, die einen Neuling schnell abschrecken. Besonders wenn man sich vorher informiert hat und dann so Sprüche hört wie: Die alten Bücher sind alle Mist, Sachlage hat sich längst geändert, Blog XY und Züchter XY sind Mist, usw.
Man steht als Neuling da, hat viel gelesen und sich informiert und dann kommen Leute daher, die alles wieder über den Haufen werfen und einen behandeln, als wäre man mit null Ahnung zum Baumarkt marschiert und hätte sich dort AQ, Fische usw gekauft und alles einfach mal rein gestopft.
Ich glaube da ist es doch verständlich, wenn man schon mal tierisch genervt ist.
Dann hat man sein AQ dreimal umgebaut, Besatz mehrfach angepasst und nach ca einem Monat Einlaufphase nach dem Nitritpeak die Fische eingesetzt.
Dann sterben nach kurzer Zeit zwei Fische und man ist total in Panik. Dann gibt es die einen, die sagen, naja passiert schon mal, weißt ja nicht, was die davor beim Züchter/Händler mitgemacht haben und dann gibt es die Leute, die total am Rad drehen und dich anscheißen, weil du nicht zum Tierarzt gehst. Dann informiert man sich und bekommt vom Landratsamt die Information, dass es im Umkreis nur die Tierklinik der Uni München gibt, die aber eine Std Fahrtzeit entfernt ist. Dann bekommt man die Info, dass bei aktuten Sachen eine Extragebühr erhoben wird und man ein paar Std Wartezeit einplanen muss, da sie ja gerade im Bezug auf Fische der einzige Tierarzt im Umkreis sind. Und man muss sich drauf einstellen, dass einige Untersuchungen den Tod des Fisches bedeuten. Schaut man in die Gebührenordnung, sind da schnell 50-100 Euro erreicht. Und wenn man dann sagt, dass man mit dem kranken Tier nicht zum Tierarzt fährt, weil es die Fahrt, Wartezeit und Untersuchung wohl eh nicht überlebt und man für nichts keine 100 Euro ausgeben will, wird man extrem angegriffen, dass man sich nicht um seine Tiere kümmern würde. Ich hatte die Tiere nach einem Salzbad, welches nicht half dann mit einem scharfen Messer erlöst. War in meinen Augen die humanste Methode dem Tier Leid zu ersparen.
Ich würde es auch wieder so machen. Warum? Ich hatte 5 Katzen (nacheinander) und alle sind an VIP, Katzenleukose, Nierenschaden oder einem Tumor gestorben. Mit allen war ich beim Tierarzt, es hat hunderte von Euro gekostet und nur das Leiden verlängert. Hätte ich sie gleich einschläfern lassen, wäre es für die Tiere viel besser gewesen. Kann man sicher auch anders sehen, aber das ist meine Einstellung dazu.
Manche Leute akzeptieren eine andere Einstellung leider nicht.
Dann habe ich nach den Startschwierigkeiten endlich das Becken seit Monaten stabil am Laufen gehabt, auch kein Stress mehr unter den Fischen beobachtet und hab mich ohne was dabei zu denken, einfach hier mal angemeldet, nachdem ich schon Monate hier mitgelesen habe. Dann fängt die Diskussion schon wieder an und es kommen Vorwürfe wie ich wäre ein Anfänger, der einfach das Becken vollstopft und keine Ratschläge annimmt. Da ist mir einfach die Hutschnur hochgegangen, gerade weil ja nun alles harmonisch war.

Ich wollte niemanden beleidigen, tut mir leid!

Nun nochmal zu den Skalaren. Vor zwei Tagen freute ich mich, da meine Skalardame wieder laichen wollte. Blätter wurden geputzt und alles sah gut aus. Doch irgendwie hat sich die Laichpapille immer mehr nach außengewölbt. Es sah aus, als wenn ein Ei drin fest steckt. Dann ist binnen einem Tag der Bauch um die Laichpapille angeschwollen und sie hing oben an der Wasseroberfläche und hat nicht mehr gefressen. Habe dann im Internet gesucht und gefunden, dass man vorsichtig ganz leicht massieren soll, was ich auch getan habe, aber die Laichpapille blieb verstopft. Hab dann die Temp erhöht, was auch geraten wurde aber am nächsten Tag war sie schon tot. Freitag nach der Arbeit ist es aufgefallen und Samstag war sie tot. Habe sie dann mit dem Skalpell aufgeschnitten und der Bauch war voller Eier.

Das habe ich dann um Anlass genommen und mein Skalarbock schweren Herzens abgegeben, damitz er nicht allein ist. Schließlich hat er zwei Jahre mit ihr zusammen gelebt und abgelaicht. Hoffe ihm gehts im neuen Becken mit neuer Gesellschaft gut.
Nun ja, nun sind keine Skalare mehr im Becken, was auch so bleiben wird.
Allerdings muss ich sagen, dass sie mir schon sehr fehlen, sie waren halt doch die Hingucker im Aquarium. *seufz*

Traurige Grüße
Marc
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Alt 19.11.2017, 22:35   #47
Algerich
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Hallo Marc,

der Tod des Skalar-Weibchens tut mir sehr leid. Ich denke auch dafür ist ein Forum da, dass jemand versteht, dass einem der Tod eines Fisches nahegehen kann. Die Umwelt sieht das ja oftmals nicht, sondern reagiert nach dem Muster, "es ist doch nur ein Fisch". Sei versichert, die Forianer, die ich hier kennen gelernt habe, wissen, dass es trotzdem schmerzt, wenn ein Tier nicht mehr da ist. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es noch einmal um Längen schwerer ist, dass einem Kind zu erklären. Mit meinem Sohn hatte ich einmal ein Krebsbecken eingerichtet, in dem auch jeder Krebs seinen Namen hatte und dann sind sie einer nach dem anderen dahingerafft worden. Es war übrigens dieses Forum, dass mir den entscheidenden Hinweis auf Kupfer im Wasser gab, durch den wir schließlich noch zu einem funktionierenden CPO-Becken kamen, aber das ist eine andere Geschichte.

Du hast immer noch ein sehr ansprechendes Becken und vielleicht werden die Neons auch etwas attraktiver, wenn keine Skalare mehr im Becken sind. An Deiner Stelle würde ich den Besatz weiter beobachten und der Dynamik im Becken nachspüren, zuminest solange, bis Deine Kakadu-Zwergbuntbarsche ausgewachsen sind. Ich habe selbst keine Kakadus gehalten, kann also nur vom Hörensagen berichten, dass zwei männliche Tiere in einem Becken Deiner Größe nicht harmonieren werden. Wenn also hier Konflikte auftreten, wirst Du reagieren müssen.

Unabhängig davon, wenn Du nicht nur verständlicherweise Deine Skalare vermisst, sondern Du der Meinung bist, dass Deinem Becken ein Hingucker fehlt, muss man darüber nachdenken, was genau das Defizit ist. Dann wird sich sicherlich auch eine Lösung finden lassen.

Beste Grüße!

Algerich
Algerich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2017, 23:09   #48
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Hallo Algerich,

Nicht falsch verstehen, ich liebe alle meine Fische und finde sie toll und super schön.
Die Skalare waren halt immer schön zu sehen und haben sich stolz präsentiert. Das fehlt nun halt etwas.
Der Kakadubock präsentiert sich auch hin und wieder, aber nur wenn er Bock auf die Weibchen oder Hunger hat.
Sonst schwimmt er oft auch irgendwo hinten rum.

Die Neons chillen auch schön im Vordergrund, aber sind halt nicht mit einem Skalar oder Kakaduzwergbuntbarsch zu vergleichen.

Naja das klingt jetzt irgendwie komisch...
Es fehlt halt was.

Wird aber schon werden.

Grüße
Marc
MarcBy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2017, 00:49   #49
MarcBy
 
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Hallo,

was haltet ihr von Guppys, Mollys oder Copello arnoldi für den oberen Berich im Becken?
Wobei ich bei Guppys echt Angst habe, dass die sich vermehren wie die Karnickel.. kann man das irgendwie einschränken? Oder Hyphessobrycon pulchripinnis zu den
Paracheirodon axelrodi dazu..?

Ideen?

Also aktuell:

- 7 Corydoras sterbai (nicht 6, hatte mich verzählt)
- 1M/1W Ancistrus
- 1M/2W Apistogramma cacatuoides + ca 7 Jungfische. Zwischen 1 und 3cm groß (werden aber abgegeben, sobald groß genug)
- 16 Paracheirodon axelrodi
- ca 12 Amanos
- Schnecken...

Grüße
Marc

Danke: (1)
MarcBy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2017, 23:34   #50
Algerich
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Hallo Marc,

wenn Du mir einen Ratschlag erlaubst: Laß Dir Zeit und gehe einen Schritt zurück!

Du hast ein Südamerika-Becken geschaffen und mit den beiden Skalaren ein zentrales Element eingebüßt. Bitte versuche nicht, jetzt auf die Schnelle einen Ersatz zu schaffen, sondern beobachte Dein Becken und analysiere genau, was fehlt.

Meine Überlegungen dazu wären folgende:

- Wie wichtig ist Dir das Südamerika-Thema? Wärest Du für passende Fische aus anderen Regionen offen?

- Geht es darum, was Du vermisst, oder was Deine Tochter vermisst? Keine Wertung, aber als Vater dreier Kinder habe ich eine gewisse Erfahrung mit "Kinder und Aquarien", und die sagt mir (ich habe das im Forum schon irgendwo geschrieben), dass Du individualisierbare Fische brauchst, denen man Namen geben kann und die man begleiten kann. Das ist bei Gruppen- und Schwarmfischen eher weniger der Fall.

- Warum eigentlich 26 Grad? Ein oder zwei Grad weniger sollte Dein Besatz auch vertragen, oder?

Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, hätte ich ein paar Ideen:

- wenn Südamerika nicht das zentrale Thema ist, schau Dir einmal Hechtlinge an, die würden die Oberfläche besiedeln.

- falls hingegen das Südamerika-Thema aufrecht erhalten wird, und es nicht primär um Fische für Deine Tochter geht, wären angesichts des Defizits an Oberflächenfischen kleine Beilbauchsalmler zu erwägen.

- falls es um Deine Tochter geht, überlege, die quirligen Guppys durch Platys zu ersetzen. Hier kannst Du durchverschiedene Farbschläge und weniger durchkommender Jungfische das Konzept des individualisierbaren Fisches besser umsetzen.

Aber in jedem Falle: Überstürze nichts! Es schadet nichts, über das Thema drei Monate nachzudenken und zu schauen.

Gruß!

Algerich
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