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Alt 03.09.2018, 14:01   #1
Seefoto
 
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Standard Besatz für neues 70L Becken

Folgende Angaben ermöglichen eine zeitnahe und umfassende Antwort deiner Frage. Bitte trage unterhalb der Punkte deine Werte ein:

- Größe des Beckens?
Antwort: 70L

- Maße des Beckens (L x B x H) ?
Antwort: 61 x 31 x 44

- Wie lange läuft das Becken?
Antwort: noch nicht

- Wasserwerte (pH-Wert, Nitritwert, KH-Wert, Gesamthärte, Nitratwert und Temperatur)
Antwort: GH 11 KH 6 PH 7,2

Eigene Beschreibung / derzeitiger Besatz / Fragestellung:

Hallo!

Ich hatte seit meiner Jugend über viele Jahre ein 112L Gesellschaftsbecken mit wechselndem Besatz und dann einige Jahre ein 250L Becken mit Malawibarschen. Ich bin also generell mit der Haltung und Pflege von Fischen vertraut.

Nach einem Umzug wurden die Becken aufgegeben. Da sich meine Tochter nun auch für dieses Hobby interessiert möchte ich wieder ein Becken anschaffen. Der Platz in unserer Wohnung lässt leider nur ein Juwel Primo 70 zu. Ev. könnte auch ein Aquatlantis 80x35 mit 102L passen, das muss aber erst vermessen und durchdacht werden. Ich gehe mal vom 70L Becken aus da dieses ohne größere Umbauten passt.

Ich würde darin gerne ein paar Arten pflegen die auch für Kinder interessant zu beobachten sind und optisch ein wenig her machen.

Ich dachte an einen Trupp Zwerggarnelen (welche Arten kann ich da gemeinsam halten ohne dass sie sich wild kreuzen?), eine Gruppe Coris sowie die eine oder andere Schnecke (Apfelschnecke wäre für mich fix gesetzt).

Ich dachte daran sonst einfach einige Guppys zu pflegen da sie hübsch anzusehen sind und für Kinder bestimmt auch spannend (Jungfische). Wir haben einen Abnehmer für ev. überschüssige Jungtiere, das ist somit kein Problem. Irgendwie sind diese Tiere ja ein Klassiker.

Ich bin aber für Alternativen (zu den Guppys) offen. Welche Arten passen gut und sind interessant zu beobachten? Maulbrüter werden wohl bei diesem kleinen Becken nicht in Frage kommen?

Ich dachte auch an CPO´s aber ich nehme an diese sind mit den Zwerggarnelen (die meine Kleine sehr gern haben möchte) ev. problematisch? Gehen sie mir vielleicht sogar an die Coris?

Ich würde mich über ein paar Vorschläge sehr freuen.

LG
Tamara
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Alt 03.09.2018, 16:55   #2
Katey119
 
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Standard

Hallo Tamara!

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Mein Sohnemann hat ein Becken mit einer ähnlichen Grundfläche, nur nicht so hoch (60x30x30), aus dem wir jetzt demnächst die größeren Corys rausholen und gegen einen Trupp Zwergpanzerwelse ersetzen. Da sich Corys ja in größeren Gruppen von 10-12 Tieren am Wohlsten fühlen, wären die "normal großen" Corys mit einer Länge von 5-8 cm (je nach Art) zu sehr beengt dort. Vielleicht wäre das für euch auch eine Option? Corydoras pygmaeus oder habrosus sind kleine Arten, die vielleicht gut passen würden. Zumal die in der Gruppe wohl auch recht lebhaft unterwegs sind. Mein Sohn findet die Corys jedenfalls "am allertollsten".

Ansonsten sind Guppys bestimmt gut für Kinderaugen. Mir sind die zu unruhig, aber im Zoogeschäft sind meine Jungs immer total begeistert davon.

CPOs sind wohl (soweit ich gelesen habe) eher für ein Artbecken und lassen sich nicht gut vergesellschaften (mit egal was). Aber da kenne ich mich nicht wirklich aus, das hab ich nur schon öfter gelesen.

Ansonsten bin ich auch auf die Tipps der "alten Hasen" hier gespannt, ich bin ja selbst auch noch recht neu auf diesem Gebiet.

Viele Grüße!
Katey
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Alt 03.09.2018, 20:02   #3
Birka
 
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@Tamara, hallo
und herzlich willkommen bei uns im Forum.


Da hat dir Katey schon gute und richtige Tipps gegeben - sie ist aber auch ein aufgeschlossener und eifriger "Lehrling " hier bei uns.
Spaß beiseite - und gleich meine erste Gegenfrage:
Wenn es doch evtl. die Möglichkeit gibt, ein Becken mit 80 er Kantenlänge zu stellen - warum dann nicht das Juwel Primo 110 LED - 81 x 36 x 45 cm ?
Ich würde mich da immer für das Juwel entscheiden - und es gibt bei uns im Forum einige, welche mir spontan zustimmen würden.
Mein Zweitbecken ist ein Juwel Primo 110 LED - ich betreibe es jetzt2,5 Jahre, bin echt super zufrieden.
Hier mal meine Beckenvorstellung:
https://www.zierfischforum.info/beck...naeppchen.html

Das Einzige, was ich anders machen würde - das Becken heute im Set kaufen, mt dem Originalunterschrank - welchen ich inzwischen auch selbst habe.
Katey hat das richtig geschrieben - CPO sind nicht geeignet für ein Gesellschaftsbecken mit Fischen - die Kombi funktioniert einfach nicht.

Es würde hier das Thema sprengen, wenn ich die Gründe genau aufführen würde- vielleicht kannst du es erst einmal einfach so annehmen - oder lies mal nach, du findest bestimmt bei Google, vielleicht auch bei uns mit der Forensuche was zu dem Thema.
CPO und andere Krebsarten sind typische Vetreter für reine Artbecken.
Beim Besatz kommt es jetzt natürlich schon etwas darauf an, wie groß - lang letzendlich das Becken sein wird.
Prinzipiell sind Corys gerade für Kinder ein interessanter Besatz, die sind wuselig , und, wenn es die richtige Art mit der passenden Beckeneinrichtung ist, auch fast ständig präsent.
Zur passenden Beckeneinrichtung:

Sandboden - am besten natürlicher Aquariensand oder Poolfiltersand.
Ein oder 2 schöne Echtholzwurzeln, so geformt, dass sie den Panzerwelsen als Unterstand dienen können .
Ein paar Steine mit rauer Oberfläche - Drachensteine oder Ähnliches eignet sich gut, weil man auch gleich schöne Aufsitzerpflanzen wie Anubia nana, Javafarn, Bucephalandra darauf binden kann.
Noch ein paar breitblättrige Pflanzen - fertig ist das Coryparadies.
Für ein 70 l Becken schlage ich dir eine Zwergcoryart vor - allerdings nicht die C. Pygmeus.
Die sind zu scheu ( ich habe sie selber ) und wären eine Enttäuschung für deine Kind.
Schau dir mal C. Habrosus an - diese putzigen PW mit dem Schachbrettmuster würden sich im 10 - 12 er Trupp sowohl im 70 er , als auch im 110 er Becken wohlfühlen.
http://www.aquarium-guide.de/corydoras_habrosus.htm


Für das größere Becken wären auch C. Panda eine gute Wahl.
Du kannst dir Fische auf Aquarium Guide ansehen, die groben Daten stimmen.
Man muß halt bedenken, dass es viele der vorgestellten Arten im Handel garnicht oder nur selten gibt.
Wenn du dann Arten gefunden hast, die passen, und dir und deinem Kind auch optisch zusagen, melde dich wieder hier - wir beraten gern weiter.


Guppys - nun ja - sie sind nicht nur recht unruhige Geister, sondern auch Lebendgebärende.
Schöne, zutrauliche bunte Fische - aber gemischt geschlechtlich gehalten, hast du innerhalb kurzer Zeit ziemlich viele Guppys - die vermehren sich rasant.
Man kann aber auch eine reine Männergruppe halten - ich habe es getan,die Endlerguppymänner wirkten zufrieden, spielten und liebten ihr Becken.
Allerdings - Guppys aus dem Handel sind inzwischen gnadenlos überzüchtet - ist nur noch wenig übrig von den einstmals so robusten Fsichen.
Ich persönlich würde eher zu einer kleinen Salmlerart raten - die sind ruhiger - nicht zu ruhig - und harmonischer.
Bei beiden Beckengrößen und deinen Wasserwerten würden z.B. Neonsalmler sehr gut passen.
Wunderschöne Fische, bunt und glitzernd - Kinderfische.
Je nach Beckengröße ein Schwarm von 15 - 25 Tieren - ein toller Anblick, super auch in den Temperaturansprüchen zu den Corys passend.
http://www.aquarium-guide.de/neonsalmler.htm


Es gibt natürlich noch andere gut passend Fischarten, auch Salmler - ich finde aber, für ein Kind sind die Neonsalmler da farblich das Highlight.

Guck dich mal im Guide um, informiere dich beim Händler, welche Arten davon im Angebot sind.
Wenn deine Pläne dann konkreter sind, beraten wir gern weiter in Bezug auf Fütterung und Pflege.

viel Spaß bei der weiteren Planung
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Alt 04.09.2018, 08:41   #4
Algerich
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Hallo Tamara,

erst einmal natürlich auch von mir ein "Herzlich Willkommen im Forum!"

Am Anfang kann es so viele Informationen geben, dass man sich darin gar nicht mehr richtig zurecht findet. Ich versuche deshalb einmal, die Dinge zu bündeln:

Becken:
Wenn Du Dir ein größeres Becken leisten kannst, ist das allemal von Vorteil, aber auch in dem 60cm-Becken kann man eine kleine aquaristische Welt entstehen lassen, die bestimmt auch Deiner Tochter Freude macht.

Besatz:
Es gibt unendlich viele verschiedene Dinge, die man auch mit so einem kleinen Becken machen kann. "Salmler + Panzerwele", "Buntbarsch", "Guppy & Co." "Zwerggarnelen mit und ohne Beibesatz" und eben auch Zwergflusskrebse. Wenn Du und Deine Tochter über der Vielzahl der Möglichkeiten betriebsblind werdet, dann gibt es zwei Möglichkeiten, die Gedanken zu ordnen:

a) Favoriten-Methode
Wenn eine Art wichtiger ist als alles andere (Zwerggarnelen?) dann richtet das Becken ganz auf diese Art hin ein. Wenn alle Bedürfnisse, die diese Art hat, befriedigt sind, könnt ihr schauen, ob es noch eine zweite Art "braucht", um das Becken interessant zu machen, oder ob nicht ein Artbecken viel interessanter ist. (Ich weiß, dass es Anfängern schwer fällt, sich auf eine Art zu beschränken, verstehe das auch gut, aber meist kann man in einem Artbecken mehr beobachten. Ich komme noch darauf zurück.

b) Zweckanalyse
Wenn die Favoritenmethode nicht zum Ziel führt, müsst Ihr Euch noch einmal überlegen, wozu Ihr ein Aquarium braucht. Ich habe irgendwo einmal verschiedene Zwecke beschrieben, aber hier in aller Kürze noch einmal folgendes:

(1) Zweckfreie Schönheit. Ein schönes Möbelstück in einem Zimmer zu haben, ist ein völlig legitimer Zweck. Schöner Pflanzenbesatz, Neonsalmer, meinetwegen auch Garnelen und Ihr könnte eine kleine Unterwasserwelt bewundern. Gegen diese Art Becken ist überhaupt nichts einzuwenden.

(2) Beobachtungen: Wollt Ihr vor dem Becken sitzen und die Tiere beobachten, dann empfehle ich Tiere, die nicht (nur) schön sind, sondern etwas interessantes tun: Honigguramis, die ein Schaumnest bauen, Schneckenbuntbarsche, die das Becken umgraben und sich eine Brutkolonie anlegen, Krebse, die ihre Originalität untereinander ausleben und -kämpfen, Buntbarsche, die Brutpflege betreiben, um nur einige Beispiele zu nennen.

(3) Haustierersatz: Gerade, wenn Kinder im Spiel sind, versuche ich das anzusprechen. Wenn Kinder ein Haustier haben wollen, dem sie Namen geben und das sie pflegen können, dann hilft ein Schwarm schöner Neonsalmer gar nichts. Das Kind erkennt den Neon von gestern nämlich heute nicht wieder. Nicht "Egon sitzt immer am Filter", sondern "Der eine Neon" war am Filter. Guppys sind etwas besser, weil sie unterschiedlich gefärbt sein können, aber immer noch sehr viele mit sehr vielen Jungtieren, die untereinander auch nicht immer unterscheidbar sind. Hier wäre zu prüfen, ob nicht ein Paar Buntbarsche, bei denen es optisch unterscheidbar ein Männchen und ein Weibchen gibt (Paul und Paula, oder wie immer Ihr wollt) kindgerechter ist. Natürlich ist dann auch der Abschied schwerer, wenn ein Tier, zu dem man eine Beziehung aufgebaut hat, stirbt, und Todesfälle lassen sich im aquaristischen Alltag nun einmal nicht ganz ausschließen.

(4) Zucht. Wenn Ihr Tiere vermehren wollt, sollte das bei der Auswahl berücksichtigt werden. Da seid Ihr aber auf einem guten Weg.

Einzelne Arten:
Weil sie hier ausdrücklich genannt worden, möchte ich zu drei Arten noch ein paar Anmerkungen machen:

a) Guppys: Kollegin Birka hat mit ihren Einwänden gegen die handelsüblichen Guppys recht, aber davon müsst Ihr Euch nicht abhalten lassen. Generell gilt, dass ein Becken mit Guppys (ie mit den meisten lebendgebärenden Zahnkarpfen) leicht hektisch wird., Die Tiere wuseln umeinander, balzen die Weibchen an, vertreiben und locken sich gegenseitig: es ist immer etwas los, was aber auch unharmonisch wirken kann (hier muss man einfacht wissen, was man mag und will). Gegen die Krankheitsanfälligkeit von Neukäufen muss man sich vor allem dadurch wappnen, dass man die Guppys, die man pflegen will, einmal und zusammen kauft und dann langsam an das Aquariumwasser gewöhnt. Verlockend, aber gefährlich ist es, bei einem weiteren Besuch des Fachgschäfts zu sagen, "von den gelben möchte ich auch noch zwei", weil die jetzt andere Bakterienkulturen mitbringen und, wenn sie nicht erst einige Wochen in einem Quarantänebecken gehalten werden, den Gesamtbestand gefährden. Von der ersten eigenen Nachwuchsgeneration an sollten die Guppys dann wieder so robust sein, wie man sie allgemein beschreibt.

b) CPOs (und andere Zwergflusskrebse)
Spannende Gesellen, die nach meiner Erfahrung auch Kinder wirklich anziehen. Wenn Ihr kein Kupfer in Eurem Leitungswasser habt, auch leicht zu halten. Richtet eine schöne Landschaft ein, die mit vielen Höhen (nicht: Röhren) versehen ist, und bei der die Wurzeln oder Steine weit nach oben führen. CPOs schwimmen nicht im eigentlichen Sinne aber klettern hervorragend.
Kombinationen mit Fischen sind schwierig. Der CPO kneift gern in Flossen und kann für ein Tier, das sich am Boden ausruht, gefährlich werden; umgekehrt sind viele Fische neugierig und können ein Tier während der Häutung, wo es fast wehrlos ist, beeinträchtigen. Ich hätte ein paar Arten, mit denen es vielleicht gehen könnte im Hinterkopf, würde es selbst aber nicht praktizieren und Euch zu Beginn auch nicht empfehlen. Wenn Euch die wackeren Krabbler gefallen, erfreut Euch an Ihnen.
Mit Zwerggarnelen ist eine Vergesellschaftung möglich, wenn es sich um eine schnell reproduzierende Art handelt. Die Krebse werden immer wieder einige Garnelen erbeuten und fressen, aber im Idealfall kommen genug Tiere durch, so dass der Garnelenstamm das verschmerzen kann.

c) Zwerggarnelen
Du fragst nach "Arten", die sich nicht wild kreuzen. Die gibt es, aber den Ansatz würde ich noch einmal überdenken. Neben dem "Kreuzen" gibt es nämlich auch das Phänomen des Verdrängens. Das meint die Beobachtung, dasss Du, vereinfacht gesagt, zwei Starttrupps von je 10 Garnelen von Art A und Art B einsetzt und dann feststellst, dass die eine Art sich deutlich mehr vermehrt als die andere und letztere irgendwann ausstirbt. Wenn Dich das Phänomen interessiert, kann ich gern mehr dazu schreiben, aber zunächst lassen wir es vielleicht bei dieser Beschreibung.
Generell würde ich daher dazu raten, nur eine Art zu pflegen. Was Du freilich machen kannst, ist mehrere Farbschläge einer Art (vorzugsweise bei Neocaridina davidii gibt es rote, gelbe, orange, grüne, blaue, schwarze und zweifarbige Tiere und bestimmt habe ich noch welche vergessen) einsetzt. Die wissen nicht, welche Farbe sie haben und stören sich nicht daran, paaren sich also wild untereinander. Das gibt interessante immer wieder anders aussehende Nachzuchten, wobei die reinen Farben zurückgehen und wahrscheinlich auch blasser werden. Einige Forianer haben solche Hybridenbecken gehalten. Der Nachteil ist, dass Du diese Zwerggarnelen in der Regel nicht mehr abgeben kann, weil die Käufer reinerbige Tiere wollen.

So, jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben. Lass Dir Zeit und lass Dich vor allen Dingen nicht verrückt machen. Bei Nachfragen gern mehr von uns.

Beste Grüße

Algerich

Danke: (2)
Algerich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2018, 10:14   #5
Seefoto
 
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Hallo!

Danke für den Tipp mit dem Juwel Primo 110. Das könnte tatsächlich passen. Ich hatte mir das Rio 125 kurz angesehen, das wird mir aber dann schon fast zu hoch da über dem Aquarium auf etwa 135cm ein Regalbrett befestigt ist welches dort auch verbleiben soll. Nicht dass mir dann der Deckel nicht mehr aufgeht.

Das Primo 110 hat einen fix verbauten Filter, stimmt das? Kann man den getrost verwenden? Integrierter Heizer finde ich ja erstmal toll, mochte den extra im Becken nicht so gern.

Ich persönlich bin nicht unbedingt ein Fan von Neonfischen. Eher würden mir Perlhuhnbärbling oder Feuertetra gefallen. Angetan haben es mir auch die kleinen Kerlchen der Art "Boraras".

Um auf den Beitrag von Algerich einzugehen:

Danke, da hab ich nun einiges zu bedenken.

In erster Linie würde ich gern beobachten. Daher auch mein Interesse an den Garnelen/CPO´s. Vor allem letztere haben es mir sehr angetan. Auch weil ich finde, dass sie durch die Größe besser (genauer) zu beobachten sind als die kleinen Garnelen. Ev. wären Armanogarnelen eine Alternative da sie etwas größer sind?

Das es bei den Garnelen der selben Art mehrere Farbschläge gibt habe ich bereits gelesen. Aber eben auch, dass diese sich dann untereinander kreuzen und am Ende ev. nur noch gräuliche Nachzucht übrig bleibt. Das wäre schade.

"Nur" CPO´s/Garnelen kommen nicht in Frage, für meine Tochter sind neben den tollen Garnelen auch Fische sehr wichtig. Dann würde ich eher auf die CPO´s verzichten.

Haustierersatz fällt bei uns weg. Wir haben einen Hund und ich möchte auch wegen der möglichen Kurzlebigkeit nicht anfangen Fischen Namen zu geben.

Meine Tochter hätte gern Fische die sich im Becken vermehren lassen und die man auch tagsüber beobachten kann (also eine Art die sich nicht 90% der Zeit in ner Höhle versteckt).

Wenn die Vergesellschaftung von CPO´s mit anderen Fischen nicht ratsam ist bleiben uns Garnelen. Kann man beispielsweise die etwas größeren Armanogarnelen mit einer kleineren, bunten Art gemeinsam halten oder würde da zum Schluss eine der Arten aussterben?

Bleibt momentan folgender Ansatz:

- Es sollen Garnelen ins Becken
- Es sollen Fische ins Becken die nachgezüchtet werden können.

Was könnte da gut passen? Ich würde mich über Vorschläge freuen.

Schneckenbuntbarsche hatte ich schon am Radar, die werden mir aber wohl die Garnelen wegfressen.

Fische die Schaumnester bauen brauchen dazu schwache Strömung an der Oberfläche oder?
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Alt 04.09.2018, 12:26   #6
Öhrchen
 
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Hallo,


das vorgeschlagene Juwelbecken ist gut, und auch die eingebauten Filter von Juwel taugen was. Eigentlich ist da nur so eine Art Kanal/Ecke eingeklebt, da hinein kommen die Schwämme, und oben die eigentliche Pumpe und der Heizstab. Beides wäre also im Notfall ersetzbar/austauschbar (gegen Juwel Produkte). Einen großen Haken hat der Filter: Er ist nicht "garnelensicher", und auch nicht so leicht dazu zu machen. Durch die Ansaugschlitze passen zumindest die kleinen Garnelen/Jungtiere. Denen passiert nichts, bis in das Pumpenrad kommen sie praktisch nicht durch. Aber sie hängen dann halt in den Filterschwämmen und im Schacht, was beim Reinigen schon einigermaßen lästig sein kann. Man kann kreativ werden, und Sicherung für den Filter aus feiner Gaze/Nylonstrumpf etc bauen, damit wird aber immer die Ansaugung beeinträchtigt und benötigt quasi wöchentliche Reinigung.
Die Sache mit der Garnelensicherung von Filtern mußt du immer bedenken, wenn du sich vermehrende Arten halten willst. Bei Amanogarnelen ist das Risiko eher gering, die springen dir höchstens beim Wasserwechsel/Filterreinigung mal in den Schacht, aber eingesaugt werden sie nicht.


Bei der Kombination Garnelen/Fische hast du leider immer das Risiko, daß die Garnelen sich verstecken. Die meisten Fische werden ihnen irgendwie nachstellen, oder zumindest als Gefahr erkannt werden. Ich hatte die Kombination Perlhuhnbärblinge/Yellow Fire Garnelen/Amanogarnelen in einem 60 l Becken. Man hat noch Garnelen gesehen, vor allem bei der Fütterung, aber längst nicht so viele, wie in einem "fischfreien" Becken. Zumal die kleinen Bärblinge sich als passionierte Jäger herausgestellt haben, die sind sehr fix! Die Amanogarnelen waren präsenter, sie waren einfach zu groß für die Fische.


Feuertetra, Perlhuhnbärbling, Boraras sind alles Fische, die sich vermehren (lassen), aber nicht zu zuverlässig wie die Lebendgebärenden, das solltest du bedenken.
Feuertetra hatte ich und fand sie hübsch, aber ziemlich lahm, mag auch an meinem Becken gelegen haben. Perlhuhnbärblinge verstecken sich anfangs, werden aber vertraut mit "ihren" Menschen, und in größerer Gruppe auch präsenter. Borarasarten hatte ich noch nie, die könnten aber sehr gut mit Zwerggarnelen harmonieren.


Nochmal zu den Schnecken - "die" Apfelschnecken der Unterart pomacaea dürfen in der EU nicht mehr gehandelt oder weitergegeben werden (gehalten werden ja). Es gibt "erlaubte" Unterarten, davon fressen aber einige Aquarienpflanzen an/auf, am besten vorher belesen und hier fragen! Es gibt hier auch noch ein paar Leute, die pomacaea halten


Schaumnestbauende Fische (Labyrinther) brauchen ein strömungsarmes Becken. Wobei zum Beispiel Honigguramis echt schöne Fische sind, hier allerdings wieder die Sache mit den Garnelen ins Spiel kommt.


Laßt euch ruhig Zeit mit der Planung - die Vorfreude ist ja auch immer schön

Danke: (1)
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2018, 14:29   #7
Seefoto
 
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Hallo!

Ich werde später mal in den nächsten großen Tierzubehörladen gehen und das Maßband mitnehmen. Möglicherweise könnte ein 80cm Becken mit dem Öffnen des Fensters zu knapp werden. Ich möchte nicht riskieren (mit Kindern im Hause) dass irgendwann das Fenster mit Schwung gegen das Glas vom Aquarium kracht und wir in Folge eine Überflutung haben (ich denke das ist auch im Sinne der Nachbarin unter uns ).

Meinem Mann gefällt das Juwel Lido 120 sehr gut (mir übrigens auch). Es würde optisch und von den Maßen her perfekt in unser Wohnzimmer passen. Auch wenn 80cm natürlich fein wären müssen wir uns ein wenig an die Gegebenheiten anpassen.

Gibt es denn eine Fischart die sich hauptsächlich im oberen Bereich aufhält und sich so mit CPO´s ev. nicht so ins Gehege käme? Ich möchte nur alles durchdenken, wenn es nicht realistisch möglich ist, dann gehts eben nicht.

Was meinst du mit "lahm" bei den Feuertetras? Nicht schwimmfreudig oder haben sie sich nicht gezeigt?

Boraras sind wohl gute Beifische für Garnelen, einem CPO werden sie aber ev. ein reichhaltiges Frühstück bieten oder?

CPO´s und Garnelen finde ich im Netz sehr oft gemeinsam in Becken. Dies dürfte also meist gut gehen wenn man ein paar Ausfälle bei den Garnelen hinnehmen kann/will. wenn es da einen ruhigeren Beifisch im oberen Bereich gäbe, der von den CPO´s nicht großartig beachtet wird und die Garnelen nicht zu sehr erschreckt gäbe wäre das natürlich fein.

Alternativ steht momentan für unten Ein Trupp Corys mit einem schönen Farbschlag Zwerggarnelen auf dem Zettel. Oben rum könnte ich mir dann genannten Feuertetra oder auch die Perlhuhnbärblinge gut vorstellen.

Welcher Schwarmfisch wäre noch geeignet? Vielleicht schön gefärbt, nicht zu scheu und in etwas größerer Gruppe (sagen wir 10-15 Tiere) zu halten.

Die Planung an sich wird sowieso etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen da ich auch noch eine Terrasse einbauen möchte und die Pflanzen sorgfältig auswählen. Farblich dachte ich an schwarzen oder jedenfalls dunklen Kies um die Farben der Garnelen hervorzuheben. Auch Wurzeln und andere Deko will geplant und ausgesucht werden (obwohl ich hier fürchte, dass mir ein kleines Kitschelement nicht erspart bleibt - so lang es nicht Spongbob werden muss).

Die Planung selbst ist ja auch ein Teil der Freude.

EDIT: Gibt es vielleicht andere Zwergkrebsarten die weniger agressiv im Bezug auf Beifische sind? Ich versteife mich ja nicht auf die orangenen Kameraden.

Geändert von Seefoto (04.09.2018 um 14:38 Uhr)
Seefoto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2018, 15:03   #8
momo0
 
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Cambarellus diminutus könnte noch gehen.

Aber das ist eher eine Mutmaßung meinerseits und keine Erfahrung. Bitte erst noch recherchieren.
momo0 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2018, 15:14   #9
carpenoctemtom
 
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Auch von mir ein Willkommen,


das Problem Fisch-CPO besteht eher anders herum, CPO oder andere Zwergflußkrebsarten werden nur ca. 2 Jahre alt und die meisten Fische lassen eher die Krebse nach der Häutung/Paarung/etc. nicht in Ruhe (Höhlen hin oder her). Für die Krebse ist ein Artbecken daher besser. Mit Garnelen gehts problemlos, wenn Du den Krebsen Jagderfolge gönnst. Da würde ich aber so oder so ein reines Krebsbecken mit Garnelen empfehlen, z.B. ein klassisches 54l Becken.


Die Idee mit den Corys für unten ist doch gut. Dazu Platys (schön bunt) für eher oben und einfachen Nachwuchs. Dann könntest Du z.B. Deine Feuertetras für eher die Mitte nehmen, das reicht dann aber auch schon. Bei gut strukturierter Einrichtung könntest Du dann später evtl. noch ein Päarchen Zwergbuntbarsche (welche auch immer) dazu setzen, die dann aber bei schlechter Struktur in den Corys Konkurrenten haben...


Tom
carpenoctemtom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2018, 19:01   #10
Seefoto
 
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Hallo!

Wir sind zurück aus dem Aquariumfachmarkt.

Das Becken läuft auf ein Rio 125 oder Primo 110 raus. Das Juwel Lido 120 fällr flach da es zwar unter unser Regal passt, ich dann aber den Filter nicht mehr raus bekomme ohne jedes Mal das Regal von der Wand zu nehmen.

Neben zahlreichen anderen Arten die uns gefallen haben ist ein Vertreter ganz vorn dabei. Die Gabun-Riesenfächergarnele. Der Verkäufer beschreibt sie als friedliche Tiere die nicht jagen sondern Kleinzeug aus dem Becken filtern. Sie wären mit einem Schwarmfisch und auch anderen friedlichen Garnelen zu pflegen. Vor Ort waren sie mit Panzerwelsen, Garnelen und Neons vergesellschaftet und kamen mir eher ein wenig schüchtern vor.

Was sagt ihr dazu? Kann man sowas in einem 110 oder 125er mit einem Schwarm friedlicher Schwarmfische halten?

Zu den weiteren Favoriten komme ich später noch, dazu reicht die Zeit gerade nicht.

LG
Tamara
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