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Alt 19.06.2015, 22:47   #1
Schneckinger
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Standard Asiatischer Bodenfisch für Zimmertemperatur

Hi Leute,

ich befinde mich gerade in der Vor(vor)Planung für ein Südostasienbecken. Ich möchte es mit so wenig Technik wie möglich fahren. Ohne Heizung, minimale bis keine künstliche Beleuchtung, Filterung voraussichtlich mal wieder HMF.

Für die Wasseroberfläche und die mittlere Zone schwebt mir schon was vor.

Was mir fehlt ist ein passender Bodenbewohner dazu ;-). Egal ob Einzeltiere, Paare oder Gruppentiere. Genial wäre eine Schmerlenart, die mit solchen Temperaturverhältnissen zurechtkommt. Unter 18°C wird es bei uns kaum. Maximaltemperaturen halt die üblichen Sommerwerte in einem Erdgeschossraum ;-)

Haut ruhig mal alle Namen raus, die Euch zu den Stichworten.
-(Südost)Asien
-Zimmertemperatur
-Bodenwohner einfallen


Da Beckenlayout und Mitbewohner noch nicht endgültig stehen, bin ich noch sehr offen für die verschiedensten Vorschläge.

Tschüß,
Schneckinger
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Alt 19.06.2015, 22:55   #2
Duras
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Hi,

Da fällt mir gleich Hara jerdoni ein. Gruppenhaltung. Temperatur irgendwo zwischen 15 und 25°C. Allerdings ein eher kleiner Wels (bis 3,5cm die Weibchen, Männchen ca. 2,5cm) und Lauerjäger. Der liegt oft nur rum. Aber sobald gefüttert wird, kommt auch Leben in die Welse.

Edit: Kommt aus Indien

Gruss
Sascha
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Alt 20.06.2015, 11:42   #3
hbmänchen
 
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für Südostasien und Wassertemperatur um die 22° sind das nicht al zu viele mir fällt da auf die schnelle nur ein
Kryptopterus minor (Glaswels )
Kryptopterus bicirrhis (Indischer Glaswels)
Chaca bankanensis (Indonesischer Großmaulwels) der wird aber Groß etwa 20cm und sollte einzeln gehalten werden
wenn es nicht unbedingt aus Asien sein muss kenne ich noch den
Scleromystax barbatus (Schabracken-Panzerwels ) den kann man auch bei 18-25°C sehr gut Pflegen
hbmänchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2015, 13:40   #4
Kasperle
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Zitat:
Zitat von hbmänchen Beitrag anzeigen
für Südostasien und Wassertemperatur um die 22° sind das nicht al zu viele mir fällt da auf die schnelle nur ein
Kryptopterus minor (Glaswels )
Kryptopterus bicirrhis (Indischer Glaswels)
Bodenfische?

Zitat:
Chaca bankanensis (Indonesischer Großmaulwels) der wird aber Groß etwa 20cm und sollte einzeln gehalten werden
sollte?
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Alt 20.06.2015, 13:55   #5
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Standard Indische Glaswelse (K. vitreolus)

Aloha!

Stimme Kasperle zu, auch ich würde Kryptopterus vitreolus (sogen. K. minor) nicht als Bodenfisch bezeichnen.

Den Boden berühren sie zeitlebens (!) eigentlich nie. Bei stärkerer Beleuchtung hält sich die Gruppe vorzugsweise in Unterständen auf (also tagsüber). Bei schwachem Licht werden die Tiere zunehmend aktiv und tummeln sich lebhaft unterhalb des Wasserspiegels (z. B. in der Nähe aufragender Pflanzen). Wenn man dann am Wasserspiegel Flocken oder Granulat füttert, kocht der Wasserspiegel regelrecht. Die sonst eher scheuen Tiere picken einem sogar Flocken von den Fingern. Interessant ist auch, wie die Tiere am Wasserspiegel zum Fressen ihre Barteln verwenden und ihre amüsanten Interaktionen nach der Fütterung.

Unter 20° hab ich meine 15 Exemplare aber nie gehalten. Das Jahr über bei Zimmertemperatur (300 l, 2 x 38 Watt, sonstiger Besatz 0/1 A. spec, 1/0 Synodontis lucipinnis, C. multidentata). Da meine Etagengasheizung im Winter häufiger über Nacht abschaltete (die komplette Bude stark auskühlte), hab ich seinerzeit nen Thermofilter verwendet (Eheim 2317).

Ich habe häufig Lebendfutter gegeben. Bei weißen Mülas gabs jedoch bisweilen Probleme mit dem Abschlucken dieser Futtertiere (Schwimmen in die Bepflanzung, ungewöhnlich starke Atmung, nach einigen Minuten bis ner halben Stunde Erholung). Mehrfach pro Woche haben sich aber auch zwei oder drei Exemplare nach Gruppenaktivitäten so verhalten, die definitiv keine Schluckprobleme hatten (weil nicht gefüttert worden war).

Man muss jedoch nicht unbedingt Lebendfutter reichen (auch wenn sie das schätzen, Flocken aber ebenso). Das Futter muss sich auch nicht bewegen, wie oft in der Literatur angegeben. Die Tiere fressen bei schwacher Beleuchtung (in der Natur bei Mondlicht bzw. durch bewaldete Ufer) wohl häufig ins Wasser fallende oder vom gespiegelten Mondlicht angelockte Insekten vom Wasserspiegel. Auch die Art und Weise der Bartelnutzung bei der Fütterung spricht für meine Theorie. In starkem Licht wirken Glaswelse leider etwas blass, in schwachem Licht schimmern die Flossensäume irrisierend. Sehr hübsche Welse, vor allem in etwas größeren Rudeln sehr attraktiv.

Die oft angeratene Mindestanzahl von 5 bis 6 Glaswelsen ist lediglich das Minimum und alles andere als artgemäß, denn die Tiere sind am Schwarmdasein noch wesentlich interessierter als andere Schwarmfische. Gelegentlich ziehen sich zwei oder drei Exemplare (unterschiedlicher Größe) nach Gruppenaktivitäten gemeinsam in die Bepflanzung zurück – kopfüber, kopfunter... k. A. eine erkennbar Paarung hab ich nicht beobachtet, doch meine Tiere bewegten sich in den aktiven Phasen sehr schnell – mit bloßem Auge hatte ich keine Chance.

Ganz ohne Bepflanzung würde ich sie nicht halten, weil sich die Glasis bisweilen gern zu zwei oder drei Exemplaren regelrecht in Vallisnerien u. ä. reinhängen (evtl. Ablaichen nie beobachtet).

Bzgl. Schmerlen gibt’s viele interessante Infos, interessante Projekte und ein Forum bei schmerlen.de.

Grüße
vom Ahorn
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Alt 20.06.2015, 14:00   #6
Schneckinger
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Mahlzeit,

schon mal Danke für Eure Mühe.

-Die H. Jerdoni wären auf jeden Fall interessant, aber ich befürchte die gehen im geplanten großen Gesellschaftsbecken unter. Das wäre wohl eher eine Art für ein max. 60-100l Artenbecken.

-Die Glaswelse (Kryptocerus spec.) sind sind zwar auch sehr interessant aber nun wirklich keine Bodenfische, auch wenn es sich um Welse handelt.

-Und die Chacas würden mir aus meinem liebevoll geplanten Asienbecken doch relativ schnell ein Chacaartbecken machen ;-)

Vielleicht hat ja noch jemand weitere Ideen. Wie gesagt ich suche nach
Bodenfischen
aus dem Bereich
(Südost)Asien.

Schmerlen z.B. waren bisher nicht wirklich mein Fachgebiet. Gäbe es da vielleicht Arten, die mit Zimmertemperatur zurechtkommen? Selber kenne ich bisher keine.

Tschüß,
Schneckinger

Tschüß,
Schneckinger
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Alt 20.06.2015, 17:50   #7
hbmänchen
 
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bei den Schmerlen kann man
Schistura robertsi (Phuketschmerle) bei einer Temperatur ab18 ° pflegen
alle anderen brauchen mindestens 24°
bei Welsen kenne ich dann noch den
Scleromystax barbatus (Schabracken-Panzerwels ) der kommt aber leider nicht aus Asien sondern aus Brasilien
es gibt sowieso wenige die ab 18° gehalten werden können
ab 20° gehen noch
Marmorierter Panzerwelse ok auch nicht aus Asien

Ich bin jetzt mit meinem Latein am ende


wie gesagt reine Bodenbewohner aus Südostasien gibt es kaum erstens brauchen die auch mindestens 23° und werden auch riesig außer halt den Glaswelsen
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Alt 20.06.2015, 18:45   #8
Mii
 
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Hallo Schneckinger,

bei den Schmerlen fällt mir spontan Botia almorhae ein. Die kommen auch mit zeitweise noch niedrigeren Temperaturen zurecht und wachsen dann auch nicht so schnell wie bei konstanten 24°C +. Allerdings fressen sie typisch Schmerle so gut wie alles - Wirbellose haben keine Chance.

Dann wäre da noch Crossocheilus latius. Eine nicht zu groß werden Saugbarbe, die auch bei weitem nicht so frech wie die anderen Crossocheilus-Arten ist.

Ansonsten würden wohl auch viele Garra-Arten passen. Meine Garra mullya (vielleicht auch G. gotyla, da Beifang) wuseln die ganze Zeit über den Boden und die Scheiben und fressen relativ viele Algen, auch wenn sie dabei nicht sehr gründlich sind (Bissspuren in der Algendecke sind gut zu erkennen).

Die drei Arten leben bei mir zusammen in einem Becken, in dem die Temperatur nachts auch mal bis auf 16°C fällt.
Allerdings kommen die drei Arten aus Indien und Pakistan, also nicht direkt Südostasien.

Geändert von Mii (20.06.2015 um 18:47 Uhr)
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Alt 20.06.2015, 18:50   #9
Danimonster
 
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Hi,
ich hatte mal ein Artbecken mit Schachbrettschmerlen. Allerdings hatte das Becken, durch die Beleuchtung, 20 - 21 C. Später sind sie dann über die Jahre von Becken zu Becken gewandert.
Habe erst vor wenigen Minuten gelesen dass die angeblich 24 C brauchen.
Kann ich so nicht bestätigen. Der Typ von dem ich die damals hatte hielt sie im Keller und das auch ohne Heizung.
Sind ca. 10 Jahre bei mir gewesen und wie alt sie vorher waren weiß ich nicht.
Vielleicht ja ne Idee für dich.

lG
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Alt 20.06.2015, 22:26   #10
Schneckinger
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Guten Abend,

na langsam kommen ja ein paar interessante Vorschläge rüber ;-)

C.latius oder die Garras könnten genau in mein Konzept passen, auch wenn sie nicht exakt aus der richtigen Ecke Asiens stammen. In den üblichen Datenbanken und Büchern werden sie ja meist mit Temperaturansprüchen AB 22°C beschrieben. Daher hatte ich sie bisher gar nicht auf dem Schirm ;-)

Ich will das Becken ja auch nicht permanent auf 18°C fahren. Immerhin steht es im Wohnzimmer und meine Familie ist recht verfroren ;-) Aber die Tiere sollten zumindest vorrübergehend mit niedrigeren Temperaturen zurechtkommen.

Die Netzschmerle dürfte das Bischen zu groß und aggressiv sein, dass die Deltaflügelwelse zu klein sind ;-)

Aber immer weiter her mit Vorschlägen. Panzerwelse und andere Nichtasiaten kommen allerdings definitiv nicht in Frage. (Südost)Asien sollte es schon sein. Wobei das "Südost" nicht absolut verpflichtend ist ;-)

Tschüß,
Schneckinger
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