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#1 |
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Hallo ihr Lieben,
Ich habe vor ca. 4 Wochen ein Schmetterlingsbuntbarsch Paar bei mir aufgenommen. Das Männchen entwickelt sich prächtig. Er jagt jedoch das Weibchen sehr oft und ich habe das Gefühl, dass sie sehr gestresst ist. Sie ist auch meistens bis zur Hälfte ihres Körpers sehr dunkel.. Was kann ich tun? Würde es etwas bringen ein zweites Weibchen mit in das Aquarium zu setzen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße Cristina |
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#2 | ||
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Hallo Cristina,
bitte stell hier mal ein aktuelles Foto des Beckens ein, dann kann man besser auf die Frage eingehen. Hilfreich sind auch Informationen zu Beckengröße, Rückzugs-/ Versteckmöglichkeiten, Bepflanzung, Beibesatz, Wasserwerten usw. Wichtig wäre aus meiner Sicht: Keine Schnellschüsse und weitere Tiere dazusetzen. Erst muss geklärt sein ob die Voraussetzungen für die Haltung stimmen. Gruß Jörg
Geändert von S'harien (26.07.2022 um 15:50 Uhr) |
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Gast
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Hallo Cristina,
und herzlich Willkommen im Forum. Ich gebe Jörg da völlig recht. Nur rechne bitte damit das es ein nicht harmonisierendes Paar sein kann. In dem Fall hilft dann nur noch eine Trennung der beiden, oder warten auf den Verlust eines der Fische |
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#4 |
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Von welchen Schmetterlingsbuntbarschen reden wir denn überhaupt?
Vermuten würde ich Mikrogeophagus ramirezi (Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche). Mit denen haben die meisten Leute, insbesondere Anfänger, Schwierigkeiten. Oder hast Du Mikrogephagus altispinosa (Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsche). Oder sind es vielleicht Anomalochromis thomasi (Afrikanische Schmetterlingsbuntbarsche? Wenn das geklärt ist, sind die von Jörg genannten Infos, einschließlich Fotos Voraussetzung um überhaupt erst einmal etwas raten zu können. Vorab: Wenn es M. ramirezi sind, ist das Einbringen eines weiteren Weibchen nicht sinnvoll, bestenfalls wäre ein Austausch tauglich. Aber ohne konkrete Informationen ist auch das nur rein spekulativ! |
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#5 |
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für eure schnelle Rückmeldung. Es handelt sich um Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche. Das Männchen sieht wie gesagt wunderschön aus. Am Anfang hatten wir auch keinerlei Probleme.. Mit der Zeit jagt das Männchen das Weibchen jedoch immer mehr und seit dem wird das Weibchen sehr dunkel. Anbei die Fotos beider Fische im Vergleich und Fotos vom Aquarium, welches 112 Liter hat. Wasserwerte: KH:7 GH:10 PH:7,0 Nitrit: 0,01 |
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#6 |
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Zu der Besatzung:
2 Schmetterlingsbuntbarsche 11 Bergkristallsalmler und 7 Corydoras venezuelanus orange |
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#7 |
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Als allgemeine Anmerkung vorweg: Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche/ Mikrogeophagus ramirezi sind aus meiner Sicht keine Fische für jemanden der noch keinerlei Aquaristikerfahrungen hat.
Am besten (aber leider auch das nicht immer) fährt man beim Erwerb solcher Tiere mit privaten Züchtern. Aber auch Großanbieter vor Ort wie auch im Internet bieten durchaus gute und gesunde Tiere an. Das Problem ist dann natürlich herauszufinden, wer welche Tiere anbietet. Ich selbst habe aus allen drei Quellen SBB bezogen und habe keine wesentlichen Unterschiede feststellen können. Wenn Tiere zu früh starben waren immer Fehler die ich gemacht habe ursächlich, in keinem Fall eine schlechte Verfassung der Tiere beim Erwerb. Wenn man Schmetterlingsbuntbarschen halten möchte sollte man einiges wissen, da sie zwar nicht so schwierig zu halten sind, aber doch das eine oder andere Problem mit sich bringen können, gerade für Anfänger. Ein (völlig normales) Problem ist, dass SBB nicht jeden vom Aquarianer zugedachten Partner akzeptieren und sich deshalb die Partnerwahl der SBB manchmal (aber nicht immer) schwierig gestalten kann, bis dahin, dass die vom Aquarianer eingesetzten Tiere wieder getrennt werden müssen. Wobei dauerhafter Stress allerdings bei allen SBB ein höchst tödliches Problem ist. Man sollte deshalb unbedingt ein Ausweichaquarium bereithalten und mit dem Verkäufer vor dem Kauf eine Rückgabe-/ Tauschmöglichkeit vereinbaren! Allerdings gehören „Jagden“ zwischen SBB zum Verhaltensrepertoire der Fische, natürlich in einem normalen Maß. Meine Ramipaare machten bis zum Ende ihrer Tage immer mal wieder, auch mal andersrum – also das Weibchen jagt dann das Männchen durch die Gegend. Wie schon gesagt, in einem gesunden Verhältnis. Auch bei funktionierenden Paaren ist eine plötzliche „Trennung“ nicht ausgeschlossen, dann gilt wie o.a. trennen der Tiere. Ein weiteres Problem ist dann noch, dass die SBB durch unerfahrene Aquarianer schlicht und ergreifend falsch gehalten werden, so z.B. falsche Temperaturen, falscher Besatz, falsche Aquariengestaltung oder falsche Fütterung. Und dann schlägt automatisch auch wieder das o.a. Problem Stress zu. Wenn ich Dein Aquarium so sehe, sieht es sicher schick aus, aber es gibt kaum Unterbrechungen der Sichtachsen, zu wenig dichtes Pflanzenmaterial, so dass sich die Tiere permanent sehen können und ein Ausweichen, insbesondere für das nicht dominante Tier, praktisch unmöglich wird. Das führt wieder zu Dauerstress und dieser wieder zu Krankheit und u.U. zum Tod. Ich rate aus eigener sehr schlechter Erfahrung von einer gemeinsamen Haltung der Ramis mit anderen Bodenbewohnern ab. Mir ist durchaus bekannt dass es anderslautende positive Erfahrungen gibt. Da dürfte aber eher nicht von mir genannte Aquariengrößen betreffen. In meinem Fall habe ich aus damaliger Unwissenheit und Unerfahrenheit heraus Zwergpanzerwelse der Art Corydoras habrosus/ Marmorierter Zwergpanzerwels mit M. ramirezi zusammen gehalten, was zu einem Dauerkonflikt zwischen beiden Arten führte. SBB sind Tiere mit Revieransprüchen und verteidigen diese Reviere besonders, aber nicht nur in der Balz- und Brutzeit. Panzerwelse hingegen kennen keine Reviere und drangen natürlich ständig in den Bereich der SBB ein. Das hatte zur Folge dass die SBB im Dauerstress standen (zum Stress schrieb ich ja bereits) und permanent die Cory attackierten. Die Corys wiederum wurden verletzt. Als ich endlich bemerkte was da geschah, habe ich die letzten C. habrosus umgesetzt. Das traurige Ergebnis meiner Dummheit waren etliche tote C. habrosus und völlig erschöpfte M. Ramirezi. Mit Leptagoniates pi (Bergkristallsalmlern) habe ich keine eigenen Erfahrungen, nach dem wenigen dass ich über diese Tiere gelesen habe, sollten diese aber kein Problem darstellen. Geändert von Atlantis (30.07.2022 um 16:49 Uhr) |
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#8 |
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Ich habe es nicht so mit fotografieren, aber hier mal von meinen alten Aufnahmen etwas zu zeigen:
So dünn sind meine SBB Becken nur am Anfang bepflanzt, normalerweise habe ich dann auch noch keine SBB eingesetzt. Du kannst aber erkennen das 2 Wurzeln, unterstützt von zwei halben Kokosnussschalen jetzt schon Unterbrechungen schaffen. Mir ist natürlich klar das SBB Offenbrüter sind und keine Höhlen benötigen, aber mir gefallen sie als gut bepflanzbare Deko. So kann man mit großblättrigen Pflanzen (hier Anubia) viele Unterbrechungen und Verstecke schaffen, ohne einen zu dichten Dschungel zu schaffen. Es geht aber auch mit feinfiedrigen und schmalen Pflanzen Du siehst, der Möglichkeiten sind viele. Die Fotos sollten nur als Anregung dienen, falls sie Dir nicht gefallen ignoriere sie. Meine Aquarien sehen zumeist nicht nach Scapingbecken aus und gewinnen vielleicht auch keinen Schönheitspreis, aber was für mich erheblich mehr zählt, die Tiere kommen darin wunderbar zurecht. Und nur darauf kommt es für mich an. Geändert von Atlantis (30.07.2022 um 21:23 Uhr) |
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#9 |
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Warum immer die südamerikanischen SBB? Die Bolivianischen sind m.M. nach gleich prächtig gefärbt, vor allem zur Balzzeit, und auch das Weibchen steht dem Männchen in nichts nach (was bei den südamerikanischen eventuell anders sein kann). Beide Geschlechter werden auch gleich groß, bzw. größer als die südamerikanische Variante.
Zudem ist der Bolivianer leichter zu halten und zu pflegen und ist nicht“verzüchtet“. Meine haben drei Wochen nach dem Einsetzen in ein Gesellschaftsbecken schon abgelaicht, ihre Brut gepflegt (was bei den südamerikanischen oft nicht gegeben ist) und auf Teufel komm raus verteidigt. Die hatten sich sogar die Brut aufgeteilt, bzw. Männchen und Weibchen ihre Larven an anderen Stellen im Aquarium bewacht. Einige konnte ich absaugen und zur weiteren Aufzucht in eine kleineres Becken geben. |
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Weil es der TE um ebendiese geht.
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