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Alt 26.03.2013, 08:26   #1
Aquahalter
Standard Das Einsetzen neuer Fische ins Aquarium

Hallo

Grundlegendes: Das einsetzen der neuen Fische

Jeder freut sich: es sind neue Fische da!

Gekauft bei einem Händler oder von Privat!

Aber kurz nach dem Einsetzen (man hat das Wasser im Behälter wie gelernt angepasst), schwimmen die Fische wie verrückt
im Aquarium, jagen die Scheiben rauf und runter, hängen unter der Wasseroberfläche und und ......,
es ist also sichtlich was nicht in Ordnung.


Was jetzt? An was liegt das?

Eine Möglichkeit: am Wasser, es könnte die Wasserhärte nicht stimmen, die Gesamthärte dh genannt.

Wer Fische kauft vom Händler oder von Privat sollte nach diesem Wert fragen, oder das Transportwasser selber messen.

Man sollte keine Fische die nicht als absolute Weichwasserfische gehalten werden in Wasser setzen, welches einen Wert von unter 6° dh hat, auch keine Fische die in härterem Wasser gehalten wurden ( auch nicht "normale" Weichwasserfische)

Hier gilt:

wenn Wir Fische aus weichem Wasser in hartes Wasser setzen kommen keine Probleme,
setzen Wir aber Fische von hartem Wasser in weiches Wasser gibt es Probleme.
Hier könnte man jetzt wieder in Fachbegriffe schreiben aber ich sag einfach
die Fische können ertrinken.
Fische aus hartem Wasser sind mit viel Mineralien/Salze gesättigt, das weiche Wasser aber nicht,
es zieht in den Fische, der Fisch wird mit der Wassermenge nicht fertig.


Hat man jetzt Fische, die in hartem Wasser gehalten wurden, sollte man die Anpassung sehr langsam machen.

Hier könnte ein kurzfristige Aufhärtung vom Wasser abhilfe schaffen (Spezialsalze gibt es im Handel)

hier noch was zum Lesen

http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwik...moseregulation

Das gleiche gilt für den ph -Wert
Die meisten Fische werden bei 7.5 ph gehalten, ein Umsetzen in Wasser mit einem ph-Wert von unter 6 ph oder über 8 ph /nahe 9 ph sollte langsam angepasst werden.

In diesen Fällen hilft meist eine kurze Nachfrage und man weiß Bescheid, aus welchem Wasser die Fische kommen, und in welches Wasser Sie eingesetzt werden.


Neue Fische sind da, Hurra

ABER

Es fängt das Sterben an!!

Die Neuen sterben,
die Alten sterben,
Alle sterben.

Ein wahres Massensterben setzt ein.

Das kommt öfter vor wie es zugegeben wird in den Foren!

Das soll jetzt aber nicht heißen, daß die neuen oder alten Fische krank sind, nein Sie sind gesund.

Was ist das?

Ganz einfach, Bakterien sind das, anders ausgedrückt - es ist eine Bakterienunverträglichkeit

Jedes Aquarium führt ein Eigenleben, auch was die Bakterien angeht. Jeder Fisch hat und lebt mit Bakterien, und die braucht er auch.
Aber weder die neuen noch die alten Fische sind mit den Bakterien der anderen je zusammen gekommen.
Sie haben für diese Bakterien kein Immunsysthem, und werden mit diesem Druck an Bakterien nicht fertig und sterben.

Dies Massensterben hatte ich einmal in meiner Laufbahn, es sind bis auf 2 Antennenwelse alle Fische gestorben.

Was machen?

Ganz einfach stirbt ein Fisch kurz nach dem Einsetzen, nicht lang im Forum nachfragen sondern:

Gleich und unverzüglich einen großen Wasserwechsel machen und ein Bakterizid (von welcher Firma Sera, Tetra oder ? ist egal) einsetzen.
Wartet man auf die Antworten aus dem Forum mit Ihrer Vielfalt an Meinungen, ist es um die Fische geschehen, sie sind gestorben.

Auch sollte man die folgenden Tage weitere WW machen und das Bakterizid dem Wechselwasser angepasst zugeben.
Damit könnte man noch einiges an Fischen retten. Alle mit Sicherheit nicht, es gibt immer schwache und starke Fische.

Die zweite Möglichkeit, neue Fische einzusetzen ist:


Ein Quarantänebecken, es ist sauber mit frischem Wasser und der nötigen Technik, in das die neuen Fische kommen.
Jetzt gebe ich über ca. 10 bis 14 Tage tgl. Wasser aus dem zu besetzenden Aquarium zu diesen Fischen. WW würde ich alle 3 bis 4 Tage machen ca. 30 bis 40%.


Nach gut 7 Tagen fange ich an und gebe wenig Wasser aus dem Quarantänebecken in mein Hauptbecken, so kann sich auch mein Altbesatz an die Neu-Bakterien gewöhnen.
Das braucht aber nicht in der Menge geschehen, wie es bei den Neuzugängen im Quarantänebecken der Fall ist.

Ratsam ist auf alle Fälle, wenn man sich nicht in dem Umfang damit befassen will, das Bakterizid schon im Haus zu haben.

Ich vergesse auch oft den Fischkäufern hier meine ca. Werte (bin ein Messverweigerer W.Werte von Wasserwerk reichen mir) bekannt zugeben.

Ergebnis: vor einigen Wochen an etliche Kunden Puntius padamya / Odessabarbe oder Rubinbarbe verkauft. Alle waren mit den Fischen zufrieden. Bis auf einen Kunden, da sind innerhalb von nicht einmal 24 Stunden alle meine Fische gestorben.

Bei der Abholung der Ersatzfische habe ich sein Wasser gemessen (ich war kulant und hab die Fische ersetzt).
Hier wurde versucht, Fische die bei normal Wasser gezogen wurden, in ein Diskusbecken einzusetzen.
Ich sehe das als meinen Fehler an, ich hätte Fragen können, wo die Fische hinkommen.


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Aquahalter ist offline  
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Alt 01.04.2013, 19:09   #2
Knut
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Standard

Moin,

Horst hat das Wesentliche gesagt:

Fische von weichem, ionenarmen Wasser, in hartes, ionenreiches Wassert zu setzen ist für die Fische nicht das Problem.
Werden Fische vom harten, ionenreichen Wasser in weiches, ionenarmes Wasser gesetzt, so benötigen sie eine Zeit der Anpassung. Sie müssen nämlich nun mehr Wasser aus dem Körper ausscheiden auf Grund des höheren osmotischen Gefälles, und sie müssen evtll. mehr Mineralien und Spurenelemente aus dem Wasser heraus aufnehmen. Dazu muss der Fisch seine entsprechenden „Pumpen“ erstmal verstärken.
In 2 – 3 Tagen hat der Fisch das aber spätestens bewältigt.


Auch die Frage der Belastung mit unterschiedlichen Keimen und Erregern hat Horst gut dargestellt. Wer sicher gehen will, der führt bei Besatzergänzungen eben eine Quarantäne mit wechselseitiger Keimanpassung wie beschrieben durch. Hierbei wird immer wieder etwas Wasser aus den Becken gegenseitig ausgetauscht, so können die Fische langsam ihre Immunabwehr anpassen.

Bakterizide: ohne Rezept vom Tierarzt stehen uns nur verschiedene pflanzliche Stoffe mit antibakterieller Wirkung zur Verfügung, etwa Seemandelbaumblätter, Knoblauch, Zimt, aber auch verschiedene Huminsäuren wirken bakteriostatisch, etwa Torf, Erlenzapfen etc.
Antibiotika gibt es, aus gutem Grund, nur noch vom Tierarzt. Mittel aus dem Aquarienhandel enthalten meistens Desinfektionsmittel und milde Antiseptika.
Gegen äußere Parasiten helfen die Triphenylmethanfarbstoffe Malachitgrün und Methylenblau. Gegen innere Parasiten, meistens Würmer, hilft der Tierarzt mit Wurmmitteln etc.

Gruß Knut
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Stichworte
einsetzen, fische, fischsterben, nitrit, osmose

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