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Alt 12.12.2015, 21:29   #11
Dr Jotta
 
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Hi Julia,

schön, dass du Freude für die Aquaristik entwickelst, ist wirklich ein schönes Hobby und belohnt dich für deine Arbeit :-)

ich probier jetzt mal ein paar Fragen stichwortartig zu beantworten:

- Vorteile anderer Lebewesen:
Bodenbewohnende Schnecken wie bspweise tylomelania sind gut, um Futterreste zu beseitigen und deinen Bodengrund durchzulüften. Kannst alternativ auch Panzerwelse holen (oder beides zusammen), musst aber generell bei bodenbewohnenden Arten darauf achten, dass der Bodengrund nicht zu grob ist, damit sich tylomelania Schnecken gut eingraben können bzw die Panzerwelse nicht ihre Barteln verletzen.
Amanogarnelen sind super Einsteigertiere, die für dich viel Arbeit erledigen.
Diese Tierarten sind von großem Vorteil für dein kleines Ökosystem.

Bei der Wahl eines Kampffischs bleiben dir leider ansonsten wenig Möglichkeiten (z.b Salmlerart), das ist eben der "Nachteil" wenn du unbedingt einen Kampffisch willst. Will dich nich von was Anderem überzeugen, denn es sind schöne Tiere, aber wenn du beispielsweise ein Zwergbuntbarschpärchen halten würdest hättest du mehr Möglichkeiten im weiteren Fischbesatz ( du könntest Salmler zusätzlich halten).
Zwergbuntbarsche sind Apistogramma Arten. Gibt aber auch ncoh die Schmetterlingsbuntbarsche (microgeophagus ramirezi, afrikanischer Schmetterlingsbuntbarsch; sind eigentlich die gängisten). Zusätzlicher Besatz (zb zwergbuntarbsche oder Kampffisch oder salmler) bringen dir für dein Ökosystem relativ wenig, vom Nutzen her. Das wären dann einfach Tiere, die schön anzusehen sind.

- Bepflanzung:
Schnellwachsende Pflanzen sind wichtig, damit dein Nitratwert relativ schnell aufgebraucht wird und Algen weniger Chancen haben, sofern dir Algen etwas ausmachen würden. Zu viele Schnellwachsende Pflanzen würden sich nur gegenseitig im Wahcstum behindern deshalb empfehle ich auch ein paar langsam wachsende Pflanzen wie zb Anubias oder Javafarn.
Nochmal zu den schnellwachsenden Pflanzen: das ist im Allgemeinen alles, was in "stängelform" (nenn ichs jetz mal xD) wächst. Also einzelne Stielpflanzen ich hoffe du weisst was ich meine.

- Wertemessungen: Tröpfchentests sind am genausten, die würde ich empfehlen. Wie man diese anwendet, steht bei den jeweiligen Tröpfchentests dabei. Generell würde ich behaupten, dass die wichtigsten Tests für den Einstieg sind: pH, gH, Nitrit.

- Ernährung des Betta: Tierische Nahrung ist generell für Bettas, Barsche, Salmler die Hauptnahrung. Ich würde behaupten, eine Trockenfutternahrung würde ausreichen, jedoch würde es dir dein Tier danken, wenn du ihm gelegentlich Frostfutter gibst.
Sogar bei Tieren, die hauptsächlich fleischliche Nahrung zu sich nehmen, ist es zu empfehlen, gelegentlich auch mal etwas pflanzliches anzubieten (gibt da solche pflanzliche Tabletten für Welse, Novo Pleco etc). Die meisten Zierfische sind Omnivore, dh sie ernähren sich von Allem, was sie kriegen können. Ab und zu mal was pflanzliches als Beilage halte ich persönlich für gesündere Ernährung (so ein Salat hat auch noch keinem Menschen geschadet, warum also Fischen?).
Falls du dich dazu entscheidest zb Panzerwelse, einen "Saugwels", Garnelen (zb Amano) oder Schnecken (tylomelania) zu halten, ist eine regelmäßige Zugabe von pflanzlichen Futtertabletten schon wichtiger, da diese Tiere eigentlich auf pflanzliche Nahrung spezialisiert sind. Zu viel fleischliche Nahrung bringt zb Garnelen dazu, sich zu früh zu häuten und kann evtl Probleme verursachen, aber will nich zu sehr ins Detail gehen, zu viel Infos is nie gut am Anfang :-)

- Einrichtung: Bleibt der Fisch stecken?
Danach würde ich mich nicht richten. Generell können Fische abschätzen, wo sie reinpassen und wo nicht und generell können sie sich auch aus einer unbequemen Lage wieder mit rückwärts rudern befreien. Du hast also alle Möglichkeiten.

- Stein aus dem Meer: Ist das ein poröser Stein, beschreibe ihn evtl mal. Generell ist es nämlich so, dass zb Muscheln das Wasser hart machen (Kalk) und zu viel Salz für deine Fische nicht gesund wäre. Evtl sind Ablagerungen im Stein vorhanden, zb Kalk oder Salz, dann würd ich ihn erstmal weglassen. Allgemein zum Thema Salz: Wenn dein Kampffisch beim Umsetzen ins neue Becken evtl Probleme hat, sprich Pilzbildung am Auge oder kleine Pilze an den Flossen, mach ruhig mal 1 großen Esslöffel Salz in dein 60l Becken, das hilft dagegen. Denke generell darfst du den Stein auch reinmachen (ich würds wahrscheinlcih tun), aber überdenk es noch einmal.

- Temperaturschwankungen: Ein Heizstab ist ein Muss! Daran führt auf Dauer kein Weg vorbei, egal wie die Raumtemperatur wäre. Kostet aber nicht allzu viel, hält ewig und der Stromverbrauch..naja... habs nie wirklich gemerkt, bei 60l dürfte das kein Problem sein.

- Schreckhaftigkeit: Generell lässt sich sagen: Je mehr du den Bedürfnissen der Tiere entgegenkommst, umso weniger schreckhaft sind sie.

- Konditionierung / Training: Fische lassen sich klassisch konditionieren. Vor der Fütterung ein kleines Ritual, und sie lernen, was als nächstes passiert. Ich habe eine Zeit lang kurz vor jeder Fütterung mit meinen Fingern gegen eine Ecke der Abdeckung "getrommelt" (natürlich vorsichtig xD). Irgendwann wussten die Fische bescheid und kamen bereits an die Stelle, an der ich das Futter immer ins Becken gab.
Kenne mich mit Kampffischen nicht aus, aber es gibt bestimmt auch Leute, die ihren Kampffisch per Hand füttern, stell ich jetzt mal so dahin, warum sollte das nicht geghen? Die Frage ist, ob die Routine und der Aufwand sich lohnen.

- Anspruchslosigkeit der Tiere: Die "Helfer" die ich oben genannt habe (Amano Garnelen, Panzerwelse, die meisten im Zoohandel erhältlichen Standard "Saugwelse") sind relativ anspruchslos. Betta spledens keine Ahnung denke aber schon. Salmler sind sehr geräuschempfindlich und benötigen extrem sauberes Wasser. Wenn dann noch die Werte stimmen, sind diese auch leicht zu halten, das würdest du hinkriegen!

Gruß und viel Spaß bei der Planung

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Geändert von Dr Jotta (12.12.2015 um 21:50 Uhr)
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Alt 12.12.2015, 21:57   #12
Wasserwelt
 
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Zitat:
Zitat von Dr Jotta Beitrag anzeigen

- Einrichtung: Bleibt der Fisch stecken?
Danach würde ich mich nicht richten. Generell können Fische abschätzen, wo sie reinpassen und wo nicht und generell können sie sich auch aus einer unbequemen Lage wieder mit rückwärts rudern befreien. Du hast also alle Möglichkeiten.

Hallo Dr.Jotta

Vorsicht mit dieser Aussage.

Lochgestein zum Beispiel, ist für Corydoras und Harnischwelse schon sehr oft zur tödlichen Falle geworden.

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Alt 12.12.2015, 21:58   #13
aquastar
 
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@Dr Jotta
Kampffische sollten Einzelnd gehalten werden und sind reine Carnivore.
Das mit dem stecken bleiben würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen mir sind schon öfters Kampffische durch stecken blieben erstickt auf unterschiedliche Weise. Seitdem heißt es bei mir keine Filter, keine Steine (mit Löchern), keine Tonvase und den Heizstab gut sichern.

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Alt 12.12.2015, 22:06   #14
Schneewitchen
 
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Hi Julia.

Das EHeim aquastar 54l gibt es inzwischen auch schon mit LED ausgestattet zu kaufen. Habe es heute in Troisdorf in nem Fressnapf geholt für 89,99€. Fand den Preis doch ganz in Ordnung (habe es im Internet zumindest nirgends günstiger gefunden).
Werde morgen mal Fotos machen und einen neuen Vorstellungsthread starten, schick dir dann mal den Link.

@Dr.Jotta: Bei Betta Splendes muss man mega aufpassen beim Thema steckenbleiben. Hatten vor kurzem erst einen Thread einer anderen Betta Halterin deren Weibchen steckengeblieben und "ertrunken" ist. Betta Splendes müssen früher oder später halt an die Wasseroberfläche um Luft zu holen.
Heute habe ich meinen Karlchen hinterm Filter hergeholt, habe den Hohlraum eigentlich mit Watte ausgestopft... Doch beim ganzen "Umzug" hatte Ch das heute vergessen. Drei mal bin ich am Becken vorbeigegangen und habe mich gefragt "Wo ist Karlchen". Dann habe ich angefangen hinterm/unterm Schrank zu suchen - "nicht das er zwischenzeitlich rausgesprungen ist", irgendwann mal habe ich mich dann auf nen Hocker gestellt, Abdeckung aufgemacht und das Becken abgesucht - Nirgends Karlchen zu sehen.
Dann der Blick hinter den Eckfilter und da sehe ich ne kleine weiße Nase.... Dachte schon es wäre zu spät, aber er lebte noch *drei mal auf Holz klopf*.

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Alt 12.12.2015, 22:13   #15
Katrin17
 
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Hi,
War das nicht bei Kim? Das Koi-Weibchen?
In den Kokosnüssen sind oben manchmal kleine Löcher drin, Da passt das Köpfchen schon rein...
Mein Heizstab hängt lose drin, mein Filter auch, sieht nicht schön aus, aber besser, als ständig nachschauen zu müssen. (Steht in einem Zimmer, in dem wir eh nie wirklich drin sind)
Grüße Katrin
Katrin17 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2015, 23:11   #16
aquastar
 
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Zitat:
Zitat von Katrin17 Beitrag anzeigen
Hi,
War das nicht bei Kim? Das Koi-Weibchen?
In den Kokosnüssen sind oben manchmal kleine Löcher drin, Da passt das Köpfchen schon rein...
Mein Heizstab hängt lose drin, mein Filter auch, sieht nicht schön aus, aber besser, als ständig nachschauen zu müssen. (Steht in einem Zimmer, in dem wir eh nie wirklich drin sind)
Grüße Katrin
Hallo,
ja ich hatte damals den Thread erstellt um davor zu warnen.
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Alt 13.12.2015, 00:05   #17
SchwibbelSchwabbel
 
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Hallo an alle und vielen Dank für die rege Beteiligung.

@Dr Jotta, auf den Kampffisch bin ich nicht fixiert, nur scheint er gut zu meinen Voraussetzungen zu passen. Einzig seine Ernährung passt mir nicht.
Ich freue mich aber über deine Vorschläge und werde mal prüfen, ob ich die Haltungsbedingungen für diese Fische auch erfüllen könnte.

Den Stein aus dem Meer habe ich nicht in meiner Wohnung, daher kann ich gerade nicht genauere Infos schreiben oder ihn fotografieren.
Aber jetzt befürchte ich sowieso, dass er möglicherweise zu kleine Öffnungen haben könnte.

@Schneewittchen, über einen Link würde ich mich freuen. Ich hab das Aquarium nur mit Leuchtstoffröhre gefunden, dafür etwas günstiger. Dass es das auch mit LED gibt ist super! Spart Zeit und Kapazität, wenn ich mich nicht um 'ne LED zu kümmern brauche.

@aquastar, deine Fische habe ich mir gerade angeschaut, die sind echt hübsch.

Die Tröpfchentests habe ich nun auch gegooglet. Die Preise sind ja
Und wenn das Wasser dann nicht stimmt, muss ich noch so 'n Set kaufen, um zu gucken, ob die Anpassungen erfolgreich waren?
SchwibbelSchwabbel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 00:29   #18
Wasserwelt
 
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Zitat:
Zitat von SchwibbelSchwabbel Beitrag anzeigen

Die Tröpfchentests habe ich nun auch gegooglet. Die Preise sind ja
Und wenn das Wasser dann nicht stimmt, muss ich noch so 'n Set kaufen, um zu gucken, ob die Anpassungen erfolgreich waren?
Hallo

Ein Set brauchst du dir nicht kaufen, sinnvoll wäre Nitrit (NO2), pH und GH
Wasserwelt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 00:45   #19
merlins
 
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Hallo Julia,

wenn du eine etwas längere Fahrt in Kauf nehmen kannst (nach 48565), oder bereit bist, nur anhand von Fotos und Beschreibung einzuwilligen, kann ich dir ein komplettes 54 l Becken anbieten und ev. sogar nach Köln verschicken. Letzteres wäre zwar umständlich, aber diesen Monat machbar.

Es handelt sich um ein Waterhome mit selbst gebastelten wartungsarmen Filter, komplett eingerichtet mit einer ganzen Menge Pflanzen, Wurzeln, Steine, Heizstab, usw.
Als Besatz kannst du dir aussuchen:
- Sakura Garnelen,
- Schnecken,
- 1 Kampffisch (Plakat oder VT, je nachdem welchen du magst)
- ca 10 Sewellia spotted Jufi, oder 6-8 Corydoras panda Jufi verschiedener Größe
Vorteil: Becken läuft super, Besatz harmoniert garantiert so wie aufgelistet.
Bei Interesse, schicke mir bitte eine PN.


Zum Thema optimale Haltung von Kampfischen Betta splendens Hochzuchten bin ich leicht anderer Meinung als meine Vorschreiber und auch als die Mehrheit im Internet.


Erstens finde ich ein 60l Becken perfekt für einen Kafi und sehe kein Problem darin, den einen Kafi mit kleinen Welsen (Corydoras, Aspidoras), Schmerlen, Grundeln oder kleinen friedlichen Fischen zu vergesellschaften. Wenn ich´s nicht zich mal getan hätte, würde ich es nicht empfehlen.
Ich halte sogar im 50x30 cm Elassoma evergladei-Becken ein Kampffischmännchen und es funktioniert absolut problemlos.

Aus mir unerklärlichen Gründen, besteht bis heute immer noch ein allgemeinen großer Wiederstand anzuerkennen, dass auch Fische, ähnlich wie Hund, Katze und andere Tiere, arttypische Umweltreize dringend brauchen, um sich normal zu entwickeln und gesund zu bleiben. Man könnte auch sagen, Tiere brauchen eine Aufgabe und das hat nichts mit "Langeweile" im menschlichen Sinne zu tun.
Eine gar nicht, oder nicht richtig stimulierende Umgebung führt auf Dauer auch bei Fischen zu Verhaltensstörungen und Krankheiten, ebenso wie bei anderen Tieren.

Oft sieht man in Aquarien Fische die tagtäglich stumpf auf und ab schwimmen, übermäßig schreckhafte oder ganz im Gegenteil, unnatürlich aggressive Fische. Egal wie vehement man versucht es zu leugnen, das sind fast immer Reaktionen auf unpassende Haltungsbedingungen, fehlende oder im Gegenteil, zu viele Reize (z.Bsp. in bunt gemischte überbesetzte Becken).

Kafi müssen in der Natur Futter suchen, Umwelt erkunden, Revier verteidigen, Partner finden, sich paaren, brüten usw. und sie sind von der Natur geschaffen, genau um all diese Aufgaben, bis kurz vor ihrem Ableben zu meistern.

Mangels Umweltreize (und mangels jeglicher Aufgabe), werden Kafi in zu ruhigen, reizlosen, kleinen Becken verhaltensgestört reagieren.
Einige kapitulieren und bewegen sich kaum noch - wozu auch? Es gibt nichts, was sie zu Bewegung anreizt. Früher oder später werden sie physisch darunter leiden, weil nicht mal die verhältnissmäßig bequemen Kafi programmiert sind, "im Stillstand" zu funktionieren.
Die erste Folge ist oft Flossenfäule und wenn diese überstanden wird, kommen auch andere hinzu.
Andere Kafi, versuchen sich zu wehren indem sie Reize regelrecht erfinden.

Deswegen bin ich der Meinung, dass es schwierig(er) ist, einen Kafi in einem kleinen Becken gesund zu halten.
Nicht das kleine Volumen, oder der kleine Raum als solche, sondern die Abwesenheit jeglicher Reize macht die Kafis kaputt.
Es erfordert viel mehr Aufwand und eine gute Portion Einfallsreichtum um besagte Reize in einem (zu kleinen) Becken zu schaffen.


Sonne hat wunderbar erklärt, wie sich Kafi in kleineren Becken meistens verhalten: sie werden ziemlich schnell s e h r ruhig.
Ich bezweifle, dass man ein solches Verhalten als normal betrachten kann.
Da ich seit Jahren Kafi in Becken mit mind. 50-60 cm und bis 120 cm Beckenlänge halte, kann ich nur sagen, dass Kafi auch mit 1-2-3 Jahren noch recht aktiv bleiben.

Die Alternative zum "beruhigten" Kafi hat Sonne zwar nicht erwähnt, kann man aber im Forum mehrfach sehen: untypisch naturwidrig aggressive Kafi, die auf alles losgehen, einschliesslich Beckenscheiben, Schatten, Reflexionen usw. - sie erfinden eben Reize, dort wo es keine gibt.
Ich bezweifle, dass man auch ein solches Verhalten als normal betrachten kann.

Kafi sind normalerweise nur innerartlich aggressiv.
Kafi sind anderen Arten gegenüber eher scheu, zurückhaltend und wenig durchsetzungsfähig (insofern sie nicht ihr Schaumnest verteidigen müssen).

Habe in einem anderen thread noch ein paar mehr Erfahrungen geschildert. Wenn ´s dir nicht zuviel ist, lies es dir bitte durch, damit du auch die "andere Variante" über Kafi erfährst:
http://www.zierfischforum.info/besat...-becken-2.html

MfG
Dana
merlins ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 00:56   #20
Simplicci
 
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Hi,

um mal die Lebendfutterproblematik auf zu greifen, in meinem Betta Becken lebt eine Population von Mexikanischen Kampfkrebsen ( hyalella azteca), deren Vermehrungsrate ist enorm und ein einzelner Kafi rottet die kaum aus. So hätte dein Kafi was zu jagen und du müsstest kein Lebendfutter kaufen und verfüttern.

Ich selbst füttere Daphnien und Weise Mückenlarven, und wenn man mal sieht wie der Kafi sich über eine Fütterung mit Lebendfutter freut dann wird man auch den gelegentlichen Trip zum nächsten Zoohandel immer wieder auf sich nehmen.

LG Fabian
Simplicci ist offline   Mit Zitat antworten
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