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Alt 17.03.2016, 07:53   #1
Maya36
 
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Hallo

Möchte meine Erfahrung teilen....vielliecht hat der ein oder andere beim Start ein ähnliches Problem....


Ich habe hier zwei Becken, einen Scapers Tank mit Garnelen, Pianos und Posthörnern
und ein 112 Liter Becken mit Tylos, Posthörnern, Apfelschnecke, Rennschnecken und Guppys.

Bei beiden Becken habe ich dieselbe Erfahrung gemacht.....

Habe beide gut bepflanzt.verschiedenen schnell wachsende Pflanzen und Moos

Seit einigen Tagen kämpfe ich im großen Becken mit Schwebeteilchen.......
Nichts brachte Erleichterung....
TWW gemacht, keine Änderung.
Ich habe alle Pflanzen kontrolliert, Mulm abgesaugt, wieder TWW keine Änderung. Schwebeteilchen nach wie vor im Becken


Heute Nacht dann die Erleuchtung....

Dasselbe Thema, allerdings nicht so in der Größenordnung hatte ich auch im Scapers.

Die Lösung ist so einfach und daher nicht so sichtbar.....

Das Moos raus!!!!
Alles was mit Moos zu tun hat, raus!!!!


Heute morgen gesagt, getan. Alles Moos aus dem großen Becken raus.
Jetzt knapp 2 Std später ist das Wasser klar.

Das Moos werde ich nun wässern und in ein paar Tagen kommt es wieder rein.

Warum es so ist, weiss ich nicht....vielleicht liegt es an der Struktur...Habe grobes Moos.




LG

Maya
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Alt 17.03.2016, 08:48   #2
Sonnentänzerin
 
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Hallo Maya

Oh ja! Da kann man ganz verrückt werden. Kenne ich auch.
Vor allem beim ersten Becken nach Wiedereinstieg.

ICH hatte zwar brav ein paar Tage anlaufen lassen, dann brav nur 3 Fische, warten. Und dann wurde ich ungeduldig, setzte den Rest von 15 Fischen, die ich in ein kleine Quarantänebecken gestopft hatte, auf einmal ein,
entfernte jedes absterbende Blättchen, fütterte zu viel, konnte die Augen nicht abwenden und saß bis nachts vor dem Becken, natürlich Licht an, viel zu lange.
Sprich: in diesem ersten Becken hatte ich die Finger am meisten drinnen
Und es dauerte am längsten...

Gegenbeispiel: neues filterloses, technikloses Becken.
Es gibt Wasserbewegung 1 Stunde am Tag und ganze Nacht.
Aber nur Umwälzung, es wird nicht gefiltert.
Hab ich Schwebstoffe? nein.
Da könnt man sich die Haare raufen. Aber es ist ganz einfach:
aus diesem Becken habe ich die Pfoten draußen gelassen.
Und vor allem das nicht getan:

Zitat:
Mulm abgesaugt
Lass Deinen Boden in Ruhe, das ist ein neues, noch immer einlaufendes
Becken. Dauert viele Wochen.

Ursachen Schwebteile:
Ich hatte
- Bakterientrübung, weißlich-gräulich (abscheulich)
- Algenblüte, oh Gott, es wurde grün
- die übliche "Staubbelastung" am Anfang, obwohl Kies ausgewaschen.

Trotzdem bekommst Du aus neuem Kies nicht alles raus.
Auch wenn vorgewaschen, entsteht durch Reibung in der Tüte wieder Dreck. Auch nach dem Durchwaschen hast Du noch Dreck.

Alle drei zusammen schwirren anfangs in den Becken herum,
dazu noch organische Belastungen.
Der Filter ist noch nicht so weit.

Eine Idee: Dein Moos hat siebartig aufgefangen, aber es wurde immer wieder aufgewirbelt.
Nun hast Du Moos mit Schmutzteilen raus und Ruhe (erst einmal)

Die gute Geschichte: es wird von alleine besser werden
(außer Du entmulmst weiterhin Deinen Boden)
Dieser Mulm im neuen Becken ist noch kein Bösdreck. Es lebt da drinnen . Wenn man 30 Riesenschnecken in einem Kleinbecken füttert, DANN hat man Bösdreck. Dieser MUSS irgendwann heraus.

"Zeig mir Deine Filterflocken und ich sag Dir, wie weit Dein Aquarium schon ist"

Im Filter kannst Du solche Vorgänge sogar SEHEN.
Anfangs verschleimt Dein Filtermaterial nur. Es geht zu, aller Dreck sitzt da drinnen und drauf, überall.
Immer mehr Fische kommen ins Becken, fressen, ..., es braucht mehr abbauende, sogenannte gute Bakterien.
Passt sich an.
Im Filter finden sie besonders gute Wohnräume, deshalb siedeln sie hier.
Aber sie siedeln auch auf Deinem Kies, an den Scheiben, auf jedem Blatt.

Und was macht man am Anfang?
Man möchte den Schmutz aus dem Boden haben, die Schmiere von den Scheiben, fummelt an den Pflanzen herum.

Anfangs kann der Filter nicht alles zurückhalten, aber dann passiert langsam etwas: Der Filter verdreckt anders, weniger, die Schläuche, die zuerst ständig verstopften, muss man nur noch selten mit der Schlauchbürste reinigen.

Die Filterflocken:
Ich hab im großen Becken zur Zeit Filterflocken mittlerer Qualität, Tendenz wieder aufsteigend.
Grund: Irgendwann musste ich doch mal den Außenfilter reinigen. Habs übertrieben. Nicht schlimm, eingefahrenes Becken.

Hier der Schlauchdreck:



Click the image to open in full size.

Wenigstens etwas habe ich dem Becken wieder zugeführt.
Weil es ein Fest ist für meine Fächergarnelen, und extrem gesund für die Verdauung meiner Lebendgebärenden.

Es geht vor allem um die großen, locker zusammen hängenden Flocken, die an gemalte Schneeflocken erinnern.
Selbst wenn im Filter nur grobe Steine hocken, oder und es gar keinen weißen Feinvlies gibt, werden alle Schwegstoffe effektiv
zurückgehalten.

Übrigens, auch wenn ich selber immer wieder schreien könnte, wenn ich Filterflocken für die Fächergarnelen spendiere,
weil mein inneres Ich nach ordentlich aussehenden Becken brüllt:
das Wasser ist nie klarer als am nächsten Morgen.

Ich trickse aber auch gerade mal wieder:

http://www.amazon.de/JBL-6238700-Ein.../dp/B000H6SSSS

Das ist einfach nur ein extrem feines Tuch, das rein mechanisch als oberste Schicht im Filter, bevor das Wasser wieder zurück
ins Aquarium gelangt, alles zurückhält.
So fein, dass es nach 2 Tagen wieder raus muss.

Völlig unnötig, ist nur für mich. Rein optische Gründe.

Denn leider muss ich manchmal den Boden reinigen. Und zwar mehr als nur ganz vorne, was man gerne machen darf,
damit man den Dreck am Glas nicht sieht.
Grund: Fächergarnelenfütterungen, sonst zu viel organisches Material im Boden, dagegen können selbst meine 1000 Regenwurmschnecken nichts ausrichten.

Nach der Reinigung: leichte Störung im Becken, hatte leichte Bakterientrübung, danach noch ein wenig sonstige Schwebstoffe.
Wollte einfach mechanisch mal einiges herausholen.
Dann überlasse ich alles wieder dem großen Filter, den ich lange nicht mehr reinigen muss.

Laberlaber, ohje, ich schaffe es einfach nicht, immer wird es so ein Langgesabbel....
Wasserwechsel darfst gerne machen. Ich würde dennoch bei einem festen Rhythmus bleiben.
1-2 x wöchentlich. Irgendwann nur noch 1x wöchentlich.
Wenn alles biologisch perfekt, muss man auch nicht mehr extrem viel Wasser austauschen.

Nur den Boden in Ruhe lassen. Beim Filter die Schläuche reinigen, setzen sich anfangs extrem zu.
Aber nicht das Substrat. Steine und Schaumpatronen ruhen lassen.
Bei den Pflanzen immer VOR!! einem Wasserwechsel immer nur an EINER Gruppe arbeiten.
Nächste Woche im anderen Eck

Wenn es nervt, warum nicht so ein Microvlies verwenden. Kostet 7 e und man kann mehrere Stücke daraus schneiden.
Ähem, ich habe neulich im A.l-d i Microtücher gesehen...
Für 1e irgendwas.

Ups... ich habe sie aber nicht genommen, weil ich nicht sicher bin, dass chemische Reststoffe im Lappen sind,
die sicher beim JBL Vlies nicht vorhanden sind.
Du kannst so ein Vlies in einen extra Innenfilter legen.
So störst Du auf gar keinen Fall den Hauptfilter!!!

Und wenn dann am Sonntag der Filter kaputt geht, bricht keine Panik aus, weil man einen kleinen Ersatzfilter hat
(den man garantiert auch einmal braucht, wenn ein kranker Fisch in einem Behandlungbecken oder einem -eimer sitzen muss)

Du kannst aber auch einfach: nichts tun.



Gruß Sonne

Geändert von Sonnentänzerin (17.03.2016 um 09:08 Uhr)
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Alt 17.03.2016, 09:09   #3
Maya36
 
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Huhu : )

Das Moos hat echt alles zugeschleimt...

Da hab ich den Mulmsauger drangehalten : ))

Brachte gar nix....jetzt ist es raus und es passt besser.

Aber Du hast Recht- je weniger man darin macht, desto schneller regeneriert sich das Ganze. Ist beim Scapers Tank auch so gewesen...

Aufeinmal war Schluss, das Becken klar und so wie es sein soll. Ich sitze oft mit nem Kaffee davor und beobachte das bunte Treiben der Garnelen

Aber an dem Punkt mit dem Moos war ich auch da.......

Nachdem alles klar war habe ich dort das Moos reingesetzt und es war perfekt- Das Moos wächst und ich finde es sehr schön....

Aktuell ist das Moos aus dem großen Becken im Eimer und wässert..... Ausser füttern ist im großen in der nächsten Woche nichts zu tun.....


LG
Maya
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Alt 17.03.2016, 11:19   #4
Ruthchen
 
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Hallo Maya

Hm, ich habe das nicht, oder ich sehe es nicht. Ich habe verdammt viel Moos im Becken und natürlich sind das staubfänger, aber die Garnelen putzen so süß am Moos und fummeln sich da durch. Ach, das ist einfach zu schön ihnen ( auch mit Kaffeepott) zu zu schauen.

Die Schnecken, gerade die Pianobabys lutschen daran und sie filtern aus dem Wasser genau diese teilchen.

Ich habe schon sehr viele total verschmutzte becken gesehen, nie wasserwechsel, dreck auf dem kompletten boden. Algen auf den Scheiben so das man fast nichts mehr im Becken sieht und das Wasser braun-grün.

Für mich ein Graus, könnte da schon alles rausreißen und sauber machen.
Aber diese Becken laufen mit gesunden Tueren, meistens, und den Tieren geht es sau gut. Blödguck 🙈

Jeder hat so seine Ansprüche, wünsche wie es aussehen soll und was dazu gehört. Deswegen gibt es oft keinen general tip, jeder muss für sich aus den Tips das basteln womit er am bedten leben kann.



Sonne

Unglaublich wie liebevoll du antworten gibst und dir die zeit nimmst deine romane zu schreiben. Aber genau das lese ich einfach zu gerne, mit deinem Humor verpackt, ein BESTZELLER. Danke 👏🏼

lg
ruth
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Alt 17.03.2016, 13:05   #5
Maya36
 
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Liebe Sonne,

ganz, ganz lieben Dank für Deine lieben Ausführungen.
Ich habe ganz viele wertvolle Sachen für mich raus gelesen : ))

Ich muss lernen, das nicht alles perfekt sein kann und muss. Habe mich zu lange verrückt machen lassen- ich selber bin gar nicht so......


DANKE

Maya
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Alt 17.03.2016, 13:07   #6
Susanne2015
 
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Huhu,

Ich muss jetzt auch was hierzu schreibseln.
Bin z.Zt. arg gefrustet, das geht schon seit einiger Zeit so. Habe es immer in mich "reingefressen, nun muss ich es mal loswerden.
Kein klares Wasser mehr, egal wieviel ich wechsel, Staub oder Mehlschicht auf den Pflanzen. Diese Schwebeteilchen im Wasser, ich tippe auf Bakterienblüte. Sieht aus wie Milch reingekippt.
Nun lese ich hier, man soll den Mulm nicht absaugen und Filter in Ruhe lassen.
Da hätte ich ja genau das Falsche gemacht...aaarrggss.
Mein Innenfilter ist nach einer Woche "zu", den muss ich reinigen.
Der Bodengrund sieht auch eklig aus mit den ganzen Mulm da. Also absaugen. Nun hab ich aber sand und beim absaugen wirbelt es da natürlich ordentlich auf.
Meine Barben, Platys und Panzerwelse und der Barsch sind allesamt verfressen und koten natürlich auch ansprechend. Ehrlich gesagt, ich hab die sch... voll, würde am liebsten alles raushauen. Ja ich gebs zu, bin an einem absoluten Frust-Punkt!!!
Ich mag nicht in so ein "verstaubtes" Becken sehen mit bemehlten Pflanzen, würde am liebsten alles raus reissen.
Das Moos ist eher weniger das Problem, ich hab das nur auf Steinen oder Wurzeln, die kann ich rausnehmen und abspülen. Aber diese Haarnixe....sieht aus wie eingestäubt. Pfui Teufel, sag ich da nur!
Ich versuche immer, vorm WW die Pflanzen etwas abzuschütteln, große Blätter streife ich mit den Händen ab. Ist das nun richtig oder verkehrt??
Ich weiss nicht mehr weiter und jetzt einfach nichts tun, wie ihr hier schreibt, das kann es doch nicht sein.

LG die frustrierte Susanne
Susanne2015 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2016, 13:25   #7
Maya36
 
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Liebe Susanne,

ich kann Deinene Frust so sehr nachvollziehen....
Beim Scapers Tank wurde es wirklich besser nachdem ich mal ne Woche gar nichts im Becken gemacht habe.Der ist glasklar.....

Ich kann mich erinnern, das ich bei dem kleinen auch mal 2 oder 3 Wochen keinen Wasserwechsel gemacht habe......
Danach war es gut- wenn ich jetzt TWW mache bleibt es klar, denke das hat dann doch was mit den Bakterien im Wasser etc zu tun.

So schwer wie das nun ist aber genauso werde ich das jetzt mit dem großen machen.....nur wenig füttern und sonst nichts.Keine Pflanzen schneiden oder setzen, gar nichts.
Mal sehen......

GGLG

Maya
Maya36 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2016, 13:32   #8
radlhans
 
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Hallo Susanne,

nicht entmutigen lassen! Bei mir sieht's auch zeitweise ziemlich unschön aus - siehe Fotos.
Da mein Becken ziemlich zugewachsen ist, kommt die Strömung nicht überall hin und der Mulm fängst sich an den feinfiedrigen Pflanzen und den Wurzeln des Froschbisses.
Optisch sieht's nicht so schön aus, ok, aber problematischer daran ist in meinen Augen, dass durch die Anhäufung von Mulm/Nährstoffen die Pinselalgen wieder auf dem Vormarsch sind. Verstärkt wird das Ganze dann noch durch schlechten Pflanzenwuchs aufgrund mangelnder Beleuchtung, weil eben so zugewachsen.
Als Sofortmaßnahme habe ich dann zeitweise noch einen kleinen Innenfilter zusätzlich zum HMF laufen, woraufhin es klarer wird.
Kannst du ja auch mal probieren, einen zusätzlichen Filter mitlaufen zu lassen, nur um zu sehen, ob's klappt.

Grüße,
Gerd
Angehängte Grafiken
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Dateityp: jpg Mulm_2.jpg (121,0 KB, 39x aufgerufen)
radlhans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2016, 21:50   #9
huberling
 
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Hi,

ich habe bei zuvielen Schwebeteilchen gute Erfahrungen gemacht wenn ich Filterwatte in die Filterkammer gequetscht habe, schön dicht, dort bleiben dann viele Teilchen hängen.

LG, David
huberling ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2016, 09:21   #10
Sonnentänzerin
 
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Hallo Susanne

Zitat:
Nun lese ich hier, man soll den Mulm nicht absaugen und Filter in Ruhe lassen.
Da hätte ich ja genau das Falsche gemacht...aaarrggss.
Halt, warte: du beschreibst Dein Trübung "sieht aus wie Milch reingekippt", und "Pflanzen voller Dreck"

Bei Mayas noch recht frischem Becken mit den Schwebteilchen,
da sollte man noch nicht an den Boden gehen. Und Schwebteilchen sind lästig, aber gefährden keine Fische.

Bei einer richtig trüben Bakterienblüte, weißlich oder grau muss man anders vorgehen
1:
Frage Sauerstoffzehrung. Noch keine Fische im Becken? Egal, kann man aussitzen, einfach weggucken.
Fische im Becken? Beginnen sie so langsam zu japsen?
Kann man nicht weggucken. Muss man Wasserwechsel machen, muss man dafür sorgen, dass der Filter richtig sprudelt, und somit muss man ihn leider reinigen, sonst ersticken die Fische.

2:
Ursachenforschung. Problem: Starke Kotansammlung wegen bestimmer Fische und Schnecken, organisches Material unter dem Boden, bestehend aus halb zersetzter Fischk.cke und feinen Futterresten.

Welcher Boden? Bei Kies: sauge ich durchaus ab, VOR einem Wasserwechsel, und immer nur ein klar abgegrenztes Drittel.
Und nur, weil extrem viele Schnecken, oder Einnebelung des kompletten Beckens bei Fächergarnelenhaltung.

Zitat:
Der Bodengrund sieht auch eklig aus mit den ganzen Mulm da. Also absaugen. Nun hab ich aber sand und beim absaugen wirbelt es da natürlich ordentlich auf.
Du hast Sand. Vorteil: stärkere Verdichtung, dadurch gelangt wenig Dreck in die unteren Schichten.
Nachteil: es gelangt auch weniger Sauerstoff und weniger Nährstoffe durch Sandboden an Pflanzenwurzeln.
Reinigung: NICHT tiefer als 2 mm gehen beim Absaugen.
Nicht verwirbeln. Nicht vermischen, sonst gelangt organisches Material in tiefere Schichten.
Eine alte Plastikkarte nehmen, mit der einen Hand damit vorsichtig den aufliegenden Dreck losfächern, mit der anderen Hand per dickem Schlauch sofort wegsaugen.
Vorderer Scheibenrand: aus optischen Gründen den allervordersten Teil ganz heraussaugen. Wegwerfen.
Evtl immer bei einem Drittel des Bodens allerobersten Teil ganz wegsaugen. Wegwerfen.
also: durchmischter, aufgewirbelter Sandboden kann zu einer Bakterienblüte führen. Weil einerseits einiges aufgewirbelt wird, andererseits durch Arbeiten in allen Teilen des Bodens die ansiedelnden guten Bakterien gestört werden.

Auch möglich: Je nach Bedarf, also evtl alle 2 Wochen immer einen scharf abgegrenzten Teil, maximal ein Drittel, komplett heraussaugen.
Wegwerfen. Diesen Teil neu einfüllen ohne Aufwirbeln.
Sand nass in ein Glas, unter Wasser langsam auskippen.
Die Pflanzen in diesem Drittel neu schneiden, evtl unter fliessendem Wasser abspülen und wiedereinsetzen.
Rest des Beckens in Ruhe lassen. Danach immer einen großen Wasserwechsel.

Zitat:
Ich versuche immer, vorm WW die Pflanzen etwas abzuschütteln, große Blätter streife ich mit den Händen ab. Ist das nun richtig oder verkehrt??
Siehe Absatz direkt drüber.
gibt aber immer mehrere Möglichkeiten als nur die meine
Ich persönlich kümmere mich VOR einem Wasserwechsel immer nur um eine Pflanzengruppe. Dann wissen meine Fische, dass sie im anderen Eck vor mir sicher sein können, und ich lasse alle anderen Bereiche im Becken in Ruhe.

Als ich das einmal nicht beachtet hatte, und an 2 Pflanzengruppen gewütet habe inklusive auch noch herausnehmen und Spitzen neu einsetzen, und auch noch vorne sehr viel Kies abgesaugt, hatte ich:
eine milde Bakterienblüte.
Ich versuchte zuerst Teilwasserwechsel. Nicht wirklich lang erfolgreich.
Nächster Versuch: kaufen von Easylife. Das ist Gesteinspulver, schnappt sich alle Schwebstoffe und haut sie auf den Boden bzw verschwinden im Filter.
Nicht wirklich erfolgreich, weil Bakterienblüte, weil das Zeug dann erst recht auf dem Boden lag, und der Boden eigentlich reine Ruhe gebraucht hätte.
Dann: Wasserwechsel 2x sofort hintereinander 80%.
Und JBL micro Feinvlies.
Trübung ade, aber sind auch 2 Wochen vergangen, in denen ich wieder vernünftig war. Werde auch nie wieder solche Großeingriffe machen, ich habs kapiert.

Zitat:
Mein Innenfilter ist nach einer Woche "zu", den muss ich reinigen.
Jau. Musst Du. Wenn nichts mehr rauskommt und dazu eh Bakterienblüte, würdest Du sonst die Luftzufuhr der Fische gefährden.
Leider schlecht fürs Becken allgemein. Aber:
hier kann leicht geholfen werden: Zweiter Filter oder einen, der lange arbeitet und gleich 2 Schaumpatronen hat.
Die man dann abwechselnd reinigen kann.

Mein Liebling hier der JBL i. Z.B den i80 für mein 50l Becken mit viel Besatz.
Also sehr großen Filter wählen, diesen die ersten Wochen gedrosselt laufen lassen. Ruhe geniessen und wenn andere schon wieder putzen, dreht man bei Nachlassen einfach die Leistung wieder rauf.
Reinigung nach vielen vielen Wochen und dann immer nur eine Schaumpatrone, die mach ich aber wieder volldurchlässig.
Also Totalreinigung mit bösem Leitungswasser, mit scharfem Massagestrahl des Duschkopfs, ausklopfen, schütteln, drehen und wiederholen aller Vorgänge.

Da ich noch einige Monate brauchen werde, bis ich es schaffe, schneller zum Punkt zu kommen, hier die Zusammenfassung meiner Vermutungen:

- Sandbodenreinigung anpassen. Sand nicht untermischen, nicht tief absaugen. Lieber einmal ein Drittel komplett absaugen und neu streuen
(gilt nicht für Neonsalmlerbecken, sondern für vielverdauende Fische und vor allem Schnecken)

- anderen, größeren Filter, damit nur alle Wochen gefummelt werden muss: weniger Störung im Becken, 2 Schaumpatronen bei Innenfilter ermöglichen immer die Hälfte der Bakterien überleben zu lassen

Fazit. kein Aufwirbeln mehr von Sand mit organischem Material.
Kein Absetzen von Dreck mehr auf feinblättrigen Pflanzen, die in Folge nicht richtig arbeiten können.

Evtl Ersetzen solcher Pflanzen durch geeignetere (bei denen man sich dann weniger ärgert, konnte Hannahs tolles rotes Tausendblatt auch nicht halten, wegen Fächergarnelenfütterung ständig verstaubt, bin auf glatte Blätter umgestiegen, die sogar die faulen Nadelwelse reinigen)

Gruß Sonne

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