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Alt 12.01.2012, 16:00   #1
Inguiomer
 
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Standard Epiplatys Zuchtbericht.

Hallo

Ich bin gerade dabei Epiplatys rolloffi RL99 zu vermehren und hab mir gedacht, dass es den einen odern anderen vielleicht interessieren könnte (und ein bisschen langweilig ist mir auch ). Darum hab ich mir überlegt, mein Vorgehen hier zu erklären und regelmäßige Updates zu schreiben.
Die angewandte Methode lässt sich übrigens auch auf die meisten anderen nicht- oder semiannuellen Killifische anwenden.

Bereits mitte November letzten Jahres habe ich ein 12 Liter Becken (30x20x20cm) eingerichtet (dunkler Kies, Wasserpest, Heizer (22°) und kleinen Elektrofilter und Licht ist auch dran.
(Für das eigentlich Vorhaben ist das alles unwichtig, da reichen ein paar Wollmops schon aus, aber ich wollte es hübsch haben )

Mitte Dezember habe ich dann mein Rolloffi Weibchen in das Becken gesetzt und reichlich mit lebenden und Gefrorenen Mückenlarven gefüttert.

Am 19.12 kam dann das Männchen dazu. Zusammen mit zwei Wollmops, als Deckung für das Weibchen und natürlich als Laichsubstrat. Die beiden haben dann auch nicht lange gefackelt und kamen recht bald zur Sache...

Zwischendurch habe ich den torf vorbereitet. Ich habe ganz normalen Weißtorf (wichtig, ohne Kalk oder Düngezugabe) aus dem Baumarkt genommen und ihn aufgekocht, damit er leichter absinkt und überschüssige Säure entfernt wird. Nach zwei Tagen habe ich den Teil der sich im Topf abgesetzt hat genommen, etwas ausgedrückt und in eine Plastikschale gelegt.

Am 22.12 wurden die beiden dann wider in das Gesellschaftsbecken überführt und ich habe die Laichkörner aus den Mops abgesammelt. Das Suchen ist ein echtes Geduldsspiel, aber die einzelnen Laichkörner sind recht gut zu erkennen und hartschalig genug, so dass man sie mit den Fingern abzupfen kann. Meine Ausbeute waren magere 6 Eier (sehen aus wie kleine Glaskugeln), aber wen man bedenkt, dass ein Teil der Eier sicherlich neben die Mops gefallen ist oder an die Pflanzen angehäftet wurde, also noch im Ansatzbecken liegt, und das die beiden für eine Zucht eigentlich schon zu Alt sind, besser als nichts.
Die Eier habe ich dann auf den feuchten Torf gelegt. Dann die Schale abgedeckt, und damit sie gleichmäßig warm gehalten wird, in das Gesellschaftsaquarium gesetzt, wo es an der Oberfläche herumschwimmen konnte (bei 22°C)

Am 28.12 Laichkontrolle, keins der Eier war verschimmelt und in allen Laichkörnern konnte man schon zwei Schwarze punkte erkennen, die später die Augen werden sollen. Also waren alle Eier befuchtet.

Am 09.01 war es dann soweit, die Augenflecken waren deutlich größer geworden und man konnte sogar schon die Retina erkennen (ne Lupe hilft). Vollständig entwickelte Fischaugen. Zeit zum Aufguss. Dafür habe ich eine Plastikschale (2 Liter) mit Wasser aus dem Aquarium gefüllt (ca 3 cm Wasserstand) und die Eier mit einem Spatel überführst.
Die erste Larve schwamm schon 20 Minuten Später frei herum, nach 3 Stunden waren alle 6 geschlüpft. Die Larven sind gute 5 mm lang und bestehen eigentlich nur aus Augen und nem Schwänzchen.

Am Abend gab es gleich die erste Portion frisch geschlüpfter Artemia. Zur Vertilgung der abgestorbenen Artemien hab ich noch eine Posthornschnecke in die Schale gegeben.
Die Aufzuchtschale steht bei etwa 19-23°C (schwankt zwischen Tag und Nacht) auf meinem Schreibtisch.

Heute ist der 12.01. die Larven sind mittlerweile schon 6 mm groß aber vor allem hat sich hinter dem Augenpaar ein winziger aber deutlich erkennbarer Körper gebildet.
Außerdem habe ich auch eine Larve im Ansatzbecken beobachtet, da werden sicher noch mehr sein.
Ach ja, ich füttere täglich 2x Artemien und wechsle 2x täglich 80% Wasser (mittlerweile sind gute 1,5 Liter drin). Eigentlich wollte ich auch Microwürmer verfüttern, aber der Ansatz wurde noch nicht geliefert, eigentlich hatte ich bereits am Montag damit gerechnet.

Das ist der Stand bis heute, wenn was interessante passiert, werde ich das hier gleich ergänzen.

Grüße

Ingo
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Alt 14.01.2012, 12:34   #2
Inguiomer
 
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Hi,

Ich mach mal mein erstes Update. (14.01)
Die Larven wachsen wirklich schnell, mittlerweile sind sie etwa 7 mm lang (1 mm Längenwachstum in nur 2 Tagen).
Im Ansatzbecken habe ich mittlerweile mindestens 2 Jungfische entdeckt (Leben wirklich sehr verstecket, aber bei der Fütterung kommen sie raus und jagen den Artemien nach). Diese sind mit guten 10 mm sogar etwas größer und sehen auch schon deutlich „fischiger“ aus. Ich vermute, dass die Ei-Entwicklung im Wasser schneller abgelaufen ist und die beiden einfach einige Tage Vorsprung haben.
Das „Sixpack“ habe ich heute in eine größere Aufzuchtschale (4 Liter) gesetzt und mittels Heizstab die Temperatur auf 23°C erhöht. Auch habe ich ein Paar Schwimmpflanzen dazugegeben um den dazugegeben, um den Kleinen etwas Deckung zu bieten.

Grüße

Ingo
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Alt 14.01.2012, 15:33   #3
Inguiomer
 
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Hi

Genau Bilder.

Click the image to open in full size.
Das ist also das Männchen. Eigentlich ein sehr Fotogener Geselle, der lange stillhält, aber meine Kamera bekommt die Sache mit dem Fokus einfach nicht hin.
Click the image to open in full size.
Das sind die Beiden im 12-Liter-Ansatzbecken, die eigentliche Eiablage hab ich gerade verpasst.
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Das Becken im Überblick mit Kater im Vordergrund. Die Blumentöpfe waren für Zwergkrebse gedacht, dies sind jetzt aber doch in einem anderen Becken gelandet.
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Hier waren die Laichkörner für etwas mehr als 2 Wochen gelagert. Als ich das Foto machte, waren die Jungen allerdings schon im Wasser.
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So sieht meine Aufzuchtschale aus. Etwa 4,5 Liter
Click the image to open in full size.
Das Fotografieren der Larven übersteigt definitiv, die Möglichkeiten meiner Kamera. Der Autofokus stellt immer irgendwas scharf (aber nie, was es soll) und ein manueller Fokus fehlt. Auf diesem fild sind die Zwerge etwa 5 oder 6 mm groß.


Ich werde mal versuchen ne bessere Kamera auszuleihen, oder ich versuche weiter mit meiner Alten mein Glück.

Grüße

Ingo
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Alt 16.01.2012, 17:16   #4
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Hallo

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Nach 2 Tagen sind die Jungfische schon wider einen guten mm gewachsen. Sie werden auch aktiver und durchstreifen die Aufzuchtschale auf der Suche nach Artemien (die Mikrowürmer sind auch entlieh gekommen). Die Larven sind zwar immer noch transparent, beginnen aber langsam die Form von winzigen Hechtlichen anzunehmen (Auf dem Foto allerdings kaum zu erkennen).
Click the image to open in full size.
Die Jungen (immer noch mindestens 2) im Ansatzbecken haben immer noch einen Entwicklungsvorsprung und etwas größer. Zudem sind sie auch nicht mehr so durchsichtig und auf ihrem Weg zum Minifisch schon ein gutes Stück vorangekommen.



Grüße

Ingo
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Alt 18.01.2012, 08:51   #5
Inguiomer
 
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Moin


Wieder Zeit für ein Update.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob noch alle sechs Jungfische in der Aufzuchtschale vorhanden sind. Gestern Morgen zählte ich nur noch zwei, heute entdeckte ich wider fier. Die Winzlinge sind aber auch schwer zu entdecken, manchmal starrt man 3 Minuten ins Wasser, bevor man überhaupt den Ersten findet, daher habe ich die Hoffnung, das die fehlenden zwei, auch noch irgendwo sind.

Was gibt’s sonst Neues? Die Larven zeigen nun eindeutig Größenunterschiede, manche sind schon fasst 8 mm andere nur wenig über 6mm.
Die Larven im Ansatzbecken sind mittlerweile über 1cm groß und bekommen blaue Augen, auch sind sie fast nicht mehr durchsichtig, daher fällt es auch leichter, sie zu beobachten. Ach ja es sind mindestens drei, hab also noch einen gefunden.

Grüße

Ingo
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Alt 21.01.2012, 09:13   #6
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Hallo.

In der Aufzuchtschale zähle ich immer noch nur noch fier Hechtlinge.

Click the image to open in full size.


Diese sind mittlerweile 10 oder 11 mm groß, ein Nachzügler ungefähr 8 mm. Aber alle haben sie mittlerweile die Form von Minihechtlingen angenommen, sind aber noch weitgehend transparent.
Im Ansatzbecken sind ähnliche Größenunterschiede zu erkennen, der Kleinste ist vielleicht 10 mm die größeren etwa 12 oder 13 mm. Da die Hechtlinge im Aufzuchtbecken untereinander absolut friedlich sind, und der größte aus der Aufzuchtschale, etwa dieselbe Größe hat, wie der kleinste im Ansatzbecken, werde ich heute beide Gruppen zusammensetzen. Die kleinen werden vom größeren Wasservolumen und der abwechslungsreicheren Einrichtung hoffentlich profitieren.

Zudem wird so die Aufzuchtschale für die Inlé-See Kärpfling frei.

Grüße

Ingo
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Alt 21.01.2012, 15:23   #7
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Naaaa Tol.

Jetzt sitzen alle Hechtlinge seit ein Paar Stunden im 12 Liter Becken und was sehe ich da an der Scheibe?
Hydra!
Keine Ahnung, wo die plötzlich herkommen, gestern waren sie noch nicht da.

Also echt mal, 20 Jahre Aquarium und immer wollte ich die mal haben (weil ich die früher aus Biounterricht so toll fand) aber doch nicht im Jungfischbecken.

Die Hydren sind etwa 2 bis 3 mm lang + Tentakel, glaubt ihr die können meinen Kleinen gefährlich werden?

Grüße

Ingo
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Alt 21.01.2012, 16:55   #8
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hey Ingo,

Also für mich sind sie mal zum problem geworden.

http://www.aquarium-kosmos.de/inhalt...hydra-vulgaris

vieleicht hilft das weiter

lg

Paddy
XoOXii199* ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2012, 11:30   #9
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Hallo

Na ist ja herrlich. Vermutlich kann ich gegen die Hydren sowieso nichts unternehmen (jedenfalls nichts, was die Jungfischen nicht auch gefährden würde) also hab ich mich entschlossen darauf zu hoffen, dass die gefährlichste dieser Bister überschätzt wird.
Tatsächlich sind auch noch alle Fischlein wohl auf, also abwarten und Tee trinken.

Click the image to open in full size.

Hier noch ein aktuelles Bild von einem der schon größeren Junghechtlinge. Länge ungefähr 13mm

Grüße

Ingo

Geändert von Inguiomer (22.01.2012 um 12:53 Uhr)
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Alt 27.01.2012, 13:30   #10
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Hi

Bei den Hechtlingen (immer noch alle da) hat sich seit dem letzten Update nur wenig getan, außer das Sie weiter gewachsen sind natürlich. Das „größte“ Fischlein hat mittlerweile an die 18 mm erreicht, ein einzelner Nachzügler ungefähr 12 mm.
Die Hydren gedeihen ebenfalls prächtig. Nach dem ersten Schrecken erweisen sie sich nun als völlig harmlos.
Die Hechtlinge beginnen ganz allmählich untereinander eine Rangordnung auszufechten, belassen es aber bei Drohungen, echten Streit konnte ich dabei noch nicht beobachten. Sollten die kleineren aber zu sehr unter Druck geraten, werden die größeren in das 40 cm Garnelenbecken umquartiert, bis jetzt scheint das aber noch nicht nötig zu sein.

Grüße

Ingo
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