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Alt 03.11.2012, 19:39   #1
Stiffi
 
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Standard Aequidens Rivulatus

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Bericht Zuchterfolg:Viel Vorbereitung brauch es eigentlich nicht diese Barsche zu züchten. Bei ausreichender Fütterung und vielen Wasserwechsel passiert alles von alleine.
Man sollte lediglich darauf achten das diese Fische bei der Paarung sehr aggressiv sind, auch dem Partner gegenüber. Aus diesem Grund habe ich für ausreichend Versteckmöglichkeiten, und dichter Bepflanzung gesorgt.
Während des Balzen ist das Männchen in voller Farbe, und die leicht blaue bis lila farbende Haut verfärbt sich rot. Er richtet sich mehrmals vor dem Weibchen auf und macht zuckende Bewegungen. Ab und an kann es dann auch passieren das sich die Partner in einander verbeißen (Maul an Maul).
Gelaicht haben sie bei mir auf einem flachen Stein der auf dem Boden liegt.
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Bericht Aufzucht Das Gelege wird von beiden bewacht und aggressiv verteidigt. Allerdings spielt hier das Weibchen die größere Rolle den sie steht meist genau über den Eiern und fächelt ihnen Luft zu. Sie selektiert auch Eier aus die nicht befruchtet oder Pilz haben. Das Männchen schaut lediglich nach und nach mal am Gelege vorbei. Er selbst spielt eine aktive Verteidiger Rolle und greift alles an was zu nahe kommt. Dieser Radius ist ca. 40 cm um das Gelege.*
Die Eier schlüpfen nach ca. 3 Tagen. Nach de Schlüpfen werden die Larven ins Maul der Eltern genommen und in eine Sandkuhle gebracht, die sie vorher ausgehoben haben. Nun verteidigen die Elterntiere beide noch stärker und noch aggressiver. Die kleinen Larven leben nun noch von ihrem Dottersack und müssen nicht gefüttert werden. Nach ca. 10 Tagen fangen sie an Frei zu schwimmen und müssen gefüttert werden. (Staubfutter,Artemia,Wasserflöhe) Hier wurde es ziemlich heikel für die anderen Aquarienbewohner, denn die kleinen werden durchs Becken geführt und alles was sich nähert wird radikal Angegriffen. Solange das Rivulatus Pärchen noch klein ist geht dies meist ohne Verletzungen von statten doch bei zunehmender Größe werde ich sie doch lieber in ein Aufzuchtsbecken stecken. Ca. 4 Tage später kümmern sich die Eltern nicht mehr um ihre Junge denn sie Balzen erneut und 1-2 Tage später liegen wieder ca. 200-300 Eier an einem Stein. Die Jungtiere habe ich in dieser Zeit mit einem Schlauch abgesaugt, um vorzubeugen das sie nicht gefressen werden.
Zuchterfolge in Zahlen: ca. 250-300 Stk.
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Schlusswort: Aequidens Rivulatus sind sehr hübsche Fische, doch auch sehr Kostenintensive Fische. Man sollte beachten das ein Becken von meiner Größe auch nur Zeitweise reicht. Im Adulten zustand werde ich dieses Pärchen auf 700 Liter halten. Denn eine Endgröße von 20 cm ist nicht zu verachten.

Geändert von Stiffi (03.11.2012 um 21:58 Uhr)
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Alt 22.09.2014, 17:42   #2
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Alt 22.09.2014, 20:00   #3
Flarezader
 
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Nabend.

Man sollte bei den Andinoacara rivulatus (wie sie mittlerweile richtig heißen) auf jeden Fall hinzufügen, dass es mindestens 2 verschiedene, häufig im Handel anzutreffende Arten der Tiere gibt.

Das wäre einmal wie auf den Bildern zu sehen der Orangesaumbuntbarsch sowie der Silbersaumbuntbarsch.

Der äußerliche Unterschied wird ja schon durch den Namen klar gemacht, jedoch besteht bei den Tieren auch im Verhalten ein Unterschied. Oft werden/wurden Aequidens/Andinoacara rivulatus auch als "Green Terror" tituliert.

Das extreme, agressive Verhalten auch außerhalb der Paarung wird aber hauptsächlich bei den Tieren mit silberne, bzw. grauem Flossensaum ersichtlich.

Den Orangesaumbuntbarschen kann man nachsagen was man will, aber in der Gruppe die wir schon eine ganze Zeit lang pflegen gab es NIE extreme inner- oder außerartliche Übergriffe, oder übermäßige Agression.

Auch während der Paarung war das oftmals bekannte "Maulzerren" bisher nie zu sehen, auch bei der reinen Brutpflege lief meist alles ruhig ab.

Wie schon erwähnt sollte jedes Becken in dem die Tiere in Gesellschaft (auch mit anderen Buntbarschen) leben ausreichend bzw. großzügig strukturiert sein und ausreichend Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Noch ein kleiner Nachtrag:

Mir ist leider der letzte Satz entgangen, was die Intensität der Kosten der Tiere angeht.

Die Rivulatus sind Tiere, die eine Größe von ca. 20cm erreichen können.
Ausschlaggebend bei dieser Aussage ist das WANN sowie das OB, bei Beachtung der entgültigen Lebenserwartung der Tiere, die schon bei knapp 15 Jahren liegen kann, wenn nicht sogar älter.

Was die Unterhaltskosten angeht so muss ich schon sagen, dass es sich absolut in Grenzen hält. Die Rivulatus sind dankbare Esser, d.h. von Flockenfutter über Granulat, Frostfutter und Lebendfutter wird alles angenommen.
Letztlich gestaltet die Qualität des Futters die Unterhaltskosten jeglicher Tiere im Becken.

In all den Jahren in denen wir die Tiere halten ist uns aber aufgefallen, dass auf jeden Fall großer Wert auf abwechslungsreiche Kost gelegt werden sollte, u.a. auch mit Knoblauch (bzw. damit angereicherte Kost) empfehlenswert ist, da die Tiere wohl allgemein bei einseitiger Ernährung häufiger Darmprobleme bekommen.

Geändert von Flarezader (22.09.2014 um 20:27 Uhr)
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Alt 25.02.2016, 16:35   #4
Dennis Furmanek
 
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Hallo,

so ganz trifft das nicht zu. Einerseits gibt es von Andinoacara rivulatus sowohl Individuen mit orangen Flossensäumen als auch solche mit weißen Flossensäumen. Im Verhalten unterscheiden sich diese beiden Varianten icht.

Daneben gibt es noch die beiden Arten Andinoacara stalsbergi und Andinoacara blombergi, die beide silberne / weiße Flossensäume besitzen und sich aggressiver als A. rivulatus gebärden.
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