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Alt 08.10.2017, 19:24   #131
Algerich
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Hallo Hans,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Das ist sicher, wie Du schreibst, ein sensationeller Fisch - aber auch ein faszinierender Bericht! Danke.

Gruß!

Algerich
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Alt 15.12.2017, 20:15   #132
Hans T
 
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Hallo zusammen,
nach längerer Zeit mal wieder ein Update zu meinen Microphis. Der Nachwuchs, von dem ich immer noch nicht genau rauskriegen konnte, ob es 10 oder 11 sind, entwickelt sich sehr gut. Eins der Männchen hat mittlerweile zwei- bis dreimal trainingshalber Eier getragen, es sind auch schon zwei sehr schöne Weibchen zu erkennen, die anderen haben noch keine deutliche Zeichnung.

Von den fünf, die mir vom ersten Wurf geblieben waren, gibt es drei Männchen. Das kleinste trägt wieder seit einer knappen Woche Eier. Es sieht also so aus, als könnte das was werden. Das mittlere Männchen hat wahrscheinlich auch noch Eier drin, ist im Moment schwer auszumachen, er lässt mich nicht richtig gucken. Damit das klappte, habe ich die zwei ältesten Männchen ins 16 l Becken verfrachtet (die wohl ihre Maximalgröße von 16 cm erreicht haben, obwohl das angeblich im Aquarium nicht möglich ist). Sie haben das auch gut aufgenommen, ihre Verhaltensweise hat sich nicht geändert. Es hat aber dazu geführt, dass der Nachwuchs bessere Chancen hatte, an das große Weibchen ranzukommen. Das Weibchen hat jetzt auch die Balz erst mal eingestellt, weil die tragfähigen Männchen Eier haben und die beiden Animateure nicht mehr da sind. Sie haben ständig angetäuscht und dann doch keine Eier mehr genommen, auf die Art war es für die kleinen Männchen aber sehr schwer, die Eier vom Weibchen zu übernehmen.

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Von den drei Einzelgängern, die ich erwähnt hatte, ist leider die kleinste gestorben, das ist jetzt also meine kleinste Nadel. Der andere Einzelgänger hat sich größenmäßig schon stark den anderen zehn angeglichen.

Das neue Harz, das ich mir besorgt habe, habe ich jetzt schon das zweite Mal regeneriert. Diesmal habe ich die Säulen nach dem Durchlaufen nicht nur eine Stunde, sondern über Nacht mit den Regenerationsflüssigkeiten stehen lassen. Leider ist das Ergebnis immer noch so, dass ich nicht unter 10 µs komme. Also werde ich über kurz oder lang versuchen, wieder Harz zu bekommen, bei dem wirklich alle Reststoffe entfernt werden. Es ist gut möglich, dass selbst die wenigen verbliebenen Inhaltsstoffe bei solch empfindlichen Fischen die Zucht stören (empfindlich im Sinne von Nachzuchten).

Die beiden Männchen arbeiten jetzt wieder als Animateure, diesmal aber im Zeitvertrag, ich werde sie demnächst aus dem 16 l Becken wieder ins große Becken zurück setzen. Wie es im 16 l Becken mit den zwei Männchen also weiter geht an anderer Stelle...

Viele Grüße
Hans

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Alt 08.01.2018, 20:04   #133
Hans T
 
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Hallo zusammen,
die zehn von Mitte August haben sich sehr schön entwickelt und es sind mindestens vier Weibchen zu erkennen. Drei sind schon so weit, dass sie deutlich Zeichnung tragen und dazu tendieren leichte Dehnübungen zu machen. Insbesondere ein Weibchen ist schon sehr weit und trainiert seit einigen Tagen jeden Morgen sehr intensiv, wobei sich die anderen beiden dann sporadisch anschliessen. Die Horde von Männchen ist sehr interessiert an diesem Schauspiel und schaut die ganze Zeit zu, wie man sehen kann. Ich bin sehr gespannt, ob und welches Männchen noch bereit ist, Eier anzunehmen. Die Männchen aus dem gleichen Wurf werden zumindest soweit sein, dass sie mitmachen und trainieren können. Im Moment gibt es vier Flaschen Artemia pro Tag, immer mit Zusatz. Ein paar davon gehen natürlich auch zu den Doryichthys martensii. Ansonsten gibt es immer noch ordentlich Wasserflöhe.

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Viele Grüße
Hans

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Alt 08.01.2018, 20:13   #134
carpenoctemtom
 
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Hammer, genau wie bei Sonnentänzerin finde ich solche Berichte und Becken bewunderungswürdig und bin "neidisch" auf Euer Engagement...
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Alt 19.01.2018, 13:52   #135
Hans T
 
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Hallo zusammen,

nachdem in letzter Zeit bei den Microphis alles in ziemlich ruhigen Bahnen lief, gab es jetzt mal wieder einen kleinen Dämpfer. Gerade als ich festgestellt hatte, dass eine der beiden kleinsten Nadeln wohl auch ein Weibchen wird (obwohl sie braun ist, bisher hatte ich immer nur grüne Weibchen), stellte ich bei ihr einen kleinen weißen Fleck fest. Ich habe sie dann in ein Anzuchtbecken umgesetzt und zuerst auf Pilz behandelt. Der Fleck war ziemlich weiß und klein und ich dachte wirklich, es könnte eher ein Pilz sein als die bekannte Seuche. Einmal hatten sie diesen Pilz schon und ich habe ihn erfolgreich mit nur einer Behandlung Mycopur bekämpft, am nächsten Tag war er schon weg. Diesmal schlug die Behandlung aber nicht an, nach einem Tag war der Fleck eher größer geworden. Innerhalb des Flecks hatte sich sogar ein kleiner Sporn gebildet, wie schon vorher. Diese Symptome hatte ich erfolgreich mit Zimt behandelt.

Aus meinem 16 l Becken hatte ich gerade vorher die Fische ins Wohnzimmerbecken umgesetzt, das 16 l Becken habe ich also gründlich gereinigt, den Bodengrund abgesaugt und einen 50 %igen Wasserwechsel gemacht. Danach setzte ich das Weibchen dorthin um und startete nach einigen Stunden Ruhephase die Zimtbehandlung. Aufgrund der geringen Wassermenge habe ich nur ein Viertelstück einer ganzen Zimtstange mit einem halben Liter Wasser 15 min. simmern lassen. Danach kommt der Topf 5 min. zum Abkühlen ins Wasserbad in der Spüle, den Sud schütte ich dann durch ein Artemia-Sieb in eine Schütte, damit feste Stoffe zurückgehalten werden. Aus der Schütte gebe ich dann höchsten ein Viertel ins Becken, warte mindestens eine halbe Stunde und schütte wieder eine kleine Menge nach. Dabei beobachte ich, ob der Fisch auffälliges Verhalten zeigt, z.B. Erstarren oder beschleunigte Atmung. Das wiederhole ich dann bis die Schütte leer ist. Das entspricht ungefähr einer Zimtstange auf 80 l, ich habe es also leicht überdosiert. Das ist jetzt fünf Tage her, seit gestern ist der Fleck zwar weg, man sieht aber noch eine leichte Verletzung, also eine helle Stelle. Heute morgen habe ich dann noch einen Schwarzerlenzapfen ins Aquarium gegeben. Ich werde sie jetzt noch zwei Tage im 16 l Becken lassen, bis der Fleck hoffentlich ganz verschwunden ist, solange sie allein im kleinen Becken ist, bekommt sie auch mehr Futter ab und wird so etwas aufgepäppelt.

Zur Verbesserung der Wasserqualität habe ich jetzt 7,5 l-Vollentsalzer-Säulen angeschafft und mit jeweils 5 l neuem Harz bestückt, jetzt sind die Werte nach dem Entsalzen wieder auf Null. Sollte dies wirklich die Fortpflanzung beeinflussen, war es keinen Augenblick zu früh, mittlerweile balzen regelmäßig vier Weibchen und ein fünftes fängt auch schon an, das sechste Weibchen sitzt ja noch in Quarantäne Was ich noch als Verbesserung angeschafft habe, ist reines Salz, sprich Spülmaschinensalz vom Aldi (ist tatsächlich die einzige Sorte, auf der "100 % rein" steht, alle anderen, die ich gefunden habe, sind Spezialsalz ohne Angabe der Inhaltsstoffe). Das Salz benötige ich für die Artemienzucht, um da auch überflüssige Inhaltsstoffe wie Rieselhilfen beim Tafelsalz zu vermeiden. Zusätzlich werden die Artemien direkt nach dem Schlüpfen mit ein bis zwei Tropfen stark verdünntem Selco s. parkle versetzt, danach lasse ich die Flaschen ohnehin immer 30 min. stehen, damit sie sich setzen und besser ohne Schalen abgesaugt werden können.

Das alternde Weibchen steht regunglos und beobachtend über dem munteren Treiben ihrer Nachkommen. Der Unterschied zu einem heranreifenden Weibchen ist deutlich zu erkennen, es ist ziemlich farblos geworden und hat deutlich an Körpermasse verloren, seit es keine Eier mehr ausbildet.

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Viele Grüße
Hans

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Alt 28.01.2018, 14:55   #136
Hans T
 
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Hallo zusammen,

leider ist das letzte Weibchen von meinen ersten vier Tieren einen Tag nach meinem vorherigen Beitrag gestorben. Sie hat sich in die ruhige Ecke links im Aquarium zurückgezogen und ist da einfach eingeschlafen. Jetzt ist von meinen vier ursprünglichen Tieren nur noch ein Männchen übrig, der hält mit seinen 20 Monaten bis jetzt gut durch und macht einen fitten Eindruck. Von meinem ersten Nachwuchs sind jetzt noch zwei Männchen am Leben, ein drittes ist gestern gestorben. Aber sie alle haben mir ja genug Nachwuchs hinterlassen

Das Weibchen ist immer noch in Behandlung. Es sah so aus, als würde der Fleck verschwinden, aber leider ist er dann doch wieder größer geworden. Ich halte sie also jetzt im 9 l Becken um genau beobachten zu können, ob die Behandlung anschlägt. Da die erste Behandlung anscheinend nicht ausgereicht hat, habe ich die Dosierung des Zimts jetzt im Verhältnis verdoppelt, d.h. ich habe eine Viertelstange mit einem halben Liter Wasser aufgekocht und nach und nach in das kleine Becken gegeben. Die Nadel hat das sehr gut vertragen, daher habe ich den gesamten halben Liter verwendet. Der Fisch macht einen guten Eindruck, bewegt sich gut und frisst auch normal, nur der Fleck will nicht verschwinden. Es ist jetzt wieder eine Verringerung zu sehen, mal gucken, ob er in den nächsten ein, zwei Tagen ganz verschwindet.

Im großen Becken wird nach wie vor jeden Morgen eifrig das Balzen geübt, bisher ist es aber noch zu keiner Ei-Übergabe gekommen.

Viele Grüße
Hans
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Alt 12.04.2018, 19:57   #137
Hans T
 
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Hallo zusammen,

meine Microphis sind alle gesund und munter, nur nehmen die beiden Männchen leider keine Eier an, obwohl sie mittlerweile schon sieben Monate alt sind, ab dem sechsten Monat sollten sie dazu eigentlich in der Lage sein. Sie schaffen es noch nicht, die Taschen zu schließen, vielleicht wird das ja noch, dick genug sind sie jedenfalls. Wenn sie unterernährt sind, gibt es schon mal Probleme, je besser sie genährt sind umso besser klappt das Schließen der Taschen.

Ich habe mich schon seit einiger Zeit nach weiteren Microphis deocata umgesehen und habe jetzt kurzfristig fünf Wildfänge bekommen können, drei Weibchen und zwei Männchen. Eigentlich sollten es sechs Wildfänge sein, aber das sechste ist ein alterndes Männchen einer anderen Nadelart, das wohl dazwischen geraten ist.

So kurzfristig, dass ich in drei Tagen mein gesamtes neues 80 l Becken ausbauen musste. Ich hatte zwar schon fast alle Teile vorgefertigt und das leere Becken stand auch schon, aber den Luftheber habe ich neu konzipiert und hergestellt, die diversen Kleinteile aus Glas (Auflagen mit Lücken und Halter für Pflanzen) mussten auch noch geschnitten, geschliffen und eingeklebt werden. Dienstag morgen habe ich noch geklebt, abends war Wasser drin und dann auch die Microphis

Ein Vergleich meiner bisherigen Microphis mit den Neulingen ergab, dass die Neuen wesentlich dünner sind, besonders die Weibchen sind sehr mager. Bei genauer Betrachtung stellte sich heraus, dass ich sie zuerst einmal mit Zimt behandeln musste, da die Flossen weiße Stellen aufwiesen, ausgerechnet natürlich die beiden Männchen. So etwas habe ich bei meinen auch schon gesehen und erfolgreich behandelt. Vielleicht waren die Tiere einfach etwas zu lange beim (Groß-)Händler, ich denke nicht, dass sie schon beim Einfangen in diesem Zustand waren. Ich päppele sie jetzt erst einmal auf, viel Artemia mit schönen Zusätzen und reichlich Wasserflöhe. Gestern habe ich auch versucht, ob sie weiße Mückenlarven annehmen, aber die habe ich heute schon wieder rausfangen müssen

Hier also ein erstes Foto

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... und der Film

https://www.youtube.com/watch?v=KZGPPZ4Fp_U

Viel Vergnügen beim Gucken, bis dann
Hans

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Alt 05.05.2018, 11:47   #138
Hans T
 
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Hallo zusammen,

ausnahmsweise melde ich mich erstmal nur kurz und in eigener Sache. Mit der letzten großen Pflanze, die ich gekauft habe, für das neue 80 l Becken mit den Microphis deocata, habe ich mir wahrscheinlich weiße Hydren eingefangen. Nun habe ich schon einiges gegoogelt und ich könnte auch bei meinem Händler heute noch Flubendazol bekommen (Pulver). Aber vielleicht hat ja von Euch schon einer Erfahrung mit einer anderen Lösung, z. B. habe ich etwas gelesen über die Zufuhr von Niedervolt-Strom mittels einer kleinen Batterie. Wenn jemand einschlägige Erfahrungen hat mit was auch immer für einer Methode, wäre mir sehr geholfen, wenn er sich bei mir meldet. Die Methode des Absaugens scheint wohl nicht so erfolgreich zu sein, da habe ich seit einer Woche schon etliche Stunden mit zugebracht und es kommt zu keinem Ende. Natürlich habe ich als erstes versucht, die meisten bei einem großen Wasserwechsel abzusaugen.

Viele Grüße
Hans
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Alt 05.05.2018, 18:35   #139
Otocinclus2
 
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Hallo Hans,

wieviel Salz können deine Nadeln tolerieren, ohne Schaden zu nehmen?

Hydren soll man nämlich auch mit Salzzusatz bekämpfen können.
Schau mal hier:

https://www.aquaristik.org/algen-im-...ydra-vulgaris/

Zitat:
"Die wohl beste Möglichkeit schnell die Hydras wieder los zu bekommen ist der Einsatz von Kochsalz. Mit einer geringen Menge, wir empfehlen maximal 5 Gramm pro Liter Aquarienwasser lassen sich die Hydras ebenfalls bekämpfen. Allerdings gilt auch hier genau zu wissen was man tut, denn nicht alle Garnelen oder Fische vertragen so eine Kochsalzerhöhung im Aquarium."


Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2018, 19:03   #140
Öhrchen
 
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Hallo,
Panacur in halber Dosierung wie für bzw gegen Planarien verwendet wird. So machen es die meisten Garnelenhalter. Hydras brauchen das Panacur wohl nur in ganz geringer Dosis, um aufzugeben.
Oder Spitzschlammschnecken als Fressfeind einsetzen - allerdings schleppen diese Schnecken selber manchmal Geziefer wie Planarien ein, da sie meist aus Teichhaltung stammen. Und sie fressen Pflanzen an, muß man auch wissen.
Öhrchen ist offline   Mit Zitat antworten
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