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Alt 23.07.2016, 12:36   #1
Aon4123
 
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Hallo Forum

Ich bin gerade günstig an ein 20 Liter Becken gekommen und wollte diese Gelegenheit dazu nutzen, ein aufzucht Becken für meine Perlhühner einzirichten.

Nun wollte ich fragen ob sich da jemand auskennt und mir sagen kann was man bei der Einrichtung beachten sollte.

Vielen Dank für die Hilfe.

MfG Fabio
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Alt 25.07.2016, 09:55   #2
Dion91
 
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Moin Fabio,
ich pflege auch eine Gruppe (4m/4w) Perlhühner und *"setze" diese hin und wieder zur Zucht an.

*setze: kann man so fast gar nicht schreiben, da sie bei guten Bedingungen fast täglich laichen.

Ich persönlich halte 20l für Perlhühner zu wenig, aber ich hab festgestellt das ich meinen Fischen wohl generell deutlich mehr Platz zur Verfügung stelle als manch anderer somit bin ich auch hier vllt. allein mit der Meinung.

Ich habe folgende Beobachtungen gemacht:

Perlhühner brauchen zwingend gute Versteckmöglichkeiten, da sie doch recht Schreckhaft sind und sich dann gern erstmal zurückziehen wenn ihnen etwas nicht geheuer erscheint.

Perlhühner laichen vorzugsweise an feinfiedrigen Pflanzen ab, was wiederum heißt
--> ist das Becken voll feinfiedriger Pflanzen , dann laichen sie auch überall.

Perlhühner sind Laichräuber und soweit ich das mitbekommen hab auch Kannibalen.

-Sie mögen es nicht so warm, mein Becken läuft konstant auf 22Grad und wird durch einen Innenfilter gefiltert, welcher so gesetzt ist, das er lediglich eine minimale Oberflächenbewegung erzeugt.

Aufgrund dieser Erkenntnisse habe ich in meinem Becken relativ mittig eine kleine Mulde im Sand ausgehoben und darüber eine Wurzel gelegt, das ganze wird von Vallisnerien umzingelt so das quasi ein blickdichtes Versteck ensteht. Den rückwärtigen Raum teilen sich ein paar Cryptocoryne Wendtii im Wechsel mit Vallisneria und als Schwimmpflanze hab ich etwas Hornfarn eingesetzt, so das sich auch hier Verstecke auf allen Ebenen finden.

Den vorderen Bereich hab ich, bis auf wenige Cryptocpryne Parva, freigelassen.
Dort befindet sich, ganz leicht in den Sand eingelassen, der Laichbehälter (siehe Bild).
Dieser ist mit ein wenig Javamoos bedeckt (das einzig feinfiedrige im Becken und somit Laichen sie auch nur da). Den Behälter entleere ich alle 2 Tage in ein separates Becken, welches ich extra für den Laich angesetzt hab.



Ob der 2 Tagesabstand richtig ist, kann ich nicht versichern, ich fahre damit aber ganz gut, und da man die winzig kleinen Eier nicht sieht, muss man das ganze eh auf Verdacht machen. Die Häufigkeit der Leerung kann ich nur damit begründen,das sie bei ausreichender Fütterung (carnivore) mit z.B. Artemia, Mülas, etc., bei mir täglich laichen und man sie den Großteil des Tages balzen/tänzeln sieht und damit die Eier nicht verpilzen, entleere ich dementsprechend häufig


In dem Laichbecken befindet sich lediglich ein wenig Sand, Moos und ein paar Erlenzapfen u.a. gegen die Laichverpilzung.

Ich hoffe ich hab erstmal nichts vergessen, Notfalls ergänz ich nachträglich.
Aber so viel dann erstmal zu meinen Erfahrungen, bin gespannt was noch so kommt.

Gruß Dion
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Geändert von Dion91 (25.07.2016 um 10:35 Uhr)
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Alt 25.07.2016, 12:36   #3
Aon4123
 
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Hallo Dion

Erstmal ein dickes WOW danke viel mal für deine ausführliche Hilfe

Ich halte die Hühner in einem 64Liter Becken mit ein paar Zwergpanzerwelsen, das 20er währe nur für den Laich und den nachwuchs bis er zu den Adulten Tieren kann... denkst du das ist dann ok oder trotzdem zu klein?

Ich hätte da nur noch 1 Frage da ja sonst nichts drinn ist, ab wann und wie fütterst du im Aufzuchtbecken?


Danke nochmals für deine Hilfe.
MfG Fabio

Geändert von Aon4123 (25.07.2016 um 12:42 Uhr)
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Alt 25.07.2016, 13:43   #4
Katrin17
 
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Hallo Fabio,

60cm Kantenlänge dürfen es schon sein, deine 64l hören sich eher nach Cube an...? Da würde ich längerfristig was Größeres planen.

Ich halte es wie Dion.
Ich halte sie in ihrem normalen Aquarium, wenn ich Lust auf Nachwuchs habe, hole ich das Moos heraus und setze es extra in ein Becken. 20l ist okay.

Ich füttere, wenn ich sie frei schwimmen sehe.
Am Anfang gibt's bei mir Staubfutter, das musst du mit Wasser mischen, damit es unter geht. Mit einer Pipette oder 20 Cent-Spritze aus der Apotheke kannst du es wunderbar dort hin spritzen, wo sie gerade schwimmen.
Wie Artemia-Nauplien von der Größe passen weiß ich nicht, habe ich noch nie welche gezogen.
Später gibt's Microwürmchen und Cyclops.
Ich versuche fast stündlich zu füttern, funktioniert nur leider nicht, weil immer was dazwischen kommt, ich komme aber auf ca 5x füttern pro Tag.

Sobald du fütterst, unbedingt Schnecken dazu, damit sie die Reste fressen. Nicht vorher, sie könnten sonst an den Laich gehen.
Auf Nitrit aufpassen und alle 2-3 Tage Wasserwechsel. Heiko wechselt jeden Tag Wasser bei seinen Panzerwels-Nachzuchten.

Grüße Katrin


Edit: bei mir kommen immer wieder Babys durch. Mittlerweile scheint aber die Grenze erreicht zu sein mit 30 Tieren in 60x30x30 cm.

Geändert von Katrin17 (25.07.2016 um 13:48 Uhr)
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Alt 25.07.2016, 14:26   #5
Dion91
 
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Edit: hatte Katrin ihren Beitrag übersehen und frei auf deine Frage geantwortet, also bitte nicht als Gegenaussage sehen falls sich jetzt Aussagen überschneiden oder ähnliches.

Moin(again) Fabio,

kein Problem, dafür ist so ein Forum ja schließlich da, letzten Endes auch um Erfahrungswerte zu teilen und weiter zu geben, um diese für sich selbst ist geeigneter Form anwenden zu können.

Was die Becken angeht sieht es bei mir ähnlich aus wie bei dir, nur das mein Laichbecken 25l beträgt. Diese Becken (20l-25l) sind dafür ziemlich ideal, da man die kleinen sowieso erstmal ne ganze Weile nicht mit dem bloßem Auge erkennt. Deswegen gilt auch anfangs wie bei dem überführen auf Verdacht, das füttern auf Verdacht.
Ich gebe wenige Tage bevor der Schlupf sein müsste immer mal wieder wenige Infusorien (bei mir aus einem Ansatz mit Bananenschalen, aber du findest auch massenweise andere Möglichkeiten im Netz) ins Becken. Irgendwann hab ich dann auch mal wenige RedFire-Garnelen-Babys mit ins Becken gegeben, damit diese sich dezent um Rest kümmern, in wie fern das effektiv ist und ob sie nicht sogar auch etwas Laich vertilgen kann ich nicht beurteilen, aber ich hab einfach ein besseres Gefühl dabei, wenn ich weiß es wird sich zu einem zwar geringen aber gewissem Prozentsatz um die Abfälle gekümmert und es kommen trotzdem *genug Hühnchen durch. Sobald die Garnelchen zu Garnelen heranwachsen werden sie einfach getauscht.

*Genug = soll heißen, man kann damit kein Gewerbe starten, es bleiben so viele übrig das man langfristig immer mal wieder welche abgeben muss.

Nach ca. 2 Wochen des "überführens" füttere ich dann auch mal eine prise Spirulina-Pulver (bzw. aus Tabletten selbst gemörsert). Wenn die kleinen dann etwas größer und gut erkennbar sind wird das Spirulina-Pulver gröber gemörsert und ich starte mit der Fütterung von Mirkrowürmchen. Sind sie wieder ein bissl gewachsen geht's dann weiter mit kleineren Daphnien sowie kleineren Artemia.Wenn sie groß genug sind Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Spirulina Bröckchen, Rotwurm Babys, oder auch mal nen schwung Baby Garnelen.

Bis Gleich
Dion

Geändert von Dion91 (25.07.2016 um 14:33 Uhr)
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Alt 25.07.2016, 15:06   #6
Aon4123
 
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Vielen dank ihr lieben für eure groszügige Unterstützung.

Ich hab euch mal mein Hühnerbecken und das momentan am einfahrende cube unten angehängt

64Liter : 60x30×36
20Liter: 25x25x30
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 1469452161578-50170497.jpg (62,1 KB, 25x aufgerufen)
Dateityp: jpg 20160716_101355_005_01.jpg (93,6 KB, 32x aufgerufen)

Geändert von Aon4123 (25.07.2016 um 15:13 Uhr)
Aon4123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2016, 21:11   #7
Shar
 
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Servus.

Zitat:
Zitat von Katrin17 Beitrag anzeigen
Wie Artemia-Nauplien von der Größe passen weiß ich nicht, habe ich noch nie welche gezogen.
Geht ab einer gewissen Größe super. Die Nachzucht bei mir habe ich anfänglich kaum gefüttert, hin und wieder bisschen Staubfutter rein allerdings zog ich sie in einem Becken mit vielen Pflanzen aus meinem AQ auf. D.h. es dürfte bereits eine gewissen Population an Kleinstlebewesen gegeben haben.
Nachdem sie etwas größer waren gab es fortan selbst gezogene Artemia-Nauplien, die man dank der geringen Größe recht früh schon verfüttern kann und wohl ausgesprochen nahrhaft sein sollen; ideal zur Aufzucht.

Selber ausziehen kann man sie z.B. mit diesen simplen Brutschalten von z.B. Hobby (link zu Amazon). Simples patent, geht wunderbar damit und entnommen bekommt man sie konstruktionsbedingt auch sehr gut, ohne daß z.B. Cysten oder Schalen mit dabei sind.

Grüße ~Shar~
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Alt 12.08.2020, 15:00   #8
Andy70
 
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Hallo Zusammen,


ich bin neu hier und habe zu dem Thema eine kurze Frage.


Kann ich als Laichfalle auch direkt ein Laichbecken aus Netz verwenden oder fallen die Eier durch das Netz?


Gruß & Danke
Andy
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Alt 12.08.2020, 15:08   #9
carpenoctemtom
 
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Willkommen im Forum Andy

Da wird nix passieren. Wenn Du da ein Päarchen reinsetzt, werden die sicher nix machen, außer vor Streß den Jordan suchen. Der Laich der Mädels muß ja von den Kerlen befruchtet werden.
Ich halte von diesen Dingern aber nichts, grade auch für Lebendgebärende.
Da bringen für gezielte Zucht nur separate, entsprechend eingerichtete Becken....
Tom

Danke: (1)
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Alt 12.08.2020, 15:23   #10
dumdi65
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Hallo Andy.

Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.

Das würde ich dann anders machen an deiner Stelle. Entweder nimmst du eine Glasfutterschale für Garnelen, oder ein Artemia Sieb, da packst du Moos rein und beobachtest ob sie da Balzen und ablaichen. Dann kannst du das ganze Problemlos entnehmen und in einem separaten Becken der Natur ihren Lauf lassen.
dumdi65 ist offline   Mit Zitat antworten
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