zierfischforum.info

Zurück   zierfischforum.info > >

Hinweise

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 06.03.2019, 18:50   #21
Otocinclus2
 
Registriert seit: 11.07.2015
Beiträge: 2.046
Abgegebene Danke: 431
Erhielt: 1.226 Danke in 710 Beiträgen
Standard

Zitat:
Zitat von dumdi65 Beitrag anzeigen
Oder finden die Pizzen dann im getrockneten Zustand Verwendung im Straßenbau?
Bei manch einer Pizza, die mir in den letzten Jahren serviert wurde, hatte ich ohnehin den sicheren Eindruck, dass sie für diesen Zweck sehr viel besser geeignet sei, als zum Verzehr!


Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsor Mitteilung 06.03.2019   #21 (permalink)
Mister Ad
Verbraucherinformant
 
Registriert seit: 21.08.2005
Beiträge: 4682
Abgegebene Danke: 46
Erhielt 456 Danke für 893 Beiträge

Alt 06.03.2019, 19:22   #22
Otocinclus2
 
Registriert seit: 11.07.2015
Beiträge: 2.046
Abgegebene Danke: 431
Erhielt: 1.226 Danke in 710 Beiträgen
Standard Bachforellen dezimieren Spinnen in Wäldern?

Die oben formulierte Frage möchte einen zu der spontanen Antwort verleiten: Geht doch gar nicht!
Und doch kann es gehen. Man muss nur genauer hinschauen.


Balu hatte ja im Post #8 schon darauf hingewiesen, dass vor allem von Anglern ausgesetzte Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) die heimischen Bachforellen zunehmend verdrängt haben. Und auch manche Amphibien haben sie als "fremder" invasiver Beutegreifer an den Rand der Ausrottung gebracht.

Diese negativen Auswirkungen beschränken sich allerdings nicht nur auf die Gewässer, in denen sie ihr unheilvolles Wirken austoben. Amerikanische und japanische Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass in japanischen Gebirgsbächen ausgesetzte Regenbogenforellen nicht nur die dortige amphibische Fauna und Nahrungsketten aus dem Lot gebracht, sondern dadurch auch nachhaltige negative Auswirkungen auf terrestrische Nahrungsketten verursacht haben.


Die Regenbogenforellen haben die Asiatischen Saiblinge (Salvelinus malma) aus ihrem angestammten "Nahrungsumfeld" verdrängt, so dass diese auf Ersatznahrung ausweichen mussten.
Zitat:
"Unter natürlichen Bedingungen frisst der in Nordjapan heimische Asiatische Saibling (Salvelinus malma) Insekten, die aus verschiedensten Gründen ins Wasser fallen. Diesen Part haben nun die Regenbogenforellen okkupiert. Sie verzehren derart viel dieser Beute, dass die Saiblinge auf Ersatznahrung ausweichen müssen. Als Kompensation tun sie sich stattdessen an Insekten und Larven gütlich, die Algenmatten am Gewässergrund abgrasen. Was Pech für diese Lebewesen ist, bedeutet Glück für die Algen: Ihrer Weidetiere entledigt, nehmen sie an Biomasse stark zu."

Das hatte fatale Auswirkungen u.a. auch auf die in den Wäldern ringsum lebenden Spinnen - und möglicherweise auch auf Fledermäuse:
"Abgesehen von den Veränderungen im Ökosystem Bach wie erhöhtem Sauerstoffverbrauch oder Eintrübung des Wassers bei Zersetzung der Algen sowie Verschiebungen im Artenspektrum, reichen die Konsequenzen aber noch über das Gewässer hinaus. Denn durch die Raubzüge der Saiblinge erreichen weniger Insektenlarven das Erwachsenenstadium, das die Kerfe normalerweise an Land verbringen. In den benachbarten Wäldern wird folglich das Futterspektrum für Insekten vertilgende Lebewesen knapper. Die Forscher beobachteten denn auch einen Rückgang bestimmter Spinnenarten um 65 Prozent. Konsequenzen für Vögel und Fledermäuse, die ebenfalls Kerbtiere jagen, sind nicht auszuschließen."

Ein schönes Lehrstück dafür, dass eins ins andere greift und die Auswirkungen invasiver Fische nicht auf den aquatischen Bereich beschränkt bleiben. Wer denkt da nicht gleich an den Butterfly-Effect?


Ist hier nachzulesen:
https://www.spektrum.de/news/unerwar...chzuege/764362


Gruß
Otocinclus2

Danke: (2)
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2019, 20:20   #23
dumdi65
 
Registriert seit: 16.09.2017
Ort: Neuhofen/Pfalz
Beiträge: 3.138
Abgegebene Danke: 1.292
Erhielt: 849 Danke in 630 Beiträgen
Standard Tilapia erobern Australien

Nach dem Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) und der Agakröte (Rhinella marina, früher Bufo marinus) zeigt nun eine Fischart eindrucksvoll, dass der Mensch nur noch ohnmächtig zusehen kann, wenn er die Natur erst einmal entfesselt hat.

Wie die Tilapien die Australier in die Knie zwingen kann man hier nachlesen:

https://www.aqualog.de/blog/weltweit...gegen-sie-tun/
dumdi65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2019, 16:50   #24
Otocinclus2
 
Registriert seit: 11.07.2015
Beiträge: 2.046
Abgegebene Danke: 431
Erhielt: 1.226 Danke in 710 Beiträgen
Standard Portraits wichtiger invasiver und potenziell invasiver Fische

Hier noch einmal eine Übersicht vom Bundesamt für Naturschutz:

http://neobiota.bfn.de/handbuch/fische.html


Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 17:31   #25
dumdi65
 
Registriert seit: 16.09.2017
Ort: Neuhofen/Pfalz
Beiträge: 3.138
Abgegebene Danke: 1.292
Erhielt: 849 Danke in 630 Beiträgen
Standard

Hier mal ein negativ Beispiel wenn man ortsfremde/inasive Fische aussetzt

https://www.pnp.de/lokales/landkreis...otope-aus.html
dumdi65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 19:04   #26
Otocinclus2
 
Registriert seit: 11.07.2015
Beiträge: 2.046
Abgegebene Danke: 431
Erhielt: 1.226 Danke in 710 Beiträgen
Standard Ins Klo gespült - nun wachsen in Kanada gruselige Riesen-Goldfische

Im folgenden Artikel spielen ebenfalls Goldfische die Hauptrolle:

https://www.berliner-kurier.de/sie-u...fische-1075236

Ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass Fische, die über das Klo "entsorgt"werden (das soll ja leider gar nicht so selten sein) in der Kanalisation einen qualvollen Tod sterben. Denn das Abwasser in der Kanalisation enthält ja nicht nur Fäkalien, sondern auch Reinigungsmittel, die regelmäßig durch Waschmaschinen, Geschirrspüler etc. dort eingebracht werden und natürlich Schleimhäute und Kiemen verätzen können.

Entweder sind Goldfische besonders robust, oder in Kanada ist die Zusammensetzung der Abwässer in den Kanälen etwas anders. Jedenfalls haben die zuständigen Behörden dort mit Entsetzen festgestellt:

"Ottawa -
Droht jetzt die Invasion der Monster-Goldfische? In Kanada schlagen die Umweltbehörden Alarm! Weil immer wieder Goldfische durchs Klo entsorgt werden, tummeln sich in der Kanalisation riesige Fische.
Das Problem: Die meisten Tiere, die aus Heim-Aquarien und der Zierfischhaltung stammen, überleben in den Wasserleitungen. Schlimmer noch: Sie vermehren sich mit alarmierender Geschwindigkeit.

In Kanada gelten die Zierfische als invasive Tierart. Sie stellen eine Gefahr für die lokalen Ökosysteme dar. Daher warnt auch das Umweltamt Alberta davor, die Fische in die Kanalisation zu spülen."

Gruß
Otocinclus2
Otocinclus2 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Bedrohte Fischarten in der Natur und Aquaristik dumdi65 Fische 32 06.03.2019 18:35
Gesuche von Aquaristik-Artikeln und Fische s_fgraf1 Technisches Hilfeforum 6 29.11.2013 13:13
Hilfe!!! Bedrohung für Nelen Thomas Horejsi Archiv 2010 1 08.04.2010 20:39
Fische in der Natur Aqua4Life Archiv 2009 19 21.04.2009 10:16


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Lite) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2019 DragonByte Technologies Ltd.
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:04 Uhr.