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Alt 26.10.2019, 20:24   #1
harito
 
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Standard Probleme mit Schmetterlingsbuntbarsch

Hallo zusammen,


irgendwie habe ich kein Glück mit einem meiner Lieblingsarten dem Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi).
Schon der dritte Besatz mit drei Tieren stirbt mir innerhalb weniger Monate weg. Und das jedesmal wenn ich wieder einen neuen Anlauf wage seit Beginn des Juwel Vision 180 Beckens vor 3 Jahren.

Alle anderen Bewohner, als da wären 10 Rotkopfsalmler, 4 Siam. Rüsselbarben und 4 Sumatrabarben erfreuen sich bester Gesundheit.


Auch der letzte Bestand von drei ramirezi wurde leider nur 3 Monate alt. Langsam bin ich am verzweifeln, den ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll.


Vielleicht hat einer von Euch ähnliche Erfahrungen mit ramirezis, oder einen Tipp?
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Alt 26.10.2019, 20:41   #2
dumdi65
 
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Standard

Hallo Harry.

Ich bin zwar kein Spezialist was M. ramirezi angeht, hatte vor etlichen Jahren mal ein Pärchen, aber meines wissens nach ist ein Problem schon mal der sehr unruhige Besatz den du ansonsten pflegst. Das könnte die SBB schon extrem stressen was dann auf deren Lebenserwartung geht.

Gerade die Sumatrabarben können da zu wahren Terroristen werden wenn sie nicht genug Artgenossen haben, so wie es bei dir der Fall ist.

Ansonsten fallen mir da nur noch die Wasserwerte ein die nicht passen könnten.
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Alt 26.10.2019, 21:19   #3
harito
 
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Die Wasserwerte habe ich vor kurzem bei Hornbach in der Aquaristikabteilung testen lassen und waren ok.
An die Sumatras dachte ich auch schon, obwohl sie eigentlich immer sehr friedlich den anderen gegenüber auftreten.
Aber wer weiß was die in der Nacht so treiben.
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Alt 26.10.2019, 21:49   #4
dumdi65
 
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Wasserwerte ok sagt aber so jetzt nichts aus. M. ramirezi mag z.B. eher weicheres, etwas saureres Wasser, z.B die Sumatrabarben mögen es da schon eine Mittelhart und neutral. Jetzt mal nur als Beispiel.

Danke: (1)
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Alt 26.10.2019, 23:01   #5
DEUMB
 
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Ich bin auch bekennender Fan der Schmetterlingsbuntbarsche und halte diese Tiere schon ein Weilchen.

M. ramirezi mit Barben zu vergesellschaften ist nicht unbedingt eine gute Idee. Ich halte nach meinen Erfahrungen diese Haltung für sehr ungünstig.

Warum:

SBB sind recht stressempfindliche Tiere. Und dauerhafter Stress führt bei den SBB oft zu Folgeerkrankungen mit tödlichem Ausgang. Abgesehen von einer möglicherweise nicht guten Aquariumgestaltung ist für starken bzw. Dauerstress oft der falsche (Mit)Besatz verantwortlich sein. SBB schätzen es ihre Ruhe zu haben, vor allem im Bodenbereich/ im unteren Wasserbereich, aber auch generell. Und da sind Barben nicht unbedingt der richtige (Mit)Besatz. Spätestens wenn bei den Ramis die Balzerei losgeht verteidigen sie ihren Bereich mit Vehemenz. Diese Reviergrenze interessiert aber naturgemäß die Barben überhaupt nicht, einfach weil sie solche Grenzen nicht kennen. Demzufolge sind die SBB im Dauerdruck – Dauerstress – Krankheit – Tod weil sie permanent ihr Revier verteidigen. Das betrifft aber nicht nur die Balzerei, auch außerhalb trifft das zu. Auch die Barben können u. U. nicht gut dabei wegkommen, weil sie von den SBB durchaus auch verletzt werden können, obwohl sie eigentlich recht robust sind.

Außerdem sind Barben durchaus auch sehr ruppig im Umgang mit anderen Fischen, was wiederum zu dem o.g. Stressproblem führen kann.

Zu den Rotkopfsalmlern kann ich nichts beitragen, die kenne ich nicht aus eigener Erfahrung.

Höhlen im Sinne einer Kokosnuss o.ä. sind nicht notwendig, die Ramis sind sogenannte Offenbrüter, aber das weißt Du sicher.

Vielleicht kannst Du ja durch Wurzeln, Holz und Pflanzengruppen einige Rückzugsmöglichkeiten schaffen? Hilfreich wäre ein Foto Deines Aquariums, damit man sehen kann ob dieses vielleicht umgestaltet werden müsste.

Kurz zur Temperatur: Ich würde die SBB bei ca. 26°C Wassertemperatur halten, solltest Du Zuchtabsichten hegen, würde ich die Temperatur dann auf 29°/ 30°C anheben, empfehle dann aber ein Artenbecken, da ist die Zucht einfacher. In ihren natürlichen Vorkommen haben die SBB übrigens Wassertemperaturen von 26°C - 33°C, selbst bei über 35°C wurden die gefunden und haben sich vermehrt (sollte man daheim nicht unbedingt ausprobieren glaube ich).

Als Mitbesatz für SBB kann ich nur relativ ruhige Arten empfehlen. Meine Ramis leben/ lebten sehr gut mit Schwarzschwingenbeilbäuchen/ Carnegiella marthae, Feuertetras (auch Feuer- oder Funkensalmler)/ Hyphessobrycon amandae oder Blauen Neons/ Paracheirodon simulans zusammen. Jeweils ein Paar SBB mit einer Gruppe der ausgezählten Fische, aber das ist natürlich auch von der Aquariumgröße abhängig.

Danke: (1)

Geändert von DEUMB (26.10.2019 um 23:06 Uhr) Grund: Tippfehler - nie findet man alle
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Alt 26.10.2019, 23:13   #6
DEUMB
 
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Bei den M. ramirezi gibt es relativ oft ein weiteres Problem und zwar mit der Paarbildung. Soll heißen die SBB sind bei der Partnerwahl wählerisch und lehnen den ihnen vom Aquarianer vorgesetzten Partner mitunter ab. Wenn dass der Fall ist kannst Du nichts machen, außer einen „Wechsel“ vorzunehmen, sonst führt die Jagd zu Tod des unterlegenen Tieres. Denn wir sind hier u.a. auch wieder bei der schon erwähnten Stressproblematik. Deshalb ist es bei der Anschaffung von Ramis immer empfehlenswert sich vorher eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen. Noch besser ist es mit dem Züchter/ Händler eine entsprechende Rückgabe-/ Tauschmöglichkeit zu vereinbaren.

Allerdings gehören „Jagden“ zwischen SBB zum Verhaltensrepertoire der Fische, natürlich in einem normalen Maß. Meine Ramipaare machen das/ machten das (einige sind zwischenzeitlich natürlich schon verstorben, denn so alt werden SBB ja nicht) nach über zwei Jahren Zusammenlebens immer noch, auch mal andersrum – also das Weibchen jagt dann das Männchen durch die Gegend. Wie schon gesagt, in einem gesunden Verhältnis.


Zitat:
Zitat von harito Beitrag anzeigen
Schon der dritte Besatz mit drei Tieren stirbt mir innerhalb weniger Monate weg.
Wieso eigentlich drei Tiere? Eine Haremshaltung bei SBB kenne ich nicht, eigentlich nur eine Paarhaltung (auch mit mehreren Paaren wenn das Aquarium es zulässt).

Geändert von DEUMB (26.10.2019 um 23:17 Uhr) Grund: Tippfehler - nie findet man alle
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Alt 26.10.2019, 23:26   #7
DEUMB
 
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Ein drittes Problem, von dem ich natürlich nicht weiß ob es bei Dir zutrifft, ist die Zucht besonderer Fabschläge. Bei den SBB sind u.a. electric blue, orange und eine schwarze Zuchtform deren Name mir gerade nicht einfällt (irgendetwas mit Black Devil) recht beliebt.

Falls Du diese bevorzugst kann das Problem auftreten, dass diese Züchtungen erheblich anfälliger für Krankheiten sind als es die naturnahe Form ist. Ursache dafür ist der sogenannte genetische Flaschenhals, der zwangsläufig dadurch entsteht, dass Exemplare mit den angestrebten Zuchtmerkmalen immer wieder verpaart werden um das besagte Zuchtmerkmal zu verstärken. Das aber nur nebenbei.

Danke: (1)

Geändert von DEUMB (26.10.2019 um 23:36 Uhr) Grund: Tippfehler - nie findet an alle
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Alt 27.10.2019, 01:24   #8
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Schreibe Euch im Laufe des Tages zurück, und Foto kommt dann auch.
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Alt 27.10.2019, 12:21   #9
harito
 
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Hallo zusammen,
anbei wie versprochen zwei Fotos von meinem Becken.


Zur Frage warum hatte ich drei. Tja leider gehen hier die Meinungen der "Experten" teilweise weit auseinander.
Ich war in mehreren Aquaristik Zoohandlungen, und da haben wir in München eine ganze Menge, um mich hier auch etwas schlauer zu machen.
Als Gesamtergebnis kam folgendes heraus

- Geschäft 1 sagte nur paarweise und dann können es auch mehrere Pärchen sein. Einzeln oder zwei und eins geht nicht.
- Geschäft 2 meinte nur Einzelhaltung
- Geschäft 3 meinte nur ein Pärchen und nur mit Salmlern oder anderen friedfertigen Genossen vergesellschaften.


Als Art hatte ich bisher immer nur den "Standard" Ramirezi, also kein electic blue oder papiliochromis oder altispinosus.


Langsam denke ich auch das sicherlich der Hauptfaktor die drei Sumatrabarben sind. Mit den Rotkopfsalmlern und den Rüsselbarben kamen die ramirei immer gut zurecht. Vor allem die Rotkopfsalmler sind sehr friedlich und bleiben fast immer im Schwarmverband.

Vielleicht sollte ich die drei Sumatras mal in Pflege zu einem Freund geben (hat ein 700er Becken und eigentlich Platz genug vom Besatz her), und dann schauen was passiert.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg JuwelVision_1.jpg (94,6 KB, 12x aufgerufen)
Dateityp: jpg JuwelVision_2.jpg (96,2 KB, 12x aufgerufen)
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Alt 27.10.2019, 13:00   #10
dumdi65
 
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Hi Harry.

Zur Experten Meinung: vergiss die Händler, ein Händler muss Geld verdienen um zu überleben.

M. Ramirezi immer Paarweise, wie Maik schon geschrieben hatte. Bei größeren Becken mit guter Struktur gehen auch mehrere Pärchen.

Auch wenn dein Becken schön aussieht, für SBB nicht besonders ideal. Es ist zu hell, die Pflanzen stehen zu dicht. Auch deine Rotköpfe würden sich über höhere Randbepflanzung freuen.

Zu den Sumatras, Barben gründeln gerne. Von daher werden sie immer in Reviere anderer Fische eindringen. Und gerade Sumartabarben sind sehr verspielte Gesellen die auch recht aggressiv werden können. Können sie das im Schwarm, also wesentlich mehr als 3 Exemplare, nicht ausleben, dann werden andere Fische belästigt

Danke: (1)
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