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Alt 18.03.2019, 13:00   #11
dumdi65
 
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Hallo.

Heute wie versprochen ein paar Infos zur Gattung Trichopsis/Zwergguramis.

Die Gattung umfaßt nur 4 Arten. Diese wären Trichopsis pumila/Knurrender Zwerggurami, Trichopsis schalleri/ Schallers Knurrender Zwerggurami, Trichopsis sp. Hua Hin/ Knurrender Zwerggurami von Hua Hin und Trichopsis vittata/ Großer Knurrender Zwerggurami.

Sie kommen im Prinzip nur in stehenden Gewässern vor, z.B. Reisfelder und deren Bewässerungsgräben. Von daher brauchen sie nicht viel Freiraum zum schwimmen und können von daher in Becken ab 80 cm Kantenlänge auch ohne Filter gut gepflegt werden. Bevorzugt wird Lebendfutter gefressen das auch regelmäßig gereicht werden sollte. Bewohnt wird in erster Linie die mittlere Beckenregion. Die Männchen und Weibchen sind im wesentlichen gleich gefärbt. Alle 4 Arten können knurrende Laute erzeugen.

Die Wasserparameter können sich im mittleren Bereich abspielen, pH 6,5-7,5, GH 5-12, KH 3-9, Temperatur 25-28 Grad.

Aufgrund der Tatsache das man sie in Filterlosen Becken pflegen kann, sollte man sich genau überlegen ob man überhaupt Beifische zu dieser Gattung setzen sollte. Meiner Meinung nach wären Garnelen hier die bessere Option.

Zusatz: Im nächsten Post hat Algerich seine Erfahrungen mit den Zwergguramis geschildert, deshalb reviediere ich meine Aussage oben. Für Zwergguramis bitte nur ein Artbecken einrichten!

Fortgesetzt wird die Reihe mit der Gattung Parosphromenus/Prachtgurami.


Geändert von dumdi65 (18.03.2019 um 16:35 Uhr)
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Alt 18.03.2019, 16:12   #12
Algerich
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Hallo Balu,

darf ich mich hier noch einmal kurz einmischen? Ich hatte vor einiger Zeit einen Versuch der Haltung des Knurrenden Zwergguramis, Trichopsis pumila, unternommen und die Tiere mit Sulawesi-Inlndsgarnelen, einer sehr reproduktiven Garnelenart, vergesellschaftet. Die Garnelen waren nach nicht sehr langer Zeit nicht mehr im Becken nachweisbar.
Ich hatte mir darüber vorab überhaupt keine Gedanken gemacht, weil schon die geringe Größe der Fische mich arglos gemacht hatte, was aber ein Fehler war. Auch im Netz habe ich dann Aussagen darüber gefunden, dass die Zwergguramis Garnelen stark misshandeln und denen, die zum Fressen zu groß sind, gleichwohl erhebliche Bissverletzungen zufügen. Wie das so ist, gab es daneben auch Berichte, die von einer funktionierenden Koexistenz berichteten.

Noch etwas zu diesen wirklich interessanten Tieren, was meiner Meinung nach gegen eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen spricht: sie sind scheu. Ich habe das hier im Forum damals schon berichtet, aber da es ein paar Jahre her ist, wiederhole ich es gern: Die Fische hatte sich meine Tochter für das Kinderzimmer ausgesucht, nicht zuletzt, weil sie gern knurrende Fische haben wollte. Kurz nachdem die Fische eintrafen ging das Mädchen auf Klassenfahrt und ich war mit den Fischen allein im Mädchenzimmer. Es war großartig. Sie knurrten tatsächlich, ließen sich sehen und völlig überaschend hatte ich Nachwuchs im Becken. Dann kam meine Tochter zurück und es kehrte Leben ins Knderzimmer ein. Tobende Kinder führen zu im Becken wohl merkbaren Vibrationen, Bewegungen waren als Schatten im Becken sichtbar u. s. w.
Was nicht mehr sichtbar war, waren die Fische, die sich im Pflanzenndickicht versteckten, keinen Laut mehr von sich gaben und sichtlich kümmerten. Im Becken selbst hatte ich nichts verändert und dort drohten ihnen auch keine Gefahren, aber allein ein etwas hektischer Alltag in der Außenwelt reichte, um sie zu verängstigen.

Ich habe mich dann von den Tieren getrennt, weil ich in einer Mehrkinderfamilie über nicht so viele ruhige Räume verfüge und einem Kind das Toben auch nicht verbieten will. Irgendwann hoffe ich, die kleinen Kerlchen einmal bei mir am Arbeitsplatz pflegen zu können. Wenn sie aber schon von außen so leicht einzuschüchtern sind, werde ich sicherlich keine Konkurrenz im Innern des Beckens halten, sondern ein Artbecken einrichten.

Gruß!

Algerich

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Alt 18.03.2019, 16:32   #13
dumdi65
 
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Danke Algerich.

Das mit den Garnelen war mir nicht bekannt. Werde es gleich ändern.
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Alt 18.03.2019, 17:22   #14
carpenoctemtom
 
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Hi Balu, fettes Danke für Deine interessante Aufstellung. Da ich mich mit Labyrinthern bisher kaum beschäftigt habe, aber für später plane, fixt mich das noch mehr an.


Mal sehn was es dann wird, auf jedenfall aber ein Artbecken mit max. Dornaugen. Aber das wird noch dauern, Du kennst das ja. Soooviele Ideen und Wünsche...


Tom

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Alt 18.03.2019, 17:35   #15
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Hi Tom, auch dir ein dickes DANKE.

Wenn du dich noch ein bißchen mehr in das Thema liest wirst du sehen das kleine Bärblinge auch je nach Art der Fische gut gehen.

Gestehen muss ich allerdings, das ich natürlich nicht alle Labyrinther selbst gehalten habe. Doch da ich auch einige Aquarianer persönlich kenne, kommen manche Infos aus erster Hand. Das andere ist durch Literatur angelesen oder auf Fischbörsen durch Züchter in Erfahrung gebracht.
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Alt Gestern, 11:06   #16
dumdi65
 
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Hallo.

Heute ein paar Zeilen zum Parosphromenus/Prachtgurami.

Es gibt heute über 25 wissenschaftlich beschriebene Arten. Der bekannteste Vertretter ist der Parosphomenus deissneri/Deissners Prachtgurami.

Sie kommen in langsam fließenden Schwarzgewässern vor wo sie die Dicht bepflanzten Uferzonen bewohnen. Selten werden sie größer als 3,5cm. Sie sind Schaumnestlaicher, die Nester werden in Höhlen oder unter großen Blättern angelegt. Im Gegensatz zu anderen Labyrinthern müssen sie nicht zwingend an die Oberfläche um Luft zu holen.

Im Aquarium pflegt man sie am besten im Artbecken. Die Becken sollten reichlich bepflanzt, mit einigen Wurzeln und Laub versehen sein. Vergesellschaften kann man sie aber auch mit kleinbleibenden roten Bettas, Schokoladenguramis, maulbrütenden Kampffischen und Rasboras. Hierbei sollte ein Leitfähigkeit des Wassers von 200µS und ein pH von 6 nicht überschritten werden.

Fortsetzung folgt mit der Gattung Sphaerichthys/Schokoladengurami.

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Alt Gestern, 12:03   #17
dumdi65
 
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Ich schon wieder.

Für die Sphaerichthys/Schokoladengurami gilt in den allgemeinen Haltungsbedingungen das gleiche wie bei den Parosphromenus/Prachtgurami.

Was bei dieser Gattung zu erwähnen ist: sie besteht aus 4 Arten, es sind Maulbrüter, je 2 arten im männlichen und 2 im weiblichen Geschlecht, sie werden zwischen 5 und 7 cm groß.

Ansonsten überschneiden sich viele Haltungsbedingungen. Bei den Schokos und auch Paros ist in erster Linie Lebendfutter angesagt um eine erfolgreiche Pflege zu erreichen. Es sind beides Nischengattungen die in extrem weichem Wasser leben, GH 1-2, KH <1, pH unter 5. Diese Werte braucht man aber nur zur Zucht im Aquarium.

Abschließend kommen dann noch diese Gattungen auf die ich nicht näher eingehe, natürlich mit der jeweiligen Begründung.

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Alt Gestern, 14:02   #18
Corarondo
 
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Moin Balu, ich finde deine Berichte sehr interessant. Welche Beckengröße bevorzugen die Guramis, wenn man sie in einem Artenbecken halten möchte?
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Alt Gestern, 15:55   #19
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Hallo Cora.

Ich denke du meinst die Prachtguramis. Für ein Pärchen ist eine Beckengröße von 60 cm ausreichend. Selbst wenn du da noch 10 bis 15 Rasboras mit pflegst ist das nicht zu klein.

Zu den Prachtguramis kann ich dir das gleichnamige Buch von Peter Finke und Martin Hallmann empfehlen, da steht alles interessante und wissenswerte über diese Fische drin.

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Alt Gestern, 20:50   #20
Corarondo
 
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Supi, danke schön Balu
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