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Alt 04.03.2016, 15:21   #1
Fische/Wirbellosefan
 
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Standard Gardners Prachtkärpflinge mit Zwergbuntbarschen vergesellschaften?

Hallo!
Seit neustem besitze ich ein 126l Becken.
Dänin ich grad heftig am nachdenken und hab mich gefragt ob man
Gardners Prachtkärpflinge mit Zwergbuntbarschen vergesellschaften kann?

Lukas
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Alt 04.03.2016, 16:26   #2
Algerich
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Hallo,

es scheint mir nicht in allen Konstellationen unmöglich, aber es ist keine gelungene Idee. Zunächst kommt es natürlich darauf an, welche Zwergbuntbarsche Du kombinieren möchtest.

Der Prachtkärpfling ist meiner Beobachtung nach nicht im eigentlichen Sinne revierbildend oder gegen Fische anderer Arten agressiv; er setzt sich halt durch, wo er gerade ist. Das kann den prinizipiell ihr Revier verteidigenden Buntbarschen aber trotzdem gehörig zusetzen. Deine Chancen, die Tiere zu vermehren, sinken ebenfalls rapid. Schließlich hast Du dann zwei Blickfänge in derselben Beckenregionen und viel Potential für die Besetzung des restlichen Beckens verschenkt.

Warum nicht ein echtes Killifischbecken, vielleicht mit ein paar Hechtlingen?

Aber ernsthaft: nachdem Du hier die unterschiedlichsten Besatzfragen diskutierst, erlaube einen Vorschlag für ein anderes Herangehen: Suche Dir die eine Art aus, die Dir schöner oder interessanter scheint als alle anderen Arten. Dass das schwierig ist, wissen wir alle, aber meistens ist ein Interesse stärker als das andere.

Wenn Du diese Art gefunden hast, richte Dein Becken so ein, als ob es ein Artbecken gerade für dieses Tier sein sollte. Setze dann eine passende Zahl dieser Tiere ein und pflege sie mindestens drei Monate lang allein.

Wenn Dir Dein Becken dann noch Freude macht und Du irgend etwas vermisst, überlege, welcher Beifisch das ergänzen könnte, der ist dann aber eben genau das: ein Beifisch, der das Becken abrundet.

Anders ist es, wenn Dir gerade die Abwechslung gefällt: viele verschiedene bunte Fische im Becken. Daran ist nichts Schlechtes, man muss es nur definieren. In diesem Falle verzichte unbedingt auf Gardneris. Die sind zwar wunderschön, aber sie stehen gern unter Pflanzen, sind nicht unbedingt schwimmfreudig und für viele andere bunte Fische ein Problem. Setze eine Junggesellentruppe Guppies mit vielen Farben und unterschiedlichen Schwanzformen ein, einen farbschönen Salmler und eine muntere Corydoras-Art, meinetwegen zusätzlich noch Red Fires. Das ist bunt und vielfältig und Deinen Tieren kann es trotzdem gut gehen.

Gruß!

Algerich

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Alt 04.03.2016, 16:39   #3
Fische/Wirbellosefan
 
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Vielen Dank für die Rückmeldung!
Also ein Artbecken kann ich mir nicht vorstellen.
Ich will die Fische nicht vermehren, weil ich nicht weiß wohin mit dem Zuwachs.
Ich hab mir fortgestellt Agassiz BuBa als BuBa zu nehmen.

Lukas
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Alt 04.03.2016, 17:49   #4
Algerich
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Hallo Lukas,

konkret mit Agassiz habe ich keine Erfahrungen, aber ich nehme ihn einmal als einen Standard-Südamerika-Buntbarsch. Der Aquarium-Guide empfiehlt eine Harems-Haltung, also wirst Du die Tiere 1:2 oder 1:3 einsetzen. Weiter handelt es sich um einen Höhlenbrüter, so dass Du ihm mindestens eine Bruthöhle zur Verfügung stellen solltest (ich habe verstanden, dass es Dir nicht um Vermehrung geht, aber die Tiere sollten artgerecht die Möglichkeit haben, ihr Fortpflanzungsverhalten auszuleben. Sei im Übrigen unbesorgt: solltest Du wirklich durch Nachwuchs einen Überschuss haben, wirst Du diese Tiere auch einfach abgeben können).

Damit ist der untere Bereich Deines Beckens belegt. Ich fände nicht klug, in den Wurzelregionen, in denen der Buntbarsch sich aufhält, einen potentiell gleich starken Gegner, wie den Gardneri zu installieren.

Was unten meines Erachtens (andere mögen das anders sehen) noch ginge, aber nicht auf Deinen Listen steht sind Dornaugen. Ein wunderbar vergesellschaftungsfähiger Fisch, der aber so scheu ist, dass Du ihn möglicherweise nur selten zu Gesicht bekommst. Wenn Du aber die größere Form (Pangio myersi) bekommst und davon mindestens 10 Tiere einsetzt, solllte das gehen. Sinnvoll ist es natürlich nur, wenn Dich die Schlangenform der Fische faszinieren kann.

Jetzt hast Du noch eine Option für "oben", weil Dir der Gedanke an ein Artbecken ja widerstrebt. Auf Deiner Liste im Besatz-Thread standen noch Zwergringelhechtlinge. Ich nehme an, Du meines pseudepiplatys annulatus. Diese Tiere konzentrieren sich wirklich an der Oberfläche, sollten Deinen Barschbesatz also nicht stören. Ich habe die Kombination noch nicht versucht, wohl aber die annulatus schon gepflegt und denke, dass das gelingen könnte. Der Pseudepiplatys annulatus ist ein bisschen heikel, was Futter und Wasserqualität angeht. Also bitte beim Wasserwechsel nicht nachlässig werden und gelegentlich Lebendfutter geben. Außerdem ist er ein Insektenjäger. Das heisst nicht zwingend, dass Du Insekten füttern musst, aber Du solltest berücksichtigen, dass er an der Oberfläche auf Insekten lauern möchte. Gönne ihm also auf einem Drittel bis zur Hälfte Deiner Oberfläche eine Schwimmpflanzendecke, unter der er stehen kann. Du kannst Froschbiss oder Muschelblumen verwenden oder die meisten Stengelpflanzen als Schwimmpflanzen kultivieren. Hier im Forum sind solche Pflanzen eigentlich immer abzugeben: Muschelblumen etwa könntest Du gegen Portoerstattung auch von mir bekommen.

Jetzt kommt der schwere Teil: Damit ist ein sinnvoller Besatz abgeschlossen! Du hast Tiere, die sich in Deinem Becken verteilen, unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen und optisch verschieden sind. Wenn Du jetzt noch einen Schwarm Salmler oder eine Gruppe Keilfleckbarben einbringst, ist das schlicht zuviel! Die Tiere werden sich nicht gleich gegenseitig umbringen, aber jeder fühlt sich in seinem Lebensraum beschränkt und bildlich gesprochen ist ständig dabei, sich umzusehen, was die anderen so machen. DAs mag auf Dauer kein Fisch. Du wirst weniger interessante Verhaltensweisen beobachten können und die Tiere werden früher sterben als nötig.

Vielleicht kannst Du Dich mit diesen Überlegungen anfreunden - ich bin aber für weiter führende Diskussionen jederzeit offen.

Gruß!

Algerich

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Alt 04.03.2016, 20:04   #5
Fische/Wirbellosefan
 
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Wie viele Mänchen kann man in dem Becken halten?(von den Hechtlingen)
Kann ich wirklich keine Königsalmler halten?
In dem Aquabuch steht das die sich vertragen.

Lukas
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Alt 04.03.2016, 21:42   #6
Danilight
 
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Hallo Lukas,

1. Fische können nicht lesen!

2. Was wird dann aus den Fadenfischen?

3. bei allem Verständnis, kannst du oder willst du nicht verstehen, dass niemand hier deine Zusammenstellungswünsche absegnet?
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Alt 05.03.2016, 10:38   #7
Fische/Wirbellosefan
 
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Nur mal so eine Frage sprichst du aus Erfahrung oder du hast es irgendwo gelesen?

Lukas
Ps:Ich verstehe das Fische nicht lesen können,dass sind aber Erfahrungsberichte.
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Alt 05.03.2016, 11:03   #8
Rinkikäfer
 
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Hallo Lukas,

auch Fische einer Art können verschiedene Charaktere haben.

Unser Zwergfadenfischmännchen hätte man nicht mit einem Weibchen in 54l halten können, schon gar nicht mit zweien.

Letzten Endes ist es deine Entscheidung, aber ich würde dir raten vor allem die kritischen Kommentare zu beachten. Du musst dir immer das Worstcasescenario vorstellen. Dann kannst du nur noch reagieren. Fas heißt dann ständig stressbedingte Krankheiten behandeln, in der Folge von medikamentösen Behandlungen z.B. Blaualgen bekämpfen und schließlich für die Überlebenden doch eine neue Bleibe suchen.

So wird dir das keine Freude und viel Arbeit und Kosten bringen.

Jede Kleinigkeit kann weitreichende Folgen haben, denk noch mal in Ruhe darüber nach.

Liebe Grüße
Annette

Gesendet von meinem GT-I8190 mit Tapatalk
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Alt 05.03.2016, 12:59   #9
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Zitat:
Zitat von Fische/Wirbellosefan Beitrag anzeigen
Wie viele Mänchen kann man in dem Becken halten?(von den Hechtlingen)
Kann ich wirklich keine Königsalmler halten?
In dem Aquabuch steht das die sich vertragen.

Lukas
Hi Lukas,

für Kongosalmler ist dein Becken zu klein.
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Alt 05.03.2016, 14:20   #10
Algerich
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Hallo Lukas,

zu Deiner Frage nach den Hechtlingen, wobei ich immer noch von pseudepiplatys annulatus ausgehe: ich bin ein Freund größerer Gruppen. Hier würde ich 3:6 oder auch 4:8 Tiere für möglich halten, wenn Du ihnen an der Oberfläche etwas bietest.

(Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber wir reden von einem abgedeckten Becken? Ohne Abdeckung verbieten sich die Hechtlinge).

@Hannah: Lukas sprach nicht von Kongosalmlern, für die das Becken natürlich zu klein ist, sondern von Königssalmlern (Inpaichthys kerri). Die scheinen in Mode zu kommen - mein Händler bot neulich auch eine Zuchtform (Super Blue oder so ähnlich) an.
Grundsätzlich sollten die in 126 Litern gehalten werden können, aber ...

@Lukas: Dein Buch muss nicht unrecht haben, aber der von Dir gezogene Schluss ist trotzdem nicht zwingend korrekt. Abstrakt argumentierst Du wie folgt:

Wenn Art a sowohl mit Art b als auch mit Art c vergesellschaftet werden kann und außerdem Art b und Art c vergesellschaftet werden können, dann kann man auch die Arten a, b und c zusammenhalten. Klingt logisch, ist es aber nicht, beziehungsweise werden dann die Anforderungen an die Beckengröße exponentiell mehr.

Nimm Deinen Fall: der Buntbarsch ist in allen Kombinationen das dominante Tier. Vergesellschaftest Du ihn mit den Salmlern, die normalerweise in der sog. mittleren Beckenregion leben (beiläufig: keine sehr sinnvolle Bezeichnung, weil die bei 30-40cm hohen Becken kaum Platz für drei Beckenregionen ist) werden sich mit den Buntbarschen arrangieren, indem sie einfach etwas höher schwimmen. Der Buntbarsch seinerseits kann dann sein Revier abstecken und ohne dauernden Streß leben.

Würdest Du Salmler und Hechtlinge halten würden sich die Salmler weiter nach unten orientieren können und hätten keinen dauernden Streit mit den oberen Fischen. Streit heißt hier nicht kämpfen, sondern sich beengt fühlen und dadurch beeinträchtigt sein.

In beiden Fällen kann sich also ein friedfertiges Gleichgewicht herstellen.

Bei drei Arten geht das nicht. Der Salmlerschwarm, der sich orientieren möchte, bedrängt immer entweder den Buntbarsch oder die Zwerghechtlinge. Nach meinen Beobachtungen wird das die Salmler am wenigsten stören (obwohl ich konkret Königssamler nur aus der Zoohandlung kenne). Die beiden anderen Arten sind aber, was derlei Streß angeht durchaus kleine Sensibelchen.

Fazit: Du kannst die drei Arten in ein Becken setzen, ohne dass es Mord und Totschlag gibt. Wenn Du aber fiktiv ein Becken in der Dreierkombination und ein anderes in einer Zweierkombination bei sonst gleichen Bedingungen laufen ließest, würdest Du wahrscheinlich feststellen, dass die Tiere in dem von Dir gewünschten Besatz etwas weniger lang leben, als sie es könnten, etwas weniger schön gefärbt sind, als es möglich ist und das Verhalten aller drei Arten nicht so interessant zu beobachten ist.

Gruß!

Algerich

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