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Alt 27.04.2017, 11:02   #1
Snausen
 
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Moin!

Ende August 2016 habe ich 30 P. gertrudae für mein 250 Liter Aquarium geholt. Leider sind sie nach und nach in den letzten Monaten noch im 100 Liter Quarantäne-Becken gestorben, sodass nur noch drei übrig geblieben sind! Das Becken ist vollständig eingerichtet und meiner Meinung nach gut für die Blauaugen geeignet. Der letzte Fisch ist Ende März gestorben, die noch verbliebenen Fische sehen gut aus, sind agil und fressen gut. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass es alles Männchen sind. Sie haben allerdings keine lang ausgezogenen Flossen oder farbige Flossenränder und deshalb könnten es auch alles Weibchen sein. Andererseits ist eines dabei, dass oft diesen typischen wellenartigen Balztanz veranstaltet. Das machen doch nur die Männchen, oder? Bei der Fütterung ist dieses Blauauge auch recht aggressiv und verjagt die anderen. Es gibt dabei auch schon gelegentlichen Körperkontakt. Das verjagte Fischlein sucht sich dann an anderer Stelle Futter.

Ich frage mich nun, ist diese Konstellation für die Fische mit nur drei Exemplaren in irgendeiner Weise extrem stressig? Mir scheint es so nicht richtig zu sein. Gertruds Blauaugen müssen meiner Meinung nach in einer größeren Gruppe gehalten werden, damit sie ihr Verhalten richtig ausleben können. Leider habe ich bis jetzt nur schlechte Erfahrungen mit dem Kauf von Fischen im Zoo(fach)handel gemacht, sodass ich mir kaum vorstellen kann, dort noch einmal Fische zu kaufen. Ich bin hin und her gerissen. Aber so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Entweder muss ich die drei abgeben, noch einmal im Handel kaufen oder versuchen Blauaugen von Privat zu bekommen. Oder doch lieber abwarten und auf den Tod der letzten drei warten? Ich weiß es nicht. Hat jemand einen Rat für mich?

Ciao, Susanne
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Alt 27.04.2017, 11:20   #2
Heikow
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Hi Susanne,

wenn Du die Geschlechter auf irgendeine Weise sicher bestimmt bekommst und beide vorhanden sind, könntest Du Dir die Gruppe auch mit eignem Nachwuchs aufstocken. Dazu ein Paar oder noch besser 1,2 zusammen in ein kleines Becken voller Moos setzen und ein oder zwei Wochen drin lassen. Die Weibchen legen dann die Eier irgendwo tief im Moos ab. Aber nimm wirklich reichlich Moos. Ein Freund von mir züchtet die Gertruden auf diese Weise. Er füllt die Ansatzbecken zu ca. 2/3 mit Moos. Ansonsten keinerlei Einrichtung, aber ne gut schliessende Abdeckscheibe. Morgendlicher Sonneneinfall soll förderlich sein und zum balzen und zur Eiablage anregen.

Dann herausfangen, zurück ins alte Becken setzen und abwarten. Die Jungfische steigen nach einigen Tagen aus dem Moos auf und können dann bald mit Artemia oder Essigälchen oder ähnlich feinem Futter angefüttert werden.
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Alt 27.04.2017, 11:50   #3
Snausen
 
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Hallo Heiko,

was macht denn den Unterschied zu ihrem jetzigen Becken aus? Ist die Größe von Bedeutung? Sie haben ja einen Javamooshaufen und hatten auch einen Laichmopp zur Verfügung. Es sind auch keine anderen Fische im Becken, lediglich Schnecken. Müssten sie sich denn nicht auch im 100er vermehren? Nur ein einziges Mal habe ich ein Ei gesehen, das ist schon Monate her. Ich kann die drei umsetzen, keine Frage. Becken und Einrichtung ist vorhanden. Ich hab nur die Notwendigkeit noch nicht verstanden. Vom Erkennen der Geschlechter mal ganz abgesehen...

Ciao, Susanne
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Alt 27.04.2017, 11:56   #4
Heikow
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Hi Susanne,

naja die legen ja eh so gut wie täglich Eier. Problem ist aber, dass die Alttiere den Eiern und Larven stark nachstellen. Deswegen ist Umsetzen eine ganz gute Methode. Man kann dann die aufgestiegenen Larven gleich im Schlupfbecken aufwachsen lassen. Andernfalls muss man ja die Eier aus dem Becken der Eltern puhlen. Das ist aufwändig, denn die verstecken die Eier immer dort, wo man sie schlecht findet.

Die Unterscheidung m/w ist eigentlich nicht schwer. Die Mädels sind etwas unscheinbar und die wirklich hübschen Tiere sind die Männchen

LG
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Alt 27.04.2017, 12:08   #5
Snausen
 
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Anfangs hatte ich viele, auffällige Männchen mit roten, gelben, weißen oder orange Flossenrändern. Einige waren sehr lang ausgezogen, andere nicht. Die letzten drei sehen alle gleich aus, lediglich die Körperfarbe ist bei einem heller. Sie haben keine langen oder besonders gefärbten Flossen. Somit müssten es eigentlich alles Weibchen sein...

Da bleibt mir wohl nur der Versuch mit dem Moos, dass ich vom 100er ins 25er packe und dann mal sehe, was passiert.

Ciao, Susanne

Geändert von Snausen (27.04.2017 um 12:15 Uhr)
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Alt 29.04.2017, 21:53   #6
Otocinclus2
 
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Zitat:
Zitat von Heikow Beitrag anzeigen
Die Unterscheidung m/w ist eigentlich nicht schwer. Die Mädels sind etwas unscheinbar und die wirklich hübschen Tiere sind die Männchen
LG

Also genau wie bei uns Menschen???

Hätte ich nicht gedacht!

Aber Spaß beiseite (Ernst kommt die Treppe `rauf...) - habe heute mehr oder weniger zufällig am Zeitschriftenstand die aktuelle "Amazonas" in der Hand gehabt und mal rasch durchgeblättert.

Schwerpunktthema: Blauaugen.
Mehrere Artikel - wenn ich noch halbwegs richtig zählen kann, immerhin 26 Seiten des Heftes (Seiten 16 - 41).
Berichte über Haltung und Zucht - auch über Pseudomugil gertrudae.
Optisch (viele gute Bilder) ansprechend. Über die Qualität des Textes mag ich jetzt nicht urteilen. Ich habe das Heft nur ganz kurz überfliegen können. Hab´s mir nicht gekauft - war etwas in Eile und die Schlange an der Kasse war zu lang.

Aber dieses kurze Durchblättern des Heftes im Zusammenhang mit diesem Thema hier hat mich ein wenig zum Nachdenken gebracht. Früher hatte ich für einige Jahre die DATZ abonniert und auch mehr oder weniger regelmäßig einzelne Ausgaben anderer Fachzeitschriften dazugekauft.
Nachdem ich das Hobby vor allem wegen beruflicher Auslastung sehr einschränken musste, reduzierte sich auch die Lektüre dieser Printmedien zunehmend. Nicht wegen fehlendem Interesse, sondern allein wegen fehlender Zeit.

Das die Fachprintmedien mittlerweile wohl alle um´s Überleben kämpfen, liegt aber wohl nicht nur an der fehlenden Zeit der Aquarianer (ich hoffe doch sehr, dass es da den Meisten besser geht, als mir), sondern auch an zwei Erwartungshaltungen:
Zum Einen wollen heutzutage die meisten Informationen sofort haben, also per Mausclick, sprich Internet.
Zum anderen wollen wohl nicht nur die meisten, sondern (nach dem Motto "Geiz ist geil"!) alle die Informationen für lau haben.

Meine Erfahrung (muss ja nicht stimmen, also bitte auch Gegenmeinungen!): Im Internet kann ich viel finden. Natürlich auch viel Mist. Um wirklich fundierte und verifirzierbare Informationen zu finden, muss ich auch schon mal etwas länger rumgoogeln. Also gar nicht mal sooo viel schneller, als einen gedruckten Artikel zu lesen. Also nur der Preis?

Ich finde, die Beiträge in den (noch existierenden) Fachzeitschriften liefern immer noch eine fundiertere Information als die Suche im Internet "für lau".
Ich habe mir deshalb vorgenommen, wieder öfter Ausgaben der noch verbliebenen Fachzeitschriften zu kaufen. Und auch über ein Abo denke ich nach.

So, jetzt ist dieser Beitrag nicht nur viel länger geworden, als zunächst gedacht, sondern auch ziemlich offtopic. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.


Gruß
Otocinclus2

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Alt 30.04.2017, 08:27   #7
Snausen
 
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Moin Otocinclus,

die Amazonas gefällt mir auch sehr gut, ich hatte mal ein Geschenk-Jahresabonnement. Außerdem habe ich mir noch aus der Art-für-Art Reihe der Amazonas das Büchlein "Blauaugen" von Hans Herbert Boeck gekauft. Leider ist es ja manchmal so, dass ein Verlag Beiträge recycelt. Insofern muss ich mal prüfen, ob die Inhalte von Heft und Buch voneinander abweichen oder sich ergänzen.

Zu Büchern im Allgemeinen kann ich nur sagen, dass ich sehr gerne Bücher lese und gut ein Dutzend Aquaristikbücher besitze, die Informationen aus diesen Büchern sich aber teilweise widersprechen. Oder sie sind so schwammig formuliert, dass eigentlich keine klare Aussage zu erkennen ist. Sie geben halt auch nur die Meinung eines Menschen an, genau so, wie es auch hier immer wieder unterschiedliche Ansichten gibt. Deshalb habe ich eines gelernt: Einig ist man sich ist lediglich darüber, dass Wasser ins Aquarium muss. Alles andere ist Ansichtssache.


Ciao, Susanne

Geändert von Snausen (30.04.2017 um 08:43 Uhr)
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Alt 30.04.2017, 09:49   #8
Birka
 
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Zitat:
Zitat von Snausen Beitrag anzeigen
Einig ist man sich ist lediglich darüber, dass Wasser ins Aquarium muss. Alles andere ist Ansichtssache.


Ciao, Susanne
Susanne, hallo
guter Spruch und wahre Aussage

schönen Sonn - und Feiertag
Birka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2017, 09:52   #9
Snausen
 
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Danke, Birka, wünsche ich dir ebenso. Zum Glück scheint ja die Sonne!

Ciao, Susanne
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Alt 01.05.2017, 17:17   #10
Snausen
 
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Hallo,

vielen Dank noch einmal für den Hinweis auf die Amazonas! Neben dem Futterzuchtbericht gibts auch schöne Bilder und Tipps zur Nachzucht von Blauaugen.
Das Javamoos liegt jetzt im 25 Liter Becken, ich habe aber wenig Hoffnung, dass dort etwas schlüpft.


Ciao, Susanne
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Stichworte
aufstocken, blauauge, gruppe, p. gertrudae

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